 |
 |
 |
Aktuelles
Hochschulpastoral sekundär? Kritik am
Trierer Plan „Finanzieren und Investieren“
Unter der Überschrift „Finanzieren
und Investieren“ hat der Generalvikar des Bistums Trier einen „verbindlichen
Entwurf zur Kostensenkung“ vorgelegt und zur Diskussion gestellt.
Für den Vorstand der Konferenz reagiert ihr Vorsitzender,
Prof. Dr. Richard Hartmann, mit einem Offenen Brief.
Offener
Brief als PDF-Dokument zum Download...
Emeritierung von Prof. Dr. Heribert Wahl
Heribert Wahl, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Theologischen
Fakultät Trier wird zum 31.09.2010 emeritiert. Er lehrt dort
von 1997 bis September 2010. Anlässlich seiner Emeritierung
hielt Prof. Karl Bopp am 21.06.2010 einen Festvortrag zum Thema „’Missionarisch
Kirche sein’ angesichts fremder Religionen und Kulturen.“ Dazu
hatte die Theologische Fakultät Trier eingeladen.
Lehren und Forschen von Heribert Wahl stellt die Menschen in den Mittelpunkt.
Wahl geht der Frage nach, wie Menschen aus dem Glauben heraus dabei unterstützt
werden können, heilsame Beziehungen zu finden und zu leben. Sein praktisch-theologischer
Zugang zu den Menschen ist
- psychologisch, denn als Psychologe und Psychoanalytiker gewinnt er maßgebliche
Anregungen seiner praktischen Theologie aus der psychoanalytischen Selbstpsychologie.
- pastoral, denn Heribert Wahl verknüpft diese Anregungen so mit dem Grundimpuls
des Evangeliums, dass er daraus für die ganze Breite pastoralen Handelns
Wahrnehmungshilfe, Kriterien und Optionen gewinnt.
- diakonisch, denn seinem pastoralen Kernanliegen – der Stärkung
einer „SelbstObjekt-Praxis“ im Geiste Jesu – wohnt ein diakonischer
Impetus inne.
Mit diesen Stichworten titeln seine wissenschaftlichen Mitarbeiter die aus
diesem Anlass herausgegebene Festschrift: Psychologisch, pastoral, diakonisch.
Praktische Theologie für die Menschen, hgg. von Gundo Lames, Stefan Nober,
Christoph Morgen, Trier 2010.
Wie fruchtbar die Auseinandersetzung mit Lehren und Forschen von Heribert Wahl
ist, das belegen die zwanzig Beiträge von Weggefährten, Kollegen
und Schülern in dieser Festschrift. Sie greifen unterschiedliche Aspekte
seines vielfältigen Werks auf, reflektieren und vertiefen sie sowie ziehen
lehrreiche Schlussfolgerungen für Praktische Theologie und Pastoral. [G.
Lames, Trier]
Stellungnahme der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e. V. zur Besetzung pastoraltheologischer
Lehrstühle
Der Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und
Pastoraltheologinnen e.V. beklagt, dass in jüngster Vergangenheit
gerade Lehrstühle im Fach Pastoraltheologie vorrangig für die Besetzung
durch Priester ausgeschrieben werden, bzw. dass Frauen und Männer,
die nicht Priester sind, im Verfahrensverlauf trotz gleichwertiger
oder besserer wissenschaftlicher Qualifikation allein aufgrund
ihres Laienstandes benachteiligt sind. Für die Besetzung von Lehrstühlen
muss, so die Konferenz in ihrer Stellungahme,
aber wissenschaftliche Exzellenz – im Sinne der pastoraltheologischen
Wissenschaftsauffassung des II. Vaticanums – das entscheidende
Kriterium sein.
Volltext der Stellungnahme als PDF-Dokument zum Download...
Beirat befasst sich intensiv mit Themen des Missbrauchs und der
sexualisierten Gewalt
Auf seiner Sitzung vom 26.-27. März 2010 hat sich der Beirat
intensiv den Themen des Missbrauchs und der sexualisierten Gewalt
auch und gerade in der Kirche gestellt. Die Pastoraltheologinnen
und -theologen wollen hier ausdrücklich ihre fachliche Kompetenz
einbringen und sich auch selbst noch intensiver den anstehenden
Themen zuwenden.
Etliche Detailfragen bedürfen dabei intensiverer Forschung
und Diskussion, so u.a. die Frage nach Begleitung der traumatisierten
Opfer oder nach pädagogischen Hilfen für die Erziehung
und Begleitung in kirchlicher Jugendarbeit, Schulischer Arbeit,
in der Formation in Orden und Priesterseminaren. Das Verhältnis
von Erotik – Geschlechtlichkeit – Leiblichkeit und
Macht ist genauer zu beleuchten. Die lehramtlichen Positionen der
Sexualmoral müssen dringlich weiterentwickelt werden. Genauso
müssen Fragen von Nähe und Distanz ausdrücklich
diskutiert sowie die Begriffe von Täter und Opfer genauer
bestimmt werden. Theologisch und spirituell ist die Frage zu diskutieren,
was im Falle von sexualisierter Gewalt auch unter der Perspektive
der Vergebung geschehen kann. Beim Vorstand der Konferenz werden
Informationen über entsprechende Forschungsprojekte zusammengetragen,
um sie auch für die Verantwortungsträger und die Handlungsebene
fruchtbar zu machen. [R. Hartmann, Fulda]
Eröffnung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische
Pastoral
Seit Anfang Januar 2010 hat die Katholische Arbeitsstelle für
missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt ihre Arbeit aufgenommen.
Es ist die erste Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz in
den neuen Bundesländern. Sie ist hervorgegangen aus der Katholischen
Sozialethischen Arbeitsstelle (KSA) in Hamm und der Katholischen
Glaubensinformation (KGI) in Frankfurt/M., die zum Ende des Jahres
2009 geschlossen worden sind.
Ziel dieser Arbeitsstelle ist die wahrnehmende Zuwendung zur modernen Gesellschaft
sowie ein vertieftes Bewusstsein von der eigenen christlichen Botschaft und
Sendung. Die Aufgaben der Referate im Einzelnen sind: 1. Die Bearbeitung von
Grundsatzfragen der missionarischen Pastoral, 2. die Beobachtung und Deutung
von Religion in der Gesellschaft inklusive der Auswertung pastoral relevanter
sozialwissenschaftlicher Analysen, 3. die Befassung mit neureligiösen
Bewegungen und Weltanschauungsfragen und 4. die Koordinierung und Begleitung
der Internetseelsorge und -beratung. Die Arbeitsstelle arbeitet im Schnittfeld
von Wissenschaft und seelsorglicher Praxis und wird vor allem den (Erz-)Bistümern,
den Verbänden, Orden und Bewegungen in der deutschen Kirche sowie den
Gremien der DBK zuarbeiten.
Bei der feierlichen Eröffnung der Arbeitsstelle am 15. Januar 2010 rief
der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke, der scheidende Vorsitzende der Pastoralkommission
der DBK, dazu auf, allem, was dem Ziel einer „Missionskirche“ diene,
in unseren Diözesen Vorrang einzuräumen. Er bezeichnete es als eine
Grundaufgabe von Kirche und ihrer Pastoral heute, Anknüpfungsmöglichkeiten
für das Evangelium zu erkunden. Dafür sei eine „Verheutigung“ unserer
Gottesverkündigung, eine Verstärkung kirchlich-missionarischer Präsenz
an Diakonie-Orten und eine Vertiefung der theologischen, liturgischen und spirituellen
Kompetenz beim Klerus und beim Gottesvolk nötig.
Kontakt: Dr. Hubertus Schönemann (Leiter der Arbeitsstelle) schoenemann@kamp-erfurt.de;
Dr. Tobias Kläden (Referent für Pastoral und Gesellschaft) klaeden@kamp-erfurt.de;
www.kamp-erfurt.de (im Aufbau). [T. Kläden, Erfurt]
10 Jahre Bischofswort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch
Kirche sein"
Im Jahr 2000 hat die Deutsche Bischofskonferenz das Wort "Zeit
zur Aussaat – Missionarisch Kirche sein" veröffentlicht.
Mit ihm reagierte sie auf gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland:
Menschen verschiedener sozialer, religiöser und kultureller
Herkunft leben miteinander und bestimmen das Bild unserer Gesellschaft;
volkskirchliche Strukturen gehen zurück, Glaube und Religion
werden als Privatangelegenheit angesehen. Doch ist der Glaube keine
Privatangelegenheit. Wer seine Kraft erlebt, will ihn auch anderen
empfehlen. Dabei wendet sich die kirchliche Verkündigung an
alle Menschen in vollem Respekt vor ihrer Freiheit. In diesem Sinn
ist Mission ein "Grundwort kirchlichen Lebens" (Karl
Lehmann).
Mit ihrem Wort "Zeit zur Aussaat" beschreiben die Bischöfe,
was es bedeutet, in Deutschland eine missionarische Kirche zu sein.
Das Wort der Deutschen Bischofe hat sehr große Beachtung gefunden und
eine Reihe von Folgeprojekten nach sich gezogen: die Bischofsworte „Offene
Kirche – Brennende Kerzen – Deutende Worte“ (2003) und „Allen
Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche“ (2004) und „Katechese
in veränderter Zeit“ (2004), die Gründung des "Instituts
für Weltkirche und Mission" in Frankfurt a. M. (2009) und der "Katholischen
Arbeitsstelle für missionarische Pastoral" (KAMP) in Erfurt (2010)
u.a. Zu den Projekten für die Zukunft zählen die Förderung und
Weiterentwicklung von Initiativen zum Katechumenat (die Aufnahme Erwachsener
in die Kirche) und Wiedereintritt, die Stärkung der Bibelpastoral, Katechese
und spirituellen Bildung, der unverzichtbare Beitrag der katholischen Verbände,
kirchlicher Bewegungen und der Caritas bei der Gestaltung der neuen pastoralen
Räume. [O. John, Bonn]
Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Michael Sievernich
SJ
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ hat im Februar 2010 sein 65. Lebensjahr
vollendet. Aus diesem Anlass haben der Dekan der Mainzer Katholisch-Theologischen
Fakultät, Prof. Dr. Thomas Hieke, sowie Prof. Dr. Dr. Mariano
Delgado (Freiburg, Schweiz) und Prof. em. DDr. Dr. h. c. Hans Waldenfels
(Bonn) zu einem Festakt an der Mainzer Universität eingeladen.
Nach den Grußworten des Dekans hielt Prof. Waldenfels vor
zahlreichen Gästen die Festrede mit dem Thema „Dialog
und Mission – ein Widerspruch?“. Anschließend
stellte Prof. Delgado die Festschrift mit 39 Beiträgen von
Kollegen und Freunden des Jubiliars vor (s. Hinweis unter „Publikationen“)
und übergab sie dem Jubilar.
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ war 1988-2003 Professor für Pastoraltheologie
an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und 1996-2000 ebenda
Rektor der Hochschule, seit 2003 ist er Professor für Pastoraltheologie
an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war 2006-2008 Dekan der
Katholisch-Theologische Fakultät. Er ist langjähriges Mitglied der
Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen
und war von 2005 bis 2009 Mitglied des Beirats der Konferenz. [W. Fritzen,
Mainz]
Weltkirchliche Arbeit heute für morgen – Wissenschaftliche
Studie in Gemeinden deutscher Diözesen
Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, der Diözesen
in Deutschland und der katholischen Hilfswerke führte das
Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität an
der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt
am Main die Untersuchung „Weltkirchliche Arbeit heute für
morgen. Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen“ statt.
Aus dem laufenden Forschungsprozess berichtete Klaus Kießling
bereits im Infodienst 2/2008.
Zentrale Ergebnisse haben Chunhee Cho, Viera Pirker und Klaus Kießling
nun in einer Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegt, die am
23. September dieses Jahres erschienen ist. Sie ist im Internet abrufbar: http://www.dbk.de/schriften/data/02012/index.html
Diese Dokumentation wurde im Rahmen eines Studientages der Herbstvollversammlung
der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda präsentiert und diskutiert und
in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vorgestellt. [K. Kießling,
Frankfurt/M.]
Mitgliederversammlung wählt Prof. Dr. Richard Hartmann zum
Vorsitzenden
Die Mitgliederversammlung der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. wählte am 8.9.2009 in Leitershofen
Professor Dr. Richard Hartmann, Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie
und Homiletik an der Theologischen Fakultät Fulda, zum neuen
Vorsitzenden. Prof. Hartmann tritt damit die Nachfolge von Prof.
em. Dr. Udo Schmälzle OFM (Münster) an, der die Konferenz
acht Jahre geleitet hat. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde
Prof. Dr. Manfred Belok (Chur) gewählt, Prof. Dr. Martina
Blasberg-Kuhnke (Osnabrück) ist das weitere Vorstandsmitglied.
Prof. Hartmann betonte nach seiner Wahl, dass es ihm ein besonderes
Anliegen sei, die traditionell intensive Netzwerkarbeit der Konferenz – u.
a. mit Kontakten im ökumenischen Bereich und im internationalen
Kontext – im gesellschaftlichen Interesse weiter zu befruchten.
Nach Innen hin ginge es darum, mehr denn je das Fach Pastoraltheologie
innerhalb der Universitäten zu fördern. Dazu sei ein
enger Austausch zwischen den verschiedenen Lehrstühlen und
Instituten nötig. Gut aufgestellt sei die Fachgesellschaft
in der Verbindung zu den kirchlichen Verbänden und Ausbildungseinrichtungen.
Dennoch wünscht sich Hartmann eine stärkere Zusammenführung
der Kompetenzen, vielleicht sogar in einem eigenen Forschungsinstitut,
das zentrale Projekte begleiten kann.
Der aus dem Bistum Mainz stammende Richard Hartmann ist seit
2002 Lehrstuhlinhaber in Fulda. Im interdisziplinären Feld beschäftigt
er sich mit systemischer Organisationsentwicklung. Diese Einsichten
bringt er in die Fragen der Strukturen und Schwerpunkte diözesaner
und gemeindlicher Pastoral und in die Weiterentwicklung der Berufsrollen
in der Kirche ein. So ist er Berater der Kommission für Geistliche
Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz.
Von 2004 bis 2008 war Hartmann Rektor der theologischen Fakultät
Fulda, als solcher Mitglied des katholischen Fakultätentages
und der Hochschulrektorenkonferenz. Er ist u. a. Mitglied der Europäischen
Gesellschaft für katholische Theologie. Näheres unter
www.thf-fulda.de [U. Feeser-Lichterfeld, Bonn/R. Hartmann, Fulda]
Ältere Mitteilungen finden Sie im Archiv...
|
 |
 |
 |
|