Aktuelles

Kongress 2019 - "...normal halt!" Theologie säkularer Existenzweisen

„Weder noch – normal halt“ – diese inzwischen berühmte Antwort gaben Jugendliche am Leipziger Hauptbahnhof auf die Frage, ob sie christlich oder atheistisch eingestellt seien. Sie verweist auf die religiös unmusikalischen Existenzweisen nicht weniger Zeitgenossinnen und Zeitgenossen. Es stellt sich die Frage nach der säkularen Bedeutung des Evangeliums in „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ (GS 1) ihres Lebens. Der Kongress diskutiert Bedingungen und Möglichkeiten einer christlichen Praxis, die in Zukunft „vielleicht ganz unreligiös“ (Dietrich Bonhoeffer) sein wird und auch kirchlich verfassten Christinnen und Christen helfen kann, säkulare Existenzweisen als eine pastorale Chance zu begreifen.

9.-11.9. 2019, Bildungshaus „Maria an der Sonne“ in Schmerlenbach bei Aschaffenburg

Herzliche Einladung – diskutieren Sie mit!

Nähere Informationen finden Sie hier.

Tagung: "Lebensabschnittspartner? Glaubensbiographien und kirchliche Lebensformen im Umbruch"

Das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt veranstaltet am 8./9. November 2019 die Tagung "Lebensabschnittspartner? Glaubensbiographien und kirchliche Lebensformen im Umbruch".
Es geht um die Frage, wie sich der kirchliche und der theologische Blick auf Glaube und Lebensgestaltung verändert, wenn Biographien und Identitätsbildung wechselhafter und dynamischer werden. Die Tagung wird in der Tagungs- und Begegnungsstätte Ev. Augustinerkloster Erfurt stattfinden. Auf dem Flyer finden Sie die weiteren Informationen über Programm, Referenten und Anmeldung.

Tagung „Gender(Studies) in der Theologie – Warum und Wozu?“ (Münster, 28.-29.11.2019)

Die Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster setzt ihre Arbeit unter neuer Leitung, mit neuem Namen und einem veränderten Konzept fort. Als Auftakt laden Prof. Marianne Heimbach-Steins und Prof. Judith Könemann Professor*innen ebenso wie wissenschaftlichen Nachwuchs, Gender-Expert*innen genauso wie Theolog*innen mit kritisch-konstruktiven Außenperspektiven im Rahmen der Tagung „Gender(Studies) in der Theologie – Warum und Wozu?“ (Münster, 28.-29.11.2019) ein, Potentiale und Desiderate theologischer Genderforschung auszuloten und sich auf neue Forschungsfragen auszurichten. Hier finden Sie den Call for Papers. Abstracts senden Sie bitte an gender.theologie(at)uni-muenster(dot)de. Einsendeschluss ist der 08.04.2019.

Save the date: Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheolog_innen

Der nächste Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheolog_innen wird von 9.-11.9.2019 in Schmerlenbach zum Thema "Säkulare Existenzweisen". Das Programm sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie in Kürze hier auf dieser Seite.

Tagung anlässlich des 80. Geburtstags von P.M. Zulehner

vom 19. bis 22. November 2019 findet die Kooperationstagung der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und der Römisch-Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Babes-Bolyai in Cluj (Rumänien) statt. Das Thema der Tagung: Papst Franziskus und die Pastoraltheologie in Ost(Mittel)Europa. Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten 30 Jahre nach der Wende.  

Nähere Informationen finden Sie hier.

ESWTR-Konferenz: "Gender, Race, Religion: De/constructing Regimes of In/visibility "

Von 12.-15 September 2019 findet in Leuven die ESWTR-Konferenz unter dem Titel "Gender, Race, Religion: De/constructing Regimes of In/visibility "statt. Nähere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie auf der verlinkten Website. Ein Call for papers läuft noch bis zum 15.3.2019.

SOCIAL GLOCALISATION - Social work, health sciences & practical theology – Higher education in a world with local and global changes

Vom 19. - 21. September 2019 veranstaltet die KatHO in Köln den internationalen Kongress "SOCIAL GLOCALISATION - Social work, health sciences & practical theology – Higher education in a world with local and global changes". Weitere Informationen unter www.katho-nrw.de/congress2019.
 

Kleine Nachlese zum Kongress 2017

 Im September tagte die Konferenz für PastoraltheologInnen in St. Paulus, Leitershofen unter dem Titel #OMG!1ELF!!: Oh mein Gott. Pastoraltheologie im Zeitalter digitaler Transformation mit über 70 Teilnehmenden aus der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Südtirol und Österreich.

Auf dieser Tagung haben die verschiedenen Zugänge, Präsentationsformen und auch Anfragen der Referierenden verdeutlicht, dass sich die akademische (Pastoral-)Theologie grundsätzlich noch auf wahrnehmender Spurensuche dessen befindet, was Digitalisierung bedeutet. Noch mehr Such-Prozess herrscht im reflektierenden Nachdenken vor, was Digitalisierung konkret für das Fach und wechselseitig auch für den pastoralen Alltag in kirchlichen Diensten bedeutet.Es ist deutlich geworden, dass die Frage nach einer Theologie der Digitalität (und: Theologie der Virtualität) inhaltlich interdisziplinär angefüllt werden muss, insbesondere der Diskurs um anthropologische Grunddimensionen die fundamental für digitalisierte Prozesse und deren Konsequenzen sind, da wir als Menschen eben immer schon verstrickt sind in plurale und komplexe Wirkungsmächte – eben auch digital.

Neben Vorträgen zu Identität in social media, Transhumanismus, Glaubenskommunikation, Medienkompetenz und dem Internet als ortlosen-Ort wurde sehr wohltuend die römische Sichtweise auf den Perspektivwechsel von Zentrum und  Peripherie aufgenommen. Dass die tiefschürfenden Veränderungen von Digitalisierung in den unterschiedlichsten Ebenen eine unbestrittene Tatsache ist, lässt sich im Zitat von Prälat Tighe konstituieren: "Digital is real."  (Judith Klaiber)

 

Als Konglumerat sind einige Feedbacks, Statements hier im Artikel auf Twitter-Länge zusammen getragen mit einer klaren Anfrage und Aufforderung zur Debatte an die Lesenden: was sind Inhalte, Prozesse, Formen, Kriterien einer Frage von theologisierter Digitalität oder digitalisierter Theologie? 

Andrea Imbsweiler: Kommunikation im Netz bringt für die institutionelle Kirche unvermeidbar Kontrollverlust: Zeugnis und Agieren Einzelner gewinnen Bedeutung.

Jan Loffeld: Digitalisierung macht einen anderen Generationendialog möglich. Je jünger, desto inkulturierter: down-top. Ein schönes Beispiel für die "conversión pastoral"!

Wolfgang Beck: Eine "Kultur der Digitalität" zeigt gesellschaftliche Effekte von Algorithmizität, Referenzialität und neuen Sozialformen, in die sich Theologie vorzuwagen hat.

Richard Hartmann: Die social media sorgen mehr noch als die Aufklärung dafür, dass formale Autorität - auch in der Kirche - irrelevant wird.

Sonja Pohl: "Digital is real" und keine vorübergehende Erscheinung. Um teilzuhaben, muss auch Theologie in die Sprache einer digitalisierten Kultur übersetzt werden.

Sebastian Kießig: Die Digitalisierung wandelt das Leben des Menschen. Eine (Pastoral-)Theologie, die mit diesem Leben korrespondiert, steht somit vor großen Herausforderungen.

Andreas Büsch: Dank Social Media hat Kirche die historische Chance, wirklich zu einer communio zu werden - vorausgesetzt, sie lässt sich kritisch-optimistisch auf Digitalisierung mit ihren Implikationen ein und findet pragmatische Lösungen für den pastoralen Alltag.

Simone Birkel: Die Digitalisierung bietet tolle Chancen für die Pastoral, wichtig ist aber, dass die Technik für den Menschen da ist und nicht umgekehrt! 

Solidarität mit Pax Christi

Mit diesem Brief rufen Prof. Nobert Mette und Prof. Heinz-Günther Stobbe zur Unterstützung von Pax Christi auf.

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