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Beirat befasst sich intensiv mit Themen des Missbrauchs und der sexualisierten Gewalt

Beirat befasst sich intensiv mit Themen des Missbrauchs und der sexualisierten Gewalt

Auf seiner Sitzung vom 26.-27. März 2010 hat sich der Beirat intensiv den Themen des Missbrauchs und der sexualisierten Gewalt auch und gerade in der Kirche gestellt. Die Pastoraltheologinnen und -theologen wollen hier ausdrücklich ihre fachliche Kompetenz einbringen und sich auch selbst noch intensiver den anstehenden Themen zuwenden.

Etliche Detailfragen bedürfen dabei intensiverer Forschung und Diskussion, so u.a. die Frage nach Begleitung der traumatisierten Opfer oder nach pädagogischen Hilfen für die Erziehung und Begleitung in kirchlicher Jugendarbeit, Schulischer Arbeit, in der Formation in Orden und Priesterseminaren. Das Verhältnis von Erotik – Geschlechtlichkeit – Leiblichkeit und Macht ist genauer zu beleuchten. Die lehramtlichen Positionen der Sexualmoral müssen dringlich weiterentwickelt werden. Genauso müssen Fragen von Nähe und Distanz ausdrücklich diskutiert sowie die Begriffe von Täter und Opfer genauer bestimmt werden. Theologisch und spirituell ist die Frage zu diskutieren, was im Falle von sexualisierter Gewalt auch unter der Perspektive der Vergebung geschehen kann. Beim Vorstand der Konferenz werden Informationen über entsprechende Forschungsprojekte zusammengetragen, um sie auch für die Verantwortungsträger und die Handlungsebene fruchtbar zu machen. [R. Hartmann, Fulda]

Stellungnahme der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. zur Besetzung pastoraltheologischer Lehrstühle

Stellungnahme der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. zur Besetzung pastoraltheologischer Lehrstühle

Der Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. beklagt, dass in jüngster Vergangenheit gerade Lehrstühle im Fach Pastoraltheologie vorrangig für die Besetzung durch Priester ausgeschrieben werden, bzw. dass Frauen und Männer, die nicht Priester sind, im Verfahrensverlauf trotz gleichwertiger oder besserer wissenschaftlicher Qualifikation allein aufgrund ihres Laienstandes benachteiligt sind. Für die Besetzung von Lehrstühlen muss, so die Konferenz in ihrer Stellungahme, aber wissenschaftliche Exzellenz – im Sinne der pastoraltheologischen Wissenschaftsauffassung des II. Vaticanums – das entscheidende Kriterium sein.

Volltext der Stellungnahme als PDF-Dokument zum Download...

90 Jahre Hermann Stenger – Emeritierung Franz Weber – Gutes Leben für alle

90 Jahre Hermann Stenger – Emeritierung Franz Weber – Gutes Leben für alle

[Dez. 2010] Mit einem spannenden Symposion zu „Gutem Leben für alle“ ehrte die Innsbrucker Theologische Fakultät unsere hochverehrten Kollegen und Mitglieder Hermann Stenger und Franz Weber. Beiden hat unsere Konferenz viel zu verdanken. 
Hermann Stenger ist – nicht allein aufgrund seiner Profession, sondern aufgrund der Art, wie sich diese in seiner Persönlichkeit spiegelte – immer ein gesuchter Zuhörer und Impulsgeber, gerade auch für die jungen Kolleginnen und Kollegen, denen er mit großem Interesse begegnetet. Franz Weber bringt mit seinen Erfahrungen die Dimension der Befreiungstheologie, den weiten Horizont der Weltkirche, in unsere Diskurse ein – lange Jahre auch im Beirat der Konferenz. Beiden geht es mit ihren Akzenten um das „Gute Leben“, das es nie nur für einige geben kann. 
Die Hirtenmetapher in Hermann Stengers „Summa“ hat mich immer wieder angeregt. Der Blick auf die Schafe, die selber zu Hirten werden. Wer den „Pferch der Kirche“ heute sieht, könnte meinen, dass nur noch 1 Schaf drinnen ist und alle anderen „draußen“, nicht aber einfach verloren, sondern auf der Suche – damit alle das Leben haben (dieser Gedanke wurde wohl im Generalrat der Franziskaner geäußert.) Diese veränderte Sichtweise provoziert auch uns, die Menschen zu suchen an den Orten, wo sie leben und leiden. 
So sind die Jubilare selber unterwegs. Dazu wünsche ich Ihnen namens der ganzen Konferenz Gottes Segen – und ad multos annos! [R. Hartmann, Fulda]

Eröffnung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral

Eröffnung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral

Seit Anfang Januar 2010 hat die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt ihre Arbeit aufgenommen. Es ist die erste Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz in den neuen Bundesländern. Sie ist hervorgegangen aus der Katholischen Sozialethischen Arbeitsstelle (KSA) in Hamm und der Katholischen Glaubensinformation (KGI) in Frankfurt/M., die zum Ende des Jahres 2009 geschlossen worden sind. 
Ziel dieser Arbeitsstelle ist die wahrnehmende Zuwendung zur modernen Gesellschaft sowie ein vertieftes Bewusstsein von der eigenen christlichen Botschaft und Sendung. Die Aufgaben der Referate im Einzelnen sind: 1. Die Bearbeitung von Grundsatzfragen der missionarischen Pastoral, 2. die Beobachtung und Deutung von Religion in der Gesellschaft inklusive der Auswertung pastoral relevanter sozialwissenschaftlicher Analysen, 3. die Befassung mit neureligiösen Bewegungen und Weltanschauungsfragen und 4. die Koordinierung und Begleitung der Internetseelsorge und -beratung. Die Arbeitsstelle arbeitet im Schnittfeld von Wissenschaft und seelsorglicher Praxis und wird vor allem den (Erz-)Bistümern, den Verbänden, Orden und Bewegungen in der deutschen Kirche sowie den Gremien der DBK zuarbeiten. 
Bei der feierlichen Eröffnung der Arbeitsstelle am 15. Januar 2010 rief der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke, der scheidende Vorsitzende der Pastoralkommission der DBK, dazu auf, allem, was dem Ziel einer „Missionskirche“ diene, in unseren Diözesen Vorrang einzuräumen. Er bezeichnete es als eine Grundaufgabe von Kirche und ihrer Pastoral heute, Anknüpfungsmöglichkeiten für das Evangelium zu erkunden. Dafür sei eine „Verheutigung“ unserer Gottesverkündigung, eine Verstärkung kirchlich-missionarischer Präsenz an Diakonie-Orten und eine Vertiefung der theologischen, liturgischen und spirituellen Kompetenz beim Klerus und beim Gottesvolk nötig. 
Kontakt: Dr. Hubertus Schönemann (Leiter der Arbeitsstelle) schoenemann@kamp-erfurt.de; Dr. Tobias Kläden (Referent für Pastoral und Gesellschaft) klaeden@kamp-erfurt.de; www.kamp-erfurt.de (im Aufbau). [T. Kläden, Erfurt]

10 Jahre Bischofswort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch Kirche sein"

10 Jahre Bischofswort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch Kirche sein"

Im Jahr 2000 hat die Deutsche Bischofskonferenz das Wort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch Kirche sein" veröffentlicht. Mit ihm reagierte sie auf gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland: Menschen verschiedener sozialer, religiöser und kultureller Herkunft leben miteinander und bestimmen das Bild unserer Gesellschaft; volkskirchliche Strukturen gehen zurück, Glaube und Religion werden als Privatangelegenheit angesehen. Doch ist der Glaube keine Privatangelegenheit. Wer seine Kraft erlebt, will ihn auch anderen empfehlen. Dabei wendet sich die kirchliche Verkündigung an alle Menschen in vollem Respekt vor ihrer Freiheit. In diesem Sinn ist Mission ein "Grundwort kirchlichen Lebens" (Karl Lehmann). 
Mit ihrem Wort "Zeit zur Aussaat" beschreiben die Bischöfe, was es bedeutet, in Deutschland eine missionarische Kirche zu sein. 
Das Wort der Deutschen Bischofe hat sehr große Beachtung gefunden und eine Reihe von Folgeprojekten nach sich gezogen: die Bischofsworte „Offene Kirche – Brennende Kerzen – Deutende Worte“ (2003) und „Allen Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche“ (2004) und „Katechese in veränderter Zeit“ (2004), die Gründung des "Instituts für Weltkirche und Mission" in Frankfurt a. M. (2009) und der "Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral" (KAMP) in Erfurt (2010) u.a. Zu den Projekten für die Zukunft zählen die Förderung und Weiterentwicklung von Initiativen zum Katechumenat (die Aufnahme Erwachsener in die Kirche) und Wiedereintritt, die Stärkung der Bibelpastoral, Katechese und spirituellen Bildung, der unverzichtbare Beitrag der katholischen Verbände, kirchlicher Bewegungen und der Caritas bei der Gestaltung der neuen pastoralen Räume. [O. John, Bonn]

Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Michael Sievernich SJ

Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Michael Sievernich SJ

Prof. Dr. Michael Sievernich SJ hat im Februar 2010 sein 65. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass haben der Dekan der Mainzer Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Thomas Hieke, sowie Prof. Dr. Dr. Mariano Delgado (Freiburg, Schweiz) und Prof. em. DDr. Dr. h. c. Hans Waldenfels (Bonn) zu einem Festakt an der Mainzer Universität eingeladen. Nach den Grußworten des Dekans hielt Prof. Waldenfels vor zahlreichen Gästen die Festrede mit dem Thema „Dialog und Mission – ein Widerspruch?“. Anschließend stellte Prof. Delgado die Festschrift mit 39 Beiträgen von Kollegen und Freunden des Jubiliars vor (s. Hinweis unter „Publikationen“) und übergab sie dem Jubilar. 
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ war 1988-2003 Professor für Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und 1996-2000 ebenda Rektor der Hochschule, seit 2003 ist er Professor für Pastoraltheologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war 2006-2008 Dekan der Katholisch-Theologische Fakultät. Er ist langjähriges Mitglied der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen und war von 2005 bis 2009 Mitglied des Beirats der Konferenz. [W. Fritzen, Mainz]

Kongressrückblick: „Plurale Wirklichkeit Gemeinde” im Dialog von Praxis und Theorie

Kongressrückblick: „Plurale Wirklichkeit Gemeinde” im Dialog von Praxis und Theorie

Rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Slowenien und den Niederlanden fanden sich vom 17. bis 20. September 2007 in der Katholischen Akademie Schwerte zum Kongress „Plurale Wirklichkeit Gemeinde“ ein. Diese Resonanz zeigt, wie richtig die Veranstalter, die Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., Bedeutung und Aktualität der Thematik eingeschätzt hatten. Das Tagungsprogramm versuchte, das Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher gemeindetheologischer Optionen, vor allem aber zwischen „Praktikern“ und „Theoretikern“ zu ermöglichen. Diesem Ziel dienten Berichte aus Diözesen, Gemeinden und Verbänden zu aktuellen Planungen und Entwicklungen, Workshops zu einzelnen Modellen gemeindlicher Entwicklung und nicht zuletzt Vorträge, die den gegenwärtigen (pastoral-)theologischen Diskurs darstellen, aber auch befördern sollten. Das Heft 2008-1 der „Pastoraltheologischen Informationen“ wird die Vorträge des Kongresses dokumentieren. Eine Reihe informativer „Blitzlichter“ zum Kongress „Plurale Wirklichkeit Gemeinde“, verfasst von Dr. Walter Krieger, finden sich aufwww.pastoral.at in der Rubrik „Aktuell“. [U. Feeser-Lichterfeld, Aachen].

www.pthi.de – Der neugestaltete Internetauftritt der „Pastoraltheologischen Informationen“

www.pthi.de – Der neugestaltete Internetauftritt der „Pastoraltheologischen Informationen“

Unter http://www.pthi.de stellen sich die „Pastoraltheologischen Informationen“ seit Kurzem allen Interessierten in einem neuen Layout und mit erweiterten Funktionen im Internet vor. Vielleicht besuchen Sie einmal diesen neuen Internetauftritt.

Die Zahl der Bestellungen von Einzelheften zeigt, dass es weit über die Mitglieder der evangelischen und katholischen pastoraltheologischen Fachschaft hinaus ein Interesse an den „Pastoraltheologischen Informationen“ gibt. Der neue Webauftritt kommt diesem Interesse entgegen und erleichtert die Möglichkeit, Einzelhefte zu bestellen oder die Zeitschrift zu abonnieren.

Sie können das Bemühen, den Kreis der Leserinnen und Leser sowie der Abonnenten der „Pastoraltheologischen Informationen“ zu erweitern, unterstützen, indem Sie die Website unserer Zeitschrift mit von Ihnen unterhaltenen Seiten im Internet verlinken.

In Zeiten ökumenischer Rückschritte sind die „Pastoraltheologischen Informationen“ als ökumenische praktisch-theologische Fachzeitschrift ein Forum, das Ihre Unterstützung lohnt. [R. Feiter, Münster].

Bonifatius-Sonderpreis für Erfurter Weihnachtsmarktprojekt

Bonifatius-Sonderpreis für Erfurter Weihnachtsmarktprojekt

Das Projekt „Folge dem Stern!“ wurde im Vorjahr vom Lehrstuhl für Pastoraltheologie (Prof. Dr. Maria Widl) gemeinsam mit dem Institut für Evangelische Theologie/ Religionspädagogik (Prof. Dr. Andrea Schulte) ins Leben gerufen. Das Bonifatiuswerk ehrte die Initiative nun mit einem Sonderpreis im Rahmen der Verleihung des „Bonifatius-Preises für missionarisches Handeln in Deutschland 2008“. Das Projekt wurde ausgezeichnet, weil im „säkularen Umfeld des Erfurter Weihnachtsmarktes der eigentliche Sinn der christlichen Symbolik und damit die froh machende Botschaft von der Mensch- und Kindwerdung Gottes erneut zugänglich gemacht und zeitgemäß interpretiert“ wurde. Dabei sei es nicht nur darum gegangen, allgemein abendländisches Kulturgut neu in das Bewusstsein der Menschen in den neuen Bundesländern zu heben, sondern den ursprünglichen Sinn des adventlichen Brauchtums zu erschließen und „vom Ballast der alles überlagernden vorweihnachtlichen Konsumma-schinerie zu befreien“, teilte das Bonifatiuswerk mit. Der mit 700 Euro dotierte Preis wurde am 9. November in Berlin überreicht. Das Projekt wird in diesem Jahr fortgesetzt mit dem Ziel, es der Ortskirche zu übergeben. [M. Widl, Erfurt]

DFG-Antrag auf Förderung eines Mittelbau-Netzwerks

DFG-Antrag auf Förderung eines Mittelbau-Netzwerks

Mitte Oktober konnte bei der DFG ein Antrag zur Gründung eines wissenschaftlichen Netzwerkes für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eingereicht werden. Ein Antrag für eine solche Förderungsform ist unseres Wissens der erste, der im Bereich der Pastoraltheologie gestellt wird, und hat von daher Pioniercharakter. Der Antragstellung vorangegangen ist ein Themenfindungsprozess in der Statusgruppe „Mittelbau“ der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen, innerhalb dessen mehrere Themen generiert und einem Abstimmungsverfahren unterzogen wurden. Das Thema „Praktische Theologie in der Spätmoderne – Zur aktuellen und prospektiven Topografie einer Disziplin in wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive“ konnte dabei die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen. 
Ausgehend davon, dass es der Praktischen Theologie innerhalb des theologischen Fächerkanons in besonderer Weise um den Gegenwartsbezug des christlichen Glaubens geht, ergibt sich die Frage, ob sich diese Disziplin der religiösen Situation der Spätmoderne ausreichend stellt. Junge Praktische Theologinnen und Theologen wollen sich mit dieser Frage selbstreflexiv auseinandersetzen, sie aber auch an ihre (älteren) Fachkolleginnen und -kollegen stellen. Die Arbeit im Netzwerk soll dabei in einem Dreischritt erfolgen: Zunächst soll eine Matrix aus Kriterien erarbeitet werden, die eine Charakterisierung des praktisch-theologischen Diskurses unter den Bedingungen der Spätmoderne erlaubt. Mit dieser Matrix soll in einem zweiten Schritt der eigene Beitrag zur Praktischen Theologie selbstkritisch und im Dialog mit anderen Nachwuchswissenschaftlern befragt werden. Dieser Selbstvergewisserung folgt in einem dritten Schritt die paradigmatische Analyse der Arbeit prominenter Praktischer Theologinnen und Theologen. Die Frage ist jeweils, ob mit der genannten Matrix spätmoderne Züge identifiziert werden können. Die Auswahl und Profilierung der Matrixkriterien sowie die Portraits der ausgewählten Wissenschaftler sollen in einem Sammelband dokumentiert werden. 
Als Antragsteller für diese auf drei Jahre angelegte Netzwerk-Initiative treten gegenüber der DFG Tobias Kläden (Münster), Stefan Gärtner (Münster/Tilburg) und Ulrich Feeser-Lichterfeld (Bonn) auf. Ihrer Antragsskizze haben sich zwölf weitere Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden als Netzwerkmitglieder angeschlossen, mehrere Mittelbau-Mitglieder stehen als „Nachrücker“ auf einer Warteliste bereit. Diese unerwartet große Resonanz genauso wie die bereits im Vorfeld der Antragstellung in Gang gesetzte Vernetzung der pastoraltheologischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler darf als erster wichtiger Ertrag des angestoßenen Prozesses gelten. Umso größer ist jetzt die Hoffnung auf eine positive Begutachtung des Vorhabens, damit der im pastoraltheologischen Mittelbau explizit geäußerte Wunsch nach einer engeren inhaltlichen Zusammenarbeit auch in die Tat umgesetzt werden kann. [T. Kläden, Münster / S. Gärtner, Tilburg / U. Feeser-Lichterfeld, Bonn]

Weltkirchliche Arbeit heute für morgen – Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen

Weltkirchliche Arbeit heute für morgen – Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen

Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, der Diözesen in Deutschland und der katholischen Hilfswerke führte das Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main die Untersuchung „Weltkirchliche Arbeit heute für morgen. Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen“ statt. Aus dem laufenden Forschungsprozess berichtete Klaus Kießling bereits im Infodienst 2/2008.
Zentrale Ergebnisse haben Chunhee Cho, Viera Pirker und Klaus Kießling nun in einer Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegt, die am 23. September dieses Jahres erschienen ist. Sie ist im Internet abrufbar: http://www.dbk.de/schriften/data/02012/index.html 
Diese Dokumentation wurde im Rahmen eines Studientages der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda präsentiert und diskutiert und in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vorgestellt. [K. Kießling, Frankfurt/M.]

Jugendpastoral am Puls der Zeit

Jugendpastoral am Puls der Zeit

Auf Einladung der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen beschäftigten sich fast 130 Personen aus Wissenschaft und Praxis in Benediktbeuern mit der Frage, wie eine zeitgemäße Jugendpastoral aussehen könnte. Das Symposium war hochkarätig besetzt mit namhaften Jugendforschern. So stellte Dr. Marc Calmbach die neue Sinusstudie U27 „Wie ticken Jugendliche“ vor und verwies auf Möglichkeiten, wie kirchliche Jugendarbeit aus einer Milieuverengung herauskommen könnte. In eine ähnliche Richtung verwies Dr. Matthias Sellmann mit seiner These, dass gerade in der Jugendpastoral der „iconic turn“ mit vollzogen werden muss – nämlich die Tatsache, dass Jugendliche (und nicht nur sie) heute die Welt vor allem über Bilder und weniger über Worte wahrnehmen.

Dr. Regina Polak betonte – ausgehend von der österreichischen Jugendwertestudie – die „prophetische Kraft der Jugend“ (Ottmar Fuchs) und sah in der Frage nach der Gerechtigkeit einen wichtigen Ansatz. Schließlich waren es Dr. Martin Lechner und Dr. Hans Hobelsberger, die jugendpastorale Ansätze analysierten und zukunftsorientierte Optionen formulierten.

Geprägt wurde das Symposium durch die vielen PraktikerInnen: MitarbeiterInnen jugendpastoraler Stellen vieler Diözesen und Länder. Gerade der Austausch in den Workshops und in den Zwischengesprächen zeigte den großen Bedarf der Praxis an einer fundierten theologischen Begleitung. Diese zu leisten, war der Wunsch an die wissenschaftliche Pastoraltheologie, die es im Gefolge des Symposiums einzuholen gilt. [J. Pock, Bonn]

PosT - Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen

PosT - Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen

Von 18. bis 21.9.2008 fand in Celje (Slowenien) das Symposium „Ist die Kirche planbar? Alte Frage – dauernde Ansprüche“ statt, an dem 24 Kolleginnen und Kollegen aus 9 mittel- und osteuropäischen Ländern teilnahmen. Mit drei neuen in Celje aufgenommenen KollegInnen zählt das Netzwerk derzeit 54 Mitglieder aus 11 Ländern. Das nächste Symposium wird von 17.-20.9.2009 in Opole (Polen) veranstaltet und widmet sich einem Thema aus dem Bereich Sakramentenpastoral. Das Symposium in Celje wird in einem Sammelband dokumentiert, weitere Informationen zu den Symposien, zum Netzwerk und seinen Mitgliedern finden Sie unter http://www.postnetzwerk.net/ [P. Slouk, Wien]

Mitgliederversammlung wählt Prof. Dr. Richard Hartmann zum Vorsitzenden

Mitgliederversammlung wählt Prof. Dr. Richard Hartmann zum Vorsitzenden

Die Mitgliederversammlung der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. wählte am 8.9.2009 in Leitershofen Professor Dr. Richard Hartmann, Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Fakultät Fulda, zum neuen Vorsitzenden. Prof. Hartmann tritt damit die Nachfolge von Prof. em. Dr. Udo Schmälzle OFM (Münster) an, der die Konferenz acht Jahre geleitet hat. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Manfred Belok (Chur) gewählt, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke (Osnabrück) ist das weitere Vorstandsmitglied.

Prof. Hartmann betonte nach seiner Wahl, dass es ihm ein besonderes Anliegen sei, die traditionell intensive Netzwerkarbeit der Konferenz – u. a. mit Kontakten im ökumenischen Bereich und im internationalen Kontext – im gesellschaftlichen Interesse weiter zu befruchten. Nach Innen hin ginge es darum, mehr denn je das Fach Pastoraltheologie innerhalb der Universitäten zu fördern. Dazu sei ein enger Austausch zwischen den verschiedenen Lehrstühlen und Instituten nötig. Gut aufgestellt sei die Fachgesellschaft in der Verbindung zu den kirchlichen Verbänden und Ausbildungseinrichtungen. Dennoch wünscht sich Hartmann eine stärkere Zusammenführung der Kompetenzen, vielleicht sogar in einem eigenen Forschungsinstitut, das zentrale Projekte begleiten kann.

Der aus dem Bistum Mainz stammende Richard Hartmann ist seit 2002 Lehrstuhlinhaber in Fulda. Im interdisziplinären Feld beschäftigt er sich mit systemischer Organisationsentwicklung. Diese Einsichten bringt er in die Fragen der Strukturen und Schwerpunkte diözesaner und gemeindlicher Pastoral und in die Weiterentwicklung der Berufsrollen in der Kirche ein. So ist er Berater der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz. Von 2004 bis 2008 war Hartmann Rektor der theologischen Fakultät Fulda, als solcher Mitglied des katholischen Fakultätentages und der Hochschulrektorenkonferenz. Er ist u. a. Mitglied der Europäischen Gesellschaft für katholische Theologie. Näheres unter www.thf-fulda.de [U. Feeser-Lichterfeld, Bonn/R. Hartmann, Fulda]

Hildegard Wustmans übernimmt den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz

Hildegard Wustmans übernimmt den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz

Mit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 hat Professorin Dr.in Hildegard Wustmans die Nachfolge von Prof. Dr. Peter Hofer am Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz angetreten. 
Hildegard Wustmans ist 1963 in Kevelaer geboren, studierte Katholische Theologie in Würzburg und Sao Paulo, war als Wissenschaftliche Mitarbeiterin sowohl an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg wie auch im Oswald-von-Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath tätig und promovierte 2000 in Fundamentaltheologie bei Prof. Elmar Klinger an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg. 
Von 2001-2005 war sie als Abteilungsleiterin und später als Kommissarische Leiterin des Dezernates Jugend im Bistums Limburg tätig und von 2006-2009 war sie Ordinariatsrätin und Leiterin des Dezernates Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg. Ihre Habilitation in Pastoraltheologie reichte sie 2006 bei Prof. Dr. Rainer Bucher an der Karl-Franzens-Universität Graz ein. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Jugendpastoral und Pastoraltheologie interkulturell. [H. Wustmans, Linz]

Bericht vom Kongress „Christliche Praxis in religionspluraler Gesellschaft“

Bericht vom Kongress „Christliche Praxis in religionspluraler Gesellschaft“

Religion im Plural ist keine neue Situation – weder für die Gesellschaft noch für die Theologie. Neuer ist die Weise der Wahrnehmung ihrer Präsenz in der Gesellschaft. Die veränderte Wahrnehmung von Religion wirkt auf ihre gesellschaftliche Situation zurück. Dieser Prozess findet in einem durch Misstrauen geprägten Klima statt, in dem Religionen und ihre zunehmende Sichtbarkeit als Gefährdung und Bedrohung wahrgenommen werden. Religionspluralität wird daher mit zunehmenden gesellschaftlichen Konflikten verknüpft. Religionen gelten als potenziell gefährlich und als Quelle gesellschaftlicher Konflikte.

Auf diese Situation wies Udo Schmälzle (Münster) bei der Eröffnung des Kongresses der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. hin, der vom 7.-10. September in Leitershofen bei Augsburg stattfand. Hadwig Müller (Missionswissenschaftliches Institut, Aachen) und Norbert Mette (Universität Dortmund) machten zu Kongressbeginn aus religionssoziologischer und religionspädagogischer Sicht Vorschläge zum Begreifen und Verstehen der religiösen Gegenwartssituation. Deutlich wurde, dass die christliche Theologie und die christliche Praxis in veränderter Weise herausgefordert sind. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg-Essen) steuerte zu diesen ersten Wahrnehmungen der religionspluralen Situation Perspektiven aus ihrem Forschungsbereich, der interkulturellen Pädagogik und Migrationsforschung bei. Erol Pürlü (Verein Islamischer Kulturzentren, Köln) ergänzte ihre Beobachtungen aus der Perspektive eines muslimischen Religionsvertreters in Deutschland.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Blickrichtungen und Perspektiven gab es eine zentrale gemeinsame Beobachtung der Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer: Konflikte mit Religion entstehen nicht primär zwischen den Religionen selbst. Vielmehr entzünden sie sich vor allem zwischen religiösen Menschen und solchen, die sich selbst nicht als religiös beschreiben würden. Umgekehrt heißt dies, dass nur unsichtbare und privatisierte Religion von einer Mehrheit der Gesellschaft als friedlich angesehen (oder übersehen) wird. Damit können sich Religionen aus ihrem Selbstverständnis heraus nicht zufrieden geben. Umso mehr besteht die Herausforderung, Sichtbarkeit und Öffentlichkeit von Religion gegenüber einer tendenziell religionsskeptischen Bevölkerung zu vertreten und dabei die Fähigkeit zur Beherrschung ihres Konfliktpotenzials praktisch unter Beweis zu stellen.

Aus systematisch-theologischer Perspektive zeigten Michael Bongardt (Freie Universtität Berlin) und Knut Wenzel (Universität Frankfurt) Leitlinien und theologische Vergewisserungen auf, die zu einer vom theologischen Selbstverständnis her angemessenen christlichen Praxis in einer religionspluralen Situation führen können. Reinhard Feiter (Universität Münster) griff diesen Faden aus praktisch-theologischer Perspektive auf und skizzierte Modelle christlicher Praxis als verschiedene Formen „antwortenden Handelns“. Deren kriteriologische Mitte rekonstruierte er aus der Struktur der Christusbegegnung bzw. des Glaubens überhaupt.

Schließlich zeigten Beispiele religionsplural sensibler christlicher Praxis eindrücklich die Fähigkeit zu einer friedensfähigen Zusammenarbeit verschieden-religiöser und nicht-religiöser Menschen. Dabei bildete sich die Erfahrung ab, dass sich die „gelebten Religionen“ in einem hohen Maße toleranz- und pluralitätsfähig erweisen – nach innen wie nach außen. Um so mehr wird es zur großen Herausforderung für die praktische Theologie, Hilfen für die Vermittlung zwischen Religionen untereinander und vor allem zwischen Religionen und nicht-religiösen Menschen und Gruppen bereit zu stellen. Arnd Bünker (Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut, St. Gallen) analysierte die Beiträge des Kongresses und den Verlauf der Diskussionen noch einmal unter der Frage nach der Konfliktivität der religionspluralen gesellschaftlichen Situation und benannte Konsequenzen für die Pastoraltheologie.

In seinem Schlussvortrag stellte Rev. Dr. Elias D. Mallon (Franciscans International, New York) aus der Perspektive eines bei der UNO engagierten christlichen Religionsvertreters das Feld der Religionspluralität in einen globalen politischen Zusammenhang. Dieser Beitrag verlangt von der praktischen Theologie nicht zuletzt auch eine Auseinandersetzung mit der weltweit wirksamen religionspluralen Situation und vor allem mit der Frage nach der in diesem noch kaum praktisch-theologisch erkundeten Bereich anstehenden christlichen Praxis. Die Situation der Religionspluralität lässt sich nicht mehr allein im überschaubaren Horizont der Gemeinde oder der Kategorialseelsorge, auch nicht im begrenzten Horizont gesellschaftlich orientierter christlicher Verantwortung, angemessen bearbeiten. Vielmehr muss praktische Theologie zugleich die globale Dimension bzw. die globalen Interdependenzen heutiger Religionspluralität im Blick haben. [A. Bünker, St. Gallen]

Michael Felder ist Nachfolger von Monika Scheidler am Lehrstuhl für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik an der Universität Fribourg

Michael Felder ist Nachfolger von Monika Scheidler am Lehrstuhl für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik an der Universität Fribourg

Der aus Süddeutschland stammende Dr. Michael Felder studierte Theologie an der Universität Tübingen, an der University of Malta und am Priesterseminar Rottenburg. 1993 zum Priester geweiht, schloss er 1995 bis 1997 seine Studien an der Päpstlichen Universität der Salesianer in Rom mit dem Lizentiat in Theologie mit Spezialisierung in Jugendpastoral und Katechese ab. 1999 erwarb er an derselben Universität die Doktorwürde. Anschließend war er als Pfarrer in der praktischen Seelsorge zunächst im deutschen Spaichingen und seit 2004 an der Hochschulgemeinde Tübingen tätig. Gleichzeitig zu seinem Pfarramt betrieb er in Tübingen pastoraltheologische Forschung im Rahmen eines Habilitationsprojekts. Er forscht zur Spiritualität im alltäglichen Lebensvollzug der Moderne und zu Berufsbild und Kompetenzen von Religionslehrern und Katecheten. Michael Felder übernimmt die deutschsprachige assoziierte Professur in Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik an der Seite seines französischsprachigen Kollegen Prof. François-Xavier Amherdt. [M. Klöckener, S. Hodek, Fribourg]

Predigt und religiöse Pluralität

Predigt und religiöse Pluralität

Die Göttinger Predigten im Internet (http://www.predigten.uni-goettingen.de/ und http://www.theologie-online.uni-goettingen.de/) sind ein kostenloser Internetdienst, der ausgearbeitete Predigten für jeden Sonntag im evangelischen Kirchenjahr und alle weiteren kirchlichen Festtage und -anlässe sowie für besondere Gelegenheiten zur Verfügung stellt. Das Angebot besteht seit Ende 1997. Theologie-Online stellt Beiträge zu aus allen theologischen Disziplinen zur Verfügung.

Die Göttinger Online-Predigten werden aus über 120 Ländern der Erde abgerufen. Sie bieten Predigten in fünf Sprachen. Die Zahl der einzelnen Zugriffe auf die Seiten beläuft sich auf ca, 500.000 pro Monat. Die Autoren und Autorinnen sind native speaker. Die Predigten werden in der Regel als Anstoß und Informationsquelle für die jeweilige eigene Predigtarbeit genommen über Landes- und Sprachgrenzen hinweg.

Die Aufforderung zur Mitarbeit erfolgt durch ein Herausgebergremium, das von vier Theologen (Ulrich Nembach, Johannes Neukirch, Christoph Dinkel, Isolde Karle) gebildet wird. Die Autoren sind Gemeindepfarrer, Mitarbeiter verschiedener kirchlicher Einrichtungen (darunter Bischöfin Margot Käßmann sowie Hochschullehrer der Theologie (darunter Oswald Bayer, Eberhard Busch, Wilfried Härle, Wolfgang Huber, Joachim Ringleben und Reinhard Schmidt-Rost).

Der Wunsch nach mehr religiöser Pluralität zeigt sich auch in den Rückmeldungen zu den Göttinger Predigten im Internet. Die Autoren sind evangelische wie katholische Pfarrer und Hochschullehrer. Inzwischen kam die Anregung von katholischer Seite, doch ebenfalls Predigten katholischer Kollegen zu Texten gemäß des katholischen Jahreskreises einzustellen und nicht nur zu Texten gemäß der evangelischen Perikopenordnung zu erbitten.

Diesen Wunsch aufzugreifen, wird zur Zeit diskutiert. Was meinen Sie dazu? Wären Sie bereit, mitzuarbeiten? Ich freue mich auf Ihre Reaktionen und danke schon jetzt herzlich: ulrich.nembach@theologie.uni-goettingen.de [U. Nembach, Göttingen]

DFG bewilligt wissenschaftliches Netzwerk für Nachwuchswissenschaftler/innen

DFG bewilligt wissenschaftliches Netzwerk für Nachwuchswissenschaftler/innen

Ende letzten Jahres haben wir hier im Newsletter über die Mittelbau-Initiative zur Gründung eines wissenschaftlichen Netzwerks zum Thema "Praktische Theologie in der Spätmoderne" berichtet. Inzwischen bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft die hierfür nötigen Mittel. Damit bietet sich 15 jungen Pastoraltheologinnen und -theologen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden über drei Jahre die Möglichkeit zur Vernetzung und zum wissenschaftlichen Austausch über diese Thematik. Antragsteller und Projektleiter sind Dr. Tobias Kläden (Münster), PD Dr. Stefan Gärtner (Münster/Tilburg) und Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld (Bonn). Die Arbeit startet im November mit einem ersten Workshop. [U. Feeser-Lichterfeld, Bonn]

Klaus-Hemmerle-Website

Klaus-Hemmerle-Website

Die Nutzung neuer Medien zur wissenschaftlichen Erschließung und Präsentation eines Lebenswerks bietet gerade in den Geisteswissenschaften ein großes Potenzial. Diese Erkenntnis steht im Zentrum des Forschungsprojekts zur multimedialen Erschließung des Lebenswerks Klaus Hemmerles (1929-1994) am Seminar für Pastoraltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität. Im persönlichen und wissenschaftlichen Nachlass Klaus Hemmerles, eines Theologen aus der religionsphilosophischen Schule Bernhard Weltes, des langjährigen Mitarbeiters des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und des späteren Bischofs von Aachen, spiegeln sich vielfältige Entwicklungen, Streitfragen und Positionsbestimmungen des deutschen Katholizismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder. Am Seminar für Pastoraltheologie wurde in Zusammenarbeit mit dem Klaus-Hemmerle-Werk e.V. und dem Bistum Aachen unter der Internetadresse www.klaus-hemmerle.de eine wissenschaftlich fundierte Website erstellt, die Text-, Ton- und Bildbeiträge aus dem Nachlass Hemmerles erschließt. Die Texte, die für Forschungs- und Bildungszwecke im PDF-Format heruntergeladen werden können, wurden für die Internetpublikation neu editiert und verfügen über Editorische Notizen, die die Veröffentlichungshistorie darlegen. Darüberhinaus können Vorträge im MP3-Format angehört und heruntergeladen werden. Die Dokumente, die die Website präsentiert, sind nicht nur als historische Zeugnisse von Bedeutung, sondern erschließen auch ein originelles theologisches Werk für die weitere Forschung und geben Impulse für die praktisch-theologische Reflexion gegenwärtiger kirchlicher Praxis. [R. Feiter, Münster]

PastoralNetz

Pastoral-theologische
Seminare und Institute in
D, A, NL und CH.

Mittelbauseite

Forum für Angehörige des
wissenschaftlichen
Mittelbaus.