Newsletter www.pastoraltheologie.de 1/2014

Newsletter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V.

Ausgabe 1/2014


Inhalt
1. Antrittsvorlesungen
2. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
3. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
4. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
5. Stellenausschreibung Universitätsassistent/in („prae doc“) Universität Wien
6. Tagungsankündigungen
7. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. Antrittsvorlesungen

Peter Kohlgraf, Mainz
Peter Kohlgraf hielt am 2. Dezember 2013 seine Antrittsvorlesung an der Katholischen Hochschule Mainz zum Thema „Ein Volk von Propheten – Ein vergessener Wesensvollzug der Kirche“. Kohlgraf, geboren 1967 in Köln, promovierte 2000 im Fach Alte Kirchengeschichte an der Universität Bonn mit der Arbeit „Die Ekklesiologie des Epheserbriefes in der Auslegung durch Johannes Chrysostomus. Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte paulinischer Theologie“ (Bonn 2001) und habilitierte sich 2010 an der Universität Münster für das Fach Pastoraltheologie mit der Arbeit „Glaube im Gespräch. Die Suche nach christlicher Identität und Relevanz in der alexandrinischen Vätertheologie. Ein Modell für praktisch-theologisches Bemühen heute?“ (Münster 2011). Zum Wintersemester 2012/13 wurde er zum Professor für Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule Mainz berufen.

Salvatore Loiero, Fribourg
Salvatore Loiero ist seit dem 1. September 2013 Professor für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik an der Fakultät Katholische Theologie der Universität Fribourg. Geboren 1973 in Aschaffenburg, promovierte er im Wintersemester 2004/05 im Fach Fundamentaltheologie und Theologie der Ökumene an der Universität Bamberg mit der Dissertation „‘…damit keiner zugrunde gehe‘. Zur Notwendigkeit und Bedeutung einer existentiellen Christologie in der fortgeschrittenen Moderne im Anschluss an Karl Rahner und Edward Schillebeeckx“ (Innsbruck 2005) und habilitierte sich 2009 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt im Fach Pastoraltheologie. Seine Habilitationsschrift trug den Titel „Fundamentalmetanoia. Untersuchungen zu einem Ort praktisch-eschatologischer Erfahrungs- und Erinnerungskultur“ (Münster 2010). Am Mittwoch, den 28. Mai 2014, hält Loiero um 17.15 Uhr seine öffentliche Antrittsvorlesung zum Thema „Gott ist jeden Augenblick neu. (E. Schillebeeckx). Plädoyer für eine eschatopraktisch geerdete Pastoraltheologie“.

Veit Neumann, St. Pölten
Veit Neumann wurde zum 1. Februar 2013 als ordentlicher Professor für Pastoraltheologie an die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten (Niederösterreich) berufen. 1969 im mittelfränkischen Gunzenhausen geboren, hat er Diplome in den Fächern Journalistik, Pädagogik und Theologie erworben. Er legte seine Dissertation 2005 vor zu dem Thema „Die Theologie des Renouveau catholique. Glaubensreflexion französischer Schriftsteller in der Moderne am Beispiel von Georges Bernanos und Fran?ois Mauriac“. Seine im Dezember 2013 gehaltene Antrittsvorlesung greift das Thema Literatur auf: „Vom gebändigten Zauber des Wortes. Sind Theologen die besseren Schriftsteller?“

2. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Projekt „Große Pastorale Räume“
Dieses Projekt untersucht Fusionsprozesse von ehemals selbständigen Pfarreien zu größeren Einheiten in deutschen (Erz-)Bistümern. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt, das in neun Pfarreien aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands durchgeführt wurde. Leitende Fragestellung bei den erhobenen Interviews waren Bedingungen und Kriterien gelingender Pastoral in diesen großen Pfarreien. Die Ergebnisse der Interviews werden derzeit pastoraltheologisch ausgewertet.

KAMP kompakt
a) „Milieus fordern heraus“: Neuauflage

Wieder verfügbar ist die Broschüre „Milieus fordern heraus“ zum MDG-Milieuhandbuch 2013. Der erste Band der neuen Reihe „KAMP kompakt“ war aufgrund erfreulich hoher Nachfrage schon nach wenigen Monaten vergriffen. Die Neuauflage macht die pastoraltheologischen Deutungen zu den Daten der SINUS-Kirchenstudie wieder zugänglich.
Die Broschüre kann kostenlos über sekretariat(at)kamp-erfurt(dot)de bestellt werden (solange der Vorrat reicht). Außerdem steht sie auch auf der Homepage der KAMP (hier) als pdf-download zur Verfügung.

b) „Gefragt und angefragt. Religiös-weltanschauliche Pluralität und die neuen Bedingungen des Glaubens“
– so der Arbeitstitel des zweiten Bandes der Reihe KAMP kompakt. Voraussichtlich im Juni erscheint die Broschüre, die in vier Beiträgen auf aktuelle Strömungen, Tendenzen, Konfliktlinien, Neuformierungen im religiös-weltanschaulichen Spektrum blickt und damit Herausforderungen nicht nur für den christlichen Glauben aufzeigt. Im Einzelnen befassen sich die Texte mit der Rolle von Religion in der heutigen Gesellschaft, mit Grenzgängen zwischen Esoterik und Christentum, mit atheistischen Anfragen an Kirche und Religion sowie mit religions-/konfessionsübergreifenden Bewegungen und Fundamentalismen, die sich bei der Suche von Menschen nach religiöser Beheimatung und Verbindlichkeit ergeben.

Schulungsangebot 2014 zum Thema „milieusensible Pastoral“
Die Arbeitsstelle KAMP bietet gemeinsam mit der SINUS-Akademie und dem Zentrum für angewandte Pastoralforschung der Ruhr-Universität Bochum (ZAP) auch 2014 wieder eine dreitägige MultiplikatorInnen-Schulung zum MDG-Milieuhandbuch „Katholische Kirche 2013“ an. Der Kurs findet vom 30.09. bis 02.10.2014 in Bonn statt. Erste organisatorische Informationen finden Sie hier.
Zurzeit werden außerdem weitere eintägige Fortbildungsangebote zum Thema milieusensible Pastoral konzipiert.

euangel 1/2014:
Mitte April erscheint die Ausgabe 1/2014 der Online-Zeitschrift euangel zum Schwerpunktthema „Neue Spiritualität und Christentum“.
[T. Kläden, Erfurt]

3. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Pastoralumfragen zur Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral (PEF-Pastoral) zur Vorbereitung auf die Synode 2014/2015
Im SPI wurden die Ergebnisse der diözesanen Umfragen der Schweizer Bistümer im Rahmen der Synodenvorbereitung im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz gebündelt und zu einer Synthese zusammenfasst. Für die Bistümer St. Gallen, Basel und den Deutschfreiburger Teil des Bistums Lausanne-Genève-Fribourg hat das SPI eine offene Seelsorgendenbefragung zu Herausforderungen, Praxiserfahrungen und Wünschen bezüglich der PEF-Pastoral durchgeführt.
Ergänzend hat das SPI im Auftrag des Präsidiums und des Generalsekretariats der SBK eine Online-Umfrage organisiert und durchgeführt, mit der den Kirchenmitgliedern eine niederschwellige Möglichkeit gegeben wurde, sich zu den Fragestellungen der Synode zu verhalten. Die Form des Frage-bogens und der offene Zugang ermöglichten eine hohe Beteiligung von ca. 25.000 Personen. Das Anliegen der Bischöfe, mit der Online-Umfrage einen Beitrag zu einer dialogischen Evangelisierung anzubieten, konnte mit sehr guter Resonanz umgesetzt werden. Auf einer Pressekonferenz wurden die Ergebnisse am 4. Februar 2014 veröffentlicht. Erstmals wurde auch der vorbereitende Synodenbericht der Bischofskonferenz öffentlich gemacht. www.bischoefe.ch/dokumente/communiques/umfrage-zur-familienpastoral-ergebnisse

Buchprojekt „Religion im Umbau. Innovation, Investition“
Verschiedene Stimmen aus Kirchen, kirchlichen Gruppierungen, Freikirchen, Ordensgemeinschaften und dem Islam dokumentieren die Vielfalt der Reaktionen von Religionsgemeinschaften auf die veränderte Lage der Religionen in der Schweizer Gesellschaft. Sie zeigen eine erstaunliche Kreativität bei der Neubewertung der eigenen Traditionsbestände (Inventar), bei der Entwicklung neuer religiöser Angebote und Formen (Innovation) und bei dem Mut zur Veränderung und Neuausrichtung (Investition). Herausgeberinnen sind Eva Baumann-Neuhaus (SPI, St. Gallen) und Christian Aus der Au (Zentrum für Kirchenentwicklung, Zürich, Kirchentagspräsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2017):
Eva Baumann-Neuhaus, Christina Aus der Au (Hg.): Religion im Umbau. Inventar, Innovation, Investition, Stimmen aus den Religionsgemeinschaften, St. Gallen, Edition SPI, 2014, 216 Seiten, ISBN 978-3-906018-08-9. Das Buch kann im SPI (spi(at)spi-stgallen(dot)ch) bestellt oder ab April im Online-Buchhandel erworben werden.

Publikation: Seelsorgeberufe in Veränderung
Aus dem Auftrag der Bischofskonferenz, die Rollenveränderungen im Bereich der Seelsorgetätigkeit durch die Einführung neuer Seelsorgemodelle in der Schweiz zu beschreiben und daraus handlungsorientierte Empfehlungen zu formulieren, ist ein Bericht entstanden, der ab Mai in deutscher und französischer Sprache erhältlich sein wird. Der Grundtenor des Berichts befasst sich mit den Herausforderungen für Seelsorgeberufe durch den weitgehenden Wegfall eines tragenden und allgemein akzeptierten Leitbildes für Seelsorgeberufe insgesamt. Der Bericht kann ab Mai im SPI (spi(at)spi-stgallen(dot)ch) und im Online-Buchhandel bestellt werden.
- Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz (Hg.): Seelsorgeberufe in Veränderung, St. Gallen, Edition SPI, 2014, 60 Seiten, ISBN: 978-3-906018-09-6
- Commission de planification pastorale de la Conférence des évèques suisses (Ed.): Pastorale – professions en mutation, St Gall, Edition SPI, 2014, 59 Seiten, ISBN : 978-3-906018-10-2

Personalmitteilungen SPI
Zum 1. Februar 2014 wurde der Leiter des SPI, Dr. Arnd Bünker, zum Titularprofessor der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg ernannt.
Ende Februar 2014 verließ Roger Husistein nach 9-jähriger Tätigkeit das SPI, um ein Jurastudium abzuschließen. Seine Nachfolgerin für den Bereich Kirchenstatistik ist Judith Albisser.
[A. Bünker, St. Gallen]

4. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)

Kirche sorgt sich um junge „Flüchtlinge“
„Jugend- und Bildungspolitik müssen sich stärker dafür einsetzen, dass junge Menschen, die auf dem Weg in den Beruf Unterstützung brauchen, ein verlässliches Förderangebot und eine kontinuierliche personale Begleitung bekommen.“ Mit dieser Forderung eröffnet der katholische Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann den bundesweiten Josefstag am Donnerstag im Kolping Jugendwohnen in Frankfurt. Zum Start des Aktionstages für benachteiligte Jugendliche wirbt der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz für eine verbesserte Zusammenarbeit von Politik und den Trägern von Einrichtungen der Jugendsozialarbeit: „Zum Aufbau eines gelingenden Fördersystems ist die Kooperation aller Akteure mit ihren Konzepten und Projekten unabdingbar.“
Gemeinsam mit Wiesemann eröffnen die drei Träger am Donnerstagnachmittag in Frankfurt den achten Josefstag. Dieser steht unter dem Motto „flüchtig?! – Jugend braucht Perspektiven“. Der dezentrale Aktionstag der katholischen Jugendsozialarbeit stellt junge Menschen vor, die aus unterschiedlichen Gründen flüchtig sind. Wegen politischer Verfolgung, Krieg und Gewalt, Armut, aber auch wegen Überforderung in Schule und Ausbildung, Gewalt im Elternhaus finden sie keine Ausbildung oder keinen Berufseinstieg.
Zum Josefstag haben Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit bundesweit rund um den 19. März neben kirchlichen Würdenträgern auch gesellschaftliche Entscheiderinnen und Entscheidern zu einem Besuch bei und Begegnung mit benachteiligten Jugendlichen eingeladen. Alle Veranstaltungen des Josefstages sortiert nach Regionen und mehr Infos gibt es unter www.josefstag.de.
Der Heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiterinnen und Arbeiter und der Jugendlichen. Seinen Gedenktag begeht die Kirche am 19. März. Der Josefstag findet zum achten Mal statt und ist eine Aktion des „arbeit für alle“ e.V., einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS).

Romwallfahrt 2014
Mehr als 45.000 Ministrantinnen und Ministranten pilgern in der ersten Augustwoche 2014 nach Rom. Die große Vorfreude ist in den Diözesen in regionalen Auftaktveranstaltungen, in den geistlichen Vorbereitungen durch Gruppenstunden und Gottesdiensten und vermittels der Anmeldezahlen schon jetzt spürbar und sie ist natürlich besonders auf die Begegnung mit Papst Franziskus gerichtet. In einer ganz besonderen Abendaudienz wird Papst Franziskus die Pilgergemeinschaft teilen, er wird die Messdienerinnen und Messdiener auf dem Petersplatz willkommen heißen, mit ihnen beten, ein buntes Glaubensfest feiern und sie in ihrem Dienst segnen. Die meist zwischen 14 und 18 Jahre alten Pilgerinnen und Pilger kommen aus 26 deutschen Diözesen. Von Montag bis Freitag, 4.-8. August 2014, werden viele der diözesanen Wallfahrtsgruppen in Rom sein. Reise- und Unterbringungsorganisation sowie die einzelnen Programmpunkte des Rahmenprogramms der Wallfahrtswoche sind je nach Diözese unterschiedlich. Sie reichen von eigenen diözesanen Anfangs- und Schlussgottesdiensten in verschiedenen Kirchen über geistliche Tagesimpulse, Andachten und Pilgerwege bis hin zu Sightseeing und Ausflügen ans Meer.
Weitere Infos unter www.romwallfahrt-minis.de

Katholikentag 2014 in Regensburg – Angebote der afj
Junge Erwachsene – Netzwerk der Diözesen: Wir präsentieren die Arbeit, die in den Bistümern an den Fachstellen für Junge Erwachsene gemacht wird, auf der Katholikentagsmeile (Standort II KI-22) und haben darüber hinaus zwei Workshopangebote:
- Katholisch, ledig, jung sucht… Speeddating für junge Singles, Donnerstag und Freitag, jeweils 16:30-18:00 Uhr.
- Leben Hautnah – Sinnsuche im Tattoostudio, Freitag, 11:00-12:30 Uhr und 14:00-15:30 Uhr.

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend: Jener Mensch Gott. Ökumenischer Kreuzweg 2014, Freitag 15:00-16:00 Uhr.

5. Stellenausschreibung Universitätsassistent/in Universität Wien

Am Institut für Praktische Theologie (Fachbereich Pastoraltheologie und Kerygmatik) der Universität ist zum 01.07.2014 die Stelle eines/r Universitätsassistent/in (prae doc“) mit 30 Stunden/Woche zu besetzen; die Bewerbungsfrist endet am 11.04.2014. Hier der Text der Ausschreibung.

6.
Tagungsankündigungen

Pilgern und Wallfahren: Ausdruck zeitgenössischer Spiritualität und Religion?!
Fachtagung am 26. April 2014 in Trier
Anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 haben das Forschungscluster Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke der Universität Trier und der Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät Trier ein interdisziplinäres Forschungsprojekt durchgeführt. Sein Ziel war es, unterschiedliche Erscheinungs- und Ausdrucksformen von Religiosität wie auch des religiösen und sozialen Engagements im Kontext der Wallfahrt zu beobachten und zu analysieren. Bei der Fachtagung werden zentrale Ergebnisse der Untersuchungen zur Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 unter den Pilgern und Wallfahrern als Teilnehmende sowie den Helferinnen und Helfern als Mitwirkende öffentlich vorgestellt. Zudem werden die Ergebnisse mit den im Jahr 2010 auf dem Jakobusweg durchgeführten Untersuchungen und dem Bertelsmann-Religionsmonitor 2013 verglichen und auf mögliche Konsequenzen hin reflektiert. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Religion, Öffentlichkeit, Moderne: Transdisziplinäre Perspektiven
Tagung vom 8. bis 9. Mai 2014 in Köln
Die Rolle von Religionsgemeinschaften und ihren (religiösen) Überzeugungen in der Öffentlichkeit eines liberalen und pluralistischen Staates ist nach wie vor Bestandteil einer kontroversen Debatte in einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen. Es ist das erklärte Ziel der Tagung, eine gleichermaßen soziologisch wie philosophisch-theologisch informierte Zugangsweise zur komplexen Trias von Religion, Öffentlichkeit und Moderne zu gewinnen. Diese interdisziplinär angelegte Vorgehensweise soll es ermöglichen, eine vernunft- und zeitgemäße Bestimmung der Bedeutung religiöser Gemeinschaften und religiöser Überlieferungen für eine (post-) säkulare Gesellschaft zu formulieren.
Nähere Informationen zu der von Prof. Dr. Judith Könemann und Prof. Dr. Saskia Wendel veranstalteten Tagung finden Sie im Flyer.

Anders gemeinsam – gemeinsam anders? Lebendig kommunizieren in den Ambivalenzen der Gegenwart
Kongress Kommunikative Theologie, 19.-21. Juni 2014, Innsbruck
Another world is possible – wer unter diesem Motto für eine bessere Welt, eine menschlichere Kirche oder eine lebendigere Schule eintritt, gerät schnell in Ambivalenzen, in denen es entschieden zu leben gilt, ohne sie souverän gestalten zu können. Der anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Matthias Scharer im Juni 2014 stattfindende Prozess-Kongress lotet entsprechende Spielräume eines selbstbestimmten Lebens in Religion, Politik und Bildung aus: Wie kann man, ohne die Ambivalenzen der Gegenwart zu überspielen, darin gemeinsam anders sein? Vielleicht nur, indem man aus dem Geist Jesu heraus anders gemeinsam ist: Is another communication possible? Nähere Informationen finden Sie im Flyer.

2. Symposium Werte-Bildung: „Gerechtigkeit – Frieden – Glück:
Interdisziplinärer Diskurs zu einer religiös und säkular begründeten Werte-Bildung“
25. bis 27. Juni 2014, Osnabrück
Was ist gerecht? Was fördert den Frieden? Was macht glücklich? Das 2. Symposium der Interdisziplinären Forschungsstelle Werte-Bildung an der Universität Osnabrück greift exemplarisch am Diskurs von drei zentralen gesellschaftlichen Werten auf, welche Begründungen für ethische Diskurse bedeutsam sind bzw. wie religiös und nicht-religiös fundierte Einstellungen diskutiert werden. Den Flyer zu Veranstaltung finden Sie hier; zur Anmeldekarte gelangen Sie hier.

Jahresssymposion 2014 des Instituts für Psychotherapie und Psychoanalyse Rhein-Eifel-Institut „Die Vielfalt in der Einheit – Zukunft gestalten“
04. bis 06. Juli 2014, Andernach
Nähere Informationen finden Sie hier.

MissionRespekt. Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt
27. bis 28. August 2014, Berlin
Historisch bisher einmalig veranstalten etwa 20 Kirchen, kirchliche Organisationen und Dachvereinigungen gemeinsam den Kongress „MissionRespekt“. Träger des Kongresses sind die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und die Deutsche Evangelische Allianz (EAD). Im Mittelpunkt des Kongresses stehen das ökumenische Dokument „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ und die dort aufgeworfenen Fragestellungen im Bezug auf einen respektvollen Umgang miteinander in der Mission. Nähere Informationen (u.a. Tagungsprogramm) finden sich unter www.MissionRespekt.de.

7. Europäische Freiwilligenuniversität „Bürgerschaftliches Engagement: Verantwortung für Demokratie und Gesellschaftliche Teilhabe“
09. bis 12. September 2014, Aachen und Rolduc (NL)

Zielsetzung der seit 1993 stattfindenden Freiwilligenuniversitäten ist es, einerseits den aktuellen Stand der Forschung zur Freiwilligenarbeit vor allem in Europa – aber auch darüber hinaus – abzubilden und andererseits zum Wissenstransfer und -austausch zwischen Theorie und Praxis beizutragen. Die siebte Europäische Freiwilligenuniversität bietet ein Forum für die Präsentation und Diskussion wissenschaftlicher und anwendungsorientierter Fragestellungen und Zugänge zu den Grundpfeilern der Zivilgesellschaft: Verantwortung, Demokratie und Gesellschaftliche Teilhabe. Nähere Informationen finden Sie unter www.EFU2014.de (im Aufbau) bzw. unter www.euvolunteering.org.

26. Internationales Seminar der Internationalen Gesellschaft für Interkulturelle Seelsorge und Beratung (SIPCC):
Die andere Religion und Tradition als Segen – Spirituelle Potentiale für Seelsorge und Beratung erkunden
14. bis 19. September 2014, Mennorode (NL)
Das Ziel dieses Seminars ist, die helfenden Ressourcen von Religionen, Kulturen und spirituellen Traditionen zu entdecken und für Seelsorge und Beratung fruchtbar zu machen. Damit wollen wir zeigen, dass fremde Religionen und Traditionen in den meisten Fällen nicht negativ oder eine Gefahr sind, sondern welche positiven Auswirkungen für das Zusammenleben von Gemeinschaften und für die Lebensbewältigung von Einzelnen haben – also ein Segen sind. Das schließt eine kritische Reflexion von gesellschaftlichen, politischen und religiösen fundamentalistischen Strömungen ein.
Nähere Informationen auf der Homepage www.sipcc.org.

Kirche entwickeln an neuen Orten
Pastoraler Lehrgang 2014-2016, St. Virgil, Salzburg
Einführungs- und Entscheidungstage: 30. September bis 01. Oktober 2014
Kennen Sie das? Man geht inspiriert aus einer Veranstaltung über neue pastorale Orte und fragt sich: Und jetzt? Wie soll das gehen? Wo und mit welchen Leuten? Genau an diesem Punkt setzt ein Lehrgang an, der gemeinsam vom Fachbereich Interkulturelle Pastoraltheologie der Katholisch-theologischen Fakultät Innsbruck, vom Bildungshaus St. Virgil in Salzburg und von der Arbeitsstelle Gemeindeentwicklung der Pastoral- und Seelsorgeämter Österreichs angeboten wird. Wir versuchen, einen Weg vom theologischen Konjunktiv („Wir könnten, müssten, sollten“) zum pastoralen Indikativ („Sehen – Urteilen – Handeln“) zu finden: „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?“ (K. Marti). Die Teilnehmenden konzipieren und reflektieren eine konkrete pastorale Initiative der Kirchenentwicklung vor Ort – und gehen dabei gemeinsam, unterstützt von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen, den Schritt von der theologischen Inspiration hin zur pastoralen Erprobung. Befeuert durch den Unternehmungsgeist dieser „Ekklesiopreneure“ (F. Sobetzko), kann mit Gottes Hilfe eine neue pastorale Gründerzeit in der österreichischen Kirche anbrechen.
Das Programm des Lehrgangs finden Sie hier.

7. Publikationen

Bauer, Christian/Kirschner, Martin/Weber, Ines (Hg): An Differenzen lernen. Tübinger Grundkurse als theologischer Ort (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik 50), Münster 2013, ISBN 978-3643122292, € 19,90.
Dieses Buch ist anders. Anders als die meisten theologischen Bücher, da es hochschuldidaktische Prozesse in den Blick nimmt. Und auch anders als die meisten hochschuldidaktischen Bücher, da es theologisch argumentiert. Das spannungsvolle Verhältnis von Theologie und Hochschuldidaktik ist der intellektuelle Treibsatz der hier versammelten Beiträge aus dem Assistentium der Katholisch-theologischen Fakultät Tübingen. Die theologischen Grundkurse einzelner Fachrichtungen werden als ein eigener locus theologicus begriffen, an dem die Theologie einerseits auf neue Ideen kommen und andererseits auch ihre eigenen Argumente stark machen kann. Eine letzte Besonderheit des Buches dürfte sein, dass hier ein ganzes Fakultätsgremium, zumindest in den ersten Schritten, miteinander einen inspirierenden Weg der inhaltlichen Auseinandersetzung gegangen ist.

Stefan Gärtner, Tobias Kläden und Bernhard Spielberg (Hg.), Praktische Theologie in der Spätmoderne. Herausforderungen und Entdeckungen (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge 89), Würzburg: Echter 2014, € 36,00.
Wie stellt sich die Praktische Theologie der religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Situation der Gegenwart? Der Band dokumentiert die Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts pastoraltheologischer Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Diskutiert werden die grundsätzlichen Herausforderungen an eine gegenwartssensible Theologie. Daneben werden charakteristische Signaturen der Spätmoderne beschrieben. Schließlich zeigen die Autorinnen und Autoren in Portraits bekannter evangelischer und katholischer Theologinnen und Theologen deren je eigene Zugänge zur Zeit und befragen diese kritisch auf ihre aktuelle Anschlussfähigkeit.

Rolf Zerfaß: Zuerst das Reich Gottes. Umrisse einer neuen pastoralen Kultur. Herausgegeben von Christian Bauer und Ottmar Fuchs, Ostfildern 2014 (im Erscheinen), ISBN 978-3786730170, € 23,00.
Suchet zuerst das Reich Gottes, sagt Jesus – und nicht: „Suchet zuerst eine gemeinsame Gottesdienstordnung“ (J. Panhofer), eine neue Pfarrhomepage oder eine veränderte Diözesanstruktur. Mit diesem Buch, das bereits Mitte der 1990er angekündigt war, rüttelt Rolf Zerfaß die kirchlichen Prioritäten zurecht, ohne dass die genannten Dinge dabei unwichtig werden. Anlässlich seines 80. Geburtstags wurde es von Christian Bauer und Ottmar Fuchs aus einzelnen Textbausteinen zusammengefügt, die eine Frische und Aktualität atmen, die noch immer anregt und weiterbringt. Mit Lebenswitz und Tiefgang sprechen sie im originalen Zerfaß-Sound genau das an, was eine christliche Kirche in ihren gegenwärtigen Umbauprozessen wohl am dringendsten braucht: eine Überprüfung der eigenen Schwerpunkte im Rahmen einer insgesamt diakonisch ausgerichteten Pastoral, die im Horizont des Reiches Gottes auf ein erfülltes Leben aller Menschen zielt.

Klaus Krämer/Klaus Vellguth (Hg.), Weltkirchliche Spiritualität. Den Glauben neu erfahren (Theologie der einen Welt 4), Freiburg /Br.: Herder 2013, € 28,00.
Auf den Trend einer Re-Spiritualisierung bzw. einer wachsenden Sehnsucht nach Religiosität auch in der deutschen Gesellschaft haben Religionssoziologen in den vergangenen Jahren wiederholt aufmerksam gemacht. Und auch in Deutschland erlebt die Kirche, dass sie gerade dort gefragt ist, wo sie spirituelle Erfahrungen bezeugt. Der spirituelle Reichtum der Kirche nährt sich einerseits aus ihrer Tradition, andererseits aber auch aus der Begegnung mit anderen Religionen und Kulturen. Der vierte Band der Reihe „Theologie der Einen Welt“ geht diesen unterschiedlichen Traditionen nach und zeigt auf, welchen spirituellen Reichtum das Christentum auszeichnet und wie die christliche Spiritualität gerade auch im Dialog mit anderen Kulturen und Religionen neu zur Entfaltung kommt.
Mit Beiträgen von: P. Dr. Michael Amaladoss SJ, Víctor Bascopé, Ángel Darío Carrero, Ramón Curivil, P. Dr. Francis D’Sa, Sr. Anne Béatrice Faye, Martin Kämpchen, P. Jacob Kavunkal SVD, P. Ntima Kaza SJ, Prälat Dr. Klaus Krämer, Prof. Laurenti Magesa, P. Dr. Sebastian Painadath, Dr. Nivia Ivette Nunez de la Paz, P. Dr. Geroge Gispert Sauch SJ, P. Dr. Hermann Schalück OFM, Luiz Carlos Suzin, Dr. Chibueze C. Udeani, Rev. Fr. Prof. Eugene Uzukwu CSSp, Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth, Prof. DDr. Hans Waldenfels.


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