Newsletter www.pastoraltheologie.de 1/2015

Inhalt

1. In eigener Sache: Homepage- und Newsletter-Redakteur/in für www.pastoraltheologie.de gesucht
2. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz
3. Pastoraltheologische Informationen 2/2014 zum Thema „Liquid Church“ erschienen
4. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
5. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
6. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
7. Tagungsankündigungen
8. Stellenausschreibung
9. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. In eigener Sache: Homepage- und Newsletter-Redakteur/in für
www.pastoraltheologie.de gesucht

Ab September 2015 wird ein neuer Redakteur/eine neue Redakteurin für die Homepage www.pastoraltheologie.de und den Newsletter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen gesucht. Die Aufgaben sind die inhaltliche Pflege der Konferenz-Homepage und die Redaktion des viermal im Jahr erscheinenden Newsletters. Um die technischen Belange und die Wartung der Homepage kümmert sich ein EDV-Administrator.
Der bisherige Redakteur, Dr. Tobias Kläden, wird diese Aufgabe zum September 2015 abgeben, steht aber noch für die Einarbeitung des neuen Redakteurs/der neuen Redakteurin zur Verfügung. Interessierte melden sich gerne beim Konferenz-Vorsitzenden (Hartmann(at)thf-fulda(dot)de) oder dem bisherigen Redakteur (info(at)pastoraltheologie(dot)de).

2. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz

a) Kirche anders: Sozialformen – Personen – Katholizität
Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V.
7. bis 10. September 2015 im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod
Das Programm und weitere Informationen zum diesjährigen Kongresses sind auf der Konferenzhomepage zu finden. Außerdem steht ein Flyer (mit Anmeldepdf zum Ausfüllen) zur Verfügung.

b) Vorstand der Pastoraltheologen zur Familiensynode
In Abstimmung mit dem Beirat und aufgrund der Beratungen beim Symposion in Münster hat der Vorstand das Konferenz Argumentationsfiguren zur Bischofssynode zur Familie niederlegt und der DBK und dem Vorsitzenden der Pastoralkommission, Bischof Bode, bereitgestellt.

c) Fachgespräch zu Diakonie in der Ausbildung pastoraler Berufe
Am 17. 3. fand in Fulda das geplante Fachgespräch statt. Hier finden Sie eine Übersicht über die Gespräche und Vorüberlegungen zu einem Fernstudiengang zu Theologie und Praxis der Diakonie.


d) Erweiterung des theologischen Studienangebots in Fulda und Marburg
Am 4. Februar 2015 wurden im Rahmen der Hrabanus Maurus-Akademie an der Theologischen Fakultät einige Veränderungen und Erweiterung zu den Möglichkeiten des Theologiestudiums bekanntgegeben. So unterzeichnete der Großkanzler der Theologischen Fakultät das Gesetz zur Zusammenführung mit dem Katholisch-Theologischen Seminar an der Philipps-Universität Marburg. Zugleich wurde bekanntgegeben, dass es an beiden Standorten einen neuen 6semestrigen Studiengang zur Theologie geben werde. Hier finden Sie weitere Informationen sowie einen Flyer zum neuen Studiengang.
[Richard Hartmann, Fulda]

3. Pastoraltheologische Informationen 2/2014 zum Thema „Liquid Church“ erschienen

Das aktuelle Heft der PThI (Ausgabe 2/2014) zum Thema „Liquid Church“ ist unter www.pthi.de abrufbar. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe.

4. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

„Wie steht es um den (guten) Ruf der Kirchen?“ Eine Reputationsstudie zu den Kirchen in der Schweiz und ihre Folgen
11. Mai 2015, Zürich
Wie steht es um den Ruf und das Ansehen der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche in der Schweiz? Welche Spuren und Narben haben die Kindsmissbrauchsskandale der römisch-katholischen Kirche hinterlassen? Mangelt es der evangelischen-reformierten Kirche an Profil, wie allenthalben vermutet wird? Oder: Wie soll das Kirche-Staat-Verhältnis in Zukunft ausgestaltet werden und wie hängt diese Einschätzung mit der Reputation zusammen?
Diese Fragen wurden in den vergangenen zwei Jahren in einem breit angelegten Forschungsprojekt durch das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) in St. Gallen untersucht. Dabei wurden knapp 950 Kantonsparlamentarier(innen) sowie über 400 Studierende Pädagogischer Hochschulen und Theologischer Fakultäten befragt.
Das SPI stellt zusammen mit dem Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich im Rahmen einer öffentlichen Tagung die Ergebnisse vor und präsentiert die Publikation zur Studie. Namhafte Vertreter(innen) aus Theologie, Kirchenleitung, Politik und Nonprofit-Management nehmen zu den Ergebnissen Stellung und erörtern die Bedeutung der Resultate für die kirchliche Praxis.
Weitere Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung:
www.kirchenreputation.ch
[Arnd Bünker, St. Gallen]

5. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Fachtag „Glaubenszeugnis und neuer Atheismus“
Welche Strukturen gibt es im organisierten Atheismus? Welche Vorwürfe und Argumente erheben Laizisten und Atheisten gegen Religion, Glaube und Kirche? Was ist die Breitenwirkung solcher Attacken und Anfragen, mit denen letztlich auch die einzelnen Gläubigen und die kirchlichen Mitarbeiter konfrontiert sind? Und wie lässt sich vor diesen Herausforderungen dennoch begründet und einladend von Gott sprechen?
Diese Fragen will ein kompakter Fachtag gemeinsam mit pastoralen Praktikern und sonstigen Interessierten erarbeiten und besprechen. Er findet in Kooperation von KAMP und kirchlichen Akademien an verschiedenen Orten im Herbst 2015 bzw. Frühjahr 2016 statt: am 17. September 2015 im Roncallihaus in Magdeburg, am 22. Oktober 2015 im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg und am 24. Februar 2016 in der Wolfsburg in Mühlheim/Ruhr. Das Programm erscheint in Kürze.

KAMP kompakt 3: Nähe und Weite statt Enge und Ferne
Welche Chancen können große pastorale Räume für eine missionarische Pastoral bieten? Die KAMP hat zu dieser Frage in einer Pilotstudie neun große pastorale Räume / Seelsorgeeinheiten ausgewählt und mit einem leitfadengestützten Interview jeweils fünf Funktionsträger befragt. Als Resultate dieser nicht repräsentativen Studie wurden Hypothesen gebildet und in einem pastoral-theologischen und pastoral-praktischen Horizont interpretiert. Die Ergebnisse sind nun in der Reihe KAMP kompakt erschienen und können kostenlos (bei größeren Sendungen gegen Erstattung der Portokosten) beim Sekretariat der Arbeitsstelle (sekretariat(at)kamp-erfurt(dot).de) angefordert werden. Außerdem steht das Heft hier zum download zur Verfügung.
Auf einem Studientag am 10.11.2015 (11.00 bis 16.30 h) im Haus am Dom in Frankfurt/M. sollen die Ergebnisse der Studie einem größeren Fachpublikum vorgestellt werden. JProf. Bernhard Spielberg (Freiburg/Br.) wird einen Kommentar aus pastoraltheologischer Sicht geben. Am Nachmittag schließen sich Repliken aus den Bistümern Speyer, Hildesheim, Münster und Berlin an, die die Ergebnisse der Studie mit den eigenen Erfahrungen in der Neuorientierung der Pastoral spiegeln. In einer Workshop-Phase werden einzelne Aspekte der Thematik vertieft. Bei Interesse melden Sie sich bitte unverbindlich an unter
sekretariat(at)kamp-erfurt(dot).de. Sie erhalten dann in Kürze weitere Anmeldeinformationen

Save the Date: Tagung „Missio inter gentes – Ein Missionsparadigma für das 21. Jahrhundert?“
8. bis 10. März 2016 in Frankfurt/St. Georgen
Das Institut für Weltkirche und Mission (IWM) und die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) planen für das kommende Jahr eine Tagung zum Thema „Missio inter gentes“. Die Teilnehmer und die Teilnehmerinnen der Tagung machen sich auf die Suche nach einem zeitgemäßen Missionsverständnis und lassen sich dabei von dem asiatischen Theologen und Religionswissenschaftler Jonathan Y. Tan inspirieren. Vor dem Hintergrund der Minderheitenerfahrung der christlichen Kirchen in Asien identifiziert Tan ein neues Missionsparadigma „inter gentes“, welches durch das kooperative Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionen gekennzeichnet ist. Prägend ist die Vorstellung der „interreligiösen Gastfreundschaft“, bei der eine affektive Komponente eine wesentliche Rolle spielt.
Nach einer systematischen Reflexion dieses Konzeptes wenden wir uns der Frage zu, inwieweit sich das neue Paradigma auf andere weltkirchliche Kontexte, insbesondere auf unseren eigenen Kontext übertragen lässt. Rahmen dafür gewährt eine intensive Arbeit in praxis-orientierten Foren. Hier erschließen Impulsgeber aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen „theologische Orte“ für eine missionarische Kirche, die sich aus dem Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus gewinnen lassen: Urbanisierung und Stadtkulturen (EG 71–75), Volksfrömmigkeit (EG 122–126), Armut und Marginalisierung (EG 186–216) sowie Geschlechterrolle und Familien (EG 66–67; 171; 205; 212).
Die Tagung richtet sich an kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an Theologiestudierende sowie an sonstige Interessierte weltkirchlicher, missionarischer und pastoraltheologischer Themen innerhalb und außerhalb Deutschlands.

Save the Date: Tagung „Postmoderne Rituale und ihre Bedeutung für kirchliche Kasualien“
20./21. April 2016 in Erfurt
Nähere Informationen zur dieser Tagung folgen im Laufe des Jahres.

euangel (www.euangel.de)
Heft 1/2015: Begabung und Leitung (erscheint ca. 20. April)
Heft 2/2015: Ökumene und Mission (erscheint im Juli)
Der
KAMP-Newsletter informiert über den genauen Erscheinungstermin.
[T. Kläden, Erfurt]

6. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz

Forum Jugendpastoral
Vom 03.-05. November 2015 wird in Münster das Forum Jugendpastoral auf Einladung der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz stattfinden. Als Beitrag der Jugendkommission zum Konzils- und Synodenjubiläum wird es um eine Standortbestimmung von Jugendpastoral und um aktuelle Herausforderungen gehen. Die Bandbreite der katholischen Jugend(verbands-)arbeit wird hier erstmalig in seiner Fülle zusammentreffen. Über soziologische Wirklichkeitsbegegnungen geht es zu Kriterien von Jugendpastoral hin zur Auseinandersetzung mit je eigenen Handlungsoptionen, die die jeweiligen Felder von Jugendpastoral selbst für sich bestimmen. Die Ausschreibung folgt im Frühsommer 2015.

Neue Homepage der afj
Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) hat ihre Internetseite einem umfassenden Relaunch unterzogen. Unter www.afj.de sind nun übersichtlich Hintergrundthemen zu wichtigen Themen dieses pastoralen Feldes zu finden. Neben einer Kurzeinführung zu den Themen bietet die Internetseite Fachartikel, Vorträge und Präsentationen aus den Arbeitsbereichen zum Download und empfiehlt Links zu den jeweiligen Trägern der Angebote.
Neben den Kontaktdaten und Profilen des Teams der afj enthält die Seite eine ausführliche Termindatenbank von Veranstaltungen aus der Jugendpastoral. Neu ist dabei ein Onlineanmeldeverfahren für Konferenzen und Fachtagungen der afj. Teilnehmende können sich direkt über die Seite anmelden, bekommen eine Anmeldebestätigung sowie – nach der Veranstaltung – Protokolle und Unterlagen zum Download angeboten.
Auftrag der Arbeitsstelle ist es, Vernetzungen innerhalb der verschiedenen Tätigkeitsbereiche herzustellen. Diesen Auftrag macht die neue Internetseite sichtbar und nutzbar. Sogenannte Vernetzungslandkarten stellen dar, welche Träger sich wie im deutschsprachigen Raum für junge Erwachsene engagieren. So ist es möglich, auf einen Klick Angebote für eine bestimmte Zielgruppe sowie auch Kollegen im eigenen Arbeitsfeld zu finden. Aktuelle News und Stellenangebote sowie Grundlagenpapiere runden das Angebot ab.

Weltjugendtag 2016 in Krakau
Der kommende XXXI. Weltjugendtag wird vom 25. bis 31. Juli 2016 unter dem Thema „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7) stattfinden. Am 06. Januar 2015 wurde auf dem Marktplatz in Krakau die hierzu passende offizielle Hymne unter dem Titel „Selig die Barmherzigen“ vorgestellt. Der diesjährige XXX. Weltjugendtag, der traditionell am Palmsonntag in den Diözesen gefeiert wird, wurde von Papst Franziskus unter das Thema gestellt „Selig die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8). Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge wird für die Pilgerinnen und Pilger wieder ein Pilgerpaket zusammenstellen, bestehend aus Pilgerbuch und Pilgeraccessoire. Mehr Informationen rund um den Weltjugendtag gibt es unter www.wjt.de und auf facebook unter wjt.de.

Drei weitere Pressemitteilungen:
Vernetzungstreffen Neue geistliche Gemeinschaften
Ökumenischer Jugendkreuzweg
Josefstag

7.
Tagungsankündigungen

Mind the gap“ – Ökumenische Studienreise zu den Fresh Expressions of Church
9.-17. September 2015
Seit den 90er Jahren entsteht in der anglikanischen Kirche in Groß-Britannien ein Bewusstsein für neue kirchliche Kristallisationspunkte: „fresh expression of church“. Diese „frischen Ausdrucksformen“ wenden sich vor allem an Menschen, die sich innerhalb der bestehenden kirchlichen Strukturen kaum oder gar nicht (mehr) beheimatet fühlen. Sie ermutigen Kirche, immer wieder neue Schritte einer Inkulturation und Kontextualisierung zu unternehmen: Ganz so, wie es in jedem U-Bahnhof in London zu lesen ist: Achte auf die Lücke – Mind the Gap! Mit diesen Menschen gemeinsam werden in neuen Lebenswelten partizipativ und authentisch relevante Formen von Spiritualität und Gemeinschaft entwickelt, gebildet und geformt.
Schon vor dem Kongress Kirche² im Februar 2013 interessierten sich das Bistum Hildesheim und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers – neben anderen weltkirchlichen Lernorten – für diese Aufbrüche in der anglikanischen Kirche und besuchte markante Orte dieser Bewegung. Die Vision einer mission-shaped church, einer Kirche die sich nach ihrer Sendung formt, war dann auch einer der Schwerpunkte des Kongresses selbst. Mit der Durchführung mehrerer Fresh X Kurse unterstützen Bistum und Landeskirche seit Sommer 2013 „heilige Experimente“ von Gemeindegründern und bleiben weiterhin diesem Themenfeld verbunden.
Im Herbst 2015 reist die Bewegung Kirche² erneut über den Ärmelkanal. In einer ökumenischen Studienreise zu den Fresh Expressions of Church vom 9.-17. September 2015 werden kreative Beispiele und andere inspirierender Initiativen in und um die Großmetropole London herum besucht, sowie zwei Tagesexkursionen nach Oxford und Norfolk unternommen.
Es sind in der Reisegruppe noch Plätze frei und wir möchten auf diesem Weg dazu einladen, mit uns diese Orte der Kirchenentwicklung und Gemeinsamkeiten zu Kleinen Christlichen Gemeinschaften, Basisgemeinden oder anderen Ekklesien (neu) zu entdecken. Für mehr Informationen und zur Anmeldung besuchen Sie bitte http://exposure.kirchehochzwei.de.

Arbeitswelt und seelische Erkrankung. Symposion des Rhein-Eifel-Instituts
18./19. September, Andernach
Nach Sigmund Freud ist das Ergebnis der Analyse, dass der Mensch lieben und arbeiten möge. Dieses Schicksalhafte weisen wir dem Selbsterhaltungstrieb zu. Der Mensch ist gezwungen zur Arbeit, spätestens zu dem Zeitpunkt wo er sich aufrichtet, die Welt im aufrechten Gang beschreitet. Dabei erfährt die Entwicklung der Arbeit im Laufe der Menschheitsgeschichte vielfältige Verwerfungen und Entfremdungen. Letztere wirken sich auf das innerseelische Geschehen befremdlich aus. Mit der Geburt hat der Mensch das Land, wo Milch und Honig fließen, verlassen. Durch Arbeit, im Schweiße des Angesichts, versucht er das verlorene Paradies wieder zu erschaffen. Dies will ihm mehr oder minder recht gelingen. Dennoch, Arbeit formt die Seele und die individuelle Identität des Menschen. Davon wollen wir hören und darüber sprechen. Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.

Praxis Partizipation. Voraussetzungen und Wege einer Kirche der Beteiligung
19.-21. November, Wiesbaden-Naurod
Eine Kirche, die von einigen Wenigen für Andere gemacht wird, verliert zunehmend an Kraft. Die Erschöpfung ist spürbar. Aber wie kann ein Kirchenverständnis, das auf der Erfahrung des Teilens, der Teilhabe an Jesus Christus und der Beteiligung aller aufbaut, vor Ort Gestalt gewinnen? Das diesjährige Symposium „Praxis Partizipation“ setzt nach den Symposien zu einer lokalen Kirchenentwicklung in Hildesheim (2008 und 2010) und Lingen (2012) das gemeinsame Suchen und Finden von Perspektiven fort, wie wir heute Kirche sein können. Die Frage, wie Beteiligung in einer Kirche der Zukunft theologisch inspirierend verstanden und praktisch gelebt werden kann, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Dem will sich dieser Kongress widmen in einer Weise, bei der das gemeinsame Hören auf das Wort Gottes, die Feier der Gegenwart Gottes, ein ganzheitlicher Ansatz und ein „über die Grenzen Schauen“ selbstverständlich dazugehören. Eingeladen sind hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte aus Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen sowie Verantwortliche für Pastoral und Kirchenentwicklung in den Bistümern und alle, die sich für das Anliegen einer lokalen Kirchenentwicklung interessieren.
Weitere Informationen finden Sie auf
www.kcg-net.de.

MDG OnlineCamp 2015
24./25. November, Kloster Höchst/Odenwald
Das MDG OnlineCamp dient dem thematischen Austausch und der Vernetzung aller kirchlichen Onliner. Wir haben uns bei der Veranstaltung an die Form des BarCamps angelehnt, eine offene, partizipative „Unkonferenz“, deren Ablauf und Inhalte zum großen Teil von den Teilnehmern bestimmt wird. Thematischer Rahmen für das MDG OnlineCamp: Internet, mobile Kommunikation und Digitalisierung für kirchliche Institutionen, Organisationen und religiös orientierte Unternehmen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der MDG.

Symposion „Selbstverliebt oder verletzbar? Die Katholische Kirche 50 Jahre nach Gaudium et spes“
24./25. November, Graz
Die Katholisch-Theologische Fakultät Graz veranstaltet, konzipiert vom Fachbereich „Praktische Theologie“, am 24. und 25. November 2015 ein Symposium zum Thema „Selbstverliebt oder verletzbar? Die Katholische Kirche 50 Jahre nach Gaudium et spes“. AdressatInnen dieses Symposiums sind neben der universitären Öffentlichkeit auch Interessierte aus Kirche und Gesellschaft.

8. Stellenausschreibung
KatHO NRW: Professur „Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Praxisforschung, Praxisbegleitung und Pastoralpsychologie“

An der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn, Fachbereich Theologie, ist eine Professur (Bes. Gr. W 2) für das Lehrgebiet „Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Praxisforschung, Praxisbegleitung und Pastoralpsychologie“ zu besetzen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Stelle als Qualifizierungsstelle (wissenschaftliche Mitarbeit) zur Erlangung einer Promotion im Feld der praktischen Theologie für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15.04.2015. Die komplette Stellenausschreibung finden Sie hier.

9. Publikationen

Das „Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon“ (WiReLex) geht am 2.2.2015 mit fast 100 Artikeln online
Konzipiert und betreut durch zehn Herausgeberteams, verfasst von mehr als 60 Autorinnen und Autoren und unterstützt durch die Deutsche Bibelgesellschaft und das Comenius-Institut in Münster geht nach zweijähriger Vorarbeit das „Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon im Internet“ (www.wirelex.de) am 2.2.2015 mit fast 100 Artikeln online. Jährlich sollen ca. 100 weitere Artikel folgen und es besteht die Möglichkeit der Aktualisierung. Das Sachlexikon ist frei, d.h. kostenlos, über das Internet zugänglich und wendet sich an alle, die mit religiöser Bildung und Erziehung zu tun haben: an Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie deren Dozentinnen und Dozenten und natürlich an Theologiestudierende.
Am Anfang stand die Idee der Hauptherausgeberinnen Prof. Dr. Mirjam Zimmermann (Universität Siegen) und Prof. Dr. Heike Lindner (Universität Köln), in Anknüpfung und Weiterführung des Lexikons der Religionspädagogik (LexRP)ein Fachlexikon mit flexibler Erweiterung und fortlaufender Aktualisierung im Internet zu etablieren. Bei der Zusammenstellung der Stichwortlisten und bei der Ausarbeitung der Artikel geht es dem Herausgeberkreis darum, ökumenische, geschlechtergerechte, politisch-gesellschaftliche, interreligiöse und internationale Perspektiven zu berücksichtigen. Der ökumenische Ansatz wird dadurch sichergestellt, dass die Herausgabebereiche jeweils ökumenisch besetzt sind, der geschlechtergerechte durch die fast gleichstarke Besetzung dieser Tandems mit Männern und Frauen. Fast alle Bereichsherausgeberinnen und -herausgeber sind Inhaber eines Lehrstuhls. Das stellt sicher, dass die Artikel hinsichtlich ihrer Qualität geprüft und somit verantwortete Darstellung auf dem Stand der gegenwärtigen wissenschaftlichen Diskussion sind.
Um eine umfassende religionspädagogische und religionsdidaktische Enzyklopädie anzulegen, war es nötig, nicht nur spezifisch religionspädagogische Schlagworte aufzunehmen, sondern auch solche, die theologischen, soziologischen, psychologischen, religionswissenschaftlichen und auch anderen Bereichen zugehörig sind. Das Spezifikum der Darstellung im WiReLex soll aber sein, dass diese Themen aus der Sicht der Pädagogik und Didaktik religiöser Lern- und Bildungsprozesse und nicht ausschließlich fachwissenschaftlich präsentiert werden.
Wichtig ist auch, dass man einerseits nicht nur Fachinhalte nachschlagen kann, sondern auch Impulse für eine sinnvolle Weiterarbeit findet: Wo liegen offene Fragen, wo Defizite, wo Perspektiven zukünftiger Forschung? Wie spiegeln sich die Fachinhalte in der religionspädagogischen Praxis und ihren gegenwärtigen Herausforderungen? WiReLex bietet hier theoriegeleitete Informationen zu aktuellen, didaktisch und methodisch reflektierten Praxismodellen.
Außerdem sollen neben dem Religionsunterricht auch außerschulische Lernorte berücksichtigt werden: Kindergottesdienst, die Jugendarbeit in den Gemeinden, Arbeit mit Kommunionskindern, Konfirmanden und Firmlingen, Erwachsenenbildung, Altenarbeit u.a.

Könemann, Judith, Meuth, Anna Maria, Frantz, Christiane, Schulte, Max: Religiöse Interessenvertretung. Kirchen in der Öffentlichkeit – Christen in der Politik, Schöningh 2015, 281 Seiten ISBN 978-3-506-77889-5, 34,90 €.
Aus theologischer, religionssoziologischer und politikwissenschaftlicher Perspektive untersucht das Autorenteam die Vermittlung christlich-religiöser Überzeugungen, Positionen und Interessen in Öffentlichkeit und Politik. Im Mittelpunkt einer Medienanalyse steht die Repräsentanz der Kirchen im Diskurs um gesellschaftspolitisch strittige Themen: Abtreibung und Asylfragen. Können die christlichen Kirchen ihren Anspruch auf gesellschaftliche Meinungsbildung und gesellschaftspolitische Positionierung einlösen? Die Perspektive der Interessenvertretung begrenzen sie jedoch nicht auf den medialen Raum, sondern nehmen Politiker als personengebundene Mittler in den Blick. Für die Politiker wird der Frage nachgegangen, wie sich politische Überzeugungen und Programmatiken mit christlich-kirchlichen Lehrmeinungen in Einklang bringen lassen und wie sie dies in eine authentische, persönliche, politische Handlungsstrategie übersetzen.

Aigner, Maria Elisabeth, Bibliodrama und Bibliolog als pastorale Lernorte (Praktische Theologie heute 138), Stuttgart 2015, 418 Seiten, ISBN 9783170256316, 49,99 €.
Bibliodrama- und Bibliologprozesse sind spezifische Entdeckungspraktiken, die exemplarisch Aufschluss über gegenwärtige pastorale Handlungsfelder geben können: Eine Gruppe von Menschen folgt der szenischen Struktur eines biblischen Textes. Die Teilnehmenden treten in Rollen ein und inszenieren ein Spiel. Lebensgeschichte und Text legen sich dabei wechselseitig aus. In solchen Prozessen kommt es zu einer unmittelbaren Konfrontation zwischen Existenz und Tradition, wobei die Teilnehmenden erfahren, dass das Evangelium Bedeutung für ihr Leben und ihren Glauben hat. Bibliodrama und Bibliolog sind methodisch planbare, in ihren Abläufen jedoch unkontrollierbare, ereignisreiche Phänomene, aus denen sich wertvolle Hinweise für gegenwärtige Kirchenbildungsprozesse ableiten lassen.

Gerburg Crone / Hubert Liebhardt (Hrsg.), Institutioneller Schutz vor sexuellem Missbrauch. Achtsam und verantwortlich handeln in Einrichtungen der Caritas (Studien und Praxishilfen zum Kinderschutz), Beltz Juventa 2015, 148 Seiten, ISBN 978-3-7799-3235-2, 16,95 €.
Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart hat ein institutionelles Schutzkonzept auf der Grundlage einer Kultur der Achtsamkeit und Verantwortung entwickelt. Die von sieben caritativen Einrichtungen in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm und den angeschlossenen Trägern erarbeiteten Maßnahmen werden hier vorgestellt. Fachbeiträge über den Beschwerdeweg als Ausdruck einer Fehlerkultur, die Analyse der Gefährdungsstrukturen und Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Schutzkonzept werden durch pastoraltheologische Impulse ergänzt. Das Buch ermöglicht die Reflexion der eigenen Praxis und gibt wertvolle Hinweise für die fachliche Diskussion zum Changemanagement in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Es ist damit zum einen eine Hilfestellung, um einen solchen Prozess der Erarbeitung des institutionellen Schutzes in der eigenen Einrichtung anzustoßen. Zum anderen thematisieren die Fachbeiträge auch die Frage der institutionellen Verantwortung und die Bedeutung der Erinnerung als Werkzeug zur Kulturveränderung.


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