Infodienst 2 /2010

Newsletter der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“

 

Inhalt: 
1. Hochschulpastoral sekundär? Offener Brief zum Trierer Plan „Finanzieren und Investieren“ 
2. Studientag zur neuen Rahmenordnung für Pastorale Berufe verschoben 
3. Emeritierung von Prof. Dr. Heribert Wahl 
4. Tagungsbericht: Konferenz der Internetseelsorgebeauftragten 
5. Bericht von der kfd-Bundesversammlung 
6. Tagungsankündigung: „Herausforderung einer missionarischen Pastoral“ 
7. Tagungsankündigung: „Freund oder Feind? Zum Verhältnis zwischen Kirche und Medien“ 
8. Tagungsankündigung "'Gemeindeleitung' durch Laien" 
9. Tagungsankündigung: „Ohnmacht, Sehnsucht und Ekstase. Gott und die Lebensformen des 21. Jahrhunderts“ 
10. Tagungsankündigung: „Stand und Perspektiven der Pastoralpsychologie“ 
11. Tagungsankündigung: „Religiöse Organisationen im Chaos? Beobachtungen zu System und Institution in der Kirche“ 
12. Stellenausschreibung 
13. Personalia 
14. Publikationen 
15. Obligatorisches / Impressum


Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

heute möchten wir Sie mit dieser Newsletter-Ausgabe wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de. 
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld 
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de

1. Hochschulpastoral sekundär? Offener Brief zum Trierer Plan „Finanzieren und Investieren“

Unter der Überschrift „Finanzieren und Investieren“ hat der Generalvikar des Bistums Trier einen „verbindlichen Entwurf zur Kostensenkung“ vorgelegt und zur Diskussion gestellt. Für den Vorstand der Konferenz reagiert ihr Vorsitzender, Prof. Dr. Richard Hartmann, mit einem Offenen Brief, der auf www.pastoraltheologie.de abrufbar ist. In ihm werden die angewendeten Kriterien für die angezielten Sparmaßnahmen kritisch angefragt sowie das Engagement der Pastoraltheologie in Beratungs- und Dialogprozessen angeboten. Für Anfragen und Reaktionen wenden Sie sich bitte an vorstand@pastoraltheologie.de [R. Hartmann, Fulda]

2. Studientag zur neuen Rahmenordnung für Pastorale Berufe verschoben

Der ursprünglich für den 26. November geplante Studientag zur neuen Rahmenordnung für die Pastoralen Berufe muss leider verschoben werden, da aufgrund aktueller Ereignisse der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz die Rahmenordnung bislang noch nicht beraten konnte. [R. Hartmann, Fulda]

3. Emeritierung von Prof. Dr. Heribert Wahl

Heribert Wahl, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät Trier wird zum 31.09.2010 emeritiert. Er lehrt dort von 1997 bis September 2010. Anlässlich seiner Emeritierung hielt Prof. Karl Bopp am 21.06.2010 einen Festvortrag zum Thema „’Missionarisch Kirche sein’ angesichts fremder Religionen und Kulturen.“ Dazu hatte die Theologische Fakultät Trier eingeladen. 
Lehren und Forschen von Heribert Wahl stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Wahl geht der Frage nach, wie Menschen aus dem Glauben heraus dabei unterstützt werden können, heilsame Beziehungen zu finden und zu leben. Sein praktisch-theologischer Zugang zu den Menschen ist 
- psychologisch, denn als Psychologe und Psychoanalytiker gewinnt er maßgebliche Anregungen seiner praktischen Theologie aus der psychoanalytischen Selbstpsychologie. 
- pastoral, denn Heribert Wahl verknüpft diese Anregungen so mit dem Grundimpuls des Evangeliums, dass er daraus für die ganze Breite pastoralen Handelns Wahrnehmungshilfe, Kriterien und Optionen gewinnt. 
- diakonisch, denn seinem pastoralen Kernanliegen – der Stärkung einer „SelbstObjekt-Praxis“ im Geiste Jesu – wohnt ein diakonischer Impetus inne. 
Mit diesen Stichworten titeln seine wissenschaftlichen Mitarbeiter die aus diesem Anlass herausgegebene Festschrift: Psychologisch, pastoral, diakonisch. Praktische Theologie für die Menschen, hgg. von Gundo Lames, Stefan Nober, Christoph Morgen, Trier 2010. 
Wie fruchtbar die Auseinandersetzung mit Lehren und Forschen von Heribert Wahl ist, das belegen die zwanzig Beiträge von Weggefährten, Kollegen und Schülern in dieser Festschrift. Sie greifen unterschiedliche Aspekte seines vielfältigen Werks auf, reflektieren und vertiefen sie sowie ziehen lehrreiche Schlussfolgerungen für Praktische Theologie und Pastoral. [G. Lames, Trier]

4. Tagungsbericht: Konferenz der Internetseelsorgebeauftragten

Am 5. Mai 2010 fand in Erfurt die erste Konferenz der Internetseelsorgebeauftragten unter der Ägide der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) statt. Thema war vor allem die Zukunft der Internetseelsorge nach der Auflösung der Katholischen Glaubensinformation (kgi). 
In den Beratungen zeigte sich, wie unterschiedlich bereits der Begriff der Internetseelsorge in den Bistümern gefüllt wird. Das Verständnis reicht von E-Mail- oder Chat-Beratung bis zu jeglicher Nutzung des Internets für pastorale Zwecke. Zudem wurde deutlich, dass Internetseelsorge nicht nur von speziell dafür beauftragten Mitarbeitern betrieben wird, sondern eine in allen Bereichen der Pastoral zu berücksichtigende Querschnittsaufgabe darstellt. Die Herausforderung der Internetseelsorge liegt der Konferenz gemäß also darin, Breite wie Dringlichkeit dieser Aufgabe bewusst zu machen. [S. Berndt, Erfurt]

5. Bericht von der kfd-Bundesversammlung

Die Bundesversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die vom 2. bis zum 5. Juni 2010 in Mainz tagte, wählte mit klarer Mehrheit Dr. Bettina-Sophia Karwath (43) aus Marktheidenfeld im Bistum Würzburg zur neuen Geistlichen Begleiterin. Die promovierte Theologin komplettiert den Vorstand um die kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen und deren beiden Stellvertreterinnen Irmentraud Kobusch und Anna-Maria Mette. Karwath ist zurzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrhaus für Psychologie und Spiritualität am Institut Simone Weil in Marktheidenfeld tätig. In ihrer neuen Position wird sie die kfd in geistlichen Fragen begleiten und beraten. Darüber hinaus wird sie den Kontakt zur Amtskirche pflegen. Die Funktion der Geistlichen Begleiterin ist ein erfolgreiches Modell für die Entwicklung neuer geistlicher Dienste und Ämter in der katholischen Kirche, die auch Frauen zugänglich sind.

Weiterhin verabschiedete die Bundesversammlung eine Erklärung mit dem Titel „Die Chance zur Erneuerung ist jetzt!“. Angesichts der aktuell bekannt gewordenen Fälle von sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche, von Gewalt und dem damit verbundenen Missbrauch von Macht zeigt sich die kfd tief enttäuscht. In dieser Situation werden bislang nicht geklärte Themen und drängende Fragen von Frauen in der Kirche wieder verstärkt sichtbar. Es wird deutlich, dass die Krise der Kirche insgesamt viel tiefer geht und sie einer grundlegenden Erneuerung bedarf. Das ist eine große Herausforderung, die aber auch vielfältige Chancen enthält. Deshalb stellt die kfd an die deutschen Bischöfe und an die Verantwortlichen in der Kirche eine Reihe von Forderungen zur Aus- und Weiterbildung von Priestern, bezüglich der Zölibatsdiskussion, einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Körperlichkeit und Sexualität sowie zur Wahrnehmung der Vielfalt von Lebens- und Familienformen. In Bezug auf den ökumenischen Dialog werden weitere deutliche und sichtbare Zeichen, die die ökumenische Gemeinschaft festigen, gefordert. „Eine Erneuerung unserer Kirche“ – so heißt es in der unter www.kfd.de dokumentierten Erklärung weiter – „ist nur möglich, wenn die vielfältigen Charismen und Fähigkeiten von Frauen anerkannt und ihre Erfahrungen und Visionen in den kirchlichen Gremien auf den unterschiedlichen Ebenen aktiv einbezogen werden. Die Kirchenleitung muss Frauen verstärkt zur Übernahme von Diensten und Ämtern in der Kirche ermutigen und sie dazu beauftragen. Sie muss Leitungspositionen auch mit Frauen besetzen und das Diakonatsamt für Frauen öffnen. Im Miteinander von Ehren- und Hauptamtlichen in der Kirche sind konkrete Schritte der Anerkennung von Kompetenzen notwendig.“ [M. Altenbeck, Düsseldorf]

6. Tagungsankündigung: Herausforderung einer missionarischen Pastoral

Die im Januar 2010 von der Deutschen Bischofskonferenz gegründete Katholische Arbeitstelle für missionarische Pastoral (KAMP) und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken veranstalten vom 6. bis 8. September 2010 eine Tagung über die „Herausforderung einer missionarischen Pastoral“ in Erfurt. Die Tagung will zunächst der Frage nach den heutigen Bedingungen, Schwierigkeiten, aber auch Möglichkeiten einer missionarischen Pastoral nachgehen. Dafür soll das Thema sowohl systematisch, ökumenisch und pastoraltheologisch, als auch ausgehend von den konkreten Erfahrungen der Teilnehmer, die in zwei Workshops zu den Themen „Christ werden“ und „Christ bleiben“ eingebracht werden können, diskutiert werden. Ein zweites Anliegen der Tagung ist die Vernetzung der im Bereich einer missionarischen bzw. (neu-)evangelisierenden Pastoral tätigen Personen der (Erz-)Bistümer, Orden, Verbände und kirchlichen Gemeinschaften. Als Referenten konnten Prof. Dr. Josef Freitag; PD Dr. Burkhard Neumann; Prof. Dr. Josef Pilvousek; Prof. Dr. Maria Widl; Weihbischof Dr. Reinhard Hauke; Sr. Aloisia Höing, Generaloberin SMMP; Pfr. Matthias Leineweber, Sant’Egidio; Simon Rapp, Bundespräses BDKJ, und Albin Krämer, Bundespräses KAB Deutschland, gewonnen werden. 
Die Kosten für die Tagung (incl. Übernachtung und Verpflegung) belaufen sich auf 150 €. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 7. Juli 2010 unter hermann@kamp-erfurt.de verbindlich an. [M.-L. Hermann, Erfurt]

7. Tagungsankündigung: „Freund oder Feind? Zum Verhältnis zwischen Kirche und Medien“

Das Symposium findet vom 16. bis 19.9.2010 an der Theologischen Fakultät der Südböhmischen Universität Budweis statt und wird durch das Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen veranstaltet. Es bietet eine gute Möglichkeit, Kolleginnen von Universitäten, Hochschulen und diözesanen Einrichtungen aus vielen Ländern Mittel- und Osteuropas kennen zu lernen. Das Symposium ist auch ein Ort der Begegnung für Professorinnen und Professoren, Mittelbau und Promovierende. 
Weitere Informationen (Einladung, Programm und Anmeldung) sind unter www.postnetzwerk.net zu finden. Der Anmeldeschluss ist der 15.7.2010. [P. Slouk, Klosterneuburg]

8. Tagungsankündigung "'Gemeindeleitung' durch Laien"

In Deutschland geht die Zahl aktiver Priester seit Jahren stetig zurück. Damit ist das lange Zeit praktizierte und kirchenrechtlich als Grundform pfarrgemeindlicher Seelsorge vorgesehene Leitungsmodell "Ein Pfarrer-eine Pfarrei" auf Dauer nicht mehr umsetzbar. Unweigerlich stellt sich kirchenrechtlich die Frage nach alternativen Formen der Wahrnehmung von Gemeindeleitung; pastoraltheologisch wird diskutiert, ob das beschriebene Modell an sein Ende gekommen sei und man andere Formen der Seelsorge vor Ort erproben müsse. Die internationale theologische Fachtagung "'Gemeindeleitung' durch Laien", die im Rahmen des gleichnamigen und von Prof. Böhnke (Wuppertal) und Prof. Schüller (Münster) verantworteten DFG-Projekts "Gemeindeleitung' durch Laien" vom 12. bis zum 15.10.2010 in Münster stattfindet, stellt eine Plattform dar, um Beiträgen zur Zukunft der Pfarrgemeinde, ortsnaher Seelsorge und alternativen Formen der pfarrlichen Gemeindeleitung weltweit durch Gläubige Raum zu geben. Der Programmflyer ist unter www.franz-hitze-haus.de/pdf/10-122.pdf abrufbar [J. Keppeler, Wuppertal]

9. Tagungsankündigung: „Ohnmacht, Sehnsucht und Ekstase. Gott und die Lebensformen des 21. Jahrhunderts“

Der Fachbereich Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz veranstaltet vom 8.-10.11.2010 das Symposium „Ohnmacht, Sehnsucht und Ekstase. Gott und die Lebensformen des 21. Jahrhunderts“. 
Die Menschen leben heute nicht mehr so wie ihre Eltern oder Großeltern, sie leben nicht einmal in der gleichen Welt, in die sie hinein geboren wurden. Im kreativen Kontrast von Reflexion und Erfahrung, vom Gang in die Archive des Wissens und Gang an die Orte heutiger Existenz werden wir fragen: Was haben Gott und die Lebensformen des 21. Jahrhunderts miteinander zu tun? Was weiß die Theologie von den Herausforderungen, den konkreten Gestaltungsmöglichkeiten, den Chancen und Grenzen in einzelnen Lebensformen? Was hat sie dazu zu sagen? Was hat sie zuvor zu lernen? Nähere Informationen unter
Das Symposium wendet sich zwar vor allem an Interessierte der kirchlichen Basis aus der Region, Gäste von außerhalb sind aber herzlich willkommen! [R. Bucher, Graz]

10. Tagungsankündigung: „Stand und Perspektiven der Pastoralpsychologie“

Anlässlich der Pensionierung von Prof. Dr. Karl Heinz Ladenhauf veranstaltet das Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie der Universität Graz am Dienstag, 30. November 2010, ab 9 Uhr ein Pastoralpsychologisches Symposium. Es steht unter der Überschrift „Stand und Perspektiven der Pastoralpsychologie“. Statements werden vorgetragen von Univ.-Prof. Dr. Ottmar Fuchs (Tübingen), Univ.-Prof. Dr. Klaus Kießling (Frankfurt am Main) und Univ.-Prof. Dr. Heribert Wahl (Trier). Nach einer Podiumsdiskussion folgt ab 11 Uhr der Festakt zur Verabschiedung von Prof. Dr. Karl Heinz Ladenhauf. [R. Bucher, Graz]

11. Tagungsankündigung: „Religiöse Organisationen im Chaos? Beobachtungen zu System und Institution in der Kirche“

Wandel, Tempo, Unsicherheit, die Frage nach den „richtigen Konzepten“ zur Bearbeitung, Wahrnehmung und Gestaltung der Brüche und Umbrüche in der religiösen und kirchlich institutionellen Landschaft scheinen auf chaotische Verhältnisse im System und der Institution Kirche hinzuweisen. 
Mit diesem Symposion, das vom 9.-10. Dezember 2010 als „6. Mainzer Fachtagung Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“ stattfindet, geht es zunächst um ein mögliches Verstehen, dann auch um Chancen und Risiken von Veränderungsprozessen, die nicht mehr steuerbar erscheinen. Dafür steht die Frage nach dem Chaos religiöser Organistionen. Es wird darum gehen, die Veränderungsdynamiken nicht einfach theoretisch zu erhellen, sondern im Erleben und Handeln der am Symposion Teilnehmenden in Erfahrung zu bringen. 
Prof. Dr. Dr. Michael Hochschild, Inhaber des Lehrstuhls "L'Analyse contemporaine" am Institut d'Études Politiques de Paris wird uns als kompetenter Gesprächspartner in diesem Symposion zur Verfügung stehen.

Veranstalter ist das Theologisch-Pastorales Institut (TPI) Mainz. Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Richard Hartmann, Dr. Gundo Lames, Dr. Martin Lörsch, Dr. Christoph Rüdesheim. Tagungsort ist das Bildungszentrum Erbacher Hof in Mainz. 
Informationen und Anmeldungen: www.tpi-mainz.de bzw. info@tpi-mainz.de [Ch. Rüdesheim, Mainz]

12. Stellenausschreibung

Am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ist die Stelle einer/eines UNIVERSITÄTSPROFESSORIN/UNIVERSITÄTSPROFESSORS FÜR INTERKULTURELLE PASTORALTHEOLOGIE in Form eines unbefristeten privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses mit der Universität zu besetzen.

Aufgaben: 
Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber vertritt das Fach Pastoraltheologie, das an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck einer interkulturell-weltkirchlichen und missionswissenschaftlichen Perspektive verpflichtet ist, in Forschung und Lehre in seiner ganzen Breite. Sie/Er ist in das fakultäre Forschungsprogramm „Kommunikative Theologie“ eingebunden, das schwerpunktmäßig am Institut für Praktische Theologie angesiedelt ist. 
Die Lehre umfasst die Betreuung des Faches Pastoraltheologie (einschl. der Homiletik) in allen theologischen Studienrichtungen: Diplomstudium Katholische Fachtheologie, Bachelor- und Masterstudium Katholische Religionspädagogik, Lehramtsstudium Katholische Religion, Doktoratsstudium Katholische Theologie und im PhD-Programm der Katholisch-Theologischen Fakultät. 
Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber ist für die Leitung des Universitätslehrganges „Pasto-raljahr“ zuständig. 
Weiters ist die Mitarbeit in der universitären Selbstverwaltung vorgesehen.

Anstellungserfordernisse: 
a) eine der Verwendung entsprechende abgeschlossene inländische oder gleichwertige ausländische Hochschulbildung, in der Regel theologisches Doktorat; 
b) einschlägige Lehrbefugnis (Venia docendi) oder eine gleichwertige Befähigung; 
c) fachspezifische Publikationen in renommierten Verlagen und führenden Fachzeitschriften; 
d) interdisziplinäres Arbeiten innerhalb der Pastoraltheologie und mit angrenzenden Disziplinen; 
e) fachspezifische Auslandserfahrung; 
f) didaktische Fähigkeiten; 
g) Erfahrung in der Einwerbung von Forschungsmitteln; 
h) Qualifikation zur Führungskraft; 
i) Sozialkompetenz.

Bewerbungen sind bis spätestens 31.08.2010 an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Fakultäten-Servicestelle, Standort Karl-Rahner-Platz 3, A-6020 Innsbruck (fss-karlrahnerplatz@uibk.ac.at) zu richten. 
Bei Bewerbungen ist Artikel V § 1 des Konkordates zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich vom 5. Juni 1933 (BGBl. II Nr. 2 von 1934 sowie § 38 Abs 1 Universitätsgesetz 2002) zu beachten. Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck strebt eine Erhöhung des Frauenanteiles an und lädt deshalb qualifizierte Frauen zur Bewerbung ein. Frauen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig aufgenommen. § 35 Abs 4 Frauenförderungsplan der Universität Innsbruck (vorrangige Aufnahme in den Berufungsvorschlag bei gleicher Qualifikation) findet jedoch nur soweit Anwendung, als er dem Artikel V § 1 Abs 4 des Konkordates nicht entgegensteht. 
Die Bewerbungsunterlagen sollen jedenfalls enthalten: Lebenslauf mit einer Beschreibung des wissenschaftlichen und beruflichen Werdeganges, Liste der wissenschaftlichen Veröffentlichungen, der Vorträge sowie der sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten und Projekte, Beschreibung abgeschlossener, laufender und geplanter Forschungstätigkeiten und die fünf wichtigsten Arbeiten. Die Bewerbungsunterlagen sind jedenfalls digital (CD, E-Mail usw.) beizubringen, die Papierform ist optional. 
Laufende Informationen über den Stand des Verfahrens finden Sie unter: www.uibk.ac.at/fakultaeten-servicestelle/standorte/karlrahnerplatz3/ausschreibungen_u_berufungsverfahren.html [J. Panhofer, Innsbruck]

13. Personalia

Neue Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Religionspädagogik der Universität Erfurt: Pünktlich zum Sommersemester 2010 (ab 01.04.) hat Frau Dipl.theol. Daniela Bethge, geb. 1982, als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Religionspädagogik der Universität Erfurt (Maria Widl) ihre Beschäftigung begonnen. Daniela Bethge studierte katholische Theologie seit 2003 in Erfurt und Wien sowie Sozialpädagogik/Soziale Arbeit seit 2006. Gebürtig aus den neuen Bundesländern (Bistum Magdeburg) stammend interessiert sie sich besonders für aktuelle Fragen von Kirche und Religion in Mittel- und Ostdeutschland. [M. Widl, Erfurt]

Zum 1.Oktober 2010 wechselt die Leitung des Dezernates Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Essen. Der 41 jährige Oberhausener Stadtdechant Michael Dörnemann löst Herrn Dr. Wilhelm Tolksdorf ab, der das Pastoraldezernat seit Januar 2005 geleitet hat. Michael Dörnemann ist promovierter Kirchenhistoriker und war lange Zeit in der Priesterausbildung, aber auch in der Pfarrseelsorge tätig. 
Die Konferenz der LeiterInnen der Deutschen Seelsorgeämter /Konferenz der deutschsprachigen Seelsorgeamtsleiterinnen wird auf ihrer Wintertagung Anfang Dezember in Trier ein neues Mitglied für den Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen benennen. Wilhelm Tolksdorf beginnt zum WS 2010/2011 mit einem Habilitationsprojekt im Fach Pastoraltheologie bei Herrn Prof. Dr. Hartmann (Fulda). [W. Tolksdorf, Essen]

14. Publikationen

Först, Johannes / Schöttler, Heinz-Günther (Hg.), Quo vadis, theologia? Neue Perspektiven auf 'Religion' in der späten Moderne, Berlin 2009. 
ISBN 978-3-8258-0434-3

Weil die Rede von Gott weder überzeitlich noch sozial bzw. kulturell ungebunden möglich ist, kommen der Theologie von der veränderten Religionspräsenz der Gegenwartsgesellschaft neue Herausforderungen entgegen. Dieser Band, der pastoraltheologische und religionssoziologische Beiträge zusammenführt, geht der Frage nach, wie und unter welchen Bedingungen die religiös pluralisierte Gesellschaft "Ort" der "Gottrede" und "Gottespraxis" werden kann. Mit Beiträgen von Alfred Dubach, Martin Engelbrecht, Johannes Först, Winfried Gebhardt, Regina Polak und Heinz-Günther Schöttler. [J. Först, Regensburg]


Först, Johannes / Kügler, Joachim (Hgg.), Die unbekannte Mehrheit. Mit Taufe, Trauung und Bestattung durchs Leben? Eine empirische Untersuchung zur 'Kasualienfrömmigkeit' von Katholik/inn/en - Bericht und interdisziplinäre Auswertung, Berlin 2010 (2., erw. Aufl.). 
ISBN 978-3-8258-9195-4

Die große Mehrheit der Katholik/inn/en nimmt nicht regelmäßig am Sonntagsgottesdienst oder überhaupt am Leben der Gemeinde teil, sondern begeht ausschließlich die "Kasualien" anlässlich wichtiger biographischer Ereignisse. 
Dieses Phänomen wird häufig als Säkularisierungsphänomen gedeutet. Die nun in zweiter, erweiterter Auflage erschienene Studie geht diesem Phänomen mit einer qualitativen empirischen Untersuchung nach und zeigt auf, dass mit der Kasualpraxis vieler Katholik/inn/en tiefgreifende Deutungsmuster einhergehen. 
Beiträge aus (Pastoral-) Theologie und Religionssoziologie kommentieren diesen für Theologie und Kirche wichtigen empirischen Befund. Mit Beiträgen von Rainer Bucher, Martin Engelbrecht, Johannes Först, Ottmar Fuchs, Joachim Kügler, Heinz-Günther Schöttler, Max Josef Schuster sowie einem Grußwort des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick. [J. Först, Regensburg]


Först, Johannes / Lappen, Friedolf / Rahner, Johanna (Hgg.), Abbruch oder Aufbruch? Von der Eigendynamik des kirchlichen Strukturwandels (Bamberger Theologisches Forum 12), Berlin 2010. 
ISBN 978-3-643-10446-5

Der gegenwärtige Strukturwandel der Kirche führt bei vielen kirchlich orientierten Menschen zu Verunsicherung, weil ihm ein hohes Maß an Eigendynamik innewohnt, der nicht ohne weiteres zu steuern ist. Der vorliegende Band dokumentiert die Vorträge des Bamberger Theologischen Forums, die sich diesem Strukturwandel der Kirche aus theologischer und religionssoziologischer Perspektive widmen. Mit Beiträgen von Rainer Bucher, Johannes Först, Winfried Gebhardt, Friedolf Lappen, Johanna Rahner und Jürgen Werbick. [J. Först, Regensburg]


Rainer Bucher /Johann Pock (Hg.), Klerus und Pastoral (= Werkstatt Theologie ; 14). Berlin 2010. 
ISBN 978-3-643-50056-4

Angesichts von Priestermangel und massivem strukturellen Wandel in der Pastoral stellt sich die Frage nach einer neuen Verhältnisbestimmung von Klerus und Pastoral. Das Buch nähert sich dem Problem ökumenisch (Katholiken, Altkatholiken, Baptisten), religionsgeschichtlich, dogmatisch und pastoraltheologisch. Im Zentrum stehen die Differenzierung von Klerus und Klerikalisierung sowie eine Verhältnisbestimmung von pastoralen Berufen. Priester, Diakone, Ordensfrauen, PastoralreferentInnen – in je unterschiedlicher Weise stehen sie vor der Frage nach ihrer Identität und der konkreten Verortung in pastoralen Kontexten. [R. Bucher, Graz/J. Pock, Wien]


Rainer Bucher, Priester des Volkes Gottes. Gefährdungen – Grundlagen – Perspektiven. Würzburg 2010. 
ISBN 978-3-4290-3321-7

Das katholische Weihepriestertum hat mehr Ehrlichkeit, Phantasie und Kreativität verdient, als gegenwärtig in seine Weiterentwicklung investiert wird. Wie kann es seine Aufgabe jenseits seiner bisherigen machtgestützten Form erfüllen? Das Buch bietet eine kritische Analyse der aktuellen Lage des katholischen Priestertums sowie im Rekurs auf seine Grundlagen herausfordernde Ansätze zu seiner Zukunft: Die Gnade Gottes zu repräsentieren, den Glauben daran zu verkörpern, dass sich Gott unwiderruflich den Menschen zuwendet – das ist die Aufgabe des Priesters und eine wirkliche Chance für die Kirche als Volk Gottes. [R. Bucher, Graz]


Michael Sievernich, Die christliche Mission: Geschichte und Gegenwart, Darmstadt 2009. 
ISBN: 978-3-534-19515-2

Warum wird überhaupt missioniert, welche Formen der Mission gab es und welchen Stellenwert hat die Mission in der heutigen Welt? Die düsteren wie die hellen Seiten der Missionierung werden in diesem großen Übersichtswerk allgemeinverständlich und lebendig geschildert. Vom biblischen Missionsbefehl bis hin zur Arbeit von Missionaren in der Gegenwart reicht die Darstellung; zahlreiche Quellen und Dokumente ermöglichen es, sich ein eigenes Bild zu machen. [M. Sievernich, Mainz]


Arnd Bünker / Eva Mundanjohl / Ludger Weckel / Thomas Suermann (Hg.), Gerechtigkeit und Pfingsten. Viele Christentümer und die Aufgabe einer Missionswissenschaft, Ostfildern 2010. 
ISBN 978-3-7867-2850-4

Als Festschrift für den langjährigen Direktor des Instituts für Missionswissenschaft in Münster, Prof. Dr. Giancarlo Collet, und als Dokumentation des Internationalen Missionswissenschaftlichen Kongresses „Crossroads – Christentümer in Bewegungen und Begegnungen“ (Oktober 2009) wurde dieser Band herausgegeben. Es befasst sich u. a. mit theologischen und pastoralen Konsequenzen einer „enteuropäisierten europäischen Christenheit“. Globalisierung und Migration schaffen Nähe und Herausforderungen. Christentümer aus verschiedenen Weltteilen treffen vor allem in den Großstädten aufeinander. Mit dieser „Enteuropäisierung europäischer Christenheit“ (Giancarlo Collet) entsteht eine spannungsvolle Mischung aus christlichen Gemeinschaften, Konfessionen und Kirchen, Mentalitäten und Sprechweisen. Angesichts dieser Vielfalt ist es wichtig, das eine christliche Bekenntnis zum Evangelium und die gemeinsame Hoffnung auf Leben und Heil für alle Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. „Gerechtigkeit“ und „Pfingsten“ sind zentrale Begriffe, um christliche Identitäten zu beschreiben. Sie sind Anknüpfungspunkte, um voneinander und miteinander im ökumenischen Gespräch zu lernen. [A. Bünker, St. Gallen]

 

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info (at) pastoraltheologie (punkt) de.

15. Obligatorisches / Impressum

Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

Kontakt:

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Beauftragter für Homepage und Newsletter des Beirats der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.

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