Infodienst 2 /2011

Newsletter der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“

Inhalt: 
1. Kongress „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“ 
2. Vorankündigung: Symposion „Diakonische Pastoral“ 2012 
3. Vorankündigung: Gemeinsames Symposion mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie 2012 
4. Nachrichten aus der Vorstands- und Beiratsarbeit der Konferenz 
5. Nachrichten der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) 
6. Mitteilungen aus dem Österreichischen Pastoralinstitut 
7. Europäische Wertestudie 2011 
8. Glaubenskurs der Charismatischen Erneuerung 
9. Symposium „Gemeindeentwicklung in Mittel- und Osteuropa. Tendenzen, Kriterien und Optionen“ 
10. Internationale Fachtagung: Rechtsgelehrter – Prediger – Seelsorger 
11. Symposion zur Landpastoral 
12. Soldatenfamilien im Stress – Militärseelsorge mit Familien im Zusammenhang der Auslandseinsätze 
13. Schriftleiterkonferenz praktisch-theologischer Zeitschriften als neues Forum des theologischen und kirchlichen Dialogs 
14. Begleiten in der Trauer – eine Aufgabe der christlichen Gemeinde 
15. Stipendium „Missionarische Pastoral in Deutschland“ 
16. Stellenausschreibung 
17. Publikationen 
18. Obligatorisches / Impressum


Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de. 
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld 
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de

1. Kongress „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“

Kongress: Zwischen Lust und Ehre – freies Engagement in Kirche und Gesellschaft 12. – 15. 9. in Freising 
Die Vorbereitungen für den Kongress, der vom 12. - 15. September in Freising stattfindet, sind weitgehend abgeschlossen. Anmeldungen sind weiterhin möglich. Unter www.pastoraltheologie.de/kongress2011 finden Sie folgende Kongress-Informationen: 
Informationen finden Sie auf unserer Homepage: 
• Flyer mit Programm (einzige Änderung: Statt Paul Moyaert hat Magnus Striet zugesagt) und Anmeldemöglichkeit 
• Liste der thematischen Arbeitsgruppen am Mittwoch 
• Beiträge zur Aktion Call for Papers [R. Hartmann, Fulda]

2. Vorankündigung: Symposion „Diakonische Pastoral“ 2012

In Kooperation mit der Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbandes, der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, den Pastoralen Ausbildungsabteilungen der (Erz-)Bistümer Aachen, Bamberg und Freiburg und unserer Konferenz findet vom 9. - 10. März 2012 in Bamberg ein Symposion statt, das an unsren Freiburger Caritaskongress vor 20 Jahren anknüpft. Zentrale Fragen sind: 
• Wo liegen die Blockaden für eine Diakonisierung von Pastoral und Gemeinden? In den kirchlichen Milieus und Mentalitäten, in den Strukturen? In einem diakoniefernen Glaubens-, Gemeinde- und Kirchenverständnis? 
• Gibt es Berührungspunkte zum Projekt "Kirche findet Stadt" des DW der EKD? 
• Welche Aktivitäten des DCV in Sachen Caritas und Pastoral intensivieren die Perspektive, dass Caritas zur "Kirche vor Ort" wird. 
• Was bedeutet die immer neue Erfahrung der Entfremdung und das Befremden zwischen Pastoral und Caritas? 
• Welche Veränderungen haben Caritas, Kirche, Pastoral und Pastoraltheologie in den 20 Jahren zwischen 1990 und 2010 durchlebt? 
• Was macht Diakonische Pastoral für pastorale Berufe attraktiv? 
• An welche Adressaten wendet sich Pastoral und an welche Adressaten die neuen Formen der Pastoral wie City-Pastoral? 
• Wo und wie gibt es wechselseitige Unterstützungsbedarfe zwischen Caritas und Pastoral? 
Wer Interesse an diesem Symposion hat, kann sich bereits beim Vorstand melden. [R. Hartmann, Fulda]

3. Vorankündigung: Gemeinsames Symposion mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie 2012

Vom 19. - 21.09.2012 findet im Bonifatiushaus in Fulda das Symposion „Religiöse Kommunikation in empirischer Perspektive. Liturgie – Predigt – Seelsorge – Bildung“ statt. Unter Federführung von Prof. B. Weyel (Tübingen), P. Bubmann (Erlangen) und R. Hartmann sind die Vorbereitungen des gemeinsamen Symposions der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Fachgruppe für Praktische Theologie, und der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. bereits weit vorangekommen: Drei Felder werden in eigenen Sektionen bearbeitet (Biographie und Bildung – Seelsorge und Verkündigung anlässlich von Lebensübergängen – Kommunikation und Gottesdienst). Bei einem öffentlichen Vortragsabend wird es um die Grundsatzfragen des Verhältnisses von Empirischer Forschung und Praktischer Theologie gehen und schließlich werden politische Fragen, nach der Rolle empirischen Arbeitens im Studium, in Forschungsprojekten und im Zusammenhang mit kirchenleitendem Handeln diskutiert. 
Zur Mitwirkung haben bereits zugesagt: Prof. Dr. Stefan Böntert, Prof. Dr. Lars Charbonier, Prof. Dr. Reinhard Feiter, Prof. Dr. Ottmar Fuchs, PD Dr. habil. Johannes Först, Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Prof. Manfred Pirner, Prof. Dr. Paul Post, Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz. Ein eigener Call for Papers wird ergehen. [R. Hartmann, Fulda]

4. Nachrichten aus der Vorstands- und Beiratsarbeit der Konferenz

Nachdem im Juni der Ständige Rat die neuen Rahmenstatuten der pastoralen Berufe beschlossen hat, laufen nun unter Federführung von Manfred Belok die Vorbereitungen zu einem eigenen Studientag. 
Auch die Theologischen Fachgruppen werden seitens der Deutschen Bischofskonferenz eingebunden in den sogenannten „Dialogprozess“. Für unsere Konferenz nahm Manfred Belok an der Begegnung in Mannheim teil. 
Eines der Themen der „Mainzer Gespräche“ zwischen Bischöfen und Theologen war auch das Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“. Kardinal Lehmann betonte, dass kein Theologe wegen seiner Unterschrift Befürchtungen haben müsse. Insgesamt sei das Memorandum sicher auch in den kurialen Behörden mit Erschrecken registriert worden. Es sei nun umso wichtiger, den Dialog zwischen Wissenschaft und Bischöfen weiter zu intensivieren. 
Wie schon die Vorbereitungen zum Symposion 2012 zeigen, ist die Zusammenarbeit unserer Konferenz mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Fachgruppe Praktische Theologie, auf guten Bahnen. Die Gesellschaft wird künftig im Beirat vertreten sein durch den Züricher Kollegen Thomas Schlag. [R. Hartmann, Fulda]

5. Nachrichten der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Kirche am Ball – Die katholische Kirche bietet eine Website anlässlich der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland

Die Arbeitsstelle KAMP hat von der Pastoralkommission den Auftrag erhalten, begleitend zur Frauenfußball-WM eine Website zu gestalten. Sie kommuniziert die Angebote, die an den Spielorten von kirchlichen Gruppen geleistet werden: Fremdsprachige Gottesdienste, spirituelle Angebote für Spielerinnen, Betreuer und Fans, darüber hinaus Veranstaltungen wie Mädchen-Fußballturniere, Lesungen, Talkrunden, Filme, Mitmachaktionen und vieles mehr. 
Zusätzlich bietet die Website Berichte und Eindrücke aus den Heimatländern der Teams und viele Informationen und Beiträge rund um das Thema, Fußball, Frauen und Kirche. 
Geistliche Impulse aus Frauenperspektive und Informationen zum Turnierverlauf runden das Angebot ab. 
Die Website ist unter erreichbar.

Tagung der KAMP „Sozialwissenschaftliche Studien und Pastoral“ 6./7. September 2011 in Mainz

Diese Tagung richtet sich besonders an Mitarbeiter/innen in den Seelsorgeämtern der Bistümer, die am Austausch über und an der Weiterentwicklung der Rezeption sozialwissenschaftlicher Instrumente und Studien für die pastorale Planung interessiert sind. Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht, vor allem in der Arbeit mit den Sinus-Milieus, und welche weiteren Studien könnten pastoral relevant sein? Wie wird diese Thematik in Zukunft weiter verfolgt – und welche Rolle kann die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral dabei spielen? 
Termin: 6. September 2011 (ab 15.30 Uhr) bis 7. September 2011 (bis 12.30 Uhr) 
Ort: Erbacher Hof, Mainz 
Einige wenige Plätze sind noch frei, so dass Interessierte um rasche Anmeldung gebeten werden. Für weitere Informationen oder Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Dr. Tobias Kläden (klaeden@kamp-erfurt.de).

euangel Heft 2/2011 zu „Kirche als lernende Organisation“ erschienen

Das aktuelle Heft des Magazins für missionarische Pastoral widmet sich der Herausforderung für die Kirche, eine lernende Organisation zu sein. Es stellt die Frage nach Methoden der Organisationsentwicklung, um den Wandel in der Kirche zu gestalten und voranzubringen. Im Bewusstsein, dass Kirche und Glaube nicht gemacht werden können, thematisiert dieses Heft Möglichkeiten und Grenzen, Kirche auf ihren verschiedenen Kontextebenen als lernende Organisation weiterzuentwickeln. 
Das Heft ist erhältlich unter www.kamp-erfurt.de/de/magazin-angel.html. [T. Kläden, Erfurt]

6. Mitteilungen aus dem Österreichischen Pastoralinstitut

„Jugend geht ab“

Unter diesem Titel findet vom 12. - 14.1.2012 in Salzburg die Österreichische Pastoraltagung statt. Auf dem Programm stehen 
• Referate von Manfred Zentner (Institut für Jugendkulturforschung), Martin Lechner (Jugendpastoralinstitut Benediktbeuern), Hans Hobelsberger (Kath. Hochschule Paderborn) und Hildegard Wustmans (Katholische Privatuniversität Linz), 
• Statements zu den Themen Religionsunterricht, Ehrenamtliches Engagement Jugendlicher (72 Stunden ohne Kompromiss), Weltjugendtag, pfarrliche Jugendarbeit, 
• Podiumsdiskussion mit „Jugendbischof“ Stephan Turonvszky, Wien und Vertretern der Katholischen Jugend, der Katholischen Verbände und den neuen geistlichen Bewegungen, 
• Workshops, 
• Marktplatz mit „Themenständen“: Jugendkultur(en), Jugendpastoral in Österreich – ein Überblick, Treffpunkte, Outdoor, Jugendbildungsarbeit. 
Nähere Informationen und Anmeldung (ab Herbst) unter www.pastoral.at – ÖPI – ÖPT

Internationales Jahr des freiwilligen Engagements

Erschienen ist das Buch zur Österreichischen. Pastoraltagung 2011 „Für Gottes Lohn?! – Ehrenamt und Kirche“; mit Beiträgen von Reinhold Popp (Institut für Zukunftsforschung Salzburg), Margit Appel (Kath. Sozialakademie Österreichs), Alois Halbmayr (Prof. für Dogmatik, Salzburg), Rainer Bucher (Prof. Für Pastoraltheologie, Graz), Paul M. Zulehner (em. Prof. für Pastoraltheologie, Wien), Anna Hennersperger (Institut für Pastorale Fortbildung Freising), Erzbischof Alois Kothgasser (Salzburg). Erhältlich im Buchhandel (Wagner-Verlag) oder im Österreichischen Pastoralinstitut (oepi@pastoral.at). [W. Krieger, Wien]

7. Europäische Wertestudie 2011

Im Oktober 2011 erscheint im Böhlauverlag die neue Europäische Wertestudie 2010 (Regina Polak (Hg.): Zukunft.Werte.Europa. Die Europäische Wertestudie 1990-2010: Österreich im Vergleich). Die Studie bietet einen Überblick über Langzeitentwicklungen der Wertelandschaften in Europa und Österreich. Ein internationales und interdisziplinäres AutorInnenteam gibt Einblick in die widersprüchlichen Prozesse des Wertewandels und entwirft Zukunftsperspektiven und Handlungsoptionen. Themen sind u.a. Einstellungen zu Familie, Arbeit, Politik und Religion; Werte im Kontext von Geschlechterverhältnissen, Metropolenentwicklung und Migration. 
Begleitet wird die Publikation von drei Veranstaltungen: 
Am 20. Oktober 2011 findet an der Technischen Universität Wien, Hauptgebäude, im Karlsplatz 13, 1040 Wien im Prechtl-Saal von 14-17.30 ein Open-House zur Buchpräsentation statt. Die Ergebnisse werden präsentiert und mit ExpertInnen diskutiert. 
Am 20. Oktober 2011 findet abends ebendort eine Podiumsdiskussion mit ExpertInnen aus Wirtschaft, Politik und Religion zum Thema "Haben Werte Zukunft?" statt. 
Am 4. Oktober 2011 findet ein Fachsymposium zum Thema "Geteilte Welten. Werte - Demokratie - Religion in der Migrationsgesellschaft" statt. Ort: C3, Centrum für internationale Entwicklung der ÖFSE, Sensengasse 3, 1090 Wien. Diskutiert werden dabei folgende Fragen: 
• Wie verändert Migration die Wertelandschaften in Europa? 
• Welche Rolle spielt Religion im Wertetransformationsprozess? 
• Welche Aufgaben stellen sich angesichts von Migration und Wertetransformation für die europäischen Demokratien? 
• Welche Fragen stellen sich für säkulare und religiöse Communities auf der Mesoebene? 
KollegInnen, die sich hier einbringen möchten, sind dazu herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich bei Regina Polak, Institut für Praktische Theologie der Kath.-Theologischen Fakultät der Universität Wien (regina.polak@univie.ac.at). [R. Polak, Wien]

8. Glaubenskurs der Charismatischen Erneuerung

Seit Jahren macht die Charismatische Erneuerung gute Erfahrungen mit einem Glaubenskurs, der unter dem Titel „Leben im Geist Seminar“ in verschiedenen Versionen weltweit eingesetzt wird und der eine ngrundlegend missionarische Ausrichtung hat. Die deutsche Ausgabe dieses 7-Wochen-Kurses wurde nun überarbeitet und mit vielfältigen Materialien (Themenbuch, Mitarbeiterheft, Teilnehmerheft, Vortrags-DVD, …) unter dem Titel „Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes“ im Verlag D&D Medien neu herausgegeben. Erzbischof Ludwig Schick, Bamberg, schrieb ein Begleitwort zum Seminar. Weitere Infos zu diesem Glaubenskurs finden Sie unter www.erneuerung.de. [K. Fischer, Maihingen]

9. Symposium „Gemeindeentwicklung in Mittel- und Osteuropa. Tendenzen, Kriterien und Optionen“

Vom 15.-18.9.2011 findet an der Theologischen Fakultät der Universität Trnava mit Sitz in Bratislava/Slowakei das Symposium „Gemeindeentwicklung in Mittel- und Osteuropa. Tendenzen, Kriterien und Optionen“ statt, das vom Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen veranstaltet wird. 
Weitere Informationen: unter www.postnetzwerk.net oder bei Dr. Petr Slouk (petr.slouk@s-motion.at). [P. Slouk, Klosterneuburg]

10. Internationale Fachtagung „Rechtsgelehrter – Prediger – Seelsorger: Berufsbilder von Rabbinern, Pastoren und Priestern. Ihre Rollen im historischen Wandel“

Judentum und Christentum haben ihre offiziell beauftragten Amtsträger, um die vielfältigen Aufgaben der Gemeinschaft zu erfüllen: zu sammeln und zu lehren, seelsorglich tätig zu sein und zu predigen, Gottesdienste zu leiten und Lebenshilfe zu geben, Rituale zu vollziehen am Beginn des Lebens, an dessen Ende und mitten im Leben, in religiösen Fragen zu entscheiden, administrativ tätig zu werden und vielleicht sogar ‘zwischen Himmel und Erde’ zu vermitteln. Die konkreten Verwirklichungsformen und Funktionen des Amtes (und der Amtsträger) sind dabei einem ständigen Wandel unterworfen. Mit diesem Funktionswandel reagieren Religionsgemeinschaften auf die sich verändernden Bedingungen des Glaubens und der religiösen Praxis. 
Die von der Universität Regensburg, der Universität Potsdam / Abraham Geiger Kolleg sowie der Universität Leipzig / Zentrum für evangelische Predigtkultur vom 19. - 22. September 2011 in Regensburg veranstaltete Tagung geht diesen Erwartungen an geistliche Amtsträger, an ihre Identität und Legitimation im Wandel der letzten Jahrhunderte nach und bringt diese auf zwei Ebenen zur Sprache: auf der Ebene der Leitbilder und auf der Ebene der realen Erscheinungsformen, die die jeweiligen geschichtlichen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten hervorgebracht haben. Kongresssprache ist Deutsch und Englisch. 
Es ergeht herzliche Einladung zur Tagung. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten an: Gabriele.Kierst@theologie.uni-regensburg.de 
Detailliertes Programm, Anmeldeformular und weitere Informationen unter: www.regensburg-2011.de [H.-G. Schöttler, Regensburg]

11. Symposion zur Landpastoral

In Kooperation der Katholischen Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral der DBK in Erfurt, den (Erz-)Diözesen Fulda, Würzburg, Paderborn und Erfurt und dem Lehrstuhl in Fulda findet vom 10. – 12. Oktober 2011 in Hünfeld unter dem Titel „Bilderwechsel: Kirche – herausgefordert durch ländliche Räume“ ein Symposion statt. Folgende Beiträge sind geplant: Prof. Dr. Gerhard Henkel (Essen): „Stärken und Schwächen unserer Dörfer und Kleinstädte – Ein Fitnessprogramm für die Zukunft“, Klaus Bassiner (ZDF Mainz): „Kunst oder Klischee? Bilder vom Lande in der TV Serienproduktion“ sowie Workshops für „Einblicke in die Praxis der Kirche auf dem Land“. Ferner tragen zur Reflexion und Weiterentwicklung der Orte der Kirche und der Kirche im Ort bei PD Dr. Birgit Hoyer (Würzburg), Prof. Dr. Richard Hartmann, (Fulda), Prof. DDr. Hans-Joachim Sander (Salzburg). 
Anmeldungen sind noch möglich (Bischöfliches Generalvikariat Fulda, Dagmar Denker). Nähere Infos unter: www.kamp-erfurt.de/de/archiv/nachrichtenarchiv/2011/09-flyer-landpastoral.html [R. Hartmann, Fulda]

12. Soldatenfamilien im Stress – Militärseelsorge mit Familien im Zusammenhang der Auslandseinsätze

Im Auftrag des Militärbischofsamtes und in Kooperation von Militärdekan Dr. Dr. Michael Gmelch und dem Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Homiletik in Fulda, Prof. Dr. Richard Hartmann, wurde Anfang des Jahres eine Umfrage unter Soldaten und Angehörigen durchgeführt, die die Grundproblematik der besonderen Herausforderungen für die Soldatenfamilien im Auslandseinsatz erhellen sollte. Vom 3. – 5. Mai 2012 ist nun in Berlin ein Fachgespräch geplant, zu dem alle eingeladen sind, die in ihrer Kompetenz etwas beitragen können, welche präventiven, begleitenden und folgenden Maßnahmen seitens der Militärseelsorge in diesem Feld entwickelt werden können. Interessensbekundungen oder Hinweise an Hartmann@thf-fulda.de [R. Hartmann, Fulda].

13. Schriftleiterkonferenz praktisch-theologischer Zeitschriften als neues Forum des theologischen und kirchlichen Dialogs

Erstmals trafen sich die Schriftleiterinnen und Schriftleiter von zehn theologischen Zeitschriften des deutschsprachigen Raums zu einem Gedankenaustausch. Initiiert wurde das Treffen vom Herausgeberkreis der am Würzburger Lehrstuhl für Pastoraltheologie beheimateten Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“. „Das Treffen war ein erster Versuchsballon. Uns ging es dabei nicht um Konkurrenz, sondern um Kooperation“, so der Gastgeber, der Würzburger Pastoraltheologe Erich Garhammer. 
An der Veranstaltung im Exerzitienhaus Himmelspforten nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Zeitschriften Diakonia, Evangelische Theologie, Herder Korrespondenz, Katechetische Blätter, Kirche und Israel, Lebendiges Zeugnis, Das Prisma, Theologie und Glaube, Theologisch-Praktische Quartalschrift und Lebendige Seelsorge teil. Ein Ziel des neu geschaffenen Forums war es, Schwerpunkte und Charakteristika der einzelnen Publikationen zu analysieren. Neben der Gelegenheit zur Selbstpräsentation wurde dabei auch der externen kollegialen Kritik jeder Zeitschrift viel Platz eingeräumt. 
Im zweiten Teil der Schriftleiterkonferenz beschäftigte sich der Soziologe und Theologe Michael N. Ebertz mit grundsätzlichen Fragen der Kommunikation von Kirche und Theologie. Beide Systeme seien von der für die moderne Gesellschaft typischen funktionalen Differenzierung betroffen und müssten deshalb unterschiedlichen Aufgaben und Logiken folgen. Während Kirche in einem religiösen Gesellschaftssystem verortet sei, sei die Theologie auf das Wissenschaftssystem ausgerichtet. Diese unterschiedliche Positionierung mache sich auch in der jeweiligen Kommunikation bemerkbar. Kommunikation auf kirchlicher Seite sei im Wesentlichen geistlich, aber auch administrativ und rechtlich geprägt. Dagegen könne sich theologische Kommunikation den Luxus situationsübergreifender Reflexion leisten, so der in Freiburg lehrende Sozialwissenschaftler in Anlehnung an den Soziologen Franz-Xaver Kaufmann. 
Ebertz skizzierte anschließend aktuelle Herausforderungen, vor denen theologische Zeitschriften derzeit stehen. Neben bekannten Faktoren wie Überalterung, schrumpfender Abonnentenzahlen und zunehmender Konkurrenz untereinander angesichts knapper werdender Zielgruppen plädierte er dafür, stärker als bislang geschehen empirische Daten über die Leserschaft und ihr Potential zu erheben. Auf der Basis solcher Daten könnten bisherige Qualitätskriterien überprüft oder neue entwickelt werden. Ebertz ermutigte die Schriftleiter, auch Platz für publizistische „Laboratorien einer differenzierten Ästhetik“ zu schaffen, beispielsweise durch neue Rubriken oder Themensetzungen. 
„ Braucht es nicht auch neue Formen der Vernetzung, der Marktsegmentierung und der Absprache?“ Diese Schlussfrage griffen die TeilnehmerInnen nochmals auf und diskutierten abschließend erste Ideen für mögliche Kooperationen und gemeinsame Projekte. Allgemein wurde der Wunsch geäußert, dieses vielversprechende neue Forum des Dialogs weiterzuführen und auszubauen. 
Im Anschluss an die Schriftleiterkonferenz wurde Erich Garhammer von seinen Mitarbeitern Bernhard Spielberg und Astrid Schilling ein Sonderband der Zeitschrift Lebendige Seelsorge überreicht. Das Buch mit dem Titel „Kontroversen. Worum es sich in der Seelsorge zu streiten lohnt“ entstand aus Anlass des 60. Geburtstages des Würzburger Pastoraltheologen. [A. Schilling, Würzburg]

14. Begleiten in der Trauer – eine Aufgabe der christlichen Gemeinde

Der Tod ist uns stets präsent. Zumindest in den Nachrichten dominieren die Meldungen, bei denen Menschen ums Leben gekommen sind. Näher noch sind uns die Todesanzeigen von der Lokalzeitung. Wir vergleichen die Geburtstagsjahrgänge und merken, dass sich der Abstand zu unserem eigenen Geburtsdatum stetig verringert. Manchmal kennen wir jemand Verstorbenen vom Sehen oder vom Hören-Sagen. Wenn der Tod aber in die eigene Familie kommt, trifft uns die Trauer mit voller Wucht. Und niemand weiß mehr so recht, wie mit einem solchen Verlust umzugehen ist. Dies passiert auch in vielen christlichen Gemeinden. Nach Aussegnung, Requiem und Beerdigung sind Trauernde oft auf sich alleine gestellt. Die Begleitung Trauernder ist aber eine Aufgabe der christlichen Gemeinde. In der Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“ heißt es: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“ Also: wir Christen haben einen Auftrag, uns Trauernden zuzuwenden. 
Seit vielen Jahren sind wir – der Pastoraltheologe Dr. Wolfgang Holzschuh, Diakon und Supervisor in der Diözese Regensburg, Autor von Fachliteratur zu Trauerpastoral, und Dr. Sabine Holzschuh, frei beruflich tätig in Erwachsenenbildung – in der Begleitung von Trauernden und in der Fort- und Ausbildung von „TrauerbegleiterInnen“ tätig. Bei all dem Schweren, das uns in den Begegnungen entgegen kommt, erleben wir, dass ein solcher Verlust ein „Weckruf“ sein kann. In der Trauer werden die Fragen nach Gott, nach dem Leben ganz neu und existentiell gestellt. Wir machen die Erfahrung, wenn Menschen sich auf diese Bewegung der Seele in der Trauer einlassen, bricht neben dem Schmerz auch viel neues Leben auf. Das mitzuerleben, dafür sind wir sehr dankbar. 
Vor allem in Haus Werdenfels in Nittendorf bei Regensburg haben sich Fort- und Ausbildungskurse etabliert, die sowohl hauptamtlich wie ehrenamtlich in der Pastoral Tätigen helfen, sich fit zu machen für die konkrete Begleitung von trauernden Menschen. Im Herbst 2011 fängt wieder ein Grundkurs „Trauerbegleitung“ für ehrenamtlich Tätige in Pfarreien, Pflege und Hospizen an. Im Juni findet (wie jedes halbe Jahr) ein Drei-Tages-Seminar für Trauernde statt. Vom 13. -17. Februar 2012 führen wir dort wieder eine Einführungswoche „Begleiten in der Trauer“ für hauptamtlich in der Pastoral Tätige durch. Mehr Infos zur Trauerpastoral und zu uns finden Sie unter: www.trauergeschichten.de - Wir freuen uns über Rückmeldungen und Erfahrungen zu diesem Thema, die Sie uns an info@trauergeschichten.de mailen können! [W. Holzschuh, Regenstauf]

15. Stipendium „Missionarische Pastoral in Deutschland“

Seit der Veröffentlichung des Bischofsworts „Missionarisch Kirche sein“ im Jahr 2000 haben sich zahlreiche Initiativen zur Entwicklung einer missionarischen Pastoral in Deutschland gebildet. Auch im theologischen Diskurs werden Fragen der missionarischen Pastoral sowie der missio ad intra insgesamt verstärkt aufgegriffen und intensiv diskutiert. 
Als Beitrag zu dieser Diskussion schreibt missio zum Wintersemester 2011/2012 ein Promotionsstipendium aus, in dessen Rahmen theologische Grundlagen für ein angemessenes Verständnis von missionarischer Pastoral in Deutschland erarbeitet werden sollen. 
Bewerben können sich Studierende, die an einer Katholisch-Theologischen Fakultät in Deutschland im Rahmen eines Promotionsstudiums ein entsprechendes Thema bearbeiten. 
Ü ber einen Zeitraum von 24 Monaten hinweg fördert missio eine Stipendiatin bzw. einen Stipendiaten mit einem monatlichen Betrag in Höhe von 500 Euro. 
Als Bewerbungsunterlagen sind bis zum 31. August 2011 erbeten: Bewerbungsschreiben, Betreuungszusage einer Hochschuldozentin bzw. eines Hochschuldozenten, Kopie des Abschlusszeugnisses, Curriculum Vitae. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an: missio e.V., Theologische Grundlagen, Prof. DDr. Klaus Vellguth, Goethestraße 43, 52064 Aachen, E-Mail: vellguth@missio.de [K. Vellguth, Aachen]

16. Stellenausschreibung

In der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz mit Sitz in Erfurt ist die Stelle eines Referenten / einer Referentin für Glaubensinformation und online-Beratung / Internetseelsorge vom 01. September 2011 bis 30. Juni 2012 im Rahmen einer Elternzeit-Vertretung befristet zu besetzen (Stellenumfang 100%, mindestens jedoch 50%). 
Die Arbeitsstelle bearbeitet Grundsatzfragen der missionarischen Seelsorge. Sie analysiert und beobachtet gesellschaftliche und kirchliche Handlungsfelder, vernetzt kirchliche Akteure und begleitet die Weiterentwicklung der Seelsorge in der katholischen Kirche in Deutschland. Das Referat Glaubensinformation und Online-Beratung verantwortet die fachliche Koordination und Vernetzung der Internetseelsorge der (Erz-)Diözesen sowie anderer überdiözesaner Angebote in diesem Feld. Im Zusammenwirken mit den diözesanen Beauftragten formuliert und implementiert das Referat fachliche Standards der Internetseelsorge und entwickelt sie ständig weiter. Die vielfältigen Modelle katholischer Internetseelsorge werden begleitet und unterstützt. 
Das Referat bearbeitet Aufträge der Pastoralkommission und des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz und arbeitet Mitarbeitern anderer Dienststellen, Institutionen und Gremien der Deutschen Bischofskonferenz zu. Zusammen mit dem Leiter der Arbeitsstelle ist die Kooperation mit den entsprechenden Dienststellen und Referaten in den Seelsorgeämtern der Diözesen, den katholischen Verbänden sowie in außerkirchlichen Einrichtungen zu pflegen. Das Referat hat die Aufgabe, bereits bestehende Angebote zu sichern und zu optimieren sowie Projektideen weiter zu entwickeln. 
Wir erwarten von Ihnen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, vorzugsweise der Katholischen Theologie sowie gründliche Kenntnisse dialogischer Kommunikation im Internet und der Webgestaltung. Kommunikations- und Organisationskompetenz, Teamfähigkeit und ein kooperativer Arbeitsstil sowie die Fähigkeit, in komplexen institutionellen und organisatorischen Strukturen zu arbeiten, runden Ihr Profil ab. Sie gehören der katholischen Kirche an, eine Lebensführung entsprechend ihren Grundsätzen wird vorausgesetzt. Das Entgelt orientiert sich am TVöD und entspricht der Aufgabenstellung. 
Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung bis zum 05. August 2011 an: Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral e.V., Herrn Dr. Hubertus Schönemann, Holzheienstr. 14, 99086 Erfurt [T. Kläden, Erfurt]

17. Publikationen

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur (Werkstatt Theologie 18), Berlin-Wien 2011. 
ISBN 978-3-643-50284-1

In einer Zeit, in der so vieles machbar scheint, stellt der Tod eine absolute Grenze dar, der es sich zu stellen gilt. Die Trauer um einen verstorbenen Menschen fordert dabei von SeelsorgerInnen viel Einfühlungsvermögen. Nicht billiger Trost wird dabei erwartet, sondern Hilfestellung. Gerade die Vielfalt neuer Bestattungsformen und Trauerriten zwingt hier zu neuen Ansätzen. Die Bandbreite des vorliegenden Buches reicht vom biographischen Ansatz beim Leben der Verstorbenen über die sprachliche Analyse von Trauerpredigten bis hin zur Frage, was christliche Verkündigung im Angesicht des Todes sein kann. Das Buch versammelt Beiträge eines Studientages an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vom Jän 2010. [J. Pock, Wien]


Pock, Johann / Bechmann, Ulrike / Krockauer, Rainer / Lienkamp, Christoph, Pastoral und Geld. Theologische, gesellschaftliche und kirchliche Herausforderungen (Werkstatt Theologie 16), Berlin-Wien 2011. 
ISBN-13: 978-3643501981

Das Buch thematisiert die grundsätzliche Bedeutung von Geld in der Geschichte und auch in der gegenwärtigen Gesellschaft und Kirche. Gerade die aktuelle Frage der Kirchenaustritte verschärft die Frage nach dem Verhältnis der kirchlichen Finanzen zur Bedeutung des Glaubens der ChristInnen. Ist Geld als „Mammon“ ein Ersatz für Gott – oder ist es ein pastorales Hilfsmittel? Und wie sieht es mit der Stellung der Armen aus in einer reichen Kirche, die selbst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber ist? Die Beiträge des Buches beschäftigten sich aus unterschiedlichen Perspektiven (religionswissenschaftlich, systematisch und praktisch-theologisch) mit Fragen von Ökonomie, Solidarisierung und Barmherzigkeit und erschließen Wege zu einem theologisch verantwortungsvollen Umgang mit Geld. [J. Pock, Wien]


Spielberg, Bernhard / Schilling, Astrid (Hg.), Kontroversen. Worum es sich in der Seelsorge zu streiten lohnt (Erich Garhammer zum 60. Geburtstag), Würzburg 2011. 
ISBN 978-3-429-03439-9

Wer unterschiedliche Positionen vorschnell harmonisiert, wird der Realität nicht gerecht – und tut der Theologie nicht gut. Nur aus einer redlichen Auseinandersetzung mit den „Brennpunkten“ von Theologie und pastoraler Praxis erwachsen tragfähige Perspektiven für die Zukunft. Dieser Band versammelt die spannendsten Kontroversen, die seit 2004 in der renommierten Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“ erschienen sind. Sie ermöglichen dem Leser, selbst Stellung zu beziehen. Damit Kirche nicht stehen bleibt – sondern weitergeht. [A. Schilling, Würzburg]


Qualbrink, Andrea / Pithan, Annebelle / Wischer, Mariele (Hg.), Geschlechter bilden. Perspektiven für einen genderbewussten Religionsunterricht, Gütersloh 2011. 
ISBN 978-3-579-08127-4

Zeitgemäßer Religionsunterricht muss die Genderperspektive berücksichtigen. Was das in Theorie und Praxis bedeutet, zeigen die in diesem Band versammelten Beiträge. 
Renommierte WissenschaftlerInnen aus Theologie, Pädagogik und Soziologie sowie innovative VertreterInnen aus der schulischen Praxis diskutieren aktuelle Geschlechtertheorien und ihre Bedeutung für die Religionspädagogik. Konkretionen für den Religionsunterricht werden ebenso vorgestellt wie Konsequenzen für die LehrerInnenbildung. Leitend ist dabei das Konzept der Diversity-Pädagogik, d.h. einer Pädagogik, die das Geschlecht inmitten einer Vielfalt von Differenzen reflektiert. Wie der Religionsunterricht hinsichtlich seiner Inhalte und mit Blick auf die SchülerInnen und Schüler dieser Herausforderung gerecht werden kann, enfaltet dieser Band. 
Ein zentrales Werk für alle, die in Schule, Hochschule und anderen Bildungsfeldern nach der Bedeutung aktueller Geschlechterdebatten für Religionsunterricht und kirchliche Bildung fragen und Wege für eine zukunfts- und pluralitätsfähige Religionspädagogik suchen. [A. Qualbrink, Münster]


Herder Korrespondenz-Spezial: Pastoral im Umbau. Neue Formen kirchlichen Lebens, Freiburg/Br. 2011.

Die durch den Missbrauchsskandal ausgelöste Vertrauenskrise verschärft noch die Vielzahl anderer Krisendimensionen, mit denen die katholische Kirche in Deutschland derzeit zu kämpfen hat. Schnörkellos und empirisch gut belegt beschreibt der Freiburger Religionssoziologe Michael N. Ebertz im neuen Themenheft der Herder Korrespondenz die meist hausgemachten Strukturkrisen, die der deutschen Ortskirche derzeit auf allen Ebenen das Leben schwer machen: eine Personal-, Tradierungs-, Normen-, Sinnstiftungs- und Autoritätskrise. 
Dem engagierten Warnruf von Ebertz folgen in diesem HK-Spezial eine ganze Reihe von Beiträgen, die ihrerseits sehr plausibel zeigen, in welche Richtung der grundlegende Umbau der Pastoral in der deutschen Ortskirche durchaus auch gelingen kann, wo neue zukunftsfähige kirchliche Sozialformen schon entstehen - ohne dass die zahlreichen Probleme und Hindernisse verschwiegen werden. 
So beschreibt etwa Christian Hennecke die durchaus kirchenbildende Kraft von Glaubenskursen für Erwachsene, Hans-Joachim Höhn erfolgreiche Ansätze in der Citypastoral, Hans-Hobelsberger neue Wege in der kirchlichen Jugendarbeit. Maria Widl setzt sich mit den "religionsanalogen" Angeboten im durch und durch säkularen Umfeld der Diözese Erfurt auseinander und der Abt der Benediktinerabtei Einsiedeln, Martin Werlen, würdigt anschaulich Klöster und Wallfahrtszentren als alternative Orte von Pastoral. Für Matthias Sellmann und Florian Sobetzko ist das Internet der Ort christlicher Inspiration. Joachim Valentin beschreibt Akademien und Erwachsenenbildung als "Orte der Kirche"; Albert Gerhards und Reinhold Boschki zeigen die pastoralen Chancen, die in einer Kirchenraum-Begegnung/Pädagogik liegen. Die theologische und kirchenrechtliche Grundlegung dieser Zukunft verheißenden Umstrukturierungsprozesse und pastoralen Neuansätze leisten Rainer Bucher, Sabine Demel, Jürgen Werbick und Udo Schmälzle. Selbstredend fehlt auch nicht der Blick auf die evangelische Schwesterkirche (Jens Schlamelcher) beziehungsweise auf die Auf- und Umbruchprozesse in anderen Ortskirchen der Welt (Hadwig Müller). [A. Foitzik, Freiburg/Br.]


Zeitschrift Lebendige Seelsorge: „CrossingOver – Inspirationen aus den USA“ (3/2011)

Die Kirchenerfahrungen der USA sind hierzulande eher unbekannt. Während die französische, die lateinamerikanische oder neuerdings die asiatische Pastoral als Ressource für pastorales Lernen in Deutschland durchaus akzeptiert sind, gilt dies keineswegs für den nordamerikanischen Katholizismus. Oft blockiert sogar ein einsozialisierter Anti-Amerikanismus die Wahrnehmung der dortigen Ortskirche. 
Das aktuelle Heft informiert über die religiös-kulturellen Bedingungen des Kircheseins in den USA sowie über ausgewählte pastorale Erfahrungen. Differenzen zur deutschen Situation werden ebenso ausgelotet wie neue Inspirationen und wechselseitige Lernchancen. 
Eine Heftübersicht sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.lebendige-seelsorge.de 
PS: Bei Interesse an regelmäßiger Information zur „Lebendigen Seelsorge“ wird gerne per E-Mail das Versandblatt zu jedem Heft verschickt, das das Editorial und eine Inhaltsübersicht enthält. Bitte kurze E-Mail an: astridschilling@gmx.de [A. Schilling, Würzburg] 

 

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