Infodienst 2/2012

Newsletter der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“

Ausgabe 2/2012

Inhalt
1. 75. Geburtstag Leo Karrer
2. Verabschiedung Hadwig Müller
3. Antrittsvorlesungen
4. Symposion „Religiöse Kommunikation in empirischer Perspektive“
5. Ankündigung zum Kongress 2013
6. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut
7. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
8. Projekte zum II. Vatikanum 
9. Praktikumsplätze des Instituts M.-Dominique Chenu
10. Tagungsankündigungen
11. Publikationen

________________________________________

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de 
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de 
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Tobias Kläden 
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de

1. 75. Geburtstag Leo Karrer

Anlässlich des 75. Geburtstags von Leo Karrer fand in Freiburg/Schweiz am 27. April 2012 ein großes Symposium unter dem Motto „Glaubwürdigkeit der Kirche – Würde der Glaubenden“ statt, auf dem Karrer gemeinsam mit früheren Mitgliedern des „pastoraltheologischen Quintetts“, Ottmar Fuchs, Norbert Mette und Hermann Steinkamp, aktuelle Fragen zu Gegenwart und Zukunft der Kirche thematisierte (vgl. den Tagungsrückblick auf www.unifr.ch/pastoral/de/symposium.html). Richard Hartmann würdigte Leo Karrer als ehemaligen stellvertretenden und dann ersten Vorsitzenden der Konferenz von 1989 bis 2001 und unterstrich dessen Engagement für die „Laien“ in der Kirche.

2. Verabschiedung Hadwig Müller

Hadwig Müller, langjähriges Mitglied des Beirats der Konferenz, beendet mit Erreichen der Altersgrenze ihre Tätigkeit in der Abteilung „Theologische Grundlagen“ bei missio in Aachen und wurde am 11. Mai 2012 verabschiedet. Richard Hartmann dankte ihr für ihr großes Engagement in Konferenz und Beirat, aber auch für viele Impulse in pastoralen Kontexten. Er hob ihre für sie prägende Zeit in Brasilien und ihre vielfältigen Brückenschläge zur Pastoral und Theologie in Frankreich hervor, mit der sie am Versuch der Überwindung von Binnenorientierung und Provinzialität von Kirche und Theologie in Deutschland mitwirkte und mitwirkt.

3. Antrittsvorlesungen

Prof. Dr. Philipp Müller hielt am 03.05.12 seine Antrittsvorlesung als Pastoraltheologe an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz. Er sprach über die „Dialogfähigkeit als Schlüsselqualifikation aller pastoralen Berufe“. 
Ebenfalls im Mai hielt Prof. Dr. August Laumer seine Antrittsvorlesung als Juniorprofessor für Pastoraltheologie an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Augsburg. Die gemeinsam mit Wolfgang Vogl, der eine Stiftungsjuniorprofessur für Theologie des geistlichen Lebens innehat, gestaltete Antrittsvorlesung befasste sich mit dem Thema der Gastfreundschaft in der Kirche.

4. Symposion „Religiöse Kommunikation in empirischer Perspektive“

Die gemeinsame Tagung der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. und der Fachgruppe Praktische Theologie in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie findet vom 19. bis 21.09.2012 im Bonifatiushaus in Fulda statt. Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier: www.pastoraltheologie.de/symposion_2012/

5. Ankündigung zum Kongress 2013

„Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums“ (GS 4): identifizieren, interpretieren, intervenieren, inspirieren

Der nächste Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. wird vom 16. bis 19.09. 2013 im Haus St. Virgil in Salzburg stattfinden. Im Newsletter und auf der Homepage der Konferenz erhalten Sie jeweils aktuelle Informationen.

6. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut

Verkündigung und neue Evangelisierung in der Welt von heute

Unter diesem Titel hat die Österreichische Bischofskonferenz im Frühjahr 2012 ein neues Dokument herausgegeben. Die Vorarbeit dafür wurde im Österreichischen Pastoralinstitut geleistet.
Inhaltlich geht es in einem „Grundsätzlichen Teil“ zunächst um den Zugang zur Thematik. Zentral ist wohl die Aussage, dass es um ein „Bezeugen der Liebe Gottes“ (2.2.) geht. Eine kurze Begriffsklärung (3) und eine Beschreibung aktueller gesellschaftlicher Phänomene (4) folgen, bevor – auf der Linie von Evangelii Nuntiandi – die Dynamik des Verkündigungsgeschehens (5) und die Bedeutung der verkündigenden Personen (6) beschrieben wird. Ein eigenes Kapitel – und das ist vermutlich neu für ein offizielles kirchliches Dokument – ist dem Stil der Verkündigung (7) gewidmet. Im Gegenlesen würde an dieser Stelle deutlich werden, welcher Stil heute eben nicht mehr angemessen wäre, wenn er den hier beschriebenen Kriterien (z.B. christozentrisch, von Person zu Person, situationsbezogen usw.) widersprechen würde.
Ein „Praktischer Teil“ listet Zielgruppen (8), Anknüpfungspunkte (9) und Arbeitsmittel (10) auf. Vermutlich sind diese Hinweise immer wieder neu zu ergänzen. 
Wohl über das Thema hinaus sind Gedanken aus dem Schluss (12) bedeutsam: „Wir wollen uns gegenseitig wertschätzen, bestärken und ermutigen. Unterschiedliche Gesichtspunkte und Schwerpunkte sollen uns nicht irritieren. Konflikte, die wir nie ganz überwinden werden, sollen uns nicht demotivieren, Kommunikations- und Kooperationsprobleme sollen uns nicht trennen. Wir sind berufen „eins“ zu sein und um diese Einheit liebevoll zu ringen, damit die Menschen Gott mitten unter uns finden.“
Zu finden unter: www.bischofskonferenz.at; Bestellung: sekretariat@bischofskonferenz.at.
[W. Krieger, Wien]

7. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Kongress „Wohin ist Gott? Gott erfahren im säkularen Zeitalter“

Die Frage nach der Erfahrung Gottes in einem säkularen Zeitalter (Charles Taylor) wurde in der Pfingstwoche 2012 von einer wissenschaftlichen Tagung in den Mittelpunkt der Überlegungen in Vallendar-Schönstatt gestellt. Diesem Thema näherten sich 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung der Katholischen Hochschule NRW (Standort Aachen), der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz und dem Josef-Kentenich-Institut Schönstatt. Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und selbst in den Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung berufen, erhoffte sich als Schirmherr der Veranstaltungen Perspektiven für die bevorstehende Ordentliche Bischofssynode über die Neue Evangelisierung im Oktober in Rom.
Die Beiträge der hochkarätig besetzten Tagung warben dafür, Säkularität nicht als Begrenzung, sondern als Chance für eine lebendige Glaubenserfahrung zu sehen. Säkularisierung sei mehr als ein Verschwinden der Religion aus der Öffentlichkeit oder lediglich eine Subtraktionsgeschichte, sondern vielmehr eine positive Herausforderung, innerweltliche Sinnsuche als legitime und ernstzunehmende zu akzeptieren. Das Evangelium sei nicht als unveränderbares „Kompendium“ zu verstehen, sondern kontextualisiere und inkulturiere sich in spezifischer Weise in einer Gesellschaft, die zunehmend von der Gleichzeitigkeit des Ungleichen geprägt ist.
Erzbischof Zollitsch hielt im Rahmen der Tagung einen öffentlichen Vortrag und stellte vor, was es bedeute, „Gott (zu) erfahren in einer säkularen Welt“. Dem persönlichen Erleben und Erfahren komme in der Gegenwart als Dimension der Vergewisserung eine ganz neue und zentrale Bedeutung zu. Er machte Mut zu den Grunderfahrungen des Menschlichen, die auf Gott verwiesen.
[H. Schönemann, Erfurt]

Weltanschauungsbeauftragte: Heidentum als moderne Religion

Die katholischen Weltanschauungsreferenten aus Österreich und Deutschland befassten sich auf ihrer gemeinsamen Frühjahrstagung in Salzburg (16. bis 18. April 2012) mit dem Neuheidentum: Menschen rekonstruieren vorchristliche germanische, keltische etc. Religiosität, Kult- und Lebenspraxis, und versuchen, das als Menschen der Gegenwart zu leben. In der Vielfalt der Gruppen – von ökospirituellen Hexen bis hin zu völkisch-rechtsextremem Neugermanentum – zeigt sich exemplarisch, wie heute auf der Suche nach Spiritualität und Gemeinschaft neue Formen entstehen, die höchst individuell ausgestaltet werden. Das ist bezeichnend gerade für esoterisch geprägte Milieus, zu denen auch die Neuheiden zu zählen sind.
[M. Hochholzer, Erfurt]

Neues Portal für Internetseelsorge

Das neue Portal der KAMP zu katholischen und ökumenischen Seelsorgeangeboten im Internet geht in den ersten Julitagen online: Unter der Adresse www.internetseelsorge.de werden Angebote der Bistümer, Orden und Verbände sowie ausgewählte Privatinitiativen vorgestellt und thematisch erschlossen. In Kooperation mit der Internetseelsorge des Erzbistums Freiburg wird ein direkter, geschützter Mailkontakt mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern über die Website möglich sein.
[A. Imbsweiler, Erfurt]

euangel – Magazin für missionarische Pastoral

Die aktuelle Ausgabe von „euangel“ erscheint Anfang Juli auf www.euangel.de und befasst sich mit dem Thema „Wie ticken die Mitteldeutschen?“. Der Schwerpunkt dieses Heftes dokumentiert ein Hintergrundgespräch, das die Arbeitsstelle im November 2011 gemeinsam mit den Katholischen Akademien der Bistümer Magdeburg, Erfurt und Dresden-Meißen veranstaltet hat. In dieser Veranstaltung wurde nach den „Zeichen der Zeit“ gefragt, welche die Gesellschaft in der Region Mitteldeutschland prägen, und welche Bedeutung sie für kirchliches Handeln haben.
[T. Kläden, Erfurt]

8. Projekte zum II. Vatikanum

Benedikt Kranemann, Sprecher der Sprecher der Arbeitsgemeinschaften der theologischen Disziplinen im deutschen Sprachraum, bittet um Informationen über laufende Projekte zum II. Vatikanum, die für eine große Tagung im Jahr 2015 berücksichtigt werden sollen. Hier sein Schreiben:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
von Seiten verschiedener Lehrstühle und einiger Emeriti ist an Kollegen Schmiedl für die Europäische Gesellschaft für katholische Theologie und mich für die Theologischen Arbeitsgemeinschaften die Idee herangetragen worden, anlässlich des Jubiläums des Konzilsendes im Dezember 2015 eine große Tagung mit zu veranstalten. Sie soll in Auseinandersetzung mit dem Konzil und seinen Dokumenten nach Zukunftsperspektiven für Kirche und Theologie fragen. Die Tagung soll vermutlich vom 6.-8. Dezember 2015 an einem zentral gelegenen Ort in Deutschland stattfinden. Auf ihr soll sich die deutschsprachige katholische Theologie mit zentralen Themen des Konzils beschäftigen und einen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung der Kirche auf der Linie des Konzils leisten. 
An den vorbereitenden Gesprächen haben bislang teilgenommen die Kolleginnen Marianne Heimbach-Steins und Johanna Rahner, die Kollegen Christoph Böttigheimer, René Dausner, Peter Hünermann, Benedikt Kranemann, Joachim Schmiedl und Josef Wohlmuth sowie korrespondierend die Kollegen Ottmar Fuchs und Roman Siebenrock. Der Vorsitzende des Katholisch-Theologischen Fakultätentages ist über das Projekt informiert.
Für die weitere Planung möchten wir die aktuelle Forschung (in den vergangenen fünf Jahren abgeschlossene Dissertationen und Habilitationen sowie größere Publikationen; jetzt neu begonnene Forschungsvorhaben) berücksichtigen, die wir nicht für alle Fächer im Blick haben. Ich bitte Sie im Namen der oben Genannten, in Ihrer Arbeitsgemeinschaft nach entsprechenden Projekten zu fragen und mir bitte bis Ende Juli eine entsprechende Zusammenstellung für Ihre AG zuzusenden. Sie muss selbstverständlich nicht vollständig sein, sollte aber die wichtigsten Projekte mit Namen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie den Projekttitel bzw. Angaben zu Publikation enthalten. Ich wäre Ihnen für diese Unterstützung, die uns die Vorbereitung einer die Theologie in ganzer Breite berücksichtigenden Tagung erleichtern wird, sehr verbunden. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Benedikt Kranemann 
benedikt.kranemann@uni-erfurt.de

9. Praktikumsplätze des Instituts M.-Dominique Chenu

Das Institut M.-Dominique Chenu (IMDC) ist ein Institute for Advanced Studies. Es wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Als Forschungszentrum für gegenwärtige philosophische und theologische Fragestellungen steht es in der intellektuellen Tradition des Ordens der Predigerbrüder. Das IMDC trägt den Namen des französischen Dominikanergelehrten M.-Dominique Chenu (1895-1990), einem anerkannten Mediävisten, aufmerksamen Beobachter der sozioökonomischen „Zeichen der Zeit“ und engagierten Konzilstheologen. In seinem Geist führt das Institut vor allem Wissenschaftler/-innen aus dem Dominikanerorden in verschiedenen Arbeitsprojekten zusammen. Das IMDC ist eine selbstständige Sektion von ESPACES, dem Europa-Institut der Dominikaner. Zugleich ist es der „Pontificia Università San Tommaso d’Aquino (PUST)“ (Sozialwissenschaftliche Fakultät), Rom, als An-Institut (Istituto associato) verbunden. 
Wir bieten Ihnen das ganze Jahr über Praktikumsmöglichkeiten an: 
Sie sind Studentin / Student und neugierig auf die wissenschaftliche Tätigkeit in einem philosophisch-theologischen Forschungszentrum. Sie sind kreativ, eigenständig, international orientiert und an aktuellen theologischen und gesellschaftspolitischen Fragen interessiert. Dann bewerben Sie sich um ein Praktikum am Institut M.-Dominique Chenu der Dominikaner im Berliner Szenestadtteil Prenzlauer Berg. 
Wir bieten qualifizierten Bewerberinnen / Bewerbern die Möglichkeit eines studienbegleitenden, mehrwöchigen Praktikums. Während Ihres Hauptstudiums der Theologie, Philosophie oder eines verwandten geisteswissenschaftlichen Faches lernen Sie die praktische Seite eines akademischen Instituts einer der traditionsreichsten Ordensgemeinschaften in der katholischen Kirche kennen. 
Inhalt und Zeitraum des Praktikums orientieren sich am aktuellen Bedarf des Instituts und erfordern eine vorherige Absprache. Eine Praktikumsvergütung kann das Institut leider nicht gewähren. 
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung im pdf-Format mit einer Begründung Ihrer Motivation und Ihrem CV sowie mit Angabe des gewünschten Zeitraums an: sekretariat@institut-chenu.info.
[U. Engel, Berlin]

10. Tagungsankündigungen

a) 9. Mainzer Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“:
Von der Steuerbarkeit des Unsteuerbaren. Kirchen im Entscheidungskarussell

Das diesjährige Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“ verfolgt eine brisante Thematik: Wie steuert sich Kirche? Ist sie prinzipiell steuerbar oder folgt ihre Entwicklung evolutionären Entwicklungen oder doch geistgewirkten Entscheidungen?
Mit Prof. Rudi Wimmer werden wir prozessorientiert vom 13. bis 14.12.2012 dieser Frage angesichts der Schrumpfungsprozesse in den Kirchen nachgehen. Es geht dann um die Sinnhaftigkeit von strategischen Prozessen, wie sie durch ortskirchliche Reformen oder Dialogprozesse angeregt worden sind. Können sie nachhaltig sein, folgen sie den Steuerungszielen oder unterlaufen sie diese durch Selbstorganisation bzw. durch Gegenorganisation?
Rudi Wimmer ist ein ausgewiesener Kenner der Praxis von Steuerung in Organisationen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Fragen der Strategieentwicklung und der Gestaltung geeigneter Organisations- und Führungsstrukturen. Er ist Seniorpartner der osb International Consulting AG in Wien.

Beginn: 13. Dezember, 11.00 Uhr (ab 10.30 Uhr Stehkaffee)
Ende: 14. Dezember, 16.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz
Kosten: 175 € für Unterkunft, Verpflegung und Honoraranteil

Informationen und Anmeldung:
TPI Mainz
Große Weißgasse 15
55116 Mainz
Tel.: 06131 27088-0
Mail: info@tpi-mainz.de
[C. Rüdesheim, Mainz]

b) Jahrestagung 2012 des Zentrums für Islamische Theologie Münster/Osnabrück:
Islamische Seelsorge
Zwischen Herkunft und Zukunft. Von der theologischen Grundlegung zur konkreten Praxis in Deutschland
27.06. bis 29.06.2012, Universität Osnabrück

Programm: Islamische Seelsorge

c) Tagung der Deutschen Sektion der Europäischen Gesellschaft für Theologie: 
„Diakonische Kirche in weltlicher Welt“
13./14.9.2012, Hannover

Programm: Diakonische Kirche in weltlicher Welt

d) Fachworkshop Kirchenmanagement – ökumenisch, akademisch und praxisnah
Schwerpunkt: Der Kunde und die Kirche. Strategische Herausforderungen für Kirchenentwicklung
29. September 2012, Nürnberg

Programm: www.kirchenmanagement.com/Einladung_FW2012.pdf

e) Theologisches Symposion: 
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil (Vergangenheit – Gegenwart – Aufbruch)
21./22.09.2012, Kloster St. Marien, Helfta
Leitung: Prof. em. Dr. Karl Schlemmer

Programm: www.kloster-helfta.de/cms/upload/37486_Neuer_Abzug.pdf

f) Redeeming Power Project:
Overcoming Abuse in Church and Society
04./05.09.2012, St. Mary’s College, Twickenham, London

Programm: www.smuc.ac.uk/inspire/redeeming-power.htm

11. Publikationen

Neue Reihe „Bildung und Pastoral“

Im Matthias Grünewald Verlag erscheint eine neue, von Judith Könemann und Reinhard Feiter herausgegebene Reihe mit dem Titel „Bildung und Pastoral“. 
Die Reihe siedelt sich im Schnittfeld pastoraltheologischer und religionspädagogischer Forschung und Praxis an. Im Fokus der Reihe stehen Qualifikationsschriften, andere Monografien wie auch Sammelbände zu religionspädagogischen und pastoraltheologischen Themen und insbesondere solche Arbeiten, die Berührungspunkte, Verbindungslinien und Zusammenhänge von Bildung und Pastoral thematisieren bzw. Überschneidungslinien bearbeiten. Entsprechend diesem Kriterium (Bezug zur Pastoral und/oder Bildung) könnten auch Arbeiten anderer praktisch-theologischer Disziplinen aufgenommen werden. Ziel der Reihe ist, in der notwendigen Unterschiedenheit der einzelnen praktisch-theologischen Disziplinen auf die Gemeinsamkeiten bzw. gemeinsamen Bezugspunkte hinzuweisen und diese herauszuarbeiten.

Band 1: Frei geben. Pastoraltheologische Impulse aus Frankreich
Im Juni 2012 erscheint als erster Band der neuen Reihe: Reinhard Feiter/Hadwig Müller
(Hg.), Frei geben. Pastoraltheologische Impulse aus Frankreich, übersetzt von Hadwig Müller und Wilhelm Rauscher.
Gegenstand des Buches ist ein im frankophonen Raum unter dem Titel einer „pastorale d’engendre-ment“, einer „zeugenden Pastoral“, firmierender Vorschlag nicht eigentlich zu einem pastoralen Programm als vielmehr eines pastoralen Stils. Dazu legt das Buch in einem ersten Teil grundsätzliche Reflexionen von Philippe Bacq (Brüssel) und Christoph Theobald (Paris) vor, die aus ihren beiden in Belgien, Frankreich und Kanada erschienenen Büchern „Une nouvelle chance pour l’Évangile“ (2004) und „Passeurs d’Évangile“ (2008) stammen. Hinzu kommt eine eigens für die deutsche Publikation verfasste Überlegung des Politikwissenschaftlers Jean-Marie Donegani (Paris) zur Frage einer Pastoral in säkularisierten Gesellschaften. Der zweite Teil enthält „Erkundungen“, Kostproben von Erfahrungen mit der „zeugenden Pastoral“. „Erstlingsfrüchte“ – „prémices“ lautet die Überschrift über die erzählten Erfahrungen in dem Sammelband „Passeurs d’Évangile“, dem sie entnommen sind. Neben einer Einleitung von Hadwig Müller und einer Zwischenreflexion von Reinhard Feiter enthält der Band schließlich eine Relecture der Anregungen und Erfahrungen durch den Bischof von Erfurt, Joachim Wanke.
Band 2: Bildung und Gerechtigkeit. Die politische Dimension der Religionspädagogik 
Im November 2012 erscheint der zweite Band der Reihe: Judith Könemann/Norbert Mette (Hg.), Bildung und Gerechtigkeit. Die politische Dimension der Religionspädagogik.
Zahlreiche neuere Studien verweisen auf den unmittelbaren Zusammenhang von Bildungschancen und sozio-ökonomischer Herkunft junger Menschen. PISA und andere Studien haben die Abhängigkeiten guter und qualifizierender Bildung von der sozialen Herkunft in aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Bisher wurden diese Zusammenhänge jedoch selten Gegenstand einer systematischen wissenschaftlichen Reflexion in der Religionspädagogik. Dies nimmt dieser Band zum Anlass, den Zusammenhang von religiöser und politischer Bildung grundsätzlicher zu erörtern und mit Blick auf verschiedene Themen- und Praxisfelder zu erkunden, so z. B. zur politischen Dimension der Religionspädagogik, einer Religionspädagogik angesichts ungleicher Ressourcenverteilung, zu leitenden Optionen und normativen Konzepten der Religionspädagogik, Bildungsgerechtigkeit als zentraler Herausforderung der Religionspädagogik, dem Zusammenhang von Gender und Bildung bzw. Gender und Bildungsbenachteiligung, Chancen und Grenzen von Heterogenität in der Schule u. a. m. 
[R. Feiter und J. Könemann, Münster]
Wolfgang Reuter, Relationale Seelsorge. Psychoanalytische, kulturtheoretische und theologische Grundlegung (Praktische Theologie heute 123), Stuttgart 2012. 
ISBN 978-3-17-022239-7
Der Band 123 der Reihe Praktische Theologie heute präsentiert die nur geringfügig veränderte Habilitationsschrift, die im Sommersemester 2011 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) im Fach Pastoraltheologie vorgelegt wurde. Im Dialog mit der neueren Psychoanalyse, mit Impulsen aus dem weiten Feld der Kultur – Anthropologie, Mythos, Oper – mit gegenwärtigen Entwürfen trinitarischer Theologie und in Anlehnung an den poimenischen Mainstream wird das Konzept „Relationale Seelsorge“ entwickelt. Dieses Konzept ist sich der ambivalenten Dynamik von Bindung und Trennung bewusst und thematisiert diese Dynamik in Hinblick auf die Seelsorgepraxis und Seelsorgetheorie. Es folgt der Prämisse, dass Relationalität – Bezogenheit in der Dynamik von Bindung und Trennung – zum Wesen Gottes und des Menschen gehört, und zeigt die praktische Relevanz einer als relational und intersubjektiv verstandenen Seelsorge auf. Daraus ergibt sich eine Vielzahl neuer Impulse für das Theoriekonzept und die Praxis der Seelsorge, wie auch für das Rollen- und Kompetenzprofil der Seelsorgerinnen und Seelsorger. 
Wolfgang Reuter ist Privatdozent für Pastoraltheologie an der PTHV sowie Seelsorger in der Behinderten- und Psychiatrieseelsorge und Psychoanalytiker (GPP) in eigener Praxis.
[W. Reuter, Düsseldorf]

 

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info (at) pastoraltheologie (punkt) de.

Obligatorisches / Impressum

Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

Kontakt:

Dr. Tobias Kläden, Beauftragter für Homepage und Newsletter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.

eMail: info (at) pastoraltheologie (punkt) de

PastoralNetz

Pastoral-theologische
Seminare und Institute in
D, A, NL und CH.

Mittelbauseite

Forum für Angehörige des
wissenschaftlichen
Mittelbaus.