Newsletter www.pastoraltheologie.de 2/2015

Inhalt
1. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz
2. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
3. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
4. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
5. Neues aus dem Zentrum für Angewandte Pastoralforschung (ZAP)
6. Symposium des PosT-Netzwerks: Teil oder Fremdkörper? (Gniezno, 17.-20. September 2015)
7. Presseerklärung der Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen (KMF-ND) zur Flüchtlingssituation
8. SKM-Kampagne zur Armutsbekämpfung „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“
9. Tagungsankündigungen
10. Stellenausschreibungen
11. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz

a) Wilhelm Zauner verstorben
An Pfingsten 2015 ist unser Kollege Wilhelm Zauner in Linz gestorben. Auf die Anzeige habe ich mit beiliegendem Schreiben an unseren früheren Vorsitzenden erinnert. Zudem finden Sie hier den Nachruf der Universität Linz.

b) Kirche anders: Sozialformen – Personen – Katholizität
Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V.
7. bis 10. September 2015 im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod
Das Programm und weitere Informationen zum diesjährigen Kongresses sind auf der Konferenzhomepage zu finden. Außerdem steht ein Flyer (mit Anmeldepdf zum Ausfüllen) zur Verfügung. Es werden noch viele Anmeldungen erwartet.

c) Fachinformationsdienst Theologie
Bei den Mainzer Gesprächen zwischen Bischöfen und Theologen am 4. Mai in Mainz hat Dr. Martin Faßnacht über die Weiterentwicklung des Fachinformationsdienstes Theologie der Universitätsbibliothek Tübingen informiert. Hier steht in den nächsten Jahren – DFG-gefördert – eine deutliche Erhöhung der Zahl der ausgewerteten Zeitschriften an. Für einen neuen fachlichen Beirat haben wir aus den Fächern der Praktischen Theologie Frau Prof. Dr. Rita Burrichter benannt. Im Gespräch wurde auch daran erinnert, dass seit wenigen Jahren die Autoren von wissenschaftlichen Artikeln auch trotz anderslautender Verlags-Verträge das Recht haben, ihre Beiträge online zu veröffentlichen. Auch dazu wird in Tübingen eine Plattform (Open access-Publikationen) betrieben.

d) Tagung zur Seelsorgestudie
Nach der Veröffentlichung der Seelsorgestudie (
http://www.seelsorgestudie.de/) werden wir in Kooperation mit der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) vom 14.1.2016 (11 Uhr) bis 15.1.2016 (17 Uhr) in Fulda eine Fachtagung veranstalten, die einzelne Ergebnisse genauer analysiert und bewertet und über konkrete Konsequenzen berät. Nähere Informationen und die Ausschreibung erfolgen in Kürze.

e) Pastoralwort „Gemeinsam Kirche sein“
Ende April hat der Ständige Rat der DBK ein gemeinsames Pastoralwort „Gemeinsam Kirche sein“ beschlossen, das im September in Fulda der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Für dieses Papier, das in den Kommissionen III (Pastoral) und IV (Geistliche Berufe und kirchliche Dienste) vorbereitet wurde, haben auch etliche Kollegen aus unserem Kreis zugearbeitet.

f) Personalia
Zum 1. April 2015 hat Johannes Först, ehemals akademischer Oberrat an der Universität Regensburg, die Professur für Practical Theology an der Universität Tilburg (Niederlande) übernommen. Die Tilburg School of Catholic Theology (TST) unterhält neben dem Standort in Tilburg auch einen Fakultätsstandort in Utrecht.
[Richard Hartmann, Fulda]

2. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Kirchenreputation
Urs Winter-Pfändler: Kirchenreputation. Forschungsergebnisse zum Ansehen der Kirchen in der Schweiz und Impulse zum Reputationsmanagement
Welchen Ruf haben die Kirchen in der Schweiz? Wo liegen die Stärken und Schwächen? Was sind die Risiken der Kirchenreputation aus der Sicht von Politikern? Was halten Studentinnen von der Kirche? Erstmals wurden Methoden der Reputationsforschung auf die katholische und die evangelisch-reformierte Kirche angewendet. Die Studie präsentiert aktuelle Daten zur Reputation der Kirchen in der Schweiz und macht Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ebenen kirchlichen Handelns und dem Ansehen der Kirchen sichtbar. Mit praktischen Informationen über Instrumente zur Verbesserung der Kirchenreputation ist die Studie ein Handbuch für die tägliche Arbeit von Verantwortlichen und Leitungspersonen.

Über den Autor:
Urs Winter-Pfändler, geb. 1972, Dr. theol., Dr. phil., Theologe und Psychologe, ist wissenschaftlicher Projektleiter am Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) in St. Gallen.

Erscheinungsjahr: 2015
303 Seiten
Verlag: Edition SPI
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-906018-11-9

Zur Familiensynode:
Arnd Bünker und Hanspeter Schmitt (Hsrg.): Familienvielfalt in der katholischen Kirche. Geschichten und Reflexionen
Die Kirche als Hüterin der Familie: Dieser Anspruch und das Bild, das die katholische Kirche offiziell von Familie vertritt, passen vielerorts kaum noch zum gelebten Familienalltag. Die Vielfalt von Familien- und Partnerschaftsformen ist für die große Mehrheit der Kirchenmitglieder selbstverständlich. Dem steht das kirchen- und lehramtlich geforderte Ideal oft entgegen. Wie können sich Katholikinnen und Katholiken mit ihren Familien und Partnerschaften in der Kirche trotzdem noch heimisch fühlen?
Diese Frage beschäftigt auch Seelsorgerinnen und Seelsorger. Sie müssen die Spannung aushalten zwischen der Doktrin und der lebendigen Vielfalt von Familienentwürfen in ihren Gemeinden.
Auch Theologinnen, Theologen und Fachpersonen befassen sich aus ihren unterschiedlichen beruflichen Perspektiven mit den Herausforderungen in Partnerschaft, Sexualität, Ehe und Familie und suchen Lösungsansätze. Dabei werden „heiße Eisen“ wie Empfängnisverhütung und Unauflöslichkeit nicht ausgespart und Themen wie Eheannullation oder kirchliche Familienberatung ausführlich dargestellt.
Mit dieser Breite greifen die Beiträge das grundsätzliche Anliegen der aktuellen Bischofssynode auf und diskutieren es auf der Grundlage unterschiedlicher Erfahrungen familiären Lebens und partnerschaftlicher Liebe. Das Buch stellt die hiesigen Realitäten der weltkirchlichen Lehre gegenüber und räumt mit Unbegründetem und Missverständnissen auf. Es reflektiert die kirchliche Lehre und zeigt, wo dringender Gesprächs- und Revisionsbedarf besteht und welche Veränderungen bereits im Gange sind.
Hier finden Sie eine
Leseprobe.

Autor(innen):
Heidi Kronenberg ist Journalistin und Redaktorin im Bereich Gesellschaft/Religion.
Christina Caprez ist Soziologin, Journalistin und Moderatorin.
Martin Lehmann ist Redaktor bei Radio SRF2 Kultur in Basel.
Unter Mitarbeit von Regina Ammicht Quinn, Marie-Louise Beyeler, Rainer M. Bucher, Eva-Maria Faber, Stephan Görtz, Beat Grögli, Titus Lenherr, Christoph Schmitt, Felix Terrier und Madeleine Winterhalter.

Fotograf:
Christoph Wider ist freischaffender Fotograf und Bildredaktor in Solothurn.

Herausgeber:
Arnd Bünker, Dr. theol., Jahrgang 1969, ist Institutsleiter des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts SPI in St. Gallen.
Hanspeter Schmitt, Dr. theol., Jahrgang 1959, ist Professor für Theologische Ethik an der Theologischen Hochschule Chur.

Erscheinungsjahr: 2015
148 Seiten
Verlag: TVZ Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-290-20107-4
[Arnd Bünker, St. Gallen]

3. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Fachtag „Glaubenszeugnis und neuer Atheismus“ in Magdeburg (17.9.15), Nürnberg (22.10.15) und Mülheim/Ruhr (24.2.16)
Welche Strategien verfolgen atheistische Organisationen in Deutschland? Und wie lässt sich christlicher Glaube von deren Argumenten positiv herausfordern? Diesen und anderen Fragen geht ein Fachtag nach, der durch seine kompakte, eintägige Form speziell auf pastorale Praktiker zugeschnitten ist. Allgemeine Informationen zu diesem kompakten Fachtag, der sich speziell an in der Pastoral Tätige richtet und in gleicher Form an drei Orten stattfindet, finden Sie im Flyer. Nähere Informationen zu den einzelnen Fachtagen finden Sie hier.

Studientag „Nähe und Weite statt Enge und Ferne. Große pastorale Räume“ am 10. November 2015 in Frankfurt/M.
Im April 2015 hat die Arbeitsstelle KAMP eine Ausgabe in der Reihe KAMP kompakt dem Thema der großen pastoralen Räume gewidmet. Dabei geht es um die Herausforderungen, in Großpfarreien bzw. Seelsorgeverbünden nicht die „herkömmliche“ Form der Seelsorge beizubehalten, sondern zu neuen Bildern und neuen Formaten von Kirche zu kommen. Die Druckfassung des Heftes ist bereits vergriffen; die pdf-Version steht hier zum download zur Verfügung
Sie sind auch interessiert an den Chancen und Möglichkeiten der großen pastoralen Räume für die Weiterentwicklung der Pastoral? Die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral möchte mit Fachvertretern, Praktikern und Interessierten in Austausch treten über diese Ausgabe über große pastorale Räume von KAMP kompakt und die Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort.
Wir laden Sie herzlich ein zu einem Studientag am 10.11.2015, 11:00 – 16:30 h im Haus am Dom in Frankfurt/Main.
Auf diesem Studientag werden die Ergebnisse der Pilotstudie vorgestellt, die Bistümer Speyer, Hildesheim, Münster und Berlin werden eine Replik auf das vorliegende Heft geben und JProf. Dr. Bernhard Spielberg aus Freiburg eine pastoraltheologische Einordnung vornehmen.
Die Kursgebühr beträgt 20,- € (Mittagessen nicht enthalten). Bitte melden Sie sich im Sekretariat der KAMP verbindlich an. Alle weiteren Informationen gehen Ihnen dann zu.

Tagung zur Seelsorgestudie
14./15. Januar 2016 in Fulda
Gemeinsam mit der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen veranstaltet die Arbeitsstelle KAMP eine Fachtagung, die einzelne Ergebnisse der groß angelegten Seelsorgestudie genauer analysiert und bewertet und über konkrete Konsequenzen berät. Nähere Informationen und die Ausschreibung erfolgen in Kürze auf www.kamp-erfurt.de und auf www.pastoraltheologie.de.

Tagung „Mission 21 – Das Evangelium in neuen Räumen erschließen“
8. bis 10. März 2016 in Frankfurt/St. Georgen
Das Institut für Weltkirche und Mission (IWM) und die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) veranstalten im kommenden Jahr eine Tagung zum Thema „Missio inter gentes“. Die Teilnehmer und die Teilnehmerinnen der Tagung machen sich auf die Suche nach einem zeitgemäßen Missionsverständnis und lassen sich dabei von dem asiatischen Theologen und Religionswissenschaftler Jonathan Y. Tan inspirieren. Vor dem Hintergrund der Minderheitenerfahrung der christlichen Kirchen in Asien identifiziert Tan ein neues Missionsparadigma „inter gentes“, welches durch das kooperative Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionen gekennzeichnet ist. Prägend ist die Vorstellung der „interreligiösen Gastfreundschaft“, bei der eine affektive Komponente eine wesentliche Rolle spielt.
Nach einer systematischen Reflexion dieses Konzeptes wenden wir uns der Frage zu, inwieweit sich das neue Paradigma auf andere weltkirchliche Kontexte, insbesondere auf unseren eigenen Kontext übertragen lässt. Rahmen dafür gewährt eine intensive Arbeit in praxis-orientierten Foren. Hier erschließen Impulsgeber aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen „theologische Orte“ für eine missionarische Kirche, die sich aus dem Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus gewinnen lassen: Urbanisierung und Stadtkulturen (EG 71–75), Volksfrömmigkeit (EG 122–126), Armut und Marginalisierung (EG 186–216) sowie Geschlechterrolle und Familien (EG 66–67; 171; 205; 212).
Die Tagung richtet sich an kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an Theologiestudierende sowie an sonstige Interessierte weltkirchlicher, missionarischer und pastoraltheologischer Themen innerhalb und außerhalb Deutschlands.
Weitere Informationen finden Sie
hier und im Tagungsflyer.

Tagung „Postmoderne Rituale und ihre Bedeutung für kirchliche Kasualien“
20./21. April 2016 in Erfurt
Auf vielfältige Weise kristallisiert sich in der gesellschaftlichen und religiösen Wahrnehmung die Frage nach säkularen Ritualen der Postmoderne heraus, vor allem im Blick darauf, welche Chancen und spirituellen Herausforderungen sich von dort für die kirchliche Pastoral stellen. Wie kann es durch derartige Wechselwirkungen zu einer produktiven Herausforderung und damit zur Neuartikulation des Eigenen kommen?
Referenten:
- Dr. Gernot Meier, Karlsruhe: Postmoderne Rituale in der kulturwissenschaftlichen Ritualforschung
- Markus Grünling, Freier Theologe, Mannheim
- Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Erfurt: Herausforderung postmoderner Rituale für die kirchliche Ritual- und Kasualpraxis
Den Tagungsflyer finden Sie hier.

Kongress Taufbewusstsein und Leadership 15.-17.6.2015 in Bochum
In der Thematik der Taufe als Grundlage der Kirchenentwicklung und ermächtigender Leitung bündeln sich die Fragen nach Gabenorientierung, partizipativer Kirchenerfahrung und missionarischer Sendung der Kirche in der Gesellschaft. Auf Einladung des Zentrums für angewandte Pastoralforschung, des Hilfswerks missio und der KAMP nahmen ca. 350 Personen aus unterschiedlichen Bereichen an dieser internationalen Lernplattform teil, die zentrale Aspekte der derzeitigen Kirchen- und Pastoralentwicklung bündelte. Themen waren neben theologischen Grundlagen und Erfahrungen aus den Ländern des Südens, Frankreichs und der anglikanischen Kirche auch Beiträge aus der vielfältigen deutschen Pastoralsituation sowie Impulse aus dem (säkularen) Ehrenamtsmanagement, dem employer branding und dem Bereich public relations.

Religion und Hiphop: Ein Diskussionsabend
Am 12. Juni 2015 diskutierten Mitarbeiter der KAMP mit Prof. Dr. Manemann (Forschungsinstitut für Philosophie, Hannover) und Gästen aus den USA über religiöse Elemente im Hiphop. Dr. Monica Miller und Christopher Driscoll (Lehigh University, Bethlehem, Pennsylvania) forschen als Religionswissenschaftler zu dieser nicht-institutionalisierten Form von Religiosität. Aus dem Gleichberechtigungskampf der unterprivilegierten schwarzen Bevölkerungsteile in den USA, gewissenmaßen als Befreiungstheologie entstanden, steht Hiphop heute nicht nur in den USA für eine Lebensphilosophie, ein Sinndeutungsangebot für das Leben, das einen bloßen Musikstil übersteigt, transzendente Elemente in sich trägt und von breiten Gesellschaftskreisen rezipiert wird.

euangel (www.euangel.de)
Heft 2/2015: Ökumene und Mission (erscheint am 13. Juli)
Heft 3/2015: Liturgie zwischen Tradition und Experiment
Der
KAMP-Newsletter informiert über den genauen Erscheinungstermin.
[T. Kläden, Erfurt]

4. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)

Einladung der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz zum Forum Jugendpastoral, 3.bis 5. November 2015
Unter dem Leitwort „An Jesus Christus Maß nehmen“ wird auf der Grundlage der Würzburger Synode die Spannung zwischen der Lebensrealität Jugendlicher und der Botschaft von Jesus Christus wahrgenommen, sich damit auseinandergesetzt und für die Jugendpastoral fruchtbar gemacht.
Eingeladen sind die Verantwortlichen auf Bundes- und Diözesanebene aus allen jugendpastoralen Feldern.
Nach einem Kennenlernen dieser Felder und der zugehörigen Akteure am ersten Abend, wird in vier soziologischen Wirklichkeitsbegegnungen die Lebensrealität junger Menschen in den Blick genommen. Anschließend wird Prof. Dr. Sellmann unter dem Titel „One Size fits all“ Kriterien zur Orientierung in der Jugendpastoral aufzeigen und in Kleingruppen zur Diskussion stellen. Am Donnerstag rundet die gemeinsame Beratung jugendpastoraler Herausforderungen und die Stärkung der Gemeinschaft im Glauben in der Feier der Eucharistie die Veranstaltung ab.
Für den gemeinsamen Abend am 4. November (Mittwoch) suchen wir spritzige, innovative, neue Präsentationen, Denkweisen und -richtungen, alles, was zur Jugendpastoral noch nicht gedacht, gesagt und präsentiert worden ist. Eine Einladung dazu an alle kreativen Köpfe findet sich hier.
Weitere Infos zum Forum im angehängten Flyer und unter www.afj.de.

Referat Politische Bildung ist wieder besetzt
Marie Schwinning ist seit Juni Referentin für Politische Bildung in der afj.
Nach dem Studium der Sozialwissenschaften und Germanistik hat sie in der Pressestelle des Bistum Essen und bei der AKSB in Bonn als Koordinatorin für Politische Bildung und Projekte gearbeitet. Mehr über Marie Schwinning unter http://afj.de/11-news/182-neu-dabei-marie-schwinning-ist-referentin-fuer-politische-bildung-bei-der-afj

Weltjugendtag 2016
Im Mai sind in Vorbereitung auf den XXXI. Weltjugendtag 2016 in Krakau (Polen) die Verantwortlichen für den Weltjugendtag aus den (Erz-)Bistümern, Verbänden, Orden und geistlichen Gemeinschaften in Fulda für eine Vorbereitungstagung zusammengekommen. 14 Monate vor dem Weltjugendtag haben sich die Teilnehmer mit den inhaltlichen und geistlichen Aspekten dieses Großereignisses befasst.
Die komplette Pressemitteilung ist zu finden unter http://afj.de/presse/178-pressemitteilung-komm-nach-krakau-um-deine-beziehung-mit-christus-zu-vertiefen-verantwortliche-bereiten-sich-auf-den-weltjugendtag-2016-vor

Klausurtag Junge Erwachsene
Anfang Juni traf sich das Netzwerk der Diözesen für Junge Erwachsene, um sich der Zielgruppe zu vergewissern und gemeinsame Ziele für die Arbeit zu entwickeln. Im Nachgang werden die Ergebnisse publiziert und den Verantwortlichen in den Bistümern zur Verfügung gestellt.
Die Pressemitteilung ist zu finden unter http://afj.de/presse/181-pressemitteilung-die-zielgruppe-im-blick-referentinnen-und-referenten-der-bistuemer-vernetzen-sich-zum-thema-junge-erwachsene

Beschreibung der aktuellen Situation der Katholischen Jugendkirchen in Deutschland
Im Jahr 2015 sind Jugendkirchen ein selbstverständlicher Teil von Jugendpastoral. Vor fast 15 Jahren sind sie zunächst als „Experiment“ gestartet und lassen sich heute in der Mehrzahl der deutschen (Erz-)Bistümer als etabliert bezeichnen. Nach 15 Jahren gibt es nicht mehr nur die Ursprungsjugendkirchen mit einem festen Kirchenraum, sondern darüber hinaus Konzepte und Formen, die neue Wege gehen. Doch was macht ein jugendpastorales Projekt zur Jugendkirche? Wie lassen sich die Begriffe für diese unterschiedlichen Projekte schärfen, die sich doch alle unter das Dach Jugendkirche einordnen lassen?
Der vorliegende Text möchte einen Überblick über die Entwicklung von katholischen Jugendkirchen geben und eine Begriffsklärung für die unterschiedlichen Konzepte anbieten. Ausgehend von einer Übersicht über die geschichtliche Entwicklung von Jugendkirchen betrachtet es den momentanen Stand in Deutschland, benennt unterschiedliche Formate, hinterfragt Kriterien von Jugendkirchen und wagt nach einem Fazit einen Ausblick.
Die Veröffentlichung steht hier http://afj.de/themen/jugendkirchen/situation-bistuemer zum Download und kann im Referat Jugendpastorale Bildung (krausse(at)afj(dot)de) bestellt werden.

Starterpaket für neue Minis
Der Ministrantenausweis aus den 80iger Jahren liegt nun in Form eines jugendgemäß gestalteten Checkkartenformats vor und kann von den Pfarreien für neue (und langjährigen) Ministrant/-innen online unter www.ministrantencard.de bestellt werden. Die Minicard ist das  Identifikationszeichen der Zugehörigkeit zur großen Gemeinschaft der Ministrantinnen und Ministranten. Zugleich ist er ein ganz persönliches Bekenntnis zum Dienst des Ministrierens: Jeder Ausweis ist einzeln durch (optionale) persönliche Daten im eigenen Leben und durch (optionale) Tauf- und Erstkommuniondaten im eigenen Glaubensweg verortet, Pfarrei- und Bistumsangaben weisen auf die enge Verbindung des persönlichen Dienstes und Glaubens mit der Gemeinschaft der Minis in der Gemeinschaft der Kirche hin. Für die Übergabe in der Aufnahmefeier der neuen Ministrant/-innen steht eine Urkunde zum Ausdruck zur Verfügung.
Im gleichen Zug wurde die Arbeitshilfe „MINIplus“ inhaltlich überarbeitet und im Layout der Minicard neu aufgelegt. „MINIplus“ bietet in Broschürenform Erklärungen zum Dienst der Minis an sich, kirchenraumpädagogische Impulse, Erklärungen zu den liturgischen Geräten, zum Aufbau von Hl. Messe und Wortgottesfeier, Gebetsimpulse usw. an, Zielgruppe sind neun- bis elfjährige Ministrantinnen und Ministranten und Einsteiger. Dritter Bestandteil des Starterpakets ist eine Bronzeplakette. Sie greift das biblische Motto „Wer mir dienen will, folge mir nach“ auf und kann als Geschenk oder im Gottesdienst verwendet werden.
Das Starterpaket wurde von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentrum für Berufungspastoral in Kooperation mit den diözesanen Ministrantenreferent/-innen entwickelt und sind einzeln und als preisreduziertes Komplettpaket über www.ministrantencard.de sowie über den Verlag Haus Altenberg zu beziehen.
Die komplette Pressemitteilung ist zu finden unter http://afj.de/presse/183-pressemitteilung-ministranten-leisten-einen-wertvollen-dienst

Tage religiöser Orientierung
Die Ausgabe 3/15 der Katechetischen Blätter ist zum Thema Tage religiöser Orientierung erschienen. Neben einer pastoraltheologischen und praktisch-pädagogischen Grundlegung kommen stellvertretend für die Fülle an verschiedenen Konzepten und Schwerpunkten von TrO vier Praxisbeispiele zu Wort: Tage der Orientierung mit Förderschulklassen, das WELTfairÄNDERER-Projekt, Tage ethischer Orientierung in Zusammenarbeit von Teamer/-innen und Lehrer/-innen und ein Projekt zur Förderung der Klassengemeinschaft für 5. Klassen zeigen den Horizont auf, vor dem sich Tage religiöser Orientierung aufspannen.
Mehr dazu unter http://afj.de/11-news/180-religioese-orientierung-ist-auseinandersetzung-mit-dem-eigenen-leben
[E. Krauße, Düsseldorf]

5. Neues aus dem Zentrum für Angewandte Pastoralforschung (ZAP)


Bochumer Kongress „Taufbewusstsein und Leadership als Schubkräfte einer partizipativen Kirchenentwicklung“ gut verlaufen
Vom 15.-17.6.2015 kamen rund 330 Multiplikatoren aus 24 der 27 deutschen Diözesen sowie maßgebliche Vertreter aus fast allen österreichischen und schweizerischen Diözesen nach Bochum, um zusammen mit Referenten aus allen Kontinenten eine weltkirchliche Lernplattform zu bilden. Die Tagung wurde von vier Kooperationspartnern geschultert: KAMP Erfurt, missio, CrossingOver und ZAP.
Man wird sagen können, dass der Kongress neben sehr vielen inhaltlichen Details vor allem eine enorme Vergewisserung und Bestätigung dafür war, dass sich gegenwärtig Kirchenentwicklung im elliptischen Kraftfeld von Taufe und Partizipation sowie von Ordo und Führungsentwicklung abspielt. In vielen Diözesen sind tiefgreifende Prozesse gestartet, die aus diesen beiden Polen Inspiration und Orientierung beziehen.
Alle Vorträge sind demnächst auf der Homepage des Kongresses als Filme dokumentiert: http://co-kongress2015.de/v1/

Eröffnung der „Arbeitsstelle für kirchliche Führungsforschung“
Seit dem 1.3. existiert am ZAP die neu gegründete „Arbeitsstelle für kirchliche Führungsforschung“ (AkF). Sie wird geleitet von Dr. Benedikt Jürgens und besteht neben ihm aus zwei weiteren Mitarbeiterinnen. Dr Jürgens bündelt in seiner Vita die beiden Markierungspunkte, um die herum die AkF ihre Arbeit versteht: Er studierte in Münster und Jerusalem und ist promovierter Alttestamentler (Prof. Zenger) und Bibeltheologe – und er hat über 12 Jahre in ökonomischen Kontexten (Beratungserfahrung im Bereich Personalsuche und -auswahl, Transfergesellschaften und -agenturen, Outplacement, Kompetenzentwicklung) als Geschäftsführer und leitender Manager gearbeitet. Die AkF hat sich zum Ziel gesetzt, intensiv nach Bedarfen, Kriterien und Vermittlungsformaten für kirchliche Führungsentwicklung zu fragen und hierzu Forschungsergebnisse vorzulegen. Im Internet: www.zap-bochum.de/ZAP/forschen/profession/arbeitsstelle-fuer-kirchliche-fuehrungsforschung.php

Evaluationsprojekt Citykirchenprojekte
Seit Mitte Mai ist das Evaluationsprojekt in Kooperation mit dem Ökumenischen Netzwerk Citykirchenprojekte am Start. Ziel ist es, aus den Besuchen bei nunmehr fast 100 Projekten im deutschsprachigen Raum eine Typologie citypastoraler Arbeit zu entwickeln. Zu betonen ist es, dass die Evaluation nicht einfach den Status quo abbilden soll. Vielmehr werden Daten und Einsichten gewonnen, auf deren Grundlage Potenzialaussagen für die Zukunft citypastoraler Arbeit getroffen und exemplarisch umgesetzt werden können. Daher sollen im dritten Jahr auch konkrete Empfehlungen zur Optimierung der Arbeit in ausgewählten Einrichtungen vom Stelleninhaber angeleitet werden.
Die Arbeit im Projekt ist daher sowohl qualitativ- wie quantitativ-empirisch (mixed method approach). Dazu gehört in besonderer Weise eine quantitative und qualitative Befragung der in den Projekten verantwortlichen Haupt- und Ehrenamtlichen, eine Untersuchung des konfessionellen Profils der Einrichtungen sowie fotodokumentatorische Arbeiten.
Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt und wird von Veronika Eufinger geleitet. Frau Eufinger ist Religionswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Psychologie und Philosophie. Gerade ihre soziologische Außensicht verspricht neue Einsichten auf die pastoralen Chancen inmitten urbaner Religiosität. www.citykirchenprojekte.de

Aachener Projekt „Verantwortung teilen“ – Strukturen partizipativer Gemeindeleitung
Seit bereits 2 Jahren läuft das Projekt ‚Verantwortung teilen‘ im Bistum Aachen. Dieses beinhaltet im Kern die Entwicklung von Fortbildungsmaßnahmen für Laien in gemeindeleitenden Gremien. Die positive Erfahrung des ersten Bildungsjahres hat dazu geführt, dass ein evaluiertes und weiter entwickeltes Programm angeboten wird. Dies dient der Unterstützung und Qualifizierung von GdG-Rats-Vorständen, Teams besonderer Leitungsformen und hauptberuflichen und ehrenamtlichen Verantwortungsträgern. Geleitet wird das Projekt von Elisa Kröger. Nähere Informationen unter www.verantwortungteilen.de

Projekt Beauftragung
Das ZAP-Projekt rund um die oft knifflige Frage, wer wen zu welchem Zweck und in welche Aufgabe hinein beauftragt – und das weltkirchlich – hat erste Ergebnisse in Form einer komfortablen Internet-Präsenz veröffentlicht. Theresa Reinke als Leiterin führt hier in den entsprechenden Ist-Stand ein, reflektiert die theologische Problematik und dokumentiert Beispiele (in Arbeit). Eine Fundgrube für alle, die die ekklesiologische Brisanz dieser Frage erkannt haben! www.zap-bochum.de/beauftragung/projekt/

Youtube-Casting 1-31.tv geht in die zweite Runde!
Nachdem die erste Runde des Youtuber-Castings 1-31.tv so erstaunlich positiv angenommen wurde und sogar beim Studientag „Social Media“ der Frühjahrsversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Hildesheim präsentieren durfte, konnten die Mittel für ein zweites Jahr akquiriert werden. Die Fakten des ersten Jahres waren: 107 eingesandte Filme, dahinter etwa 1.000 Kreative, Klickzahlen im sechsstelligen Bereich, erste handwerkliche Erfahrungen mit medialem campaigning (wie facebook ads, pre-rolls, merchandising, Event-Präsenz), hervorragende Unterstützung aus dem publizistischen Bereich der Kirche, hohe Aufmerksamkeit auch von säkularen Partnern wie 1-live, VideoDays oder mediakraft. Die Gewinner aus dem ersten Jahr werden bei den VideoDays 2015 in der Kölner Lanxess-Arena gekürt.
Hier stellen wir dann auch die Nachfolge-Kampagne vor. Ihr Claim lautet: ‚Was bewegt Dich?‘, und sie wird keine Kurzfilmer mehr adressieren, sondern ausschließlich Youtuber. Gesucht sind neue, frische Typen mit Lust an weltanschaulich-mentalen Testimonials, neue Präsentationsformate sowie generell die Suche nach frischen Talenten für eine erneuerte Glaubenskommunikation im Bewegtbildbereich der social media. Soviel sei verraten: Eine ziemlich coole Hipster-Eule wird eine prominente Rolle einnehmen…
Volker Schilmöller verlässt das Projekt nach seinem Sabbat-Jahr am ZAP, Jan Kuhn nimmt seine Stelle ein: www.1-31.de

Projekt Taufe, Berufung und Kirchenentwicklung
Im Kooperationsprojekt mit dem Erzbistum Paderborn hat das ZAP eine Stelle ausgeschrieben. Interessierte finden hier die Stellenanzeige: www.stellenwerk-bochum.de (BO-2015-06-23-01)

6. Symposium des PosT-Netzwerks: Teil oder Fremdkörper? (Gniezno, 17.-20. September 2015)

Das Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen veranstaltet das Symposium Teil oder Fremdkörper? Die Positionierung der Kirchen in postkommunistischen Gesellschaften, das von 17. bis 20.9.2015 in Gniezno/Polen stattfinden wird. Seit mehr als 10 Jahren kommen jährlich Kolleginnen und Kollegen aus Mittel- und Osteuropa mit interessierten Gästen zusammen. Im Vordergrund stehen Vernetzung und wissenschaftlicher Austausch. Nach Vorträgen von Prof. Dr. Janusz Marianski (Katholische Universität Lublin) und Doz. Dr. Jaroslav Šebek (Akademie der Wissenschaften in Prag) kommen angemeldete TeilnehmerInnen in Kurzvorträgen zu Wort. Die Tagungsthematik wird aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert (Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Italien, Deutschland, Österreich).
Einladung, Programm und weitere Informationen sind unter www.postnetzwerk.net zu finden. Anmeldung zum Symposium ist bis zum 9. August 2015 bei Dr. Petr Slouk (petr.slouk(at)univie.ac(dot)at) möglich.
[Für das Vorbereitungsteam: P. Slouk, Klosterneuburg]

7. Presseerklärung der Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen (KMF-ND) zur Flüchtlingssituation

„Die Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen (KMF-ND) nimmt mit Sorge die dramatische Situation der Flüchtlinge (…) dieser Erde wahr“, so beginnt die Erklärung des katholischen Verbandes, beschlossen bei seinem Kongress vom 6. bis 11. April in Paderborn. Die KMF lehnt darin „Demonstrationen gegen Zuwanderung und Überfremdung“ und den damit verbundenen „neu aufkeimenden Extremismus“ ab, sie tritt ein „für ein offenes Europa in der Einen Welt“.
Mit dieser Position verbinden die KMF und ihre Leiterin, Dr. Claudia Lücking-Michel MdB, die Forderung an Verantwortungsträger in Politik, Kirchen und Gesellschaft, „sich gegen jegliche Form von Gewalt auf der Welt einzusetzen, vor allem, wenn sie sich gegen ethnische, religiöse, sprachliche und kulturelle Minderheiten wendet“. Die KMF unterstreicht die Forderung, indem sie sich auch selbst verpflichtet „zu tätiger Solidarität mit den Menschen in Krisenregionen sowie den Flüchtlingen und Asylsuchenden in Deutschland, vor allem in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Offenheit und Hilfsbereitschaft den Menschen gegenüber, die als Flüchtlinge zu uns kommen, Engagement und die Entwicklung einer Willkommenskultur sehen wir als unsere Aufgaben, denen wir uns nicht verweigern.“ Zahlreiche Mitglieder der KMF sind in lokalen und regionalen Initiativen der Flüchtlingshilfe engagiert, ihnen stellte die Versammlung des Verbandes auch finanzielle Mittel für Menschen in akuter Not in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung.
Es gehört zur Tradition des 1919 gegründeten katholischen „Bundes“, der heute in KMF von etwa 5000 Mitgliedern weitergeführt wird, auf gesellschaftliche, politische und kirchliche Herausforderungen zu reagieren. Dabei gehören der KMF schon immer Menschen der verschiedenen politischen Richtungen an, verbunden in der Glaubensgemeinschaft, durch das Eintreten für Freiheit und Demokratie und die gemeinsame Überzeugung, dass Christsein sich in praktisch wahrgenommener Verantwortung äußert. Wo Menschen in Not sind, ist Hilfe Glaubenssache.
[F. Siepmann, Köln]

8. SKM-Kampagne zur Armutsbekämpfung „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“

„Es gilt, allen Menschen die aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu öffnen. Wir wollen mit den betroffenen Menschen Armut und ihre Ursachen sichtbar machen. Wir wollen einen wirksamen Beitrag zur Überwindung der Armut leisten. Armut beraubt Menschen ihrer Würde und bleibt ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Mit diesem Statement eröffnete Ludger Urbic, Bundesvorsitzender des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland-Bundesverband e. V., die SKM-Armutskonferenz am 30. April 2015. Im Maternushaus in Köln informierten sich rund 100 Gäste aus Sozial- und Fachverbänden sowie Verwaltung und Gesellschaft. Sie diskutierten über das steigende Armutsrisiko in Deutschland. Die Konferenz bildete den Auftakt für die ca. einjährige SKM-Kampagne gegen Armut „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“.
Der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Prof. Dr. Georg Cremer, stellte acht Pfeiler der Politik zur Armutsbekämpfung vor. Dabei bildete die Basis seiner Handlungsvorschläge, dass die Armutsrisiken exakt zu erfassen seien, um ihnen Herr werden zu können. Cremer betonte, dass Armutsindikatoren immer in Abhängigkeit mit den sozialen Hilfesystemen ständen. Je mehr Menschen das Sozialsystem Hilfe zugesteht, umso größer werde die Statistik der als arm einzustufenden Personen. Die staatliche Handlungsfähigkeit sei zu sichern. Zu einer Armutsbekämpfungspolitik gehörten neben einem sicheren Lebensunterhalt die selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft, ein chancengerechtes Bildungssystem, geschlossene Lücken im sozialen Netz und eine effektive Unterstützung in spezifischen Lebenslagen wie das Entgegenwirken von Wohnungslosigkeit oder ein funktionierendes Gesundheitssystem.
Regina Dolores Stieler-Hinz, Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung – KAB, zeigte, dass wirtschaftliches Wachstum in keiner Weise der Mittelschicht und schon gar nicht den Armen einer Gesellschaft zugutekommt. „Die aktuelle Auswertung der Industrieländerorganisation OECD belegt, dass die untere Mittelschicht ihr Haushaltseinkommen in den Jahren 1995 bis 2011 im Schnitt nur um 0,17 Prozentpunkte steigern konnte. Ganz zu schweigen von den Armen in unserer Gesellschaft. Sie profitierten nur zu 0,05 Prozent am Wirtschaftswachstum. Demgegenüber schafften Wohlhabende eine Einkommenssteigerung über 1 Prozent, also das Zweihundertfache,“ erläuterte Stieler-Hinz. Die Wirtschaft habe sich im Niedriglohnsektor eingerichtet und Arbeitnehmer seien mehr und mehr bereit, sich ausbeuten zu lassen, um ihre Existenz durch Jobverlust nicht zu gefährden. Zusätzlich gab die KAB-Bundesvorsitzende zu bedenken, dass in unserer Gesellschaft nur Erwerbsarbeit als Arbeit zähle. Ehrenamt und Pflegetätigkeit, ohne die diese Gesellschaft nicht funktionieren könnte, fehle diese Anerkennung.
Diesen Missständen könne durch ein garantiertes Grundeinkommen entgegengewirkt werden. Das Grundeinkommen sichere das soziokulturelle Existenzminimum für jeden Menschen von Geburt an bis zum Tode. Es richtet sich in seiner Höhe nach der Armutsrisikoschwelle, d. h., der Anreiz, einer Erwerbsarbeit auch weiterhin nachzugehen, um den Lebensstandard zu erhöhen, bleibt bestehen.
Beeindruckend berichtete die von Armut selbst betroffene Christine Schultis am Nachmittag von ihrem Leben. Von dem eigenen Haus mit Putzfrau und Au-pair zu einem Leben, zu dem Rechnen zum Alltag gehört. Sie berichtete von demotivierenden Behördengängen, dem beschämenden Gefühl, in einer kleinen Dorfgemeinschaft arm zu sein. „Man nimmt manches nicht in Anspruch, damit man nicht ins Gerede kommt“, sagt die vierfache alleinerziehende Mutter. Doch auch Unglaubliches weiß sie zu erzählen. So wurde das durch Zusatzjobs erwirtschaftete Geld ihrer Söhne, die beide noch in die Schule gingen und sich ein Taschengeld verdienen wollten, das die Mutter ihnen nicht geben konnte, auf die Sozialleistungen angerechnet und vom Gesamtsatz abgezogen. Nicht nur das, bis heute muss Christine Schultis Geld zurückzahlen, weil sie angeblich zu viel Sozialhilfe bekommen habe. Mittlerweile hat sie eine Anstellung als Projektleiterin eines Tafelgartens in der Nähe von Freiburg. Dort gibt sie Langzeitarbeitslosen eine Chance. „Leider nur auf Zeit. Denn die Arbeit ist auf zwei Jahre befristet. Die Betroffenen fallen danach meist in ein großes Loch.“
Mit dieser Armutskonferenz eröffnete der SKM-Bundesverband die bundesweite Kampagne gegen Armut „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“. Sie richtet sich ein Jahr lang an die deutsche Bevölkerung, an Politik und Kirche. Der zweite Meilenstein der Kampagne ist die dezentrale Veranstaltung am 17. 10. 2015 in ganz Deutschland anlässlich des Welttags zur Überwindung der Armut der vereinten Nationen.
Weitere Informationen und druckfähige Fotos unter:
www.skmev.de.
[S. Buttgereit, Düsseldorf]

9. Tagungsankündigungen

19. Internationaler Kongress Renovabis „Leben – Welt – Glaube. Jugend in Mittel- und Osteuropa“
2. bis 4. September 2015, Freising
Beim diesjährigen Kongress, der in mancher Hinsicht an den 8. Internationalen Kongress Renovabis 2004 „Zwischen Hoffnung und Resignation. Jugend in Mittel- und Osteuropa“ anknüpfen wird, geht es zunächst darum, die Situation junger Menschen in Deutschland und den Nachbarländern in Mittel- und Osteuropa in den Blick zu nehmen. Dies wird in Vorträgen mit anschließender Diskussion am ersten Kongresstag geschehen. Zugleich sollen jedoch junge Menschen auch selbst zu Wort kommen, indem sie ihre privaten und beruflichen Wünsche darlegen, sich untereinander austauschen und mit den anderen Teilnehmern des Kongresses ins Gespräch kommen, sodass am zweiten Kongresstag ein „Dialog zwischen den Generationen“ entstehen wird. Bei der Organisation und Gestaltung dieses Tages wird das „Centrum für Angewandte Politikforschung“ (CAP) der Universität München mitwirken. Am dritten Tag des Kongresses werden prominente Vertreter aus Kirche und Gesellschaft in einem Podium zur Situation der Jugend in Europa Stellung beziehen.
Der Kongress weist auch auf den XXXI. Weltjugendtag 2016 in Krakau (Polen) voraus; daher wird Kardinal Stanis?aw Dziwisz, Erzbischof von Krakau, gegen Ende des Kongresses eine Botschaft an die Teilnehmer, besonders an die anwesenden Jugendlichen, richten.
Weitere Informationen zum Kongress sind auf der Renovabis-Homepage (www.renovabis.de/kongress) zu finden.

Gott, anderswo? Spiritualität nach Michel de Certeau
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität
17. bis 19. September 2015, Burkardushaus Würzburg
Michel de Certeau SJ (1925-1986), ein erklärter „Lieblingsautor“ von Papst Franziskus, war seiner Zeit voraus. Der ignatianisch geprägte Mystikgeschichtler aus Jacques Lacans École freudienne war schon spätmodern, als die meisten in Theologie und Kirche überhaupt erst einmal modern sein wollten. So ist es denn auch kein Zufall, dass ihn zunächst die säkularen Kulturwissenschaften entdeckt haben. Sein „heterologisches“ Denken an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft, Psychoanalyse, Ethnographie und spiritueller Theologie hält überraschend gegenwartstaugliche Impulse für das geistliche Leben bereit. Selbst ein „marcheur blessé“ (F. Dosse), lädt Certeau dazu ein, Gott in der Nachfolge Jesu ailleurs zu suchen im Anderswo eines mystischen Landes: „Die Mystiker bringen eine Fremdheit unseres eigenen Orts zur Sprache, und damit eine Sehnsucht, ihn in Richtung dieses Landes zu verlassen.“ (M. de Certeau)
Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Fachsymposium und Workshop „Religion und Migration: Aktuelle Herausforderungen in Wissenschaft und Politik“
24./25. September 2015, Wien
Das Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien veranstaltet im Rahmen der Forschungsplattform „Religion and Transformation in Contemporary European Society“ ein internationales Fachsymposium sowie einen Workshop zum Thema „Religion und Migration: Aktuelle Herausforderungen in Wissenschaft und Politik“. Dieses findet unter der Leitung von Regina Polak am 24. und 25. September 2015 an der Universität Wien statt. Referent/innen sind unter anderem: die Religionswissenschaftler Martin Baumann und Klaus Hock, der Politikwissenschaftler Farid Hafez, die Leiterin der International Organisation for Migration Österreich Katarina Kratzmann, der Pastoraltheologe Arnd Bünker, der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich Michael Bünker, der orthodoxe Sozialtheologe Radu Preda, der Professor für islamische Theologie Elsayed Elshahed uvm.
Im Zentrum dieser zweitägigen Veranstaltung präsentieren und reflektieren Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Disziplinen und Perspektiven im Gespräch mit Vertreter/innen aus der Politik sowie Judentum, Islam und den christlichen Kirchen den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Religion im Kontext von Migration“. Höhepunkt ist die öffentliche und internationale Podiumsdiskussion am Freitag, 25. 9., 19 – 21 Uhr, in der Sky-Lounge der Universität Wien, Oskar-Morgensternplatz 1. Es diskutieren: Kardinal Montenegro von Agrigent (Lampedusa), Ulrike Lunacek (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments), David Reisenzein von FRONTEX sowie der Vizerektor der Universität Wien, Heinz Faßmann zum Thema: „Human Dignity: Migration as a driving force for a more just and peaceful continent?”
Ziel ist es, im Diskurs mit Politiker/innen aktuelle inter- und transdisziplinäre Fragestellungen sowie Herausforderungen (u. a. durch Migration beschleunigte religiöse Pluralität in Europa, Veränderung der Mehrheitsgesellschaft durch migrantische Religion; philosophische, ethische, theologische Grundlagenfragen sowie die politische Bedeutung der Thematik, d. h. Risiko und Potential von Religion) zu identifizieren. Die Fragestellungen werden im europäischen Horizont diskutiert. Die identifizierten Fragestellungen bilden die Grundlage einer weiterführenden Publikation, die für die wissenschaftliche und politische Öffentlichkeit von Relevanz ist.
Bei Interesse an einer Teilnahme: regina(at)polak@univie.ac(dot)at

Praxis Partizipation. Voraussetzungen und Wege einer Kirche der Beteiligung
19. bis 21. November, Wiesbaden-Naurod
Eine Kirche, die von einigen Wenigen für Andere gemacht wird, verliert zunehmend an Kraft. Die Erschöpfung ist spürbar. Aber wie kann ein Kirchenverständnis, das auf der Erfahrung des Teilens, der Teilhabe an Jesus Christus und der Beteiligung aller aufbaut, vor Ort Gestalt gewinnen? Das diesjährige Symposium „Praxis Partizipation“ setzt nach den Symposien zu einer lokalen Kirchenentwicklung in Hildesheim (2008 und 2010) und Lingen (2012) das gemeinsame Suchen und Finden von Perspektiven fort, wie wir heute Kirche sein können. Die Frage, wie Beteiligung in einer Kirche der Zukunft theologisch inspirierend verstanden und praktisch gelebt werden kann, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Dem will sich dieser Kongress widmen in einer Weise, bei der das gemeinsame Hören auf das Wort Gottes, die Feier der Gegenwart Gottes, ein ganzheitlicher Ansatz und ein „über die Grenzen Schauen“ selbstverständlich dazugehören. Eingeladen sind hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte aus Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen sowie Verantwortliche für Pastoral und Kirchenentwicklung in den Bistümern und alle, die sich für das Anliegen einer lokalen Kirchenentwicklung interessieren.
Weitere Informationen finden Sie auf
www.kcg-net.de.

Selbstverliebt oder verletzbar? Die katholische Kirche 50 Jahre nach Gaudium et spes
Ein Symposium an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz und kirchlichen Praxisorten
24./25. November 2015, Graz

Das vom Fachbereich „Praktische Theologie“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz veranstaltete Symposium findet von Dienstag, dem 24. November 2015, 14.00-20.30 Uhr bis Mittwoch, dem 25. November 2015, 9.00-16.30 Uhr statt und ist stark praktisch-theologisch ausgerichtet. Neben einem Zeitzeugengespräch mit Weihbischof Helmut Krätzl und einem Vortrag über die Bedeutung von Gaudium et spes für Gegenwart und Zukunft der Kirche von Univ.-Prof.in Dr.in Johanna Rahner, werden die Teilnehmenden Orte in Graz aufsuchen, wo Gaudium et spes pastoral verwirklicht wird. Nähere Informationen bei Maria Elisabeth Aigner (
maria.aigner(at)uni-graz(dot)at), Anmeldungen unter Katrin Oberwinkler (katrin.oberwinkler(at)uni-graz(dot)at).

Internationaler Kongress: Das Konzil „eröffnen“. Theologie und Kirche unter dem Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils
6. bis 8. Dezember 2015, Katholische Akademie Bayern, München
Am 8. Dezember 1965 wurde das Zweite Vatikanische Konzil feierlich beendet. Noch 50 Jahre danach ist seine Rezeption alles andere als abgeschlossen. Allein schon deshalb, weil die Diskussion über die Hermeneutik des umfassenden Textcorpus nach wie vor in vollem Gange ist, die Frage der Verbindlichkeit dieses Pastoralkonzils noch immer kontrovers beantwortet und der so genannte Geist des Konzils oft divergent bestimmt wird. Nicht zuletzt haben die Konzilsväter selbst bestimmte Fragen, wie etwa nach dem Verhältnis von Universal- und Ortskirche oder der strukturellen Einbindung des Primats in eine communio-Ekklesiologie, ganz bewusst der nachkonziliaren Theologie überlassen und aufgegeben. Überdies sind seit dem Konzil politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische etc. Veränderungen und Prozesse eingetreten, welche das Konzil noch nicht im Blick haben konnte, die heute aber Theologie und Kirche herausfordern, die theologischen Grundlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils weiter auszuziehen und unter ihrem Anspruch nach zukunftsweisenden Antworten zu suchen. Der Kongress möchte sich diese Aufgabe stellen, unter Einbeziehung aller deutschsprachigen Theologinnen und Theologen aller Fachrichtungen. Das Konzil „eröffnen“ heißt: Die Hoffnung nicht aufgeben, einem kommenden Konzil zuarbeiten.
Weitere Informationen und das Programm des Kongresses finden Sie hier.

11. Mainzer Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“:
Systemtheorie und Lernen
28./29. Januar 2016, Erbacher Hof, Mainz
Dem Lernen entgeht niemand: Vom Babyschwimmen über Kindergarten, Schule, Ausbildung und Studium, Fort- und Weiterbildung, im ersten, zweiten, dritten und vierten Lebensalter. Nicht umsonst wird unsere Gesellschaft als Wissensgesellschaft beschrieben und viele Untersuchungen zeigen, wie eng soziale Anerkennung an bestimmte Formen von Lernen im Sinne von „Bildungserfolg“ gekoppelt ist. Die Systemtheorie als Universaltheorie reflektiert „Lernen“ in einer – den vertrauten Vorstellungen – irritierenden Weise. Ihre Theoriebausteine wie wechselseitige Beobachtung, Kommunikation, Autopoiese, Selbstreferentialität, Erwartungsstruktur helfen dabei, das Phänomen „Lernen“ genauer zu untersuchen, wohl wissend, dass es sich bei einer Fassung dieses Begriffs „um Kunstgriffe von Beobachtern [handelt], mit denen Nichtbeobachtbares gedeutet und auf die emergente Ebene des Zwischensystemkontaktes überführt wird“ (Luhmann, N., Soziale Systeme, 159). Die Komplexität der Theorie aufzuschlüsseln, den Gewinn für personale und organisationale „Lehr- und Lernprozesse“ zu heben und sich selbst als lernendes System zu erfahren, das sind die Grundpfeiler unserer diesjährigen Tagung. Wie kaum ein zweiter steht unser Referent für dieses Thema: Prof. Dr. Rolf Arnold von der Technischen Universität Kaiserslautern, Experte für Erwachsenenbildung und Berufspädagogik.
Im Unterschied zu den Vorjahren findet die Tagung nicht im Dezember statt, sondern im darauffolgenden Januar!

Literaturhinweise:
• Arnold, R., Ich lerne, also bin ich. Eine systemisch-konstruktivistische Didaktik, Heidelberg 2007
• Arnold, R., Wie man lehrt, ohne zu belehren. 29 Regeln für eine kluge Lehre, Das LENA-Modell, Heidelberg 2012

Leitungsteam: Dr. Christoph Rüdesheim (TPI),
Prof. Dr. Richard Hartmann (Fulda),
Dr. Gundo Lames (BGV Trier),
Prof. Dr. Martin Lörsch (Trier)

Beginn: 28. Januar 2016, 11.00 Uhr (ab 10.30 Uhr Stehkaffee)
Ende: 29. Januar 2016, 16.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz
Kosten: 155 € für Unterkunft, Verpflegung und Honoraranteil

Informationen und Anmeldung: TPI Mainz
Große Weißgasse 15
55116 Mainz
Tel.: 06131 27088-0, Mail: info(at)tpi-mainz(dot)de

10. Stellenausschreibungen

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in am Bochumer ‚Zentrum für angewandte Pastoralforschung‘ (ZAP)
Das Zentrum für angewandte Pastoralforschung (Direktor Prof. Dr. Matthias Sellmann) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der RUB sucht eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Kooperationsprojekt mit der Erzdiözese Paderborn zum Themenfeld der ‚Taufberufung‘. Die Stelle hat einen Umfang von 50% und eine Laufzeit von zwei  Jahren und kann ab dem 1.10.2015 besetzt werden. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. August 2015. Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier.

Ausschreibung von 4 Stipendien an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg schreibt im Rahmen der Forschungsplattform „Kulturen – Religionen – Identitäten: Spannungsfelder und Wechselwirkungen“ (http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=62515) vier Stipendien für Studierende im 2. Studienabschnitt des Studiengangs Katholische Fachtheologie aus. Nähere Informationen finden Sie hier.

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innenstelle im Fachbereich Pastoraltheologie/Kerygmatik der Universität Wien
Am Fachbereich Pastoraltheologie/Kerygmatik der Universität Wien wird voraussichtlich mit Dienstbeginn 1. Oktober 2015 eine auf vier Jahre befristete Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (praedoc) mit 30 Wochenstunden ausgeschrieben. Beginn und Ende der Bewerbungsfrist werden noch bekanntgegeben. Die Mitarbeit an den Institutsschwerpunkten (insbesondere von J. Pock) sowie das Verfassen einer Dissertation werden erwünscht.

11. Publikationen

Herbert Haslinger, Pastoraltheologie. Paderborn: Schöningh/UTB 2015. 591 Seiten, ISBN 9783825285197, € 39,99.
Das Grundlagenwerk für eine Kirche von heute: Herbert Haslinger erklärt die Begriffe und Methoden der Pastoraltheologie. Gleichzeitig stellt er den gesellschaftlichen Kontext pastoralen Handelns dar. Damit bietet diese Einführung eine Basis für die Bearbeitung aller pastoraltheologischen Fragestellungen. Grafiken, Bilder und Quellentexte erleichtern Studenten den Einstieg in dieses Pflichtmodul der Praktischen Theologie.

August Laumer, Pastoraltheologie. Eine Einführung in ihre Grundlagen, Regensburg: Pustet 2015. 232 Seiten, ISBN 978-3-7917-2662-5, € 19,95.
Was sind die wesentlichen Grundfragen und Hauptanliegen der Pastoraltheologie? Welche geschichtliche Entwicklung hat diese Disziplin genommen und was sind Hauptströmungen ihrer gegenwärtigen Konzeption? Was sind die Grundbegriffe der Pastoraltheologie und wie sind sie zu verstehen? Diesen Fragen geht der Autor nach und vermittelt dabei Basiswissen über das Fach Pastoraltheologie. Er richtet sich an Studierende, zu deren Pflichtprogramm die Pastoraltheologie gehört, aber auch an bereits in der Pastoral Tätige.

Annemie Dillen/Stefan Gärtner, Praktische theologie. Verkenningen aan de grens, Leuven: LannooCampus 2015. 256 Seiten, ISBN 978-94-014-2638-1, € 29,90.
Das Buch ist eine international informierte Einleitung in die Praktische Theologie im belgisch-niederländischen Kontext. Dieser Kontext und welche Konsequenzen er für Religion, Kirche und Pastoral hat, wird in zwei einleitenden Kapiteln beschrieben. Danach schließt sich eine knappe Übersicht über die Geschichte der Praktischen Theologie sowie über relevante Strömungen und Entwicklungen in der Disziplin an. Grundlegende methodologische Fragen werden in einem eigenen Kapitel erörtert. Die vertiefende Einführung in die praktisch-theologische Methodologie erfolgt danach anhand ausgewählter Themen: unter dem Oberthema Subjekte der Praktischen Theologie werden Kinder und Gefängnisseelsorger, unter dem Oberthema Dimensionen der Praktischen Theologie die Themen Macht und Hoffnung exemplarisch behandelt. Ausgehend von einem konkreten Kasus oder einer empirischen Untersuchung werden die Leser jeweils mit dem Dreischritt Wahrnehmen, Evaluieren und Stimulieren in das Handwerk der Praktischen Theologie eingeführt. Die Einleitung ist als Arbeitsbuch mit entsprechenden Vertiefungsaufgaben insbesondere für Studierende der Theologie konzipiert. Sie will ein entsprechendes Desiderat in der niederländischsprachigen Theologie beheben.

Christian Bauer/Michael Schüßler (Hg.), Pastorales Lehramt? Spielräume einer Theologie familialer Lebensformen, Ostfildern: Grünewald 2015. 112 Seiten, ISBN 978-3786730590, € 14,99.
Welchen Stellenwert haben die konkreten Lebens- und Glaubenserfahrungen der Gegenwart für Kirche und Theologie? Das war vor 50 Jahren eine zentrale Frage des II. Vatikanums. Das ist heute die zentrale Frage in der Auseinandersetzung um die Bischofssynode zur Familienpastoral 2015. Und vieles spricht dafür, dass auch in Zukunft darum gestritten wird. Die Beiträge des Buches vermessen den Möglichkeitsraum, der von der pastoralen Wende des Konzils eröffnet ist. Es geht eben nicht darum, das dogmatisch immer schon Gewusste nur etwas sanfter und moderner zu verkünden. Pastorale Realitäten sind selbst theologische Orte und können zu wirklichen dogmatischen Neuentdeckungen führen. Denn in den kleinen Geschichten  der Gegenwart steht das auf dem Spiel, was uns in den großen Erzählungen der Tradition zugesagt ist. Es braucht deshalb gerade in Fragen aktueller familialer Lebensformen den Ortswechsel der Kirche von einer weltanschaulichen Normalisierungsagentur hin zu einer risikobereiten Solidaritätsagentur, die das wild bewegte ‚doing family‘ von Männer und Frauen, Kindern und alten Menschen pastoral begleitet. Hier gibt es eine theologische Einspruchsfunktion von Erfahrungen, in denen Menschen um ihre Würde ringen. Weil sie in ihren intensiven Nah-Beziehungen mit Gefährdungen und Scheitern konfrontiert sind und weil sie darin ganz neue Formen des Gelingens erproben und entdecken. Diese Erfahrungen ans Licht zu bringen und in ihrem dogmatischen Gewicht stark zu machen, das ist die Aufgabe pastoraler Theologie.

Wohin steuert die Katholische Kirche?
Aktuell zur Bischofssynode vom 4. bis 25. Oktober 2015
Ulrich Ruh/Myriam Wijlens (Hg.), Zerreißprobe Ehe. Das Ringen der katholischen Kirche um die Familie. Mit einem Vorwort von Karl Kardinal Lehmann. Freiburg i.Br.: Herder 2015. 320 Seiten, ISBN 978-3-451-34254-7, € 19,99.
Die Bedeutung von Ehe und Familie berührt Menschen und Gesellschaften zutiefst. Ein sich wandelndes Verständnis, das vor den Toren der Kirche nicht Halt macht, kann zur Zerreißprobe werden. Im Ringen um Antworten ist zu fragen: Wie ist die derzeitige Situation theologisch zu deuten? Welche Antworten wurden in der Geschichte gegeben? Welche theologischen wie rechtlichen Prämissen sind implizit in den Antworten enthalten? Wie müssen die Fragen vor dem Hintergrund jüngster Forschungsergebnisse neu angegangen werden? Welche Relevanz hat der Glaubenssinn der Gläubigen.
Mit Beiträgen von Philippe Bacq SJ, Michael J. Barberi, Wolfgang Beinert, Johan Bonny, John D. Faris, Markus Graulich, Peter Hünermann, Beatrix Laukemper-Isermann, Karl Kardinal Lehmann, Josef Römelt, Ulrich Ruh, Ingrid Schell, Joseph Selling und Thomas Söding.
Weitere Informationen:
http://www.herder.de/buecher/details?k_tnr=34254

Gottesloblieder erschlossen
Meinrad Walter, „Ich lobe meinen Gott ...“. 40 Gotteslob-Lieder vorgestellt und erschlossen, Freiburg i.Br. 2015. 208 Seiten, ISBN 978-3-451-31260-1, € 17,99.
40 Lieder aus dem Stammteil des neuen Gotteslobs, für Kirche und persönliche Begleitung theologisch und musikalisch erschlossen – mit Texten und Noten zu allen Liedern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf ökumenischen Liedern: vom ostkirchlich-mehrstimmigen »Hagios o Theos« bis zum lutherischen Choral »Jerusalem, du hochgebaute Stadt«, von anglikanischen Liedern wie »Näher, mein Gott, zu dir« bis zu sprachlich und musikalisch hochrangigen Übertragungen nordeuropäischer Lieder wie »Stimme, die Stein zerbricht«. Ein inhaltlich reicher Fundus für Kirchenmusiker, pastorale Mitarbeiter und interessierte Laien – mit Erklärungen zu Dichtern und Komponisten, zur oftmals spannenden Entstehungsgeschichte der Lieder sowie zu ihren heutigen Chancen in der Verkündigung.
Weitere Informationen:
www.herdershop24.de/Theologie-Glaube/Gemeinde-Katechese/Materialien-Gruppenarbeit/Ich-lobe-meinen-Gott.html?campaign=affiliate/ptk/31260

Wie heute glauben?
Peter Walter (Hg.), Credo. Das Glaubensbekenntnis für heute erschlossen, Freiburg i.Br.: Herder 2015. 96 Seiten, ISBN 978-3-451-33743-7, € 9,99.
Glaube bedeutet, wie Romano Guardini einmal sagte, „den Umbau des Wirklichkeitsbewusstseins“. Glaube eröffnet eine neue Perspektive auf die Welt, die Menschen und auf uns selbst, indem er diese Wirklichkeiten nicht für sich betrachtet, sondern in Beziehung zu Gott als dem umfassenden Grund aller Wirklichkeit. Doch wie gelangt man heute auf diesen Weg des Glaubens und wie geht man ihn? Die prägnanten Kurztexte zum Credo in diesem Bändchen, von einschlägigen Fachleuten verfasst, bieten hierzu überaus hilfreiche Anregungen.
Weitere Informationen:
http://www.herdershop24.de/Theologie-Glaube/Credo-oxid.html?campaign=affiliate/ptk/33743


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