Infodienst 3 /2011

Newsletter der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“

Inhalt: 
1. Kongress „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“ 
2. 75. Geburtstag von Hermann A.J.M.J. van de Spijker 
3. Beirat – Personalien 
4. Studientag mit den BerufsgruppenvertreterInnen zum neuen Rahmenstatut für die Gemeinde- und PastoralreferentInnen 
5. Diakonie und Pastoral 
6. Symposion „Religiöse Kommunikation in empirischer Perspektive. Liturgie – Predigt – Seelsorge – Bildung“ 
7. Vorankündigung: Symposium anlässlich des 75. Geburtstages von Leo Karrer 
8. „Wann macht Rauschen Sinn? Kirchen im Kontext medialer Kommunikation“ – 7. Mainzer Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie“ 
9. der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) 
10. Mitteilungen des Instituts für Pastoralpsychologie und Spiritualität an der Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen 
11. Missionarisch Kirche sein – Diözesanes Praktikum im Bistum Hildesheim 
12. Zeitschrift Lebendige Seelsorge: „Memorandum 2011: Standpunkte und Kontroversen“ (5/2011) 
13. Publikationen 
14. Obligatorisches / Impressum

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de. 
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld 
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de

1. Kongress „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“

Mit ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand in Freising der Kongress der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“ statt. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung zum Thema, die in der PThI dokumentiert wird und zu der weitere Impulse im Netz stehen (z.B. der Pressebericht und eine Fotostrecke) bot die Begegnung mit Bischof Bode, dem Vorsitzenden der Pastoralkommission, die Möglichkeit, Genaueres zum Gesprächsprozess „Im Heute glauben“ zu diskutieren.

Am Ende der Tagung lud Professor Hartmann zum nächsten Kongress vom 16. – 19. September 2013 ins Haus St. Virgil in Salzburg ein. Über das genaue Thema befindet der Beirat, einstweilen das größte Interesse hatte der Themenbereich „Zeichen der Zeit“. [R. Hartmann, Fulda]

2. 75. Geburtstag von Hermann A.J.M.J. van de Spijker

Richard Hartmann gratulierte Hermann A.J.M.J. van de Spijker im Namen der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. zu dessen 75. Geburtstag. Im Glückwunschschreiben dankte Hartmann für die 25 Jahre, die van de Spijker im Beirat der Konferenz mitwirkte und dort die Niederlande vertrat.

Der Vorsitzende würdigte van de Spijker u.a. wie folgt: „Auch für mich selber, der 1987 erstmals in Wien dabei war, gehörst du zu den Persönlichkeiten, die in vielfacher Hinsicht immer präsent waren. So denke sicher nicht nur ich an etliche geistliche Impulse und Bildbetrachtungen, die Du in unsere Tagungen eingebracht hast. Du gehörst zu denen, die aufmerksam zuhörten und ihr Wissen – psychologisch und theologisch – in inspirierender Weise zur Sprache brachten. Deine Zuverlässlichkeit und Verbindlichkeit sorgten dafür, dass viele gerne mit Dir zu tun hatten, in Begegnung und Arbeit.“ Hartmann erinnerte weiterhin u.a. an die bei Alfons Auer verfasste Lizentiatsarbeit zur Homophilie, mit der van de Spijker sich einem Thema gewidmet habe, das für etliche Menschen zu existentiellen Auseinandersetzungen mit Glaube und Kirche führt. Die dabei eingenommene tiefenpsychologische Perspektive helfe zum vertieften Verständnis des Menschen, wobei sie auch Jahrzehnte später noch nicht angemessen im kirchlichen Lehramt rezipiert worden sei. Schließlich betont das Gratulationsschreiben die Hoffnung, dass es zwischen van de Spijker und den Konferenzmitgliedern noch manche Begegnungen geben möge und dass der Jubilar auch weiterhin die Arbeit der Konferenz mit Aufmerksamkeit verfolgen werde. [R. Hartmann, Fulda / U. Feeser-Lichterfeld, Bonn]

3. Beirat – Personalien

Vor mehr als 10 Jahren fasste der Beirat den Beschluss, mit einer eigenen Homepage online zu gehen. Die Realisation dieses Vorhabens lag in Bonn und wurde von Walter Fürst engagiert vorangetrieben. Bereits in den Aufbaujahren wirkte Ulrich Feeser-Lichterfeld an dieser Aufgabe mit, bevor er im Jahr 2005 von Vorstand und Beirat auch offiziell mit der redaktionellen Betreuung der Homepage www.pastoraltheologie.de und dem dazugehörigen Newsletter beauftragt wurde. Nach Wechsel in die berufliche Selbständigkeit und den damit verbundenen Beanspruchungen hat Ulrich Feeser-Lichterfeld jetzt darum gebeten, von dieser Aufgabe entbunden zu werden. Homepage und Newsletter haben sich in diesen Jahren zu einer zuverlässigen und aktuellen Plattform entwickelt, die weit über die Mitglieder der Konferenz hinaus rezipiert wird. Von daher danken der Vorsitzende und der ganze Beirat Ulrich Feeser-Lichterfeld für seinen Beitrag.

Tobias Kläden, bislang Schriftführer der Konferenz, hat sich bereiterklärt, bis auf Weiteres die Aufgaben des Beauftragten für die Redaktion von Homepage und Newsletter zu übernehmen und wird mit dem Newsletter 1/2012 erstmals tätig werden.

Für ihn wurde Thomas Böhm neu als Schriftführer gewählt und in den Vorstand aufgenommen. Seinen Platz als Mittelbau-Vertreterin übernimmt Daniela Bethge aus Erfurt. [R. Hartmann, Fulda]

4. Studientag mit den BerufsgruppenvertreterInnen zum neuen Rahmenstatut für die Gemeinde- und PastoralreferentInnen

In der Sitzung des Ständigen Rates der DBK im Juni wurde nach fast 5-jähriger Vorbereitung das neue Rahmenstatut beschlossen, das zeitnah auf der Homepage der DBK veröffentlicht werden soll. Die Kommission 4 der DBK wird dazu einen Info- und Studientag durchführen. Danach wird der gemeinsame Reflexionstag der Konferenz zusammen mit den Berufsgruppen die Impulse prüfen und reflektieren. [R. Hartmann, Fulda]

5. Diakonie und Pastoral

Bereits im letzten Newsletter wurde auf die Studientagung „Diakonische Pastoral“ hingewiesen, die 20 Jahre nach dem Freiburger Kongress am 9. und 10. März 2012 in Bamberg stattfinden wird. Etliche Interessenten haben sich gemeldet. Wer noch Interesse an der Teilnahme und Mitwirkung hat, melde sich bitte bei Hartmann@thf.de [R. Hartmann, Fulda]

6. Symposion „Religiöse Kommunikation in empirischer Perspektive. Liturgie – Predigt – Seelsorge – Bildung“

Auf der Homepage www.pastoraltheologie.de wurde eine eigene Sektion zu diesem Symposion eingerichtet, das gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie – Sektion Praktische Theologie und den anderen praktisch-theologischen Fachgruppen vom 19. – 21. September 2012 in Fulda stattfinden wird. Die erste Einladung – mit Anmeldemöglichkeit – und darin ein Call for Papers ist eingestellt. Teilnehmen können Lehrstuhlinhaber und Mitglieder des akademischen Mittelbaus. [R. Hartmann, Fulda]

7. Vorankündigung: Symposium anlässlich des 75. Geburtstages von Leo Karrer

Am Freitag, den 27. April 2012, findet an der Universität Fribourg ein Symposium aus Anlass des 75. Geburtstages von Leo Karrer statt. Im gewählten Titel „Glaubwürdigkeit der Kirche – Würde der Glaubenden. Pastoraltheologische Inventionen“ klingt der Schwerpunkt in Forschung und Publikationen von Leo Karrer an, dem er gemeinsam mit Ottmar Fuchs, Norbert Greinacher, Hermann Steinkamp und Norbert Mette in Impulsreferaten nachgehen wird. In den thematischen Ateliers werden u.a. Franz-Xaver Kaufmann, Bischof Felix Gmür, Veronika Prüller-Jagenteufel, Josef Sayer, Roman Siebenrock, Anton Rotzetter, Martina Blasberg-Kuhnke zu den Thesen Stellung beziehen. Das genaue Programm kann im Internet unter www.unifr.ch/pastoral/de/ eingesehen werden. Das Symposium steht auch allen Interessierten und allen in der Pastoral Engagierten offen! Verantwortlich für die Tagung ist Prof. Dr. Michael Felder, Fribourg, Anfragen bezüglich günstiger Übernachtungsmöglichkeiten sind möglich über den Assistenten des Fribourger Lehrstuhls für Pastoraltheologie, Herrn Jörg Schwaratzki (Tel. 0041 26 300 7423, joerg.schwaratzki [at] unifr.ch [J. Schwaratzki, Fribourg]

8. „Wann macht Rauschen Sinn? Kirchen im Kontext medialer Kommunikation“ – 7. Mainzer Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie“

Gelingende Kommunikation ist höchst voraussetzungsvoll und damit auch hoch unwahrscheinlich. Luhmanns Systemtheorie informiert uns recht klar: Damit aus dem bloßen Rauschen, das soziale Systeme produzieren, Kommunikation wird, braucht es Anschlussfähigkeit. Das heißt, Information, Mitteilung und (Miss-)Verstehen setzen sich wechselseitig voraus. Spannend ist zu beobachten, was in Kommunikationsgeschehen herausgegriffen und was beiseitegelassen wird. Denn das, was in der Kommunikation mitgeteilt wird, ist nicht identisch mit dem, was in ihr verstanden wird.

Leidvoll erleben das etwa die Kirchen, die mit dem „Ausrichten“ ihrer Botschaft radikal auf diejenigen angewiesen sind, denen die Botschaft gilt: der Empfänger bestimmt die Botschaft. Die krisenhaften Anlässe der Rücknahme der Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft und des Missbrauchsskandals in vergangener Zeit haben die Katholische Kirche vor neuartige Herausforderungen an ihre Kommunikationsfähigkeit gestellt. Die traditionellen Massenmedien wie auch die neuen Medien erhöhen den Erwartungsdruck gegenüber der Kirche, an ihre Transparenz und Dialogfähigkeit.

Das Symposion dient dazu, die systemtheoretischen Grundlagen für die Funktionsweise öffentlicher Kommunikation genauer unter die Lupe zu nehmen und der wechselseitigen Wirkung kirchlicher Kommunikationsangebote und medial vermittelter gesellschaftlicher Rezeption nach zu gehen. Damit soll auch ein Beitrag geleistet werden, Chancen und Grenzen kirchlicher Dialogprozesse in ihrer Binnen- und Außenwirkung zu betrachten.

Mit Prof. Dr. Alexander Görke (FU Berlin) haben wir einen systemtheoretisch informierten Beobachter des Systems der Massenmedien und der öffentlichen Kommunikation gewinnen können, der durch gezielte Impulse die Diskussion der Teilnehmenden anregen wird. Medienschaffende aus dem kirchlichen Bereich werden durch ihre fachliche Perspektive Anstöße geben.

Das Symposium beginnt am Donnerstag, 09. Dezember 2010, 10.30 Uhr, und endet am Freitag, 10. Dezember, gegen 16.00 Uhr. Tagungsort ist das Bildungszentrum Erbacher Hof, Mainz.

Veranstalter ist das Theologisch-Pastorales Institut (TPI) Mainz. Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Richard Hartmann (Fulda), Dr. Gundo Lames (Trier), Prof. Dr. Martin Lörsch (Trier), Dr. Christoph Rüdesheim (TPI Mainz). Kontakt: 06131 / 27088-0 oder info@tpi-mainz.de [Ch. Rüdesheim, Mainz]

9. Nachrichten der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Ökumenischer Konsens über Verhaltenskodex in der Mission

Im Juni 2011 erreichten die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gemeinsam mit dem Vatikan eine Übereinkunft zu Empfehlungen für das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt. Mission gehöre zum Wesen der Kirche. Christen werden zum Zeugnis für das Evangelium ermutigt. Dies umfasst in einer pluralistischen Welt auch den Dialog mit Menschen anderer Religionen und Kulturen. Eine Absage erteilt das Papier unangemessenen Methoden wie Täuschung und Zwangsmitteln. Schließlich sei Jesus Christus der eigentliche Zeuge Gottes und Bekehrung ein Werk des Heiligen Geistes. Zur Religions- und Glaubensfreiheit gehöre es, seine Religion öffentlich zu bekennen, auszuüben, zu verbreiten und auch zu wechseln. Die Autoren rufen zu gegenseitigem Respekt und Solidarität und zum Aufbau interreligiöser Beziehungen auf. Die beteiligten Kirchen vertreten fast 90% des weltweiten Christentums.

Dokumentation des Papiers: http://www.oikoumene.org/de/dokumentation/documents/oerk-programme/interreligious-dialogue-and-cooperation/christian-identity-in-pluralistic-societies/das-christliche-zeugnis-in-einer-multireligioesen-welt.html

Kommentar der Arbeitsstelle KAMP im Interview mit dem BR "Ohne Täuschung und Zwangsmittel": http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-theologik.shtml

Sozialwissenschaft und Pastoral: Tagung der KAMP mit Ansprechpartnern der Bistümer für milieusensible Pastoral in Mainz

Auf Einladung der Arbeitsstelle KAMP trafen sich Anfang September in Mainz Verantwortliche aus den deutschen Bistümern, die mit Instrumenten empirischer Sozialforschung zur Planung und Gestaltung der Pastoral arbeiten. In vielen deutschen Diözesen – dies zeigte sich im Laufe der Tagung – werden die Erkenntnisse etwa der Sinus-Milieu-Studien unter anderem bei der Erstellung von Pastoralplänen für die neuen größer gewordenen Seelsorgeterritorien genutzt. Neben dem Blick auf gesellschaftliche Milieus führen auch Sozialraumanalysen zu einer lebensraumorientierten oder milieusensiblen Pastoral. Einige Bistümer stehen sozialwissenschaftlichen Analysen jedoch indifferent bis skeptisch gegenüber. Auf der Tagung wurde jedenfalls deutlich: Wenn die Kirche mit ihrer Seelsorge nicht nur eine Minderheit ansprechen will, muss sie sich deutlicher als bisher mit den Lebensgrundlagen der Menschen beschäftigen, die über empirische Studien erhoben werden. Es zeigte sich aber auch, dass dem Übersetzen in konkrete Handlungsoptionen muss immer eine pastoraltheologische Reflexion zugrunde liegen.

Als ein alternatives Instrumentarium wurde von Dr. Tobias Kläden der Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung vorgestellt. Er kommt bei einem recht weiten Religionsbegriff zu der Erkenntnis, dass in Deutschland etwa zwei Drittel der Bevölkerung religiös oder hochreligiös seien. Dies verhalte sich quer zu einer möglichen Kirchenzugehörigkeit. Dies habe eine Veränderung von Perspektiven zur Folge, so Kläden, wenn die Verantwortlichen und Mitglieder der Kirche diese Erkenntnisse ernst nähmen. Demnach seien mehr Menschen für Religion offen als bisher angenommen. Das Referat "Pastoral und Gesellschaft" der Arbeitsstelle hat die Aufgabe, diese Arbeit in den Bistümern zu vernetzen und zu unterstützen. [H. Schönemann, Erfurt]

euangel Heft 3/2011 zu „Kirche im Kreuzfeuer“

Das aktuelle Heft des Magazins für missionarische Pastoral ist am 29. September 2011 erschienen und beschäftigt sich mit dem Kreuzfeuer kritischer Anfragen von außen, dem sich Kirche vielerorts ausgesetzt sieht. Diese Anfragen reichen von der lautstarken Richtung des „Neuen Atheismus“ bis hin zur Kirchenkritik der Piusbruderschaft. Wie soll Kirche auf diese Kritik reagieren? Ist der Blick von außen auf die Kirche für die Kirche selbst notwendig?

Das Heft ist erhältlich unter http://www.kamp-erfurt.de/de/magazin-angel.html [T. Kläden, Erfurt]

10. Mitteilungen des Instituts für Pastoralpsychologie und Spiritualität an der Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen

Studientag des Instituts für Pastoralpsychologie und Spiritualität anlässlich seines 20jährigen Bestehens am 28. Oktober 2011

Studierende und Lehrende sowie alle an der Arbeit unseres Instituts Interessierten laden wir ganz herzlich zu diesem Studientag ein! Er wird am Freitag, 28. Oktober 2011, an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main stattfinden. Das Programm findet sich unterhttp://www.sankt-georgen.de/rp-pps/festakt.html. Auf diesem Weg erfolgt auch die Anmeldung.

Sexueller Missbrauch – Fakten, Folgen, Fragen

Unter diesem Titel erschien im September dieses Jahres ein vierfach gegliederter Band: 
- Sexueller Missbrauch – Fakten Folgen Fragen 
- Kontexte: Kriminalpolizei, Familie, Schule, Kirche und Recht 
- Prävention und Begleitung von Opfern und Tätern 
- Jesuitische Perspektiven

Nähere Angaben dazu finden sich unter http://www.gruenewaldverlag.de/sexueller-missbrauch-p-1098.html

Reihe „Pastoralpsychologie und Spiritualität“

Die Reihe „Pastoralpsychologie und Spiritualität“ steht für wissenschaftlich fundierte Arbeiten, die am Frankfurter Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität oder in dessen Umfeld entstanden sind. Die einzelnen Veröffentlichungen entwickeln sich in der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis – in Gemeinden und Schulen, in Beratung und Psychotherapie, in Geistlicher Begleitung, in der Diakonie, in weltkirchlicher Solidaritätsarbeit. Zugleich verstehen sie sich als Gespräch zwischen Theologie und anderen Wissenschaften, insbesondere Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Die Reihe trägt zur interdisziplinären Ortssuche in pluraler Welt bei.

In diesem Jahr sind erschienen: 
- Klaas, Dirk, Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung. Impulse für eine diakonische Seelsorge im Werk von Karlfried Graf Dürckheim (Pastoralpsychologie und Spiritualität; Bd. 14), Frankfurt am Main: Peter Lang, 2011. 
- Bergmann SJ, Andreas, Wie viel Psychologie braucht die Geistliche Begleitung? Der Versuch einer Verhältnisbestimmung von Geistlicher Begleitung und Psychotherapie (Pastoralpsychologie und Spiritualität; Bd. 15), Frankfurt am Main: Peter Lang, 2011. [K. Kießling, Frankfurt/M.]

11. Missionarisch Kirche sein – Diözesanes Praktikum im Bistum Hildesheim

Der Fachbereich „Missionarische Seelsorge“ im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim (Hauptabteilung Pastoral) bietet die Möglichkeit zu einem Praktikum für TheologInnen und ReligionspädagogInnen mit abgeschlossenem Studium an. Praktikumsdauer: Mindestens 5 Monate, höchstens 12 Monate.

Ein möglicher Schwerpunkt kann die Mitarbeit im Projekt Soul-Side-Linden sein (www.soul-side-linden.de). Hier haben Sie die Möglichkeit, in einem Team mitzuarbeiten und sich durch eigenverantwortliches Arbeiten in einem innovativen missionarischen Projekt zu profilieren. Sie bekommen darüber hinaus einen Einblick in die vielfältigen Bereiche missionarischer Seelsorge in einem Diasporabistum: Sakramentenpastoral, kleine christliche Gemeinschaften im Kontext lokaler Kirchenentwicklung, Kirche mit Beginnern, Wege erwachsenen Glaubens, Erwachsenenverbände, Ehe und Familie, diakonische Pastoral, Katechumenat. Innerhalb dieser Felder können Sie nach eigenem Interesse Akzente setzen.

Innerhalb des Praktikums bieten wir Ihnen die Möglichkeit zur pastoraltheologischen Weiterqualifizierung durch die Teilnahme an Fachtagungen, Studientagen und/oder Symposien zu unterschiedlichen Themen.

Wir erwarten von Ihnen: abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium (bevorzugt Theologie oder Religionspädagogik; nach Absprache auch verwandtes Fachgebiet), Spaß an Teamarbeit und Kommunikation, Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten, Freude an selbständiger Arbeit, PKW-Führerschein.

Wir bieten Ihnen: Angemessene Praktikumsvergütung, Vermittlung einer Unterkunft (nach Absprache), Einbindung in ein Team.

Interessiert? Dann setzen Sie sich doch einfach für ein persönliches Gespräch mit uns in Verbindung! Dr. Christian Hennecke, Fachbereich Missionarische Seelsorge, Domhof 18-21, 31134 Hildesheim, Tel. 05121/307369, Mail: verkuendigung@bistum-hildesheim.de [Ch. Hennecke, Hildesheim]

12. Zeitschrift Lebendige Seelsorge: „Memorandum 2011: Standpunkte und Kontroversen“ (5/2011)

Das Mainzer Gespräch ist ein Ort des Dialogs. Ermöglicht wurde dieser Ort durch ein Memorandum – die „Kölner Erklärung“ von 1989. Memoranden können also durchaus produktiv sein. Beim letzten Mainzer Gespräch am 9. Mai 2011 wurde von Seiten der beteiligten Bischöfe dazu aufgerufen, sich mit dem Memorandum 2011 und den darin enthaltenen Forderungen intensiv zu beschäftigen, jenseits von plakativen Floskeln oder repressiven Drohungen.

Die aktuelle Ausgabe der „Lebendigen Seelsorge“ ist eine Konsequenz davon: sie versammelt Unterzeichner und Nichtunterzeichner und fragt nach ihren Motiven. Roman Siebenrock hat unterzeichnet, weil er das Erbe des II. Vatikanischen Konzils nicht preisgeben möchte. Er sieht die theologische Tiefengrammatik des Konzils in den Leitoptionen des Memorandums realisiert. Hans-Joachim Sander hat nicht unterschrieben, obwohl er das Anliegen des Memorandums teilt, weil er die Begründungen als zu schwach empfindet: es geht im Christentum um keine Freiheitsbotschaft, sondern es geht um eine Befreiungsbotschaft, auch um eine Befreiung von der alten societas-perfecta-Lehre. Klaus Müller liest das Memorandum mit den Augen Wittgensteins und stellt fest: das Memorandum ist eigentlich der theologische Normalfall, der von publizistischen Scharfmachern zum Extremfall hochgeschrieben und hochstilisiert wird. Eberhard Schockenhoff, Margit Eckholt, Hans-Joachim Höhn, Paul M. Zulehner, Rainer Bucher und Heinz-Günther Schöttler positionieren sich jeweils in kurzen Statements zum Memorandum.

Das Memorandum ist also ein Impuls, die Dialogfähigkeit in der Kirche weiterzuentwickeln. Als solche Dialogorte werden benannt und beschrieben: das Mainzer Gespräch, die Ordensgemeinschaften sowie der von der deutschen Bischofskonferenz angestoßene Dialogprozess. Wie das Memorandum auf einen evangelischen Kollegen wirkt und wie es sich im asiatischen Kontext ausnimmt, beschreiben Michael Meyer-Blanck und Francis X. D’Sa. Ulrich Hemel plädiert in seinem Projektbeitrag für eine kirchliche Compliance-Kultur. Regeln ohne Kontrolle ihrer Durchsetzung helfen nicht weiter. Was könnte Aufgabe einer kirchlichen Compliance-Organisation sein? Ein unabhängiges Gremium im Bereich der Bischofskonferenz sollte prüfen, ob Kirche sich an ihre eigenen Spielregeln hält. Ein Glaubwürdigkeitsgewinn für die Kirche könnte durch solche Transparenz erreicht werden.

Eine Heftübersicht, den Beitrag von Margit Eckholt sowie weitere Informationen finden Sie in Kürze im Internet unter http://www.lebendige-seelsorge.de.

PS: Bei Interesse an regelmäßiger Information zur „Lebendigen Seelsorge“ wird gerne per E-Mail das Versandblatt zu jedem Heft verschickt, das das Editorial und eine Inhaltsübersicht enthält. Bitte kurze E-Mail an: astridschilling@gmx.de [A. Schilling, Würzburg]

13. Publikationen

Lätzel, Martin, Was Dichter glauben – Gespräche über Gott und Literatur, Kiel 2011. 
ISBN 978-3-8048-4505-3

"Wie hast du’s mit der Religion?" In diesem Buch beantworten zahlreiche namhafte SchriftstellerInnen diese Frage. Die interviewten AutorInnen nähern sich dem Thema höchst unterschiedlich. Ihre Antworten bezeugen tiefgründige Einsichten in die Sinn-Fragen des Lebens.

Ausgangslage der Gespräche war die Frage, inwieweit Literatur transzendentale Fragestellungen ins Wort nehmen kann und darin vielleicht sogar der Verkündigung voraus ist. So zeigt das Buch die "Glaubenssache" der Literatur auf ihrer Suche danach, was das Leben übersteigt oder auf sich selbst zurückwirft. [Martin Lätzel, Kiel]

 

 

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info (at) pastoraltheologie (punkt) de.

14. Obligatorisches / Impressum

Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

Kontakt:

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Beauftragter für Homepage und Newsletter des Beirats der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.

eMail: info (at) pastoraltheologie (punkt) de

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