Infodienst 3/2012

Newsletter der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“

Ausgabe 3/2012

Inhalt
1. Nachruf auf Michael Felder
2. Symposium Christliche Identität in Europa auf dem Prüfstand (Prag, 19.-22. März 2013)
3. Gesprächsforum „Im Heute glauben“
4. Reinhard Feiter erhält Predigtpreis 2012
5. Pastoraltheologische Informationen (PThI)
6. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI)
7. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
8. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
9. Mittel- und osteuropäische Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen tagten in Zagreb
10. Neues Chorheft SONGLIGHT
11. Tagungsankündigungen
12. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de 
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de 
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Tobias Kläden 
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de

1. Nachruf auf Michael Felder

Mit großem Erschrecken und tiefer Betroffenheit haben wir vom Tod unseres Kollegen Michael Felder in Fribourg erfahren.
Nach Studienjahren in Tübingen und Rom war er mit Leib und Seele für die Menschen da und hat in Wort und Tat in Jugendarbeit, Gemeindearbeit und Verantwortung als Kreisdekan Kirche getragen, dann vor allem in seiner Zeit als Hochschulpfarrer in Tübingen. Die Reflexion der Arbeit in der Schule finden sich 1999 in seiner Promotion an der Università Pontificia Salesiana (bei Prof. Dr. Jacques Schepens, Benediktbeuern, veröffentlicht unter dem Titel: Spiritualität auf dem Boden der Schule. Das Zeugnis der Nachfolge im Berufsalltag der Religionslehrer/innen, München 2003). Die Habilitation in Tübingen befasst sich in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ottmar Fuchs mit dem Thema: Individuum und Charisma. Die Signatur der Moderne als Chance und Anfrage einer subjektorientierten Pastoral.
Sofort nach seinem Ruf nach Fribourg engagierte er sich in unserer Konferenz, übernahm die Schriftleitung der Diakonia. Für unseren Kollegen Leo Karrer gestaltete er mit viel Engagement aber auch spürbarer herzlicher Gastfreundschaft das Symposion zum 75. Geburtstag. Gerade diese Begegnungen zeugten von Michaels Nähe bei den Menschen.
Wir hätten noch viel von ihm erhofft. Jetzt wurde er am 5. August 2012 nach dem Abstieg von einem Berggottesdienst bei Zermatt dorthin berufen, worauf wir alle hoffen. Wir danken dafür, ihn gekannt zu haben und bleiben ihm in unserem Fühlen, Denken und Glauben verbunden.

Für die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
Prof. Dr. Richard Hartmann, Fulda

2. Symposium Christliche Identität in Europa auf dem Prüfstand (Prag, 19.-22. März 2013)

Das Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen und die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. veranstalten gemeinsam das Symposium Christliche Identität in Europa auf dem Prüfstand. Pastoraltheologische Begegnungen: Horizonte und Optionen, das von 19. bis 22.3.2013 in Prag stattfinden wird. Am Programm stehen u.a. ein Vortrag von Prof. DDr. Tomáš Halík Ist Europa seelenlos? und eine Begegnung mit dem Erzbischof von Prag, Kardinal Dominik Duka.
Einladung, Programm und weitere Informationen werden über die Verteiler der Konferenz und des PosT-Netzwerks per E-Mail ausgesandt. Anmeldung zum Symposium ist ab 15. Oktober 2012 bei Frau Edeltraud Kübler (kuebler@pastoraltheologie.de) möglich. 
[Für das Vorbereitungsteam: P. Slouk, Klosterneuburg]

3. Gesprächsforum „Im Heute glauben“

Am 14./15. September fand in Hannover das zweite Treffen innerhalb des Gesprächsprozesses statt, den die Deutsche Bischofskonferenz in Gang gesetzt hat. Die Zusammenkunft stand inhaltlich im Rahmen des Themenjahres zur Diakonie. Eingeleitet wurde die Veranstaltung in Hannover von drei Statements, die Bischof Overbeck, Essen, Bischof Bode, Osnabrück, und Kardinal Marx, München-Freising, vortrugen. Die Beiträge, die die Pluralität in Kirche und Gesellschaft zum Thema machten, stießen auf ein sehr gutes Echo und sind auf der Homepage der DBK nachzulesen: www.dbk.de/themen/gespraechsprozess/
Am Samstagmorgen wurden in verschiedenen Gruppen konkrete Empfehlungen und Arbeitsschritte für eine Erneuerung in der Kirche besprochen. Eine Reihe von Themen kristallisierte sich heraus, die allen Beteiligten ganz offensichtlich ein großes Anliegen sind. Erzbischof Zollitsch hat in einem Abschlussstatement daraus u.a. folgende Themen genannt, an denen die DBK und die am Gesprächsprozess Beteiligten weiterarbeiten sollen:
- Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen in der Kirche
- entsprechende Veränderungen im Kirchlichen Arbeitsrecht
- Rolle der Frau in der Kirche
- Stärkung der Diakonie vor Ort
- Verbesserung der Sprachfähigkeit der Kirche in der Öffentlichkeit
Insgesamt wurden die beiden Tage in Hannover als sehr hoffnungsvoller Dialog erlebt, die zuversichtlich stimmen, dass es in einem überschaubaren Zeitraum zu Veränderungen auf den genannten Feldern kommen könnte. Wir halten es für notwendig und sinnvoll, seitens der Theologischen Arbeitsgemeinschaften und des Fakultätentages darüber mit allen Beteiligten nun auch im Gespräch zu bleiben und unsererseits beizutragen, dass der Gesprächsprozess zu sinnvollen Ergebnissen führen wird.
[G. Krieger, Trier/B. Kranemann, Erfurt]

4. Reinhard Feiter erhält Predigtpreis 2012

Der ökumenische PREDIGTPREIS des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG (Bonn) geht 2012 in der Kategorie „Beste Predigt“ an Prof. Dr. Reinhard Feiter, Direktor des Seminars für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Feiter, der auch Prodekan seiner Fakultät ist, wird für eine Predigt über Johannes 20,19-23 ausgezeichnet, die er am 27. Mai in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Niederkrüchten hielt – anlässlich der Primiz eines Priesters. Ein Novum in der Geschichte des Predigtpreises: Prof. Feiter erhält den Preis auch in der Sonderkategorie „Beste Predigt zum Pfingstfest“. 
Bis zum 15. Juli 2011 konnten Predigten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Kirchen, Freikirchen und Landeskirchlichen Gemeinschaften eingesandt werden, die innerhalb der letzten zwei Jahre gehalten wurden. Die Jury hatte die Auswahl aus rund 270 Predigten. 
Bereits im Frühjahr war bekannt gegeben worden, dass der PREDIGTPREIS in der Kategorie „Lebenswerk“ an den langjährigen Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland, Dr. Walter Klaiber (Tübingen), geht. Er gilt als einer der profiliertesten Theologen in Deutschland, der sich um eine Verständigung zwischen den Kirchen bemüht. Die Jury würdigt mit der Auszeichnung den „ökumenischen Geist“ seiner Predigten. 
Mit dem 2000 erstmals vergebenen PREDIGTPREIS will der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG die Redekunst in den Kirchen fördern. Die 12-köpfige ökumenisch besetzte Jury umfasst Theologinnen und Theologen sowie Publizisten. Sie steht unter dem Vorsitz von Pfarrer Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing. 
Die Preisverleihung findet am Buß- und Bettag, Mittwoch, 21. November 2012 in der Bonner Schlosskirche (Universitätskirche) statt. 
Weitere Informationen: Sibylle Stehncken, Projektleitung PREDIGTPREIS, Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Theodor-Heuss-Str. 2-4, 53177 Bonn, Tel.: 0228/8205-7308, Fax: 0228/36 96 480, E-Mail: projektleitung@predigtpreis.de ; Internet: www.predigtpreis.de.

5. Pastoraltheologische Informationen (PThI)

Der Vorsitzende der Konferenz, Richard Hartmann, richtet zwei Bitten an die Mitglieder der Konferenz:
- Im Zuge der Retro-Digitalisierung werden ältere Exemplare der PThI zum Aufbinden und anschließenden Digitalisieren gesucht. Wer Ausgaben der PThI vor 1990 hat und bereit wäre, sie abzugeben, melde sich bitte bei Richard Hartmann (hartmann@thf-fulda.de).
- Alle Mitglieder der Konferenz werden gebeten, älteren Kolleginnen und Kollegen, die keinen oder nur mühsam Zugang zum Internet haben, bei der Beschaffung der digitalen Ausgaben der PThI behilflich zu sein, z.B. durch Ausdrucken der Hefte.
[R. Hartmann, Fulda]

6. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI)

Das Programm der Österreichischen Pastoraltagung (10.-12.1.2013 in Salzburg) zum Thema „Migration und Integration: Pastorale Heruaforderungen und Chancen“ ist im Internet ersichtlich; Anmeldungen sind ab sofort möglich: www.pastoral.at – Österreichisches Pastoralinstitut – ÖPT.
[W. Krieger, Wien]

7. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Projekt: Religionsführer für den Kanton St. Gallen
Unter der Projektleitung von Ann-Katrin Gässlein wurde in Zusammenarbeit des Vereins WissensWert Religionen (www.wissenswertreligionen.ch) und dem SPI (www.spi-stgallen.ch)
die Erstellung eines „Religionsführers für den Kanton St. Gallen“ erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen einer Vernissage wurde am 18. September die umfangreiche Publikation vorgestellt, deren Titel auch den Kontext der Forschungsarbeit deutlich macht: 2012 jährt sich zum 1400sten Male die Gründung der ersten Klostergemeinschaft des Heiligen Gallus an der Steinach-Schlucht, dem die Stadt ihren Ursprung und Stadt und Kanton ihren Namen verdanken.

Die Publikation

Mit Gallus den Religionen auf der Spur. Religiöse Gemeinschaften, Kirchen und spirituelle Bewegungen im Kanton St. Gallen (hg. von Ann-Katrin Gässlein), St. Gallen, edition SPI, 2012 (579 Seiten)
kann im SPI, Gallusstr. 24, Postfach 1926, CH 9001 St. Gallen, telefonisch unter 0041 71 228 50 90 oder per Mail: spi@spi-stgallen.ch zum Preis von 39.90 CHF (plus Versandkosten) bestellt werden.
Vorgestellt werden unterschiedlichste religiöse Traditionen, Gruppen und Gemeinschaften, die sich derzeit im Kanton St. Gallen finden lassen. Der Religionsführer gibt Überblicke über wichtige religiöse Traditionslinien und verbindet diese mit Beschreibungen unterschiedlichster konkreter lokaler Gruppierungen.

Projekt: Religion im Heimalltag

Eva Baumann-Neuhaus, Mitarbeiterin des SPI St. Gallen, publiziert zusammen mit Brigitte Boothe und Ralph Kunz eine interdisziplinäre qualitative Studie über Religion im Heimalltag älterer Menschen.
Der Eintritt ins Alters- oder Pflegeheim ist eine grosse Herausforderung. Kann man Abschied nehmen vom privaten Ort und sich auf das neue Wohnen im Kollektiv einlassen? Entsteht im Heim ein neues Zuhause und kommt es zu neuen Formen der Lebensgestaltung? Welche Funktion hat in diesem Geschehen die Religion? Ist sie Unterstützung oder Last? Hilft sie, das bisherige Leben zu sortieren und sich auf den neuen Lebensabschnitt auszurichten?
Zwölf Heimbewohner/innen geben Auskunft, erzählen und berichten aus ihrem Heimalltag. Im intensiven Gespräch entstanden sehr persönliche Porträts der religiösen Daseinsaneignung. Die Autoren bringen sie in verschiedenen sprachlichen und kommunikativen Analysen zur Darstellung und bewerten die Ereignisse im Blick auf gute professionelle Praxis im Heimalltag.
Literaturangabe:
Eva Baumann-Neuhaus, Brigitte Boothe und Ralph Kunz: Religion im Heimalltag. Ältere Menschen erzählen. Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg 2012.

Projekt: Konzilsblog

Als Beitrag zu einer niederschwelligen und detailreichen Erinnerung an das Konzilsereignis startete der «Konzilsblog»: www.konzilsblog.ch
Viele Einträge schauen in einer «Tagebuchoptik» zurück: «Was geschah heute vor 50 Jahren?». Die Aussage eines Bischofs in der Konzilsaula kommt in den Blick, ein Bericht aus einer Kommission oder von einem informellen Treffen der Bischöfe. Besonders die Tagebücher und Briefe von Beteiligten versprechen interessante Perspektiven.
Ergänzend gibt es eine «Themenoptik»: Fokussiert werden Themen wie «Kirche der Armen», «Ökumene» oder «Frauen auf dem Konzil». Nicht zuletzt bietet der Blog eine «Rezeptionsoptik» mit Reminiszenzen aus der Geschichte der Umsetzung des Konzils.
Für die Suche nach Impulsen für eine lebendige Konzilserinnerung ist der Konzilsblog eine echte Schatztruhe.
Das Redaktionsteam besteht aus:
Eva-Maria Faber (Theologische Hochschule Chur), Urban Fink-Wagner (Schweizerische Kirchenzeitung) und Arnd Bünker (Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut)

Kirchenstatistik

Im Rahmen der Fortführung und laufenden Aktualisierung der Kirchenstatistik für den Bereich der Schweiz wurden die jetzt veröffentlichten Ergebnisse der letzten eidgenössischen „Volkszählung“ (Strukturerhebung 2010) hinsichtlich ihrer Kernaussagen über die katholische Kirche in der Schweiz ausgewertet. Roger Husistein, Mitarbeiter des SPI gibt dazu einen Überblick: www.spi-stgallen.ch
Der Artikel erschien in:
Roger Husistein. Religionslandschaft 2010 - Erste Ergebnisse der neuen Volkszählung, in: SKZ 180 (2012), 587-590. 
[A. Bünker, St. Gallen]

8. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Kongress „Was will und was kann 'Milieusensible Pastoral'?“
Die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) und der Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Matthias Sellmann) laden vom 26. bis 28. November 2012 zu einem Kongress nach Bochum ein, der Anliegen und aktuellen Stand der ‚milieusensiblen Pastoral’ unter die Lupe nehmen will. Viele pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits seit 2006 die Ergebnisse der soziologischen Milieuforschung intensiv wahrgenommen und Sensibilität für die unterschiedlichen Lebenswelten unserer Gesellschaft gewonnen. Der Kongress knüpft daran an, stellt aktuelle Erkenntnisse dar und fragt, welche Konsequenzen die Wahrnehmung der Milieus für das pastorale Handeln und welche Bedeutung die Milieuperspektive für die Entwicklung einer missionarischen Pastoral hat.
Weitere Informationen zu Ablauf und Themen des Kongresses entnehmen Sie bitte dem Flyer; organisatorische und Anmelde-Hinweise finden Sie auf der Anmeldekarte .

Kooperationstagung von KAMP und EZW zu Konfessionslosigkeit
Die Lebens- und Denkwelten Konfessionsloser und die damit verbundenen Herausforderungen für die Pastoral: Das ist die Thematik einer Kooperationstagung vom 5. bis 7. Dezember 2012. Dazu laden die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) und die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) in das Evangelische Johannesstift in Berlin-Spandau ein. Die ökumenische Tagung richtet sich einerseits an Fachleute für Weltanschauungsfragen, andererseits an alle in der Seelsorge Tätigen und sonstige Interessierte, die sich mit der fortschreitenden Säkularisierung und Entkirchlichung auseinandersetzen. Programm und Anmeldung: www.kamp-erfurt.de/de/weltanschauungen/referat.html

Internetseelsorge geht online
Mit einem neuen Angebot ist die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt seit Anfang Juli online, um katholische und ökumenische Seelsorgeangebote im Internet unter einer zentralen Domain zugänglich zu machen. Sie betreibt das Portal www.internetseelsorge.de, das Angebote der Bistümer, Orden und Verbände sowie ausgewählte Privatinitiativen vorstellt und thematisch erschließt.
Das Internet hat sich in den letzten Jahren immer mehr vom Informationsmedium zu einem Raum der Kommunikation und Gemeinschaftsbildung entwickelt. Damit ist es auch für die Kirche verstärkt zu einem Medium, besser: einem Raum der Pastoral geworden. Von der Online-Fürbitte bis zum seelsorglichen Einzelkontakt, von Internet-Exerzitien und spirituellen Impulsen bis zu Chat-Gottesdiensten gibt es bereits eine Fülle verschiedener Angebote. Bei weitem nicht alle sind von kirchlichen Institutionen getragen: Viele Gläubige nutzen einzeln oder in kleinen Gruppen und Communities die Möglichkeiten des Internets, über den Glauben ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.
In Kooperation mit der Internetseelsorge Freiburg wird ein direkter, geschützter Mailkontakt mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern über die Website möglich sein.

euangel – Magazin für missionarische Pastoral
Die aktuelle Ausgabe von „euangel“ erscheint Anfang Oktober auf www.euangel.de und befasst sich mit dem Thema „Weltkirchliches Lernen“.

Stellenausschreibung Referent/in Internetseelsorge
Die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral sucht zum 1. April 2013 eine/n Referentin/en für Glaubensinformation und Online-Beratung (Internetseelsorge) als unbefristete Vollzeitstelle. Die Stellenausschreibung finden Sie hier.
[T. Kläden, Erfurt]

9. Mittel- und osteuropäische Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen tagten in Zagreb

Von 13. bis 16.9.2012 fand im Pastoralinstitut der Erzdiözese Zagreb das VIII. Symposium des Netzwerks der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen Alte und neue Herausforderungen für Pastoraltheologie, 23 Jahre nach der Wende statt. Am Symposium nahmen 28 Kolleginnen und Kollegen aus 8 Ländern teil (Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechische Republik und Ukraine).
Den Einführungsvortrag hielt Prof. Dr. Josip Baloban (Zagreb): Einige (pastoral)theologische Dilemmas im Jahr des Glaubens 2012/2013. Seine Thesen wurden dann in fünf Arbeitskreisen diskutiert. Am zweiten Tag sprachen Prof. Dr. Bruno Seveso (Milano): Über Krise pastoraltheologisch nachdenken. Brennpunkte und Perspektiven und Dr. Taras Chagala (Wien): Theologie des Priesteramtes in der katholischen und orthodoxen Tradition, eine vergleichende Analyse. Über die nationalen Arbeitsgruppen von Pastoraltheologen in Polen und Kroatien berichteten Prof. Dr. hab. Wieslaw Przygoda (Lublin) und Dr. Ivo Džinic (Djakovo). Eine Fahrt nach Marija Bistrica (marianischer Wallfahrtsort) rundete das Symposium ab.
Das Symposium wurde durch Renovabis finanziell unterstützt. 
[P. Slouk, Klosterneuburg]

10. Neues Chorheft SONGLIGHT

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) hat ein neues Chorheft herausgegeben. Neu, jung und modern – so präsentiert sich SONGLIGHT. Erstmalig versorgt es bistumsübergreifend Chöre mit brandaktuellen Liedern von 2012. Die Initiative zu diesem Chorheft haben die diözesanen Arbeitskreise für junge Kirchenmusik ergriffen. 
„Zum ersten Mal gibt es Diözesen-übergreifend ein Chorheft mit Neuen Geistlichen Liedern, die diese Bezeichnung wirklich verdienen“, präsentiert der Koordinator des Chorheftes, Dr. Peter Hahnen, stolz das neue SONGLIGHT. „Die Oldies der 1970er Jahre bekommen Konkurrenz. Es freut mich sehr, dass für dieses Chorheft so viele Diözesen zusammengearbeitet haben wie nie zuvor, wenn es um Chorliteratur mit Pop-Charakter ging.“ 
Sangesfreudige finden in SONGLIGHT junges Material, das erstmals vor einem halben Jahr erklungen ist. Im Februar, auf der diesjährigen überdiözesanen Fachtagung Neues Geistliches Lied wurden taufrische Lieder einem exklusiven Teilnehmerkreis von Komponisten, Autoren und Diözesanvertretern vorgestellt. Ein Beirat aus Chorleitern und Liederenthusiasten hat aus gut 40 Stücken eine Auswahl von acht Liedern getroffen. Das Chorheft zeigt acht praxisnahe Chorsätze und Klavierstimmen, die auch ohne Band tragen. 
Bezug: über den Buchhandel oder die Verlage (tvd Verlag Düsseldorf, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf), SONGLIGHT, 28 Seiten, Schutzumschlag, 7,90 € (Sonderausgabe bei den Diözesan-Arbeitskreisen: 4,50 €) 
[P. Hahnen, Düsseldorf]

11. Tagungsankündigungen

Theologische Erwachsenenbildung zwischen Pastoral und Katechese
(Symposion am, 27. Oktober 2012, 9–17 Uhr in der LMU München)
Das Symposion wird von Münchner Bildungswerk in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität München veranstaltet.
Programm: muenchen.keb-muenchen.de/185/kbw/muenchen/veranstaltung/-/77671/

In der Welt von heute? Kirche unterwegs in christlichen Basisgemeinden (Interkontinentales Symposium, 17.-20. Januar, Tübingen)
Das pastorale Hilfswerk Adveniat und das Päpstliche Missionswerk missio Aachen stellen im Jahr 2012/2013 als gemeinsame Initiative Kirchliche Basisgemeinden bzw. Kleine christliche Gemeinschaften als partizipative Form von Kirche intensiv vor. Auf dem Interkontinentalen Symposium in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen gilt das Augenmerk den vielfältigen Formen kirchlicher Basisgemeinden, ihren Chancen und Schwierigkeiten sowie dem konkreten Beitrag, den sie für das Selbstverständnis und eine erneuerte Praxis der Kirche heute leisten – in Deutschland und weltweit. 
Hier das Programm des Symposions.

Kirche² – ein ökumenischer Kongress (14.-16. Februar, Hannover)
Zum ersten Mal machen sich evangelische und katholische Christen gemeinsam auf den Weg, um Gesichter der Kirche von Morgen zu entdecken. Begegnung, Ideen und Inspiration erwarten Sie vom 14. bis 16. Februar 2013 in Hannover. Veranstalter sind das Bistum Hildesheim und die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers sowie Mitveranstalter die Arbeitsgemeinschaft missionarische Dienste und die Arbeitsstelle KAMP.
Informationen und Programm finden sich unter www.kirchehochzwei.de, ein Info-Video unter www.youtube.com/watch?v=ozuUxTgBnI0

Was bringt mir das? Vom Nutzen religiöser Bildung für Individuum, Kirche und Gesellschaft (14.-15. Januar 2013, Stephansstift, Hannover)
Veranstalter: Fachgruppe für Religiöse und Theologische Bildung der DEAE e.V. und des Comenius-Instituts e.V. in Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen und dem Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Universität Hannover. 
Das Programm finden Sie hier.

12. Publikationen

Eugen Baldas, Jorge Nuño, Rainer A. Roth (Hrsg.), Freiwillig. Etwas bewegen!
Lambertus-Verlag 2012, 412 Seiten
ISBN 978-3-7841-2103-1, € 19,90/SFr 28,50
2011 jährte sich das Internationale Jahr der Freiwilligen 2001 zum zehnten Mal. Deshalb hat der Rat der Europäischen Union jenes Jahr als „Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit zur
Förderung der aktiven Bürgerschaft“ proklamiert. Europa- und weltweit sollte damit auch zusammen mit dem UN-Jahr 2001 + 2010 das Erreichte in Sachen Freiwilligentätigkeit mit neuem Schwung belebt werden. 
„Freiwillig. Etwas bewegen!“ liefert in Deutsch und in Englisch Hintergründe, Anliegen und grundlegende Aspekte zum europäischen und weltweiten Freiwilligenjahr 2011; zahlreiche Beiträge sind den Zielbereichen des Freiwilligenjahres zugeordnet. Praxisbeiträge aus zwölf Ländern geben Einblicke in gelungene Freiwilligenprojekte; Positionen und Ideen skizzieren Nachhaltigkeit. Das Buch ist in seiner Vielseitigkeit und internationalen Ausrichtung ein Gewinn.

Anna Findl-Ludescher, Elke Langhammer, Johannes Panhofer (Hg.), Gutes Leben – für alle?
Theologisch-kritische Perspektiven auf einen aktuellen Sehnsuchtsbegriff (Kommunikative Theologie – interdisziplinär / Communicative Theology – Interdisciplinary Studies 16), LIT-Verlag 2012, 368 Seiten
ISBN 978-3-643-50425-8, € 24,90 
Das „Gute Leben“ ist Thema. Es wird – wieder – diskutiert. Unter denen, die nach alternativen Modellen des gesellschaftlichen Zusammenlebens suchen, aber auch im gesellschaftlichen Mainstream. Worin besteht „Gutes Leben“? Die ersten Gedanken gelten dem individuellen Glück, der eigenen Lebensqualität. In Erweiterung des Horizontes melden sich dann Fragen nach einem guten Leben für alle: Wie steht es um soziale Gerechtigkeit, einen nachhaltigen Lebensstil, alternative Formen des Wirtschaftens, etc.? Dieser Sammelband will helfen, das „Gute Leben“ aus verschiedensten Perspektiven und als wichtiges (pastoral-)theologisches Thema neu zu entdecken.

Richard Hartmann (Hrsg.), Bilderwechsel. Kirche – herausgefordert durch ländliche Räume (Fuldaer Hochschulschriften 54), Würzburg: Echter 2012, 248 Seiten
ISBN 978-3-429-03544-0, € 16,80
Die Pastoralkonzepte der deutschen Bistümer mit den größeren Pfarreien und Seelsorgeräumen scheinen weitgehend von der Stadt-Situation geprägt zu sein. Doch welche Bilder bestimmen die Praxis „auf dem Land“?
Eines der Ergebnisse der Tagung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) im Herbst 2011 in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät Fulda und der Diözese Fulda war, dass die pastorale Situation zwischen Stadt und Land gar nicht so unterschiedlich ist. Bilderwechsel will besagen, dass an beiden Orten der Blick weg von einer zentralisierten gleichgeordneten Pastoral hin zu einer Pastoral der Vielfalt und der Ermöglichung durch viele freiwillig Engagierte erfolgen muss.
Der aus der Tagung hervorgegangene Band befasst sich mit den theologischen und soziologischen Grundlagen zu dieser Thematik, er bebildert die Praxis etlicher beispielhafter Orte der Landpastoral, er zieht daraus konzeptionelle Konsequenzen und möchte die kirchlichen Mitarbeiter in ihren vielfältigen Wirkungsfeldern ermutigen sowie die Diözesanverantwortlichen zu konzeptuellen Veränderungen anregen.

 

 

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