3/2013

Newsletter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V.

Ausgabe 3/2013


Inhalt

1. In eigener Sache: Kleinere technische Pannen ...
2. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz
3. Wer ist willkommen? Gefährliche Erinnerung und die Gerechtigkeit von morgen.
Ein Symposion von Pastoraltheologie und Caritas zum Thema „Migration“
4. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI)
5. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
6. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
7. Informationen aus der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz
8. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
9. Exkursion „Fresh Expressions of Church”: Werkstatt für eine Pastoral in größeren Räumen
10. Tagungsankündigungen
11. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. In eigener Sache: Kleinere technische Pannen ...

Wegen eines Serverausfalls, der auch die Seite www.pastoraltheologie.de für einige Tage lahmgelegt hat, erscheint diese Ausgabe des Newsletters leider etwas verspätet. Zudem ist mit dem im Juli erfolgten Relaunch der Homepage der Pastoraltheologen-Konferenz auch der Newsletterversand umgestellt worden. In der letzten Ausgabe haben leider die dort angegebenen Verlinkungen nicht funktioniert. Für beides möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen!
Der Fehler sollte inzwischen behoben sein. Die letzte Ausgabe des Newsletters können Sie (inkl. funktionierender links) im Newsletter-Archiv nachlesen: pastoraltheologie.de/newsletter/archiv/22013

2. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz

Nachlese zum Kongress „Zeichen der Zeit“ – Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. in Salzburg
Die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und -theologinnen hat sich bei ihrem alle zwei Jahre veranstalteten Kongress in Salzburg dem Terminus „Zeichen der Zeit“ gestellt. Der von Papst Johannes XXIII. eingeführte Begriff muss die Kirche zu einer neuen Haltung führen. Sie kann nur ihre Aufgabe wahrnehmen, wenn sie aufmerksam die gesellschaftliche Wirklichkeit und die Freude und Hoffnung, Trauer und Angst ihrer Zeitgenossen sieht und mit ihnen im Licht des Evangeliums deutet. Wie dies wissenschaftlich geschehen und welche Zeichen von den Pastoraltheologinnen und -theologen heute identifiziert wird, war im Eröffnungsvortrag von Dr. Jochen Ostheimer (München) und in Statements der ProfessorInnen Stefanie Klein (Luzern), Maria Widl (Erfurt), Christian Bauer (Innsbruck) und Hans-Joachim Sander (Salzburg) entwickelt worden. Die Teilnehmer, Wissenschaftler und Praktiker aus dem ganzen deutschsprachigen Bereich setzen in einem großen kommunikativen Prozess die Anfangsimpulse weiter.
Die Tagung in Österreich nahm ausdrücklich auch die Lage der Kirche in Österreich in Blick im Dialog mit dem österreichischen „Pastoralbischof“ Dr. Alois Schwarz (Gurk-Klagenfurt). Erzbischof Dr. Alois Kothgasser feierte mit den Kongressteilnehmern Eucharistie.
In der Mitgliederversammlung standen Neuwahlen für die nächsten 4 Jahre an. Einstimmig wurden Prof. Dr. Richard Hartmann (Fulda, Vorsitzender), Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke (Osnabrück, Stellvertreterin), Dr. Thomas Böhm (Volkach, Schriftführer) wiedergewählt. Neu in den Vorstand wurde Prof. Dr. Johann Pock (Wien) gewählt. Auch die Redaktion der Online-Zeitschrift Pastoraltheologische Informationen (www.pthi.de) wurde neu berufen: Prof. Dr. Judith Könemann (Münster), Prof. Dr. Thomas Schlag (Zürich, Vertreter der evangelischen Kollegen), Dr. Maria Elisabeth Aigner (Graz) und Dr. Stefan Gärtner (Tilburg) übernahmen die Verantwortung.
Ausführlich diskutierten die Wissenschaftler die prekäre Situation in einigen Berufungsverfahren der Lehrstühle in Deutschland. In einer Zeit, in der die Kirche in einem gewaltigen Transformationsprozess stehe, ist es nicht verständlich, wenn die Lehrstühle in den Fakultäten abgewertet werden oder eine Engführung der Berufung nur für Priester durchgeführt werde.
Die Relevanz des Faches in seiner Pluralität und die kirchlichen Transformationsprozesse, die sich nicht zuletzt in der Veränderung der Ortskirche zeigt (Großpfarreien, Veränderung der Dienste und Ämter) sind Schwerpunkte für weiteres Arbeiten.

Die nächsten Veranstaltungen der Konferenz – Save the Date
Symposien
24. bis 26. März 2014 in Freiburg/Br.: „Wer ist willkommen?“ (s.u. Punkt 3.)
29. bis 31. Januar 2015 in Münster: „Wissenschaftstheorie“

Kongress
07. bis 10. September 2015 in Naurod b. Wiesbaden
[R. Hartmann, Fulda]

3. Wer ist willkommen? Gefährliche Erinnerung und die Gerechtigkeit von morgen.
Ein Symposion von Pastoraltheologie und Caritas zum Thema „Migration“
24. bis 26. März 2014 Freiburg – Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbands

Zu diesem Symposium laden die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und -theologinnen und der Deutsche Caritasverband / Arbeitsstelle Gemeindecaritas herzlich ein.

Wer ist willkommen? Wer stellt diese Frage? Allenthalben werden Fachkräfte in Wirtschaft und im Sozialen vermisst; der Ruf nach den „passenden Migranten“ und der dafür zu erleichternden Rechtslage für Zuzüge ist unüberhörbar. Andererseits ist das Elend der Menschen, die Krieg und Ausweglosigkeit der Heimat entfliehen und hierzulande Arbeit oder auch Bleibe suchen, unübersehbar. Die „gefährliche Erinnerung“ (J. B. Metz) eines befreienden Glaubens an den liebenden und gerechten Gott verweist zuerst auf den Menschen. Wer ist willkommen? „Der fremde Mensch“, der nicht zu denen im Haus gehört, der Menschen sucht? Der fragt nicht! Der bittet, der besteht auf der gefährlichen Erinnerung „ihr seid Menschen … ich bin ein Mensch“.
Der Mensch in Not ist die Richtschnur. Er / sie sucht andere Menschen und auch die Institution. Die Begegnung der einzelnen kann für beide Seiten belebend sein (Gleichnis vom Samariter). Die Institution kann diese Begegnung verhindern; sie kann aber auch der Begegnung dienen, wenn sie Ängste abbaut und Gewalt verhindert. Dieser Spannung kann nicht ausweichen, wer Migration auf dem Hintergrund der Bibel liest. Gefährliche Erinnerung „Migration“ ist der eine Pol, der andere die gegenwärtige und zukünftige Gerechtigkeit. In Begegnungen und Reflexionen stellen wir uns diesen Herausforderungen als (Pastoral)theologinnen und -theologen und als Mitwirkende der Caritas.

Den Flyer mit Informationen zum Programm finden Sie hier; das Anmeldeformular befindet sich hier.
[E. Baldas, Freiburg i. Br.]

4. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI)

Migration und Integration
Erschienen ist die Publikation „Migration und Integration: Pastorale Herausforderungen und Chancen“ (Wagner-Verlag, hrsgg. von Walter Krieger und Balthasar Sieberer). Diese Dokumentation der Österreichischen Pastoraltagung 2013 zum gleichnamigen Thema wird durch einige grundlegende ökumenische und „kirchenamtliche“ Texte ergänzt. Man kann dieses Buch durchaus als Grundlage zu einem der derzeit aktuellsten gesellschaftlichen Themen betrachten, das hier aus pastoraler Sicht in den Blick genommen wird.
Mit Beiträgen von: Sebastian Kurz, Staatssekretär für Integration; Weihbischof Franz Scharl, bischöflicher Referent für Integrationsfragen; Bernd Wachter, Caritas Österreich; Michael Landau, Caritas Erzdiözese Wien; Laszlo Vencser, Nationaldirektor fremdsprachige Seelsorge; Nicolae Dura, rumänisch-orthodoxe Kirche; Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche; Agostino Marchetto, ehem. Sekretär des Päpstlichen Rates für die Migranten; Monika Scheidler, Prof. für Religionspädagogik TU Dresden; Regina Polak, Prof. für Pastoraltheologie Universität Wien; Martin Jäggle, Prof. für Religionspädagogik Universität Wien; Hans-Joachim Sander, Prof. für Dogmatik Universität Salzburg; weiters persönliche Erfahrungsberichte von Espérance-Francois Bulayumi, Lili Goleva, Mahoudagba Christophe Adjassoho, Patrick Kofi Kodom, Elif Öztürk.
Erhältlich im Österreichischen Pastoralinstitut (oepi(at)pastoral(dot)at) bzw. über den Buchhandel.

Österreichische Pastoraltagung „Gottes.Kinder.Welten“
Diese findet von 9. – 11.1.2014 in Salzburg – Bildungszentrum St. Virgil statt. Dabei wird das Thema der Kinderpastoral vor allem unter dem Fokus behandelt, wo und wie kirchliches Engagement den jungen Menschen helfen kann, in ihren vielfältigen Lebenswelten „glücklich“ zu sein. ... Einzelthemen sind unter anderem: Wie Kinder heute aufwachsen, Kinderrechte, Kinderarmut, Gewaltprävention, Entwicklungspsychologische Hinweise, Theologisieren mit Kindern, die Rolle der Eltern, Religiöses Lernen, Was Kinder glücklich macht …..
Näheres dazu im Programm zur Tagung unter www.pastoral.at – Österreichisches Pastoralinstitut – ÖPT.
[Walter Krieger, Wien]

5. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

„Milieus fordern heraus“
Pastoraltheologische Deutungen zum MDG-Milieuhandbuch
„Religiöse und kirchliche Orientierungen in den Sinus-Milieus® 2013“
Als erste Ausgabe der neuen Schriftenreihe KAMP kompakt befasst sich eine Broschüre mit der pastoraltheologischen und religionssoziologischen Deutung des aktuellen MDG-Milieuhandbuchs. Damit soll ein Beitrag zu einem notwendigen Blickwechsel in der Pastoral geleistet werden: Statt (nur) zu überlegen, wie die Milieus von kirchlichen Angeboten besser erreichen werden können, ist zu fragen: Was lässt sich aus der Wahrnehmung und Analyse der Milieus lernen? Welche prophetischen Botschaften haben die Milieus für uns heute?
Die Auflage ist bereits fast vergriffen. Einzelexemplare der Broschüre können unter sekretariat(at)kamp-erfurt(dot)de kostenlos bestellt werden, solange der Vorrat reicht. Außerdem steht sie auf der Homepage der KAMP (hier) als pdf-download zur Verfügung.

„Gott erfahren im säkularen Zeitalter“ – Tagungsdokumentation erschienen
Die Arbeitsstelle KAMP veranstaltete 2012 gemeinsam mit der Katholischen Hochschule NRW, Aachen (Professor Joachim Söder) und dem Josef-Kentenich-Institut eine Tagung in Vallendar. „Wohin ist Gott? Gott erfahren im säkularen Zeitalter“ fragte im Anschluss an die Überlegungen Charles Taylors und den aktuellen Überlegungen in Theologie und Sozialwissenschaften nach Anknüpfungspunkten und Chancen von Gotteserfahrung und Verkündigung in einem säkularen Kontext. Die Schirmherrschaft hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch übernommen. Nun sind die Beiträge dieser Tagung, zu denen auch ein öffentlicher Vortrag von Erzbischof Zollitsch gehört, in der Reihe „Theologie im Dialog“ im Herder-Verlag erschienen. Darin finden sich Beiträge von Guido Bausenhart, Hubertus Brantzen, Michael Hochschild, Ludger Honnefelder, Lothar Penners, Hans-Joachim Sander, Hubertus Schönemann, Matthias Sellmann, Joachim Söder, Magnus Striet, Maria Widl und Robert Zollitsch.

Söder, Joachim / Schönemann, Hubertus (Hg.), Wohin ist Gott? Gott erfahren im säkularen Zeitalter (Theologie im Dialog 10), Freiburg i.Br. 2013, ISBN 978-3-451-30745-4, € 25,00.

Tagung „Glaubenskommunikation mit Konfessionslosen“: Dokumentation erschienen
Wer sind die Konfessionslosen, wie stehen sie zu Glaube und Kirche, und wie können Christen mit ihnen ins Gespräch kommen? Diese und andere Fragen stellte im Dezember 2012 die Tagung „Glaubenskommunikation mit Konfessionslosen“, veranstaltet von der KAMP und der EZW (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen). Eine Dokumentation der Vorträge, ergänzt um einige weitere Beiträge, ist jetzt in der Reihe EZW-Texte erschienen. Bezug über die EZW: www.ekd.de/ezw/Publikationen_3000.php.

euangel
Das aktuelle, gerade frisch erschienene Heft des Magazins euangel widmet sich dem Schwerpunkt „Lokale Kirchenentwicklung“: www.euangel.de.
Das kommende Heft befasst sich mit dem Thema „Glauben in Säkularität“ und wird voraussichtlich im Dezember erscheinen.
[T. Kläden, Erfurt]

6. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Neue Mitarbeitende:
Zwei neue Mitarbeitende konnte das SPI in den letzten Monaten gewinnen:
Simon Foppa, Religionswissenschaftler/wissenschaftlicher Mitarbeiter, arbeitet im SPI im Rahmen einer Projektstelle zur Untersuchung der religiösen Situation und Selbstdeutung von christlichen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz.
Judith Albisser, Religionswissenschaftlerin und Religionspädagogin/wissenschaftliche Mitarbeiterin, übernimmt im SPI unter anderem den Bereich der schweizerischen Kirchenstatistik.

Reputationsforschung:
Reputation der Kirchen in der Schweiz: Ein Instrument zur Verbesserung kirchlichen Handelns
Die Kirche lebt von ihrem Ruf! Schon der Apostel Paulus war sich bewusst: Das Evangelium lässt sich nur glaubhaft bezeugen, wenn die Glaubwürdigkeit der Kirche in Ordnung ist. Das SPI erforscht den Ruf, die "Reputation" der Kirche, um Stärken und Schwächen zu erkennen. Wie kommt das diakonische Handeln der Kirche bei den Menschen an? Wie vertrauenswürdig und kompetent werden die Seelsorgenden eingeschätzt? Wie seriös gilt der Umgang mit Kirchensteuergeldern? Wie wichtig finden die Menschen den Religionsunterricht?
Gegenwärtig untersucht das SPI die Kirchenreputation im Bereich der politisch Verantwortlichen in der Schweiz. Hier werden wichtige Entscheidungen getroffen für die Rahmenbedingungen kirchlichen Handelns in der Schweiz. Es ist wichtig, zu wissen, welche Einschätzungen die Parlamentsmitglieder der Schweizer Kantone gegenüber den Kirchen haben.
Auch die Kirchenmitglieder sind im Blick der Reputationsforschung. Wie sehen die Kirchenmitglieder in einer Pfarrei oder einer Seelsorgeeinheit die Kirche „vor Ort?“
Ansprechpartner: Dr. Urs Winter-Pfändler, urs.winter-pfändler(at)spi-stgallen(dot)ch

Religion, die Beine macht: Was bewegt Pilger und Wallfahrer in der Schweiz?
Pilgern und Wallfahren liegen im Trend: Die Zahl der Menschen, die auf Pilger? und Klosterreisen unterwegs sind, hat sich in den letzten Jahren verdreißigfacht. Das Phänomen ist längst zu einem wichtigen Zweig der Tourismusbranche geworden: Reisebüros bieten Spiritualreisen an; Städte und Regionen bauen Pilgerrouten aus und preisen sich als Pilgerzentren; Pilgerbücher finden riesigen Absatz...
Im Wallfahrtsort Mariastein untersucht das SPI Erwartungen und Bedürfnisse von Pilgern und Wallfahrern. Die Forschungsergebnisse sollen dazu helfen, als gastfreundliche Kirche besser auf die Menschen einzugehen, die aus sehr unterschiedlichen Gründen auf dem Weg sind, das „Heilige“ zu entdecken.
Ansprechperson: Dr. Eva Baumann?Neuhaus, eva.baumann-neuhaus(at)spi-stgallen(dot)ch

www.konzilsblog.ch
Auf der Seite des Zweiten Vatikanischen Konzils
Seit einem Jahr bietet der "Konzilsblog" eine tägliche niederschwellige und detailreiche Erinnerung an das Konzilsereignis: www.konzilsblog.ch
Redaktionell wird der Konzilsblog von Prof. Dr. Eva?Maria Faber (Theologische Hochschule Chur), Dr. Arnd Bünker (Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut SPI, St. Gallen) und Dr. Urban Fink?Wagner (Redaktor der Schweizerischen Kirchenzeitung) verantwortet.
Viele Einträge schauen in einer „Tagebuchoptik“ zurück: „Was geschah heute vor 50 Jahren?“ Ergänzend gibt es eine „Themenoptik“ auf Einzelfragen und eine „Rezeptionsoptik“ mit Reminiszenzen aus der Geschichte der Umsetzung des Konzils. Für die Suche nach Impulsen für eine lebendige Konzilserinnerung im Kontext des 50. Konzilsjubiläums ist der Konzilsblog eine echte Schatztruhe.
Ansprechpartner: Dr. Arnd Bünker, arnd.buenker(at)spi-stgallen(dot)ch

Studientag: „Generationswechsel in der Kirche“ – Öffentlicher Studientag
Next Generation?! Wie steht es um den Generationswechsel in der Kirche? Wer wird das Leben der Kirche in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich tragen und gestalten? Welches Erbe hinterlassen die "Altvorderen" den Jüngeren? Nur zwei Schlagwörter mögen die Spannung deutlich machen: „Konzilsgeneration“ und „Weltjugendtagsgeneration“.
Der öffentliche Studientag, ausgerichtet von der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz und der Interdiözesanen Koordination (der Jahrestagung von VertreterInnen diözesaner und kantonaler Seelsorge? und Pastoralräte der ganzen Schweiz), macht die unterschiedlichen Wahrnehmungen, Erwartungen und Herausforderungen des Generationswechsels in der Kirche zum Thema. Wie lässt sich konkret gestalten, was sich unter der Zusage der bleibenden Treue Gottes als Kirche ereignet – „von Generation zu Generation“?
Termin: 16. November 2013, 09:30 bis 16:00 Uhr; Centrum 66 und AKI, Haus der Akademiker?Seelsorge, Zürich, Hirschengraben
Der Studientag ist öffentlich, ein Eintritt wird nicht verlangt.
Nähere Informationen:
http://www.pastoralplanungskommission.ch/documents/generationswechsel%20programm%20flyer%20a%205%20quer_d_f%20ab_onlinedruck.pdf

Kirchenstatistik Schweiz
Im November wird die neue große Kirchenstatistik der Schweiz in deutscher und französischer Sprache erscheinen. Zahlreiche Daten und Fakten, Entwicklungen im Zeitverlauf und Vergleiche mit reformierten Kirchen und den Nachbarländern Deutschland, Österreich und Frankreich tragen zu einer umfassenden Darstellung und Einordnung vieler Bereiche kirchlichen Lebens in der Schweiz bei.
Abonnenten des Newsletters des SPI erhalten selbstverständlich einen Hinweis auf die Publikation und die Bestellmöglichkeiten. Anmeldung zum Newsletter: www.spi-stgallen.ch
[A. Bünker, St. Gallen]

7. Informationen aus der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz

1. Dokumentation der Fachtagung „Armut bewegt. Spirituelle Herausforderungen für Frauen in Europa“
Bei der Fachtagung im Mai 2012 in Salzburg haben sich 72 Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit den pluralen Dimensionen von Armut auseinandergesetzt, Diskussionen geführt und Handlungsperspektiven entwickelt. Jetzt liegt unsere Dokumentation vor; Sie können diese über die Homepage der Deutschen Bischofskonferenz bestellen:
www.dbk-shop.de
Die Dokumentation bietet zusätzlich auch die Impulse zum Thema „Armut bewegt“, die wir 2010 auf unserer Homepage veröffentlicht haben.

2. Neuauflage: „Du gibst meinem Leben weiten Raum“
Das von Andrea Kett und Hildegund Keul 2011 herausgegebene Buch ist in neuer Auflage erschienen. Im Buchhandel oder über den Patmos-Verlag ist das Buch als Paperback für € 9,99 zu beziehen. Online unter: www.patmos.de.
Aus dem Klappentext: Scheitern und glücken, vergehen und erblühen, ohnmächtig und machtvoll sein, glauben und zweifeln – in diesen und vielen anderen Spannungen öffnet sich der Raum für das, was wir Leben nennen. Bekannte und unbekannte Frauen bringen in über 100 Texten ins Wort, was ihr Leben trägt, worauf sie vertrauen, womit sie hadern und woran sie wachsen.

3. Fachgespräch: Was treibt sie an? Geschlechtersensible Pastoral mit jungen Frauen
und jungen Männern – 24. Oktober 2013 11 – 16.30 Uhr in Frankfurt am Main
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie unter www.frauenseelsorge.de.
[H. Keul, Bonn]

8. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)

2014 dem Papst begegnen
Ministrantinnen und Ministranten treffen Papst Franziskus auf dem Petersplatz
Es dauert kein Jahr mehr: In der Zeit vom 1. bis 11. August 2014 findet unter dem Motto „Frei! Darum ist es erlaubt Gutes zu tun“ für Ministrantinnen und Ministranten aus den deutschen Diözesen die Wallfahrt nach Rom statt. 45.000 Jugendliche erwartet Begegnung untereinander, gemeinsames Gebet, Singen und ein Kulturprogramm. Höhepunkt der Wallfahrt ist die Begegnung mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
In den Diözesen und bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) wird seit einigen Wochen intensiv an dem Ablauf gearbeitet und Ideen werden in die Tat umgesetzt. Neben einem gemeinsamen Programm für alle finden einzelne Veranstaltungen innerhalb der Gruppen aus den jeweiligen Diözesen statt. „Die Vorbereitungen in den Bistümern laufen auf Hochtouren, damit die Wallfahrt für die jugendlichen Ministrantinnen und Ministranten zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Besonders schön ist, dass Papst Franziskus einer Begegnung bereits zugesagt hat“, freut sich Bianka Mohr, Leiterin der afj. An der Wallfahrt nehmen Ministrantinnen und Ministranten im Alter von 14 bis 25 Jahren aus fast allen Bistümern Deutschlands teil.

9. Exkursion „Fresh Expressions of Church”: Werkstatt für eine Pastoral in größeren Räumen
3. bis 10. Mai 2014, London – Sheffield – Liverpool – Manchester

Fresh Expressions heißen kirchliche Aufbrüche, die auf bestimmte Lebenswelten von Menschen ausgerichtet sind. Wir besuchen gemeinsam mit Teilnehmenden aus der Reformierten Kirche des Kantons Zürich Fresh Expressions, die für die Bewegung exemplarisch sind, sprechen mit Leitungspersonen und werden von Verantwortlichen der anglikanischen Kirche empfangen. Daneben besuchen wir zwei Kirchgemeinden, die gut den Aufbruch in der anglikanischen Kirche dokumentieren.
Die besuchten Modelle werden uns vielleicht eine Art Kulturschock versetzen, der uns zu denken und zu diskutieren geben wird: Was ist neu an den Fresh Expressions, und was ist Neuinterpretation des kirchlichen Missionsauftrags? Welches ist aus unserer Sicht die Mission, der Auftrag der Kirche?Was können wir in unseren jeweiligen Kontexten von diesen Aufbrüchen lernen?
Der Kurs beginnt am Flughafen London Heathrow und endet am Flughafen Manchester. Preis: 1250 €, dazu kommen die Flugkosten. Über das TPI stehen 12 Teilnehmerplätze zur Verfügung. Anmeldung bis 31. Dezember 2013 über die Website www.tpi-mainz.de.

10. Tagungsankündigungen

Warum Religion? Pragmatistische Religionsphilosophie auf dem Prüfstand
25. – 26. Oktober 2013, Universität Potsdam, Campus Am Neuen Palais
Die Tagung ‚Warum Religion?‘ fragt nach der ethischen Bedeutung von Religion für ein gutes Leben. Fehlt etwas im Leben, wenn man nicht religiös sein kann, wie der Pragmatist William James behauptet? Wie geht man mit naturwissenschaftlichen Zweifeln am Wahrheitsgehalt von religiösen Überzeugungen um? Braucht Religion Institutionen, oder tut es auch eine per­sönliche Patch-Work-Religion? Und wird man dem Selbst­verständnis der Religionen überhaupt gerecht, wenn man sie als Mittel zu einem geglückten irdischen Leben quasi funktionalisiert?
Die Tagung stellt solche Fragen der pragmatistischen Reli­gionsphilosophie der interdisziplinären Struktur des LER-Studienganges entsprechend aus den unterschiedlichen Perspektiven von Ethik, Religionswissenschaft, Soziolo­gie, Psychologie und Fachdidaktik.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Kirchliche Erwachsenenbildung heute. Verortung und Grundlegung
14. bis 15. November 2013, Katholisch-Soziales Institut, Bad Honnef
Grundlegende Entwürfe zur kirchlichen Erwachsenenbildung sind in den vergangenen Jahren rar geworden, an ihre Stelle sind viel eher einzelne konzeptionelle und methodische Ent­würfe getreten. Dennoch bleiben seit Jahrzehnten bestimmte zentrale Begrifflichkeiten, auf die sich die kirchliche Erwachse­nenbildung nach wie vor bezieht, bestimmend. Dazu gehören der Subjektbegriff, ein ganzheitliches Verständnis von Bildung und auch der Bezug auf Religion und individuelle Religiosität.
Was aber tragen diese Begriffe angesichts beschleunigter Modernisierungsprozesse unter den gegenwärtigen gesell­schaftlichen und kirchlichen Bedingungen für die kirchliche Erwachsenenbildung aus? Wie sind sie unter den heutigen Bedingungen zu bestimmen und welche Relevanz entfalten sie für die Erwachsenenbildung? Wie ist der Niederschlag in der Praxis und welche Herausforderungen ergeben sich aus ihrer (Neu-)Bestimmung für die konzeptionelle Grundlegung gegenwärtiger Erwachsenenbildung?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung, die zum einen das Ziel hat, die für die kirchliche Erwachsenenbildung zentralen Begrifflichkeiten Subjekt, Bildung und Religion einer Relecture zu unterziehen und sie unter den gegenwärtigen Bedingungen neu oder angemessen zu bestimmen. Zum anderen setzt sie sich mit dem Ort der Erwachsenenbildung im Feld der Religionspädagogik auseinander.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Wie ticken Jugendliche? Von Nutzen und Grenzen milieusensibler Pädagogik, Katechetik und Jugendarbeit
9. Dezember 2013, 9.00 bis 17.00 Uhr, Haus am Dom, Frankfurt/M.
Was bedeuten die Ergebnisse der Sinus-Milieustudie für die Arbeit in Gemeinden und Verbänden? Lassen sich die Ergebnisse in die religionspädagogische Praxis umsetzen? Der Tag beginnt mit drei Impulsreferaten. Arbeitsgruppen am Nachmittag üben einen Umgang mit den Ergebnissen der Milieu-Studien in der Praxis der Gemeindearbeit, des Religionsunterrichts oder der außerschulischen Jugendarbeit ein. Eingeladen sind alle, die ehrenamtlich und hauptamtlich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.
Weitere Informationen finden Sie hier.

9. Mainzer Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“
„Ethik organisieren. Konfliktfelder im kirchlichen Gesundheitssektor“ mit Prof. Dr. Andreas Heller, Wien
12./13. Dezember 2013 im Erbacher Hof, Mainz
Der Gesundheitssektor ist ein hochkomplexes System. In seiner eigenen Logik produziert es fortlaufend Fragestellungen, die durch es selbst oder durch die mit ihm strukturell gekoppelten Systeme bearbeitet werden müssen. Nicht zuletzt in den Ereignissen um die Abweisung einer vergewaltigten Frau durch zwei Katholische Krankenhäuser in Köln sind die ethischen Folgen von Handlungen neu ins Blickfeld gerückt.
In dieser Tagung geht es darum, wie in dem immer stärker unter Ökonomisierungsdruck stehenden kirchlichen Einrichtungen das Proprium christlichen Denkens und Handelns seinen Platz in der Organisation finden kann. Damit wird zugleich beispielhaft das Thema bearbeitet, wie sich Organisationen im Kontakt mit ihren relevanten Umwelten und den Funktionssystemen der Gesellschaft selbst entwickeln können.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Kirche vor Ort neu denken. Eine Arbeitstagung im Anschluss an „Kirche2. Ein ökumenischer Kongress“
17.-19. Februar 2014, Evangelische Akademie Loccum
Wer in den großen deutschen Kirchen derzeit Verantwortung trägt, sieht sich Druck ausgesetzt. Der gesellschaftliche Wandel höhlt die für lange Zeit selbstverständliche Stellung von Kirche und christlichem Glauben aus. Mit dieser Situation und der Notwendigkeit, in ihr zu handeln, sitzen evangelische Landeskirchen und römisch-katholische Bistümer in demselben Boot. Umso erstaunlicher ist es, dass es bisher im Umgang mit den gegenwärtigen Herausforderungen zwischen den beiden Kirchen kaum Berührungspunkte gibt – weder auf theologisch-reflexiver noch auf praktischer Ebene.
Gleichzeitig wird der derzeitige ökumenische Dialog, der Themen wie Amts-, Kirchen- und Einheitsverständnis behandelt, von vielen als festgefahren empfunden. Verheißungsvoller könnte es sein, Ökumene vom gemeinsamen Auftrag der Kirchen her zu konzipieren: von ihrer gemeinsamen Sendung, und zwar in der aktuellen Situation. Damit zeichnet sich ein produktives Spannungsfeld von Mission, Ökumene und Kirchentheorie ab, dessen Potentiale genauer zu erkunden und ekklesiologisch zu reflektieren sich lohnt. Wie können ein angstfreies Eingehen auf die Gegenwart, ein durchdachtes Miteinander der Kirchen und eine gute kirchliche Praxis vor Ort sich wechselseitig fördern? Welche theologischen und welche praktischen Probleme gilt es hierbei zu lösen?
Weitere Informationen finden Sie hier.

Symposion: Christen als Sauerteig der Berufswelt? Eine Herausforderung für Diakone im Zivilberuf
10.–12. März 2014 im Bonifatiushaus, Fulda
Der Diakon im Zivilberuf, seine Sendung als Christ und Amtsträger an dem Ort, wo er seinem Erwerbsberuf nachgeht, ist in der letzten Zeit wieder stärker ins Bewusstsein gekommen. Diese Sendung ist zentrale Aufgabe und Herausforderung für einen Dienst in einem komplexen gesellschaftlichen Umfeld. Mit diesem Symposion wollen wir zu einer vertieften Reflexion beitragen und daraus Konsequenzen für die Arbeit, die Ausbildung und Begleitung der Diakone erarbeiten.
Verantwortliche für den Diakonat und viele erfahrene Diakone sind zu diesem Symposion herzlich eingeladen.
Hier finden Sie weitere Informationen.

4. Christlicher Gesundheitskongress „Heilen und Begleiten – Zukunft gestalten“
27. bis 29. März 2014 in Bielefeld
Weitere Informationen unter: www.christlicher-gesundheitskongress.de

Kongress der Société Internationale de Théologie Pratique (SITP):
Autorité et pouvoir dans l’agir pastoral
05.–10. Juni 2014 in Drongen (Belgien)
Weitere Informationen finden Sie hier.

11. Publikationen

Johannes Panhofer / Nikolaus Wandinger (Hg.), Kirche zwischen Reformstau und Revolution (theologische trends – Band 22), Innsbruck 2013. ISBN 978-3-902936-04-2.
Die Kirche befindet sich in einer Zerreißprobe: Während die einen jede Reform aufhalten, ja sogar das Rad der Kirchengeschichte zurückdrehen drehen wollen, drängen andere ungestüm vorwärts. Das Resultat: Eine Kirche zwischen Reformstau und Revolution. Die Vorträge der 13. Innsbrucker Theologischen Sommertage vom September 2012 wollten nicht in erster Linie tagesaktuell Stellung beziehen, sondern einen Schritt zurück machen und überlegen, wie man mit dieser Situation konstruktiv umgehen kann. Was ist gefragt: Rückbesinnung, Festigung im Gewohnten, besonnene Umgestaltung, radikaler Neuansatz …? Die Beiträge des Sammelbandes dokumentieren diese Überlegungen, die in der Spannung zwischen unverzichtbarer Treue zum Ursprung und notwendiger Neupositionierung in moderner Gesellschaft theologisch verantwortbare Wegweisung geben wollen.

Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur in Netzwerken der Stadtentwicklung. Erfahrungen – Handlungsempfehlungen – Perspektiven, Berlin 2013.
Mit dem ökumenischen Kooperationsprojekt Kirche findet Stadt untersuchen und entwickeln die evangelische und die katholische Kirche zusammen mit ihren jeweiligen Wohlfahrtsverbänden, Diakonie Deutschland und Deutscher Caritasverband, die Rolle von Kirche in ihren unterschiedlichen Facetten als Akteur der integrierten Stadtentwicklung. An Referenzstandorten mit kirchlichen Initiativen in ganz Deutschland wird aufgezeigt, wie Stadtteilentwicklung durch das Engagement der Kirchen unterstützt wird. Diese Praxiserfahrungen werden auf Bundesebene durch eine gemeinsame Steuerungsgruppe und Transferstelle zusammengeführt, ausgewertet und weiterentwickelt.
Kirche findet Stadt hat als ökumenisches Label für „Sozialraumorientierung der Caritasarbeit“ und „Gemeinwesendiakonie“ als Mehrfelder- und Mehrebenenstrategie Eingang in die Debatte gefunden. Der Ansatz hat damit einen hohen Stellenwert gegenüber wichtigen fach- und gesellschaftspolitischen raumbezogenen Entwicklungen erreicht. Die folgenden Handlungsempfehlungen gehen auf besonders ertragreiche Schnittstellen und Handlungserfordernisse aus kirchlich-verbandlicher Perspektive ein. Ausführlich sind sie in der Dokumentation „Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur in Netzwerken der Stadtentwicklung” erläutert.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Internationale Theologenkommission: Theologie heute. Perspektiven, Prinzipien und Kriterien (Arbeitshilfen 264), Bonn 2013.
Theologie ist gefragt, heute mehr denn je. In einer globalen Welt der vielen Religionen muss die christliche Stimme deutlich vernehmbar sein. In einer Öffentlichkeit, die Religion oft mit Fundamentalismus verbindet, ist es wichtig, die originäre Reflexionskraft der christlichen Theologie zur Geltung zu bringen. In einer akademischen Szene, die Theologie bisweilen immer noch dem Ideologieverdacht aussetzt, kommt es darauf an, ihre wissenschaftliche Leistungsfähigkeit zu reflektieren.
Am stärksten ist die kirchliche Herausforderung. Im Zeitalter der Ökumene muss das genuin Katholische der Theologie neu formuliert werden. In der Kirche selbst gilt es, den Stellenwert der Theologie zu bestimmen, ihre Verwurzelung in der Heiligen Schrift, ihre Verbindung mit der Tradition, ihre Verantwortung gegenüber dem sensus fidelium, ihr Verhältnis zum magisterium und ihr Verständnis der „Zeichen der Zeit“.
Die Internationale Theologenkommission hat sich dieser Aufgabe gestellt. Sie besteht aus dreißig katholischen Theologinnen und Theologen aus der ganzen Welt. Ihr Präsident ist der Präfekt der Glaubenskongregation. Die Mitglieder wählen ihre Arbeitsthemen frei, stimmen aber ihre Ergebnisse mit der Glaubenskongregation und dem Papst ab. Auch diese Studie wird mit Billigung des Heiligen Vaters veröffentlicht.
Das Dokument „Theologie heute“ beschreibt ausgehend vom Zweiten Vatikanischen Konzil „Perspektiven, Grundsätze und Kriterien“ katholischer Theologie. Es stellt die Lehre der Kirche dar; es schreibt die nachkonziliare Theologie fort; es lädt die Fachwelt, aber auch die interessierte Öffentlichkeit zur Diskussion ein.
Download unter: www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Arbeitshilfen/Theologie-heute-5264.html


Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info(at)pastoraltheologie(dot)de


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Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

Kontakt:
Dr. Tobias Kläden, Beauftragter für Homepage und Newsletter
der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.
E-Mail: info(at)pastoraltheologie(dot)de

 

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