Infodienst 4 /2010

Newsletter der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“

Inhalt: 
1. 90 Jahre Hermann Stenger – Emeritierung Franz Weber – Gutes Leben für alle 
2. Gratulation zum 60. Geburtstag von Dr. Hartmut Heidenreich 
3. Kongressankündigung: „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“ 
4. Forschungsprojekt zur Erhebung von Wirkweisen Geistlicher Begleitung 
5. Europäische Werte-Studie 2008-2010 
6. Pastoraltheologen im Interview 
7. Nachrichten der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) 
8. Mitteilungen des Österreichischen Pastoralinstituts 
9. Fachtagung „Lebensgeschichten aus kommunistischer Zeit – Biographisches Arbeiten in Beratung und Seelsorge“ 
10. Tagungshinweise des Konferenzvorsitzenden 
11. Stellenausschreibungen 
12. Personalia 
13. Newsletter „Theologie und Ethik“ 
14. Zeitschrift Lebendige Seelsorge: „Kirche.Krise.Intervention“ (6/2010) 
15. Publikationen 
16. Obligatorisches / Impressum

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

die letzte Newsletter-Ausgabe dieses Jahres möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de. 
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen und besten Wünschen für das kommende Jahr

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld 
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de

1. 90 Jahre Hermann Stenger – Emeritierung Franz Weber – Gutes Leben für alle

Mit einem spannenden Symposion zu „Gutem Leben für alle“ ehrte die Innsbrucker Theologische Fakultät unsere hochverehrten Kollegen und Mitglieder Hermann Stenger und Franz Weber. Beiden hat unsere Konferenz viel zu verdanken. 
Hermann Stenger ist – nicht allein aufgrund seiner Profession, sondern aufgrund der Art, wie sich diese in seiner Persönlichkeit spiegelte – immer ein gesuchter Zuhörer und Impulsgeber, gerade auch für die jungen Kolleginnen und Kollegen, denen er mit großem Interesse begegnetet. Franz Weber bringt mit seinen Erfahrungen die Dimension der Befreiungstheologie, den weiten Horizont der Weltkirche, in unsere Diskurse ein – lange Jahre auch im Beirat der Konferenz. Beiden geht es mit ihren Akzenten um das „Gute Leben“, das es nie nur für einige geben kann. 
Die Hirtenmetapher in Hermann Stengers „Summa“ hat mich immer wieder angeregt. Der Blick auf die Schafe, die selber zu Hirten werden. Wer den „Pferch der Kirche“ heute sieht, könnte meinen, dass nur noch 1 Schaf drinnen ist und alle anderen „draußen“, nicht aber einfach verloren, sondern auf der Suche – damit alle das Leben haben (dieser Gedanke wurde wohl im Generalrat der Franziskaner geäußert.) Diese veränderte Sichtweise provoziert auch uns, die Menschen zu suchen an den Orten, wo sie leben und leiden. 
So sind die Jubilare selber unterwegs. Dazu wünsche ich Ihnen namens der ganzen Konferenz Gottes Segen – und ad multos annos! [R. Hartmann, Fulda]

2. Gratulation zum 60. Geburtstag von Dr. Hartmut Heidenreich

Am 26. Oktober vollendete Dr. Hartmut Heidenreich sein 60. Lebensjahr. Aus diesem Anlass gratulierte Prof. Richard Hartmann namens der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. und würdigte dabei insbesondere dessen Engagement als langjähriger gewählter Redakteur der „Pastoraltheologischen Informationen". 
Ü ber 15 Jahre war Dr. Heidenreich Mitglied im Beirat unserer Konferenz und hat – so der Vorsitzende in seinem Glückwunschschreiben – in zum Teil turbulenten und schwierigen Zeiten die „Pastoraltheologischen Informationen“ als katholischer Redakteur geprägt. Dies war stets mit einem doppelten Arbeitsaufwand verbunden, dem inhaltlichen und dem organisatorischen: Die inhaltliche Aufgabe, die immer zwischen den Optionen des Beirats und der eigenen Akzentuierung changieren kann, bietet laut Prof. Hartmann gute Möglichkeiten, über Kongresse und Sitzungen hinaus Akzente zu setzen und Themen zu lancieren. Dies habe Dr. Heidenreich immer verantwortlich vorangetrieben, ohne sich je dabei selbst in den Vordergrund zu spielen. Diese inhaltlich reizvolle Aufgabe sei zugleich verbunden mit der selten so erbaulichen organisatorischen Aufgabe, die vom manchmal verzweifelten Eintreiben zugesagter Artikel bis zu Layout, Druck, Finanzierungs- und Versandaufgaben reicht. Für all seine Mühe gebührt Herrn Dr. Heidenreich ein herzlicher Dank und ein ehrliches „Vergelt’s Gott“. [R. Hartmann, Fulda]

3. Kongressankündigung: „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“

Im Namen von Vorstand und Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. wird herzlich zum nächsten Kongress eingeladen, der vom 12. bis 15. September 2011 in Freising stattfinden wird. Das Tagungsthema lautet: „Zwischen Lust und Ehre – Freies Engagement in Kirche und Gesellschaft“. Weitere Informationen finden sich in der Kongressausschreibung, die als Anhang diesem Newsletter beigefügt ist (der Link zum Abruf dieses Anhangs findet sich am Ende des Newsletters). Im Januar erhalten Mitglieder und Lehrstühle zudem Flyer und Plakate zugesandt. Selbstverständlich können bei Bedarf weitere Exemplare geordert werden. 
Ausdrücklich erinnert wird nochmals an den Aufruf „Call for Papers“ zum Kongressthema (http://www.pastoraltheologie.de/kongress2011/index.htm). Weiter wird darauf hingewiesen, dass auch Mitglieder aus dem akademischen Mittelbau in schwierigen Finanzverhältnissen eine Ermäßigung des Teilnahmebeitrags beantragen können. Während des Kongresses besteht die Möglichkeit zur Präsentation von Postern für den wissenschaftlichen Nachwuchs und für Projekte der Lehrstühle bzw. Institute. Es sollen vorrangig noch nicht abgeschlossene Projekte präsentiert werden, damit die Beratung und Befragung für die weitere Projektarbeit fruchtbar gemacht werden kann. [R. Hartmann, Fulda]

4. Forschungsprojekt zur Erhebung von Wirkweisen Geistlicher Begleitung

Das Forschungsprojekt zur Erhebung von Wirkweisen Geistlicher Begleitung war bereits Thema des Infodienstes 3/2008 der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen. Inzwischen ist dazu eine Veröffentlichung erschienen: Klaus Kießling (Hrsg.), Geistliche Begleitung. Beiträge aus Pastoralpsychologie und Spiritualität (Edition Wege zum Menschen; Bd.1), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010. ISBN: 978-3-525-67013-2. Das Buch dokumentiert und diskutiert das Forschungsprojekt unter folgenden Fragestellungen:

Was ist Geistliche Begleitung? Dieser Band bietet dazu mehrere Zugänge – und damit eine Pluralität, wie sie in den Traditionen der Kirchen und in gegenwärtiger Praxis lebt: mit einer Geistlichen Begleitung, die sich als Seelsorge versteht und in Pastoralpsychologie und Spiritualität einen eigenständigen Platz einnimmt; mit Konzeptionen, die sich der Benediktusregel und der Kirchenlehrerin Teresa von Avila verdanken.

Wie wirkt Geistliche Begleitung? Dabei geht es um eine empirisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der gelebten Praxis Geistlicher Begleitung: durch die Dokumentation von Pilotstudien mit Geistlichen Begleiterinnen und Begleitern sowie mit Frauen und Männern, die diese Angebote in Anspruch nehmen.

Welche Kompetenzen braucht es in Geistlicher Begleitung? In der Ausbildung spielen personzentrierte Seelsorge und Traditionen von Wüstenmüttern und -vätern zusammen. Aus der eigenen Erfahrung, am Abgrund der Gottesfrage entlang zu gehen, erwächst die Qualifikation, andere Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Haupt- und ehrenamtlich Tätige bereiten sich darauf vor, einen Fachdienst auszuüben – zwischen Profession und Charisma.

Aus welchen Quellen schöpft Geistliche Begleitung – diesseits und jenseits katholischer Traditionen? Welche evangelischen Perspektiven tun sich auf? Und in welchem spirituellen Horizont entstehen Angebote Geistlicher Begleitung, die religionsverschiedenen Paaren und ihren christlich-muslimischen Familien zugedacht sind?

Welche aktuellen Entwicklungen zeichnen sich ab – über klassische Settings hinaus? Dazu zählen Exerzitien Online, die eine fragende Sehnsucht wachrufen, die in Menschen schlummert und sie doch treibt. Dazu zählt das Zueinander von Spiritualität und Organisationsentwicklung. Dazu zählt eine Spiritualität, die aus göttlicher Solidarität lebt – mit denen, deren Würde angetastet ist, weltweit. [K. Kießling, Frankfurt a.M.]

5. Europäische Werte-Studie 2008-2010

Derzeit werden am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien die Daten der „Europäischen Werte-Studie 2008 - 2010“ ausgewertet. Ein interdisziplinäres AutorInnenteam arbeitet unter der Leitung von Regina Polak an einer Publikation, die Wertentwicklungen in Europa – in den Lebensbereichen Beziehung, Familie und Arbeit, Religion, Politik, Migration, …. – beschreiben und diskutieren und 2011 erscheinen wird. Vom 4.-5. November 2010 hat dazu ein wissenschaftliches Fachsymposium zum Thema „Werte in Österreich und Europa“ stattgefunden, bei dem die ersten Auswertungsergebnisse präsentiert und diskutiert wurden. Am 5. November fand dazu eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Religion im politischen Wertediskurs“ statt. Interessierte können sich ausgewählte Beiträge sowie die Podiumsdiskussion online unter folgendem Link via podcast anhören: ktf.univie.ac.at/content/site/pt/forschung/wertestudie2008/index.html [R. Polak, Wien]

6. Pastoraltheologen im Interview

Auf der Homepage des Seminars für Pastoraltheologie der Universität Münster finden sich ab sofort Podcast-Dateien mit Aufzeichnungen von Gesprächen, die Studierende im Rahmen des Hauptseminars „Zeitgenössische Pastoraltheolog/inn/en im Interview“ mit Prof. Dr. Franz Weber, Prof. Dr. Martin Lechner und PD Dr. habil Stefan Gärtner geführt haben: www.uni-muenster.de/FB2/pastoral/fundgrube.html [R. Feiter, Münster]

7. Nachrichten der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für missionarische Dienste der Orden 2011

Vom 7. bis 10. Februar 2011 findet in Freising (Kardinal Döpfner Haus) die Jahrestagung der AMDO 2011 statt. Referenten sind Dr. Anna Hennersperger (Freising) und Prof. Dr. Franz Weber (Innsbruck). Auf der Jahrestagung 2011 soll den gesellschaftlichen Veränderungen nachgegangen und deren Auswirkungen auf die Gemeindetheologie und Gemeindepastoral überdacht werden. Dabei werden einerseits das Studium wegweisender kirchlicher Dokumente, andererseits die Beobachtung weltkirchlicher Entwicklungen im Bereich der Gemeindepastoral sowie von neueren pastoraltheologischen Studien im deutschsprachigen Raum von Relevanz sein. 
Die Kosten betragen im EZ pro Person von Montagnachmittag bis Mittwochnachmittag 105,00 Euro plus 30,00 Euro Kursbeitrag. Anmeldungen bitte bis 15. Januar 2011 an P. Hans Hütter: hans.huetter@cssr.at. Weitere Informationen, u.a. zum Programm unter: www.redemptoristen.com/uploads/media/Einladung_zur_AMDO-Jahrestagung_2011_01.pdf und www.redemptoristen.com/uploads/media/Anmeldeformular_fuer_AMDO-Jahrestagung_2011.rtf [M.-L. Hermann, Erfurt]

Konsultation „Missionarisch Volkskirche gestalten. Möglichkeiten der mittleren Leitungsebene“

Die Arbeitsgemeinschaft missionarische Dienste (AMD) der EKD veranstaltet von 16. bis 18. Februar 2011 eine Konsultation „Missionarisch Volkskirche gestalten. Möglichkeiten der mittleren Leitungsebene“. Es geht dabei um Perspektiven für Leitungsdienste in der mittleren Ebene (Kirchenkreis, Dekanat) im Rahmen einer Entwicklung zur missionarischen Kirche. Neben Impulsen wie geistliche Leitung als Dienst, Glaubwürdigkeit der Kirche und internationaler Vergewisserung werden in Workshops die verschiedenen Themen vertieft. 
Information und Anmeldung: www.a-m-d.de [H. Schönemann, Erfurt]

Kontakt-Tagung „Sozialwissenschaftliche Studien und Pastoral“ 6.-7. September 2011 in Mainz

Wie kann die Kirche Erkenntnisse der empirischen Sozialwissenschaften für eine angemessene Pastoral fruchtbar machen? Welche Erfahrungen bestehen in der Rezeption sozialwissenschaftlicher Studien? Welche Hilfestellungen kann das Referat „Pastoral und Gesellschaft“ der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) geben? 
Diesen Fragen soll auf einem Treffen nachgegangen werden, das sich an die entsprechenden Mitarbeiter/innen in den Seelsorgeämtern der Bistümer richtet. Neben dem gegenseitigen Kennen lernen und Austausch sollen eine Klärung der Erwartungshorizonte und die Planung eines möglicherweise weiteren Vorgehens erörtert werden. 
Termin: 6. September 2011 (ab 15.30 Uhr) bis 7. September 2011 (bis 12.30 Uhr) 
Ort: Erbacher Hof, Mainz 
Für weitere Informationen und Fragen wenden sich Interessierte bitte an Dr. Tobias Kläden (klaeden@kamp-erfurt.de). [T. Kläden, Erfurt]

Heft 2 des Magazins für missionarische Pastoral „euangel“ erscheint Ende Dezember

Die zweite Ausgabe des online-Magazins „euangel“ der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) erscheint Ende Dezember. Auch dieses Heft ist wieder einem Thema gewidmet, das von hoher Relevanz für missionarische Pastoral ist: der Sprache. Schließlich ist die Sprache, mit der das Evangelium verkündet wird, ist entscheidend dafür, wie (und ob überhaupt) die Botschaft angenommen wird. Dem Thema nähern sich Ludger Verst aus journalistischer, Stefan Gärtner aus pastoraltheologischer, Markus-Liborius Hermann aus neutestamentlicher und Benedikt Kranemann aus liturgiewissenschaftlicher Perspektive. 
Das Magazin kann im pdf-Format auf www.kamp-erfurt.de/de/magazin-angel.html heruntergeladen werden. Der Newsletter der Arbeitsstelle informiert u.a. jeweils, wenn eine neue Ausgabe von „euangel“ verfügbar ist, und kann auf www.kamp-erfurt.de kostenlos abonniert werden. [T. Kläden, Erfurt]

8. Mitteilungen des Österreichischen Pastoralinstituts

Erschienen ist der Behelf „Eucharistie: verstehen – feiern – leben“. Er vermittelt vor allem Zugänge VOM ALLTAG HER zu einem neuen bzw. vertieften Verstehen der Eucharistiefeier. Neben 13 Themen, die durch vielfältige textliche und grafische Elemente gekennzeichnet sind, finden sich einige Artikel sowie ein „Lexikonteil“. – Zielgruppen bzw. Verwendungsbereiche: Erwachsenenbildung, Weiterbildung für (ehrenamtliche) Mitarbeiter/innen, Eltern von Erstkommunionkindern, Religionsuntericht (Oberstufe). 
Nähere Information und Bestellung: www.pastoral.at – aktuell / www.pastoral.at – Publikationen 
Eine Teilnahme an der Österreichischen Pastoraltagung (13.-15.1.2011 in Salzburg) zum Thema: „Für Gottes Lohn?! Ehrenamt und Kirche“ ist noch möglich. Referenten sind u.a. Paul Zulehner, Rainer Bucher, Anna Hennersperger, Alois Halbmayr, Reinhold Popp, Erzbischof Alois Kothgasser. – Information und Anmeldung: www.pastoral.at – ÖPI - ÖPT [W. Krieger, Wien]

9. Fachtagung „Lebensgeschichten aus kommunistischer Zeit – Biographisches Arbeiten in Beratung und Seelsorge“

Die Gesellschaft für Interkulturelle Seelsorge und Beratung e.V. – SIPCC veranstaltet in Kooperation mit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Polen, dem Seelsorgeinstitut an der Károly Gáspár Universität in Budapest, Ungarn und der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Comenius Universität vom 9. bis 13. März 2011 in Kreisau eine „Begegnungstagung“ zwischen Polen, Deutschen und Menschen aus Mittel- und Osteuropa. 
Die Zeit des Kommunismus ist vielfach noch nicht aufgearbeitet, bisher kaum auch in Beratung und Seelsorge. Dazu soll diese Tagung der Begegnung beitragen. Mit diesem Thema soll zunächst untersucht werden, welche Auswirkungen die kommunistische Diktatur auf das Leben der Menschen damals hatte. Das war in verschiedenen Ländern und Kontexten und auch individuell unterschiedlich. Diese Zeit hat Menschen geprägt und vielfach auch zu Gewissenskonflikten geführt. Gerade wer sich als Christ verstand und sich zur Kirche hielt, war mit einer Ideologie konfrontiert, die religions- und kirchenfeindlich war. Die Lebensmöglichkeiten und die Einschränkungen von damals sollen deutlich werden. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Lebensgeschichten aus einigen betroffenen Ländern. Frauen und Männer werden von sich und ihrem Erleben von damals erzählen und reflektieren. Dies wird anregen, die eigene Biographie anzuschauen und zu bedenken, wozu in Kleingruppen Gelegenheit sein wird. Daneben werden Themen in einem Vortrag und in Workshops behandelt, die für die kommunistische Zeit bedeutend waren. 
Weitere Informationen: www.ekir.de/sipcc/progr-kreis-2010-10-15.pdf [K. Temme, Düsseldorf]

10. Tagungshinweise des Konferenzvorsitzenden

Im Gefolge des ersten Netzwerktreffens „Praktische Theologie“ (vgl. Newsletter 3/2010) ist geplant, in Kooperation mit der Sektion Praktische Theologie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für (evangelische) Theologie und den anderen (katholischen) praktisch-theologischen Fächer im Jahr 2013 ein Symposion zu „Sprache und Übersetzung“ empirischer Forschung durchzuführen. Wer gerne mitwirken würde, kann sein Interesse dem Vorstand melden.

Auch aus dem Treffen der POsT Gruppe wuchs das Interesse einer gemeinsamen Tagung zur Entwicklung der Kirche in der jüngeren Zeit. Auch hierzu ist Interesse und Mitarbeit erbeten.

Die deutschsprachige Sektion der Europäischen Gesellschaft für Theologie lädt zu einem Studientag ein: „Europäisch und katholisch: Die komplexe Einheit der Theologie“, der am 11. Februar 2011 in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar stattfinden wird. Eine Fachtagung zum Forschungsprojekt zur Würzburger Synode findet vom 23.-25. Februar 2011 im Erbacher Hof in Mainz statt. Zu beiden Tagungen siehe: www.katholische-theologie.info/Aktuelles/Tagungen/tabid/71/Default.aspx

Am 14.3.2011 findet an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt/M. ein Workshop statt, der unter dem Titel „Zum Standort der katholischen Theologie an der Universität“ steht und durch die Denkschrift des Wissenschaftsrats „Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Theologie und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen“ angeregt wurde. Anmeldung bitte an das Büro des Katholisch-Theologischen Fakultätentags: Mockenha@uni-trier.de

Auf das Material der Tagung des Netzwerkes Kirchenreform zur Gemeinwesendiakonie soll ausdrücklich hingewiesen werden. Die Jahrestagung 2010 des Netzwerks Kirchenreform fand in Kooperation mit dem Zentrum „Mission in der Region“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Initiativgruppe „Gemeinwesendiakonie“ von EKD/DWEKD (Diakonisches Werk) vom 26. - 27. November 2010 in Wiesbaden statt. Der Tagungstitel lautete: „In alle Welt – mit aller Welt? Gemeinwesendiakonie und missionarische Perspektiven für Stadt und Region“ (http://www.kirchenreform.de/mission_diakonie_region.html)

Das Netzwerk „Kirche und Management“ (http://www.kirchenreform.de/kirchenmanagement.html) plant seinen nächsten Kongress für den 8. Oktober 2011 in Nürnberg. Ausdrücklich sind die Organisatoren an einer erweiterten Teilnahme aus dem katholischen Bereich interessiert.

Im Rahmen des Projekts „Landpastoral“ der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP), der Theologischen Fakultät Fulda und den (Erz-)Bistümern Fulda, Würzburg, Paderborn und Erfurt wird für den 10.-12. Oktober 2011 ein Symposion „Bilderwechsel: Kirche herausgefordert durch ländliche Räume“ vorbereitet. Call for Papers und weitere Informationen unter: www.kamp-erfurt.de/de/archiv/nachrichtenarchiv/2010/17.html

Ein erster „Kongress Geistliche Begleitung“ ist für den 15.-17. September 2011, also direkt an unseren Kongress anschließend, in Mainz avisiert. Informationen unter www.bistummainz.de/bistum/bistum/ordinariat/dezernate/dezernate_5/dez5a1/glaubensv/blkurs/ileben/symposion/anmeldung/index.html [R. Hartmann, Fulda]

11. Stellenausschreibungen

An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist zum 01.04.2011 eine Stiftungsprofessur für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen (Besoldungsgruppe W 2) im befristeten Angestelltenverhältnis für die Dauer von elf Jahren zu besetzen. Bewerbungen sind bis zum 31.12.2010 möglich. Weitere Informationen: www.theologie.uni-wuerzburg.de/aktuelles/meldungen/single/artikel/stiftungsp-1/ [R. Hartmann, Fulda]

Der Lehrstuhl für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik (deutschsprachig) der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg / Schweiz schreibt die Stelle eines/einer Diplomassistenten/Diplomassistentin (100%) im Bereich Pastoraltheologie und Religionspädagogik aus. Die Ausschreibung findet sich hier: www.unifr.ch/pastoral/de/pdf/StellenausschreibungDiplomassistenzPastoralRP.pdf

Das „Institut für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog“ (IRD) an der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg / Schweiz vergibt im Frühjahrssemester 2012 (20.2.-1.6.2012) einen Lehrauftrag Gender Aspects in Religious Studies im Umfang von 2 Stunden pro Woche. Die Lehrveranstaltung ist den theologischen und religionswissenschaftlichen Studiengängen sowie dem Studiengang Gender Studies zugeordnet. Das Thema der Vorlesung kann frei gewählt werden. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Die Besoldung erfolgt nach den Richtlinien der Universität. Weiters werden die Fahrtkosten ersetzt. 
Bewerbungen mit Lebenslauf, Publikationsliste, Titel und kurzer Beschreibung der Vorlesung sind bis zum 31. Januar 2011 an Sylvia Hodek zu richten, die auch für Fragen offen steht: sylvia.hodek@unifr.ch [S. Hodek, Fribourg]

12. Personalia

Am 8. Dezember 2010 starb in Erfurt Dr. Hans-Andreas Egenolf (* 13.12.1931), der als Homiletiker etlichen von uns über lange Jahre verbunden war. Zu DDR-Zeiten war er einer der Kontaktleute zwischen Erfurt und der Bundesrepublik, berichtete bei den Tagungen der Homiletiker von den gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen. Wir gedenken seiner in Erinnerung und Gebet. [R. Hartmann, Fulda]

Der Pastoraltheologe Prof. Dr. Michael Fischer aus Münster hat für seine Habilitationsschrift „Das konfessionelle Krankenhaus. Begründung und Gestaltung aus theologischer und unternehmerischer Perspektive“ im Oktober den mit 5000 Euro dotierten „Lorenz-Werthmann-Preis“ des Deutschen Caritasverbandes (DCV) erhalten, den bedeutendsten Wissenschaftspreis im Raum der Caritas. 
Die konfessionellen Krankenhäuser befinden sich derzeit in einem turbulenten Transformationsprozess. Dabei stehen sie nicht nur unter finanziellem Druck, sondern auch unter massiven ethischen und theologischen Begründungszwängen: Schon seit längerer Zeit taucht regelmäßig die Frage auf, ob die Kirchen nicht ihre Krankenhäuser abgeben und das Spielfeld anderen überlassen sollten. Fischers Buch thematisiert die Rolle und den spezifischen Auftrag konfessioneller Hospitäler in der Versorgung kranker Menschen. Es unternimmt eine Begründung und Ausgestaltung ihres Grundauftrages des heilenden Dienstes in theologisch-ethischer und unternehmerischer Perspektive. 
Im November erhielt er für diese Arbeit außerdem den mit 3500 Euro dotierten „Preis zur Förderung des Dialogs zwischen Wirtschaft, Ethik und Religion“ („WER-Preis“), den die österreichische Industriellenvereinigung (IV) in Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz ausschreibt. Mit diesem Preis werden Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich in ihren Arbeiten mit dem Verhältnis der Wirtschaft zu Ethik, Religion oder Kirchen auseinandersetzen. [V. Tenbohlen, Münster]

13. Newsletter „Theologie und Ethik“

Die in der Zentrale des Deutschen Caritasverbandes neu eingerichtete Arbeitsstelle für Theologie und Ethik macht darauf aufmerksam, dass ein ein Newsletter „Theologie und Ethik“ ins Leben gerufen wurde. Er informiert schnell und einfach über caritasrelevante Themen der Theologie und Ethik. So bleiben die Abonnenten stets auf dem Laufenden über theologische und ethische Positionen und Stellungnahmen, Diskussionen und Entwicklungen, Veranstaltungen und Fortbildungsangebote sowie Publikationen. 
Der Newsletter erscheint unregelmäßig in Abhängigkeit wichtiger Neuigkeiten. Unter www.meine-caritas.de/newsletters.aspx können sich Interessierte auch online anmelden. 
Für Anregungen, Wünsche und Fragen steht Ihnen die Redaktion unter der E-Mail theologieundethik@caritas.de jederzeit sehr gerne zur Verfügung. [A. Fritz, Freiburg/Br.]

14. Zeitschrift Lebendige Seelsorge: „Kirche.Krise.Intervention“ (6/2010)

Es gibt Kritik aus Liebe. Schweigen kann dagegen ein Zeichen für Mangel an Liebe sein, so der Berliner Jesuit Klaus Mertes. Angesichts der aktuellen Krise der Kirche zu schweigen wäre mangelnde Liebe. Aber auch vorschnelle Lösungsvorschläge entgehen oft nicht der Versuchung einer bloßen Krisenrhetorik. So warnt Ulrich H.J. Körtner vor einem oberflächlichen Krisenjargon und betont die Essenz des Christseins: Beten und das Tun des Gerechten. Hans-Joachim Sander sieht die Kirche dagegen auf dem unumkehrbaren Weg von einer selbstbezogenen Religionsgemeinschaft zur public religion. Das jahrhundertealte Selbstbild der societas perfecta ist das Problem, für dessen Lösung es sich hält. Ohne Abkehr von diesem „ekklesiologischen Autismus“ wird Kirche für die Menschen von heute und morgen keine Relevanz mehr gewinnen. Joachim Wiemeyer entfaltet, was die Sozialethik der Kirche in Zeiten der Krise raten kann: Glaubwürdigkeit durch Transparenz, Öffnung zu den Wissenschaften, Geschlechtergerechtigkeit und offene Gesprächskultur sind nur einige Stichwörter. 
Neben diesen theoretischen Überlegungen geht die „Lebendige Seelsorge“ auch dem Umgang mit der Krise in der konkreten Praxis nach, etwa im Interview mit Klaus Mertes SJ, anhand der Fachstelle Prävention, Aufarbeitung und Opferschutz im Erzbistum Hamburg oder mit der Notfall- und Krisenseelsorge. 
Eine Heftübersicht sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.lebendige-seelsorge.de 
PS: Bei Interesse an regelmäßiger Information zur „Lebendigen Seelsorge“ wird gerne per E-Mail das Versandblatt zu jedem Heft verschickt, das das Editorial und eine Inhaltsübersicht enthält. Bitte kurze E-Mail an: astridschilling@gmx.de [A. Schilling, Würzburg]

15. Publikationen

Lames, Gundo / Nober, Stefan / Morgen, Christoph (Hg.), Psychologisch, pastoral, diakonisch. Praktische Theologie für die Menschen. Heribert Wahl zum 65. Geburtstag, Trier 2010. ISBN 978-3-7902-1801-5

Anlässlich des 65. Geburtstags von Heribert Wahl, Professor für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät Trier von 1997 bis 2010, legen die Herausgeber eine Festschrift vor, deren Beiträge Impulse und Anregungen seines wissenschaftlichen Werks aufnehmen und Perspektiven entwickeln für eine zukunftsfähige Gestalt pastoraler Reflexion und Praxis. 
Lehren und Forschen von Heribert Wahl stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Er geht der Frage nach, wie Menschen aus dem Glauben heraus dabei unterstützt werden können, heilsame Beziehungen zu finden und zu leben. Sein praktisch-theologischer Zugang zu den Menschen ist 
- psychologisch, denn als Psychologe und Psychoanalytiker gewinnt er maßgebliche Anregungen seiner praktischen Theologie aus der psychoanalytischen Selbstpsychologie. 
- pastoral, denn Heribert Wahl verknüpft diese Anregungen so mit dem Grundimpuls des Evangeliums, dass er daraus für die ganze Breite pastoralen Handelns Wahrnehmungshilfe, Kriterien und Optionen gewinnt. 
- diakonisch, denn seinem pastoralen Kernanliegen – der Stärkung einer „SelbstObjekt-Praxis“ im Geiste Jesu – wohnt ein diakonischer Impetus inne. 
Wie fruchtbar die Auseinandersetzung mit Lehren und Forschen von Heribert Wahl ist, das belegen die zwanzig Beiträge von Weggefährten, Kollegen und Schülern. Sie greifen unterschiedliche Aspekte seines vielfältigen Werks auf, reflektieren und vertiefen sie sowie ziehen lehrreiche Schlussfolgerungen für Praktische Theologie und Pastoral. [Ch. Morgen, Trier]

Först, Johannes, Empirische Religionsforschung und die Frage nach Gott. Eine theologische Methodologie der Rezeption religionsbezogener Daten, Berlin 2010.

Im Kontext einer neuen Konjunktur öffentlicher Religionsdiskurse investieren die Kirchenleitungen erhebliche Mittel in religionsbezogene Auftragsforschung. Welchen theologischen Erkenntnisstatus haben diese empirischen Daten? Können sie unvermittelt in Handlungskonzepte konvertiert werden? Wie gelingt es, im Zusammenhang der religionsbezogenen Datenlage von Gott zu sprechen? 
Das Buch richtet sich an Theolog/inn/en und an Verantwortliche in Seelsorge und Kirchenleitung, die einen theologisch nachvollziehbaren Umgang mit den Daten empirischer Religionsforschung suchen, ohne methodologisch arglos das innovative Potential der Frage nach Gott im Gespräch der Disziplinen auszulassen. Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Kardinal-Wetter-Preis 2009 der Katholischen Akademie in Bayern ausgezeichnet. [J. Först, Regensburg]

Müller, Philipp / Werner Müller-Geib (Hg.), Relativismus. Der Anspruch des christlichen Glaubens in einer pluralen Gesellschaft, St. Ottilien 2010. 
ISBN: 978-3-8306-7446-7

Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Sammelbandes – Lehrende der KFH Mainz – haben sich im Rahmen eines wissenschaftlichen Diskurses der Herausforderung des Relativismus gestellt. Dies ist im Horizont folgender Fragen geschehen, die für das Selbstverständnis der (Praktischen) Theologie an der KFH Mainz zentral sind: Was sind Erscheinungsformen des Relativismus in unserer Gesellschaft? Auf welchen philosophisch-denkerischen Prämissen beruhen relativistische Entwürfe und was sind ihre Aporien, die sich in einer „Diktatur des Relativismus“ (Benedikt XVI.) auswirken können? Welche berechtigten wissenschaftspraktischen Anliegen formulieren relativistische Positionen? Wann läuft Religion – auch die christliche – Gefahr, den eigenen Wahrheitsanspruch zu pervertieren und zur Ideologie zu werden, bis hin zum Fanatismus? Wie und ggf. mit welchen Mitteln lässt sich in postmoderner Zeit Jesus Christus als das Maß der Wahrheit (vgl. Joh 14,6) vertreten und vermitteln? Wie kann in einem relativistisch geprägten gesellschaftlichen Kontext der christliche Glaube angemessen zur Sprache gebracht werden? 
Im einleitenden Beitrag leuchtet der Systematiker Herbert Frohnhofen im Kontext Katholischer Hochschulen die These aus, dass Jesus Christus die eine Wahrheit ist; er zeigt auf, dass diese These als Ermutigung zu verstehen ist, alle eigenen und gemeinschaftlichen Möglichkeiten einzusetzen. Der Moraltheologe Martin Klose stellt den heute vorherrschenden ethischen Relativismus in seinen wesentlichen Spielarten und Anliegen dar; am Beispiel der christlichen Ethik referiert er die Gegenposition eines ethischen Universalismus bzw. Objektivismus und erhellt ihre Übereinstimmung mit dem sittlichen Bewusstsein des Menschen. Der Pastoraltheologe Philipp Müller fragt am Praxisbeispiel der Firmpastoral, wie Verantwortliche für die Wahrheit des christlichen Glaubens so einstehen können, dass heutige junge Menschen den Glauben im Kontext ihrer komplexen Lebenswirklichkeit zu inkulturieren vermögen. Aus liturgiewissenschaftlicher Perspektive nehmen Werner Müller-Geib und Verena Harter mit der Segnungsfeier am Valentinstag ein weiteres Praxisfeld in den Blick; anhand von konkreten Feiern belegen sie, wie die Kirche durch Rückgriffe auf ihr traditionelles Ritenrepertoire eine pastoralliturgische Lücke zu schließen versucht. Gegen den Trend einer Überbetonung einer subjektorientierten Didaktik in der gegenwärtigen religionspädagogischen Diskussion wendet sich Peter Orth; er belegt die Notwendigkeit, auch instruktionstheoretischen Ansätzen wieder zu ihrem Recht zu verhelfen und plädiert für eine integrative Sichtweise von Instruktion und Konstruktion. Der Pädagoge Ulrich Papenkort beschreibt am Beispiel des Buchmarktes die Vielfalt gegenwärtiger Heilsangebote, die mit dem Christentum als Alternativen konkurrieren oder es als Ergänzung kompensieren können. Der abschließende Beitrag der Bibelwissenschaftlerin Eleonore Reuter macht auf die Vielfalt der biblischen Texte aufmerksam, die in Spannung zur Einheit als Heiliger Schrift steht und der eine Methodenvielfalt in der Schriftauslegung entspricht. [Ph. Müller, Mainz]

 

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info (at) pastoraltheologie (punkt) de.

16. Obligatorisches / Impressum

Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

Kontakt:

Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Beauftragter für Homepage und Newsletter des Beirats der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.

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