Newsletter www.pastoraltheologie.de 4/2013

Newsletter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V.

Ausgabe 4/2013


Inhalt

1. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz
2. Wer ist willkommen? Gefährliche Erinnerung und die Gerechtigkeit von morgen.
Ein Symposion von Pastoraltheologie und Caritas zum Thema „Migration“
3. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI)
4. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
5. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
6. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
7. Stellenausschreibung Caritasverband für die Diözese Limburg
8. Tagungsankündigungen
9. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest und das kommende Jahr 2014
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz

1. Die Vorbereitungen für das Symposion „Migration“ im März 2014 in Freiburg sind abgeschlossen. Wir erwarten etliche Anmeldungen. Nähere Informationen s. u. unter 2.
2. Auf Initiative von Prof. Rupert Scheule und in Absprache mit der AG der Moraltheologen haben wir an alle Professoren die Einladungen zur Mitarbeit an einer Stellungnahme zur außerordentlichen Bischofssynode 2014 versandt. Leider gab es kaum Motivation und Bereitschaft zur Teilnahme an der Befragung. Es ist einerseits wichtig, sich an diesen Einladungen zur Mitarbeit zu beteiligen, andererseits ist die Umfrage recht unprofessionell vorbereitet und in ihrer Tendenz eindeutig. Dennoch haben die Kollegen Scheule und Hartmann eine Antwort für die Kommission Ehe und Familie der DBK vorbereitet, die hier eingesehen werden kann: www.thf-fulda.de/fragebogen
3. Im Rahmen eines Abendgesprächs der Pastoralkommission der DBK im Januar werden Martina Blasberg-Kuhnke und Richard Hartmann die Problematik bei der Ausstattung und Besetzung pastoraltheologischer Lehrstühle thematisieren.
4. Bei den „Mainzer Gesprächen“ nahmen mit Richard Hartmann, Erich Garhammer (Homiletik) und Stephanie Klein (Schweiz) drei Fachkollegen teil. Wichtige Stichworte:
a. Das Theologische Studienprogramm Albertus Magnus fördert Promotionen ausländischer Studierende finanziell und ideell. Es führt Stipendien aus den Werken und Diözesen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Weltkirche und Mission an der Hochschule St. Georgen zusammen.
b. Im Frühjahr 2014 wird eine Handreichung erscheinen, die zu etlichen Fragen des Studiums Neuentwicklungen dokumentiert: Es geht dabei um die Empfehlungen für Habilitanden und ihre notwendigen pastoralen Erfahrungen. Die Wege der Promotion verbunden mit Strukturbausteinen, die vom Fakultätentag im Januar besprochen werden, sollen ebenso vorgestellt werden.
5. Vom 29.–31. Januar 2015 wird es ein Symposion zur Wissenschaftstheorie unseres Faches im Franz-Hitze-Haus in Münster geben.
6. Die Thematik für den Kongress 07.–10. September 2015 im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod wird in der Beiratssitzung im März festgelegt.
[R. Hartmann, Fulda]

2. Wer ist willkommen? Gefährliche Erinnerung und die Gerechtigkeit von morgen.
Ein Symposion von Pastoraltheologie und Caritas zum Thema „Migration“
24. bis 26. März 2014 Freiburg – Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbands

Zu diesem Symposium laden die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und -theologinnen und der Deutsche Caritasverband / Arbeitsstelle Gemeindecaritas herzlich ein.

Wer ist willkommen? Wer stellt diese Frage? Allenthalben werden Fachkräfte in Wirtschaft und im Sozialen vermisst; der Ruf nach den „passenden Migranten“ und der dafür zu erleichternden Rechtslage für Zuzüge ist unüberhörbar. Andererseits ist das Elend der Menschen, die Krieg und Ausweglosigkeit der Heimat entfliehen und hierzulande Arbeit oder auch Bleibe suchen, unübersehbar. Die „gefährliche Erinnerung“ (J. B. Metz) eines befreienden Glaubens an den liebenden und gerechten Gott verweist zuerst auf den Menschen. Wer ist willkommen? „Der fremde Mensch“, der nicht zu denen im Haus gehört, der Menschen sucht? Der fragt nicht! Der bittet, der besteht auf der gefährlichen Erinnerung „ihr seid Menschen … ich bin ein Mensch“.
Der Mensch in Not ist die Richtschnur. Er / sie sucht andere Menschen und auch die Institution. Die Begegnung der einzelnen kann für beide Seiten belebend sein (Gleichnis vom Samariter). Die Institution kann diese Begegnung verhindern; sie kann aber auch der Begegnung dienen, wenn sie Ängste abbaut und Gewalt verhindert. Dieser Spannung kann nicht ausweichen, wer Migration auf dem Hintergrund der Bibel liest. Gefährliche Erinnerung „Migration“ ist der eine Pol, der andere die gegenwärtige und zukünftige Gerechtigkeit. In Begegnungen und Reflexionen stellen wir uns diesen Herausforderungen als (Pastoral)theologinnen und -theologen und als Mitwirkende der Caritas.

Den Flyer mit Informationen zum Programm finden Sie hier; das Anmeldeformular befindet sich hier.
[E. Baldas, Freiburg i. Br.]

3. Nachrichten aus dem Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI)

Von 9.-11.1.2014 findet in Salzburg – Bildungszentrum St. Virgil die Öst. Pastoraltagung GOTTES.KINDER.WELTEN zum Thema Kinderpastoral statt. Neben Referaten zum Aufwachsen heute und den diesbezüglichen Chancen, Herausforderungen und Anfragen aus religionspädagogischer Sicht  werden auch die Themen Kinderarmut, Kinderrechte, Gewaltprävention und „was Kinder wirklich glücklich macht“ angesprochen.
Nähere Informationen und Anmeldung: www.pastoral.at – Öst. Pastoralinstitut – ÖPT. Das Buch zu dieser Tagung wird voraussichtlich im Herbst 2014 im Wagner-Verlag erscheinen.

Zum Thema Pastoralpläne wurde ein Text erstellt, der (etwas versteckt) unter www.pastoral.at – Öst. Pastoralinstitut – … und mehr – …. Zu finden ist.  – Dort gibt es auch einen Text der Pastoralkommission Österreichs zum Thema Qualitätsstandards in der Seelsorge.
[Walter Krieger, Wien]

4. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Kirche. Evangelium. Zukunft – der Open Space der KAMP
70 Teilnehmer, kein vorgegebenes Thema – aber vielfältiger Ertrag. Der Open Space „Kirche. Evangelium. Zukunft. Umschlagplatz für pastorale Visionen“ der KAMP setzte konsequent auf die Eigenverantwortlichkeit und die Eigenexpertise pastoral Engagierter – von Ehrenamtlichen bis zu Seelsorgeamtsleitern. So prägten keine Vorträge, sondern rund 30 Kleingruppengespräche diese KAMP-Tagung vom 21. bis 23. Oktober in Würzburg. Und trotz der sehr divergenten Fülle an pastoralen Themen, die dabei aufs Tableau kamen, lassen sich doch einige Punkte ausmachen, die immer wieder vorkamen und damit auf zentrale Herausforderungen für eine Kirche hinweisen, die Zukunft haben will: die Abkehr von einer rein zentral gesteuerten Pastoral, der Wunsch nach einer Pastoral des Vertrauens (zu den Mitarbeitern, insbesondere zu den Ehrenamtlichen), die Suche nach neuen pastoral Orten, das Bedürfnis nach Vernetzung von Erfolgsgeschichten, die Frage nach pastoraler Qualität und Kundenorientierung, der Umgang mit innerkirchlicher Vielfalt …
Mehr zum Open Space finden Sie hier.

KAMP kompakt „Milieus fordern heraus“: Neuauflage
Wieder verfügbar ist die Broschüre „Milieus fordern heraus“ zum MDG-Milieuhandbuch 2013. Der erste Band der neuen Reihe „KAMP kompakt“ war aufgrund erfreulich hoher Nachfrage schon nach wenigen Monaten vergriffen. Die Neuauflage macht die pastoraltheologischen Deutungen zu den Daten der SINUS-Kirchenstudie wieder zugänglich.
Die Broschüre kann kostenlos über sekretariat(at)kamp-erfurt(dot)de bestellt werden. Außerdem steht sie auch auf der Homepage der KAMP (hier) als pdf-download zur Verfügung.

Schulungsangebot 2014 zum Thema „milieusensible Pastoral“
Die Arbeitsstelle KAMP bietet gemeinsam mit der SINUS-Akademie und dem Zentrum für angewandte Pastoralforschung der Ruhr-Universität Bochum (ZAP) auch 2014 wieder eine dreitägige MultiplikatorInnen-Schulung zum MDG-Milieuhandbuch „Katholische Kirche 2013“ an. Der Kurs findet vom 30.09. bis 02.10.2014 in Bonn statt. Erste organisatorische Informationen finden Sie hier.
Zurzeit werden außerdem weitere eintägige Fortbildungsangebote zum Thema milieusensible Pastoral konzipiert. Informationen finden Sie auf der oben verlinkten Seite im Laufe des ersten Quartals 2014.

euangel 3/2013: Glauben in Säkularität
Frisch erschienen ist die Ausgabe 3/2013 unserer Online-Zeitschrift euangel. Unter dem Titel „Glauben in Säkularität“ zeigt sie, dass unsere säkularen Gesellschaften nicht einfach glaubenslos oder glaubensfeindlich sind, sondern in vielfältiger Weise Glauben und Nichtglauben neu miteinander in Berührung bringen.
(Hinweis: Wer die Zeitschrift lieber als Gesamtes offline lesen will – hier geht es zum Gesamt-PDF.) [T. Kläden, Erfurt]

5. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Stellenausschreibung: Pastoral der Zukunft mitgestalten – Projekt Neuland im Bistum St. Gallen
Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) in St. Gallen sucht auf den 1. März 2014 oder nach Übereinkunft eine(n) Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter (50%). Die Stelle ist auf drei Jahre befristet.
Für die wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung eines neuen Strukturmodells für die Pastoral im Bistum St. Gallen richtet das SPI eine Projektstelle ein. Es geht um die konzeptionelle Begleitung des Umsetzungsprozesses und um Mithilfe bei der Kommunikation von Lernerfahrungen mit dem Modell im Bistum St. Gallen und in der Deutschschweiz. Diese Arbeit geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem diözesanen Pastoralamt, den beteiligten Pfarreien und Seelsorgeeinheiten.
Mehr Informationen finden Sie hier.

Pastoralumfrage zu Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral
Im Auftrag des Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz und in enger Kooperation mit der Kommunikationsstelle der Schweizer Bischofskonferenz wurde durch das SPI eine Online-Umfrage aufgeschaltet, um möglichst vielen Gläubigen und ihren Angehörigen die Möglichkeit zu geben, zu Fragen der Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral Stellung zu nehmen und Erfahrungen mitzuteilen. Die dreisprachige Online-Befragung ergänzt die diözesanen Umfragen im Kontext der Vorbereitung auf die nächste Bischofssynode. Die Umfrage versteht sich auch als ein Ausdruck des Wunsches der Kirche, mit vielen Gläubigen neu über Partnerschaft, Ehe und Familie ins Gespräch zu kommen, bei denen der Gesprächsfaden unterdessen abgerissen war. Zur Förderung dieses Prozesses wurden auch an die 300.000 Fragebögen in Papierform über regionale kirchliche Medien gestreut.
www.pastoralumfrage.ch
www.questionariopastorale.ch
www.consultationpastorale.ch

Katholische Kirche in der Schweiz. Kirchenstatistik 2013
Die neue Kirchenstatistik 2013 über die katholische Kirche in der Schweiz ist erschienen und im Buchhandel erhältlich. Neben einem differenzierten Überblick über die katholische Kirche und kirchliches Leben in der Schweiz bietet die Kirchenstatistik auch vielfältiges Vergleichsmaterial aus den Nachbarländern und aus den evangelisch-reformierten Kirchen.
Roger Husistein: Katholische Kirche in der Schweiz. Kirchenstatistik 2013. Zahlen, Fakten, Entwicklungen, hg. vom Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut, St. Gallen, edition SPI, 2013, 115 Seiten. ISBN: 978-3-906018-06-5
Mehr Informationen finden Sie hier.
[A. Bünker, St. Gallen]

6. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)

JUNGE ERWACHSENE – Netzwerk der Diözesen
Nicht mehr jugendlich, noch nicht erwachsen.
Vom 10.–12.11.2013 hat das Netzwerk der Diözesen für Junge Erwachsenen-Pastoral getagt. 12 Referentinnen und Referenten von Vechta bis Augsburg haben sich im Jugendhaus Elias (Blaichach) unter Leitung der afj über die Zielgruppe, Konzepte und laufende Projekte ausgetauscht.
Junge Erwachsene werden seit einigen Jahren in mittlerweile über 10 Bistümern als eigene Zielgruppe in den Blick genommen, dafür wurden eigens Referentenstellen eingerichtet. Dahinter steckt die Überzeugung, dass das Junge Erwachsenalter eine Lebensphase im Übergang ist, die ganz eigene Bedürfnisse hat und die Erfahrung dass für eben diese Lebensphase, die in unterschiedlichen Lebensformen lebt, in der Kirche bisher wenig Platz ist. Denn: Junge Menschen wechseln nicht mehr von der Leiterrunde in den Familiengottesdienst, sondern vielmehr muss es eigene Angebote für Junge Erwachsene – ob Singles, in Partnerschaft Lebende, Verheiratete, Alleinerziehende – geben.
Draußen zuhause – Pastoral für Junge Erwachsene muss an die Orte gehen, wo sich Junge Erwachsene aufhalten, um mit ihnen dort über Lebens- und Glaubensthemen ins Gespräch zu kommen. Dabei entstehen ganz eigene, innovative Angebote wie „Eine Sinnsuche im Tattoostudio“ oder ein „Glaubensmarathon“.
Auf dem Katholikentag in Regensburg 2014 wird sich das Netzwerk der Diözesen sowohl den Hauptamtlichen und Multiplikator/innen auf der Kirchenmeile als auch in Workshops wie z.B. einem „Speeddating für Singles“ der Zielgruppe präsentieren.
Ansprechpartner/innen der Diözesen findet man unter www.afj.de/junge-erwachsene, weitere Infos gibt Eileen Krauße, Referentin für Jugendpastorale Bildung der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz.

DAS BLICKFELD ERWEITERN
Jahreskonferenz für Jugendseelsorge diskutiert diakonischen Auftrag. PoliTalk zu Aufgaben und Funktion kirchlicher Jugendarbeit.
Heiligenstadt/Düsseldorf, 07. Nov. 2013. Jugendsozialarbeit und diakonische Arbeit als Einsatzfeld – darüber berieten die Verantwortlichen in der katholischen Jugendarbeit aus ganz Deutschland. Im Rahmen eines PoliTalks wurden die Zukunft der katholischen Jugendarbeit unter dem diakonischen Blick und die Mitgestaltung der Gesellschaft als Auftrag von namhaften Gästen diskutiert. Die einmal jährlich stattfindende Jahreskonferenz für Jugendseelsorge steht unter der Federführung der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj). Sie tagte im Marcel-Callo-Haus in Heiligenstadt (Bistum Erfurt). Das diesjährige Motto der Konferenz lautet: „Den Rand weiten - der diakonische Blick der Jugendpastoral“.
Die sich verschärfenden Gegensätze von arm und reich in unserer Gesellschaft zeigen sich deutlich in der Jugendarmut. Womit neben der deutlichen materiellen Armut auch emotionale, soziale und kulturelle Armut gemeint ist. Die Verantwortlichen der katholischen Jugendarbeit nehmen das wahr und haben im Rahmen der Konferenz ihren diakonischen Auftrag als Teil ihrer Arbeit neu definiert. „Papst Franziskus betonte diesen Sommer, dass das Verkünden des Evangeliums auf der Straße der Armut stattfinden müsse. Diakonische Jugendarbeit zielt auf einen Ausgleich sozialer Benachteiligungen ab“, erläutert afj-Leiterin Bianka Mohr. „Wir wollen Akteure in der Jugendarbeit dabei unterstützen, junge Menschen zur gesellschaftlichen Mitverantwortung zu befähigen und sich sozial zu engagieren.“
Dem Motto der Jahreskonferenz angemessen, haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Villa Lampe zu einem PoliTalk getroffen. Das soziale Netzwerk für junge Menschen in Heiligenstadt war der perfekte Rahmen, um über eine diakonische katholische Jugendarbeit und ihren sozialen Auftrag zu debattieren. Eine kritische Reflexion der Stellung der Diakonie im Kontext kirchlicher Grundfunktionen nahmen Dr. Ottmar John von der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Franz-Ulrich Otto, Provinzialvikar der Salesianer Don Boscos, und Prof. Dr. Lechner, Leiter des Jugendpastoralinstituts Don Bosco (JPI), vor.
Den Auftrag, die Gesellschaft mitzugestalten, betrachteten Pfr. Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), und Stefanie Schmerbauch, Leiterin der Caritasregion Eichsfeld/Nordthüringen im Bistum Erfurt. Sie erweiterten damit den Blickwinkel auf eine politische Diakonie.
Den diakonischen Blick auf die Zukunft der Jugendpastoral unternahmen Christian Heitzer, stellvertretender Leiter des bischöflichen Jugendamtes Regensburg, und Christian Gentges, Referent für „diakonische Jugendpastoral“ im Bischöflichen Jugendamt Essen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahreskonferenz für Jugendseelsorge diskutierten die Vorträge und erweiterten sie mit eigenem Know-how aus der praktischen Arbeit. „Basis allen Engagements ist die Neugierde auf die Jugendlichen und ihre Freuden und Nöte“, fasst Bianka Mohr die Ergebnisse des PoliTalks zusammen. „Im nächsten Schritt wird es darum gehen, den Horizont zu weiten, Expertenwissen heranzuziehen, Kooperationen zu suchen und gemeinsam zu starten.“

7. Stellenausschreibung Caritasverband der Diözese Limburg

Der Caritasverband für die Diözese Limburg e. V. sucht für seinen Geschäftsbereich Gemeindecaritas und Bildung zum nächst möglichen Zeitpunkt eine/n Projektreferent(in)en (100% Beschäftigungsumfang befristet bis zum 31.12.2019). Im Bistum Limburg wurde 2008 der Prozess „Bereitschaft zur Bewegung“ begonnen. Dieser Prozess soll bis zum Jahr 2019 andauern und zu insgesamt ca. 45 „Pfarreien Neuen Typs“ führen. Der Caritasverband für die Diözese Limburg e. V. möchte mit dem Projekt „Der Kirche ein Gesicht geben: Auf- und Ausbau von Netzwerken für Ehrenamtliche in der Caritasarbeit der „Pfarreien Neuen Typs“ die Grundfunktion der „Diakonia“ in den Pfarreien stärken und weiterentwickeln. Dies soll in enger Kooperation mit der Seelsorge und den örtlichen Caritasverbänden (Fachdienst Gemeindecaritas) geschehen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

8.
Tagungsankündigungen

Kirche vor Ort neu denken. Eine Arbeitstagung im Anschluss an „Kirche2. Ein ökumenischer Kongress“
17.-19. Februar 2014, Evangelische Akademie Loccum
Wer in den großen deutschen Kirchen derzeit Verantwortung trägt, sieht sich Druck ausgesetzt. Der gesellschaftliche Wandel höhlt die für lange Zeit selbstverständliche Stellung von Kirche und christlichem Glauben aus. Mit dieser Situation und der Notwendigkeit, in ihr zu handeln, sitzen evangelische Landeskirchen und römisch-katholische Bistümer in demselben Boot. Umso erstaunlicher ist es, dass es bisher im Umgang mit den gegenwärtigen Herausforderungen zwischen den beiden Kirchen kaum Berührungspunkte gibt – weder auf theologisch-reflexiver noch auf praktischer Ebene.
Gleichzeitig wird der derzeitige ökumenische Dialog, der Themen wie Amts-, Kirchen- und Einheitsverständnis behandelt, von vielen als festgefahren empfunden. Verheißungsvoller könnte es sein, Ökumene vom gemeinsamen Auftrag der Kirchen her zu konzipieren: von ihrer gemeinsamen Sendung, und zwar in der aktuellen Situation. Damit zeichnet sich ein produktives Spannungsfeld von Mission, Ökumene und Kirchentheorie ab, dessen Potentiale genauer zu erkunden und ekklesiologisch zu reflektieren sich lohnt. Wie können ein angstfreies Eingehen auf die Gegenwart, ein durchdachtes Miteinander der Kirchen und eine gute kirchliche Praxis vor Ort sich wechselseitig fördern? Welche theologischen und welche praktischen Probleme gilt es hierbei zu lösen?
Weitere Informationen finden Sie hier.

Symposion: Christen als Sauerteig der Berufswelt? Eine Herausforderung für Diakone im Zivilberuf
10.–12. März 2014 im Bonifatiushaus, Fulda
Der Diakon im Zivilberuf, seine Sendung als Christ und Amtsträger an dem Ort, wo er seinem Erwerbsberuf nachgeht, ist in der letzten Zeit wieder stärker ins Bewusstsein gekommen. Diese Sendung ist zentrale Aufgabe und Herausforderung für einen Dienst in einem komplexen gesellschaftlichen Umfeld. Mit diesem Symposion wollen wir zu einer vertieften Reflexion beitragen und daraus Konsequenzen für die Arbeit, die Ausbildung und Begleitung der Diakone erarbeiten.
Verantwortliche für den Diakonat und viele erfahrene Diakone sind zu diesem Symposion herzlich eingeladen.
Hier finden Sie weitere Informationen.

Kongress der Société Internationale de Théologie Pratique (SITP):
Autorité et pouvoir dans l’agir pastoral
05.–10. Juni 2014 in Drongen (Belgien)
Weitere Informationen finden Sie hier.

9. Publikationen

Der Geistliche Beirat beim Bundesvorstand von „In Via“, einem wichtigen Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, Prof. Dr. Bernd Lutz, Pastoraltheologe in St. Augustin, hat zu Beginn des Jahres 2012 eine kleine wissenschaftliche Arbeitsgruppe zusammengerufen. Diese hat Vorschläge für das theologische und pastorale Profil der Bahnhofsmission entwickelt. Das Projekt mündete in die Publikation „Der Bahnhof. Ort gelebter Kirche, hrsg. v. Bernd Lutz, Bruno W. Nikles, Dorothea Sattler, Ostfildern 2013“. Sie ist am 11. November 2013 im Hauptbahnhof in Berlin im Beisein von Kardinal Rainer Maria Woelki, dem Vorsitzenden der Caritaskommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Öffentlichkeit übergeben worden. Das Buch enthält eine Reihe von Beiträgen aus verschiedenen theologischen, sozialwissenschaftlichen und historischen Blickwinkeln. Sie reflektieren die spezifische Kirchlichkeit der Bahnhofsmission und ihren missionarischen Auftrag unter säkularen Bedingungen. Es soll eine Grundlage für die Schulung und Weiterbildung der zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission darstellen.
[O. John, Bonn]

Thomas Krobath / Andrea Lehner-Hartmann / Regina Polak (Hg.), Anerkennung in religiösen Bildungsprozessen. Interdisziplinäre Perspektiven, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8471-0202-1
Der Einsatz für eine ›Kultur der Anerkennung‹ bildet ein zentrales Anliegen im wissenschaftlichen, pädagogischen und politischen Werk und Wirken des Religionspädagogen und Theologen Martin Jäggle. Die Option für jene Menschen, die in Bildung und Schule, Gesellschaft, Politik und Kirche nicht gehört und beteiligt werden, zeichnen sein Forschen, Denken und Handeln aus. In der Auseinandersetzung mit Schlüsseltexten von Martin Jäggle zu dieser Thematik entwickeln WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen – katholische, evangelische und islamische Religionspädagogik, Bildungswissenschaft, Politikwissenschaft, Sozialethik, Religionswissenschaft, Philosophie und Theologie – weiterführende Perspektiven zu einer interdisziplinären Theorie der Kultur der Anerkennung.

Iris Maria Blecker-Guczki / Peter Hahnen, Achtung, Messe! Den Gottesdienst verstehen, Verlag Haus Altenberg Düsseldorf / Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer 2013
Co-Produktion Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Deutsches Liturgisches Institut Trier, Edition Kloster Kamp, 112 Seiten, 14,95 €, ISBN: 978-3766617583
„Man sieht nur, was man weiß.“ (Goethe). Das denkt sich mancher auch mal in der Kirche.
Die Messe bietet vieles. Doch Hand aufs Herz: Warum brennen hier Kerzen, wenn wir doch Strom und Glühbirnen hätten? Warum „verkleiden“ sich die Priester und Ministranten? Und was bedeutet es denn nun wirklich, wenn zur Wandlung Glöckchen klingeln? In 30 kurzen und prägnanten Artikeln lüftet das neue Buch, das die neu gegründete „Edition Kloster Kamp“ gemeinsam mit dem Deutschen Liturgischen Institut Trier und der „Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz“ herausgibt, das Geheimnis und setzt so das Engagement um die liturgische Bildung im Bereich der Jugendpastoral fort. Der Band richtet sich besonders an alle Gruppenleiter und an junge Erwachsene, denen Liturgie kein „Buch mit sieben Siegeln“ bleiben soll.
Co-Autor Dr. Peter Hahnen, lange Jahre Fachreferent bei der afj: „Gottesdienste sind kein Hokuspokus. Absicht des Buches ist, hinter den Sinn zu kommen, der hinter der ganzen Sinnenfrohen Inszenierung steckt.“ Jeder Beitrag kann gut einzeln gelesen werden. Die einzelnen Teile sind übersichtlich betitelt. „Wer in diesem Buch liest, erlebt die nächste Messe anders.“

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info(at)pastoraltheologie(dot)de


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Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

Kontakt:
Dr. Tobias Kläden, Beauftragter für Homepage und Newsletter
der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.
E-Mail: info(at)pastoraltheologie(dot)de

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