Newsletter www.pastoraltheologie.de 4/2014

Inhalt
1. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz
2. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)
3. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
4. Informationen aus dem Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP)
5. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
6. Frei geben – Blog
7. Tagungsankündigungen
8. Stellenausschreibung
9. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest und das Neue Jahr
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz

a) Kirche anders: Sozialformen – Personen – Katholizität
Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V.
7. bis 10. September 2015 im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod
Nähere Informationen folgen im Neuen Jahr auf der Homepage und im Newsletter.

b) Symposion „Wissenschaftstheorie in der Praktischen Theologie“
29. bis 31. Januar 2015 in Münster
Nach dem eigenen Selbstverständnis zu fragen, gehört durchgehend zur Praxis der Praktischen Theologie. Noch immer wirkt die historische Marginalisierung der Pastoraltheologie nach; vielleicht tragen wir unbewusst durch eine Selbstmarginalisierung unseres Fachs dazu bei. Vor allem aber fordert die Verortung unseres Fachs auf der Schnittfläche von Human- und Sozialwissenschaften und Theologie in einer sich permanent wandelnden religiösen und kulturellen Landschaft die Selbstreflexion einer kontextsensiblen Pastoraltheologie heraus. Diese Selbstreflexion produktiv und zukunftsweisend anzugehen, ist Thema des Symposions „Wissenschaftstheorie der Praktischen Theologie“ vom 29. bis 31. Januar 2015 in Münster.
Hier finden Sie das
Einladungsschreiben des Vorsitzenden mit weiteren Informationen sowie das Anmeldeformular.

c) Studientag: Diakonische Inhalte pastoraler Berufe
17. März 2015 in Fulda
Die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen e. V. und der Deutsche Caritasverband, Arbeitsstelle Gemeindecaritas, veranstalten einen Studientag zum Austausch unter Diözesanreferenten für Gemeindecaritas mit Experten und pastoralen Mitarbeitenden zur Mitwirkung bei diakonischen Inhalten in der Ausbildung pastoraler Berufe. Hier finden Sie den Ausschreibungstext und das Anmeldeformular.

d) Dokumentation Kongress Prag 2013
Christliche Identität in Europa auf dem Prüfstand. Pastoraltheologische Begegnungen: Horizonte und Optionen, Pastoraltheologische Hefte 7 (2014), Gniezno – Wien: Gaudentium 2014, 209 S., ISBN 978-83-64635-13-7,Schutzgebühr 10 € + Versandkosten.
Der vorliegende Sammelband dokumentiert das gleichnamige Symposium, das gemeinsam von der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. und vom PosT – Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen in Prag (19.-22.3.2013) organisiert wurde. Mit Beiträgen u.a. von Josip Baloban, Karl Bopp, Karl Gabriel, Tomáš Halík, Johann Pock, Regina Polak, Johannes Panhofer, Karel Skalický, Maria Widl und Jozef Wissink.
Die Publikation kann über
kuebler(at)pastoraltheologie(dot)de bestellt werden.
[Richard Hartmann, Fulda]

2. Nachrichten aus dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Tagung Kirchenreputation am 11. Mai 2015 in Zürich (Centrum 66), Schweiz
Wie steht es um den Ruf und das Ansehen der katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche in der Schweiz? Welche Spuren und Narben haben die Kindsmissbrauchsskandale der katholischen Kirche hinterlassen? Und mangelt es der evangelischen Kirche an Profil, wie allenthalben vermutet wird? Diese Fragen wurden in den vergangenen zwei Jahren in einem breit angelegten Forschungsprojekt durch das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) untersucht. Dabei wurden knapp 950 Kantonsparlamentarier(innen) sowie über 400 Studierende befragt.
Das SPI stellt zusammen mit dem Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich im Rahmen einer öffentlichen Tagung die Ergebnisse vor und präsentiert die Publikation zur Studie. Namhafte Vertreter(innen) aus Theologie, Kirchen- und Nonprofit-Management nehmen zu den Ergebnissen Stellung und erörtern die Bedeutung der Resultate für die kirchliche Praxis. Ein detailliertes Tagungsprogramm sowie Anmeldemöglichkeit werden im Januar 2015 unter
www.kirchenreputation.ch folgen.
[Urs Winter-Pfändler, St. Gallen]

3. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Fachtag „Glaubenszeugnis und neuer Atheismus“
Welche Strukturen gibt es im organisierten Atheismus? Welche Vorwürfe und Argumente erheben Laizisten und Atheisten gegen Religion, Glaube und Kirche? Was ist die Breitenwirkung solcher Attacken und Anfragen, mit denen letztlich auch die einzelnen Gläubigen und die kirchlichen Mitarbeiter konfrontiert sind? Und wie lässt sich vor diesen Herausforderungen dennoch begründet und einladend von Gott sprechen?
Diese Fragen will ein kompakter Fachtag gemeinsam mit pastoralen Praktikern und sonstigen Interessierten erarbeiten und besprechen. Er findet in Kooperation von KAMP und kirchlichen Akademien an verschiedenen Orten im Herbst 2015 statt: am 17. September im Roncallihaus in Magdeburg, am 22. Oktober im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg – ein weiterer Termin in Nordrhein-Westfalen ist geplant. Das Programm erscheint im Frühjahr 2015.

Fachtag „Große Pastorale Räume“ am 10.11.2015 in Frankfurt, Haus am Dom
Die KAMP hat in der Vergangenheit neun ausgewählte große pastorale Räume / Seelsorgeeinheiten ausgewählt und mit einem leitfadengestützten Interview jeweils 5 Funktionsträger befragt. Als Ergebnisse dieser (nicht repräsentativen) Pilotstudie wurden Hypothesen gebildet und in einem pastoral-theologischen und pastoral-praktischen Horizont interpretiert. Dieser Text wird in der ersten Jahreshälfte 2015 in der Reihe KAMP kompakt erscheinen.
Die KAMP plant einen Fachtag, der die Ergebnisse der Studie einem größeren Fachpublikum vorstellt. Bernhard Spielberg wird einen Kommentar aus pastoraltheologischer Sicht geben. Am Nachmittag schließen sich Repliken aus 3-4 Bistümern an, die die Ergebnisse der Studie mit den eigenen Erfahrungen in der Neuorientierung der Pastoral spiegelt. In einer Workshop-Phase werden einzelne Aspekte der Thematik vertieft. Das genaue Programm wird im Frühjahr 2015 zugänglich sein.


euangel (www.euangel.de)
Heft 3/2014: Bibel und Mission (im Dezember erschienen).
Heft 1/2015: Begabung und Leitung (erscheint im April)
Der
KAMP-Newsletter informiert über den genauen Erscheinungstermin.
[T. Kläden, Erfurt]

4.
Informationen aus dem Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP)

Mit dieser neuen Rubrik möchte sich das ZAP allen vorstellen, die im deutschsprachigen Raum Pastoralplanung, Pastoraltheologie und Pastorale Ausbildung betreiben.
ZAP steht für „Zentrum für angewandte Pastoralforschung“. Das ZAP ist ein Forschungsinstitut an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Es wurde im Februar 2014 eröffnet. Gründer und Direktor ist der Lehrstuhlinhaber Pastoraltheologie, Prof. Dr. Matthias Sellmann. Das Projekt des ZAP ist es, einen Beitrag zur Professionalisierung der Organisation Kirche dadurch zu leisten, dass das theologische Konzeptionswissen von Forschern mit dem politischen Planungswissen von Entscheidern wechselseitig und systematisch verschaltet wird.
Wie das ZAP das angeht und wie es konkret arbeitet, erfährt man am besten und ausführlich auf der Homepage:
www.zap-bochum.de.
Zur Zeit umfasst das ZAP zehn wissenschaftliche Stellen und eine nicht-wissenschaftliche Stelle. Hinzu kommen zwei assoziierte wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei wissenschaftliche und fünf studentische Hilfskräfte. Insgesamt arbeiten am ZAP also 20 Personen.
Das Herzstück des ZAP sind acht vertragliche Kooperationsprojekte mit insgesamt zehn deutschen Diözesen. Hier geht es beispielsweise um Fragen zukünftigen Ehrenamtsmanagements, der Ausbildung des pastoralen Personals oder der Etablierung einer Infrastruktur des Lernens in der Diözese.
Mehr öffentlich agiert das ZAP in einem Projekt der social-media – Kommunikation: Der Casting-Wettbewerb 1-31 (
www.1-31.tv) soll der Glaubenskommunikation neue Impulse geben. Dieses Projekt wurde sogar von der DBK zum Modellprojekt erklärt und wird als solches auf der Frühjahrsvollversammlung der DBK präsentiert. Insgesamt wurden über 370 Anmeldungen akquiriert, so dass wir mit etwa 200 Filmeinsendungen rechnen. Alle zu dem Thema: Wie glaubst Du? Was liebst Du? Worauf hoffst Du? Die ersten Filme sind auf der Homepage bereits eingestellt.

Publikationen
Außerdem führt das ZAP zwei Publikationsreihen: Die Reihe „Angewandte Pastoralforschung“ ist für Monografien, Dissertationen und wissenschaftliche Einzelarbeiten vorgesehen. Sie erscheint im Echterverlag und hat folgendes Selbstverständnis:
„Die Reihe bietet wissenschaftliche Beiträge im Schnittpunkt von praktisch-theologischer Reflexion und präzise umrissenen Entscheidungsfeldern gegenwärtiger Pastoralplanung. Solche Felder sind etwa: Personalentwicklung, Immobilienmanagement, Raumordnung oder Innovationssicherung.
Alle Beiträge sind durch einen wechselseitigen Lernprozess beider Wissenspole angestrebt: Die Grundlagenforschung empfängt ihre thematische und theoretische Herausforderung aus der Konfrontation mit realem Entscheidungsbedarf in Diözesen, Orden, Verbänden oder anderen Organisationen. Letztere empfangen eine präzise und praktisch-theologisch gut begründete Erweiterung ihrer Planungshorizonte.
Die Herausgeber der Reihe bilden die angestrebte Doppelpoligkeit ab: Prof. Dr. Matthias Sellmann ist Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und Gründer des ‚Zentrum für angewandte Pastoralforschung‘ (www.zap-bochum.de). Dr. Martin Pott ist verantwortlicher Referent der Abteilung Grundfragen und Aufgaben der Pastoral im Bistum Aachen.“

Als Nummer 1 der Reihe ist erschienen:
Stelzer, Marius: Wie lernen Seelsorger? Milieuspezifische Weiterbildung als strategisches Instrument kirchlicher Personalentwicklung, Würzburg 2014.
Näheres unter:
http://www.zap-bochum.de/ZAP/anbieten/Angewandte_Pastoralforschung.php 

Daneben ist im Aufbau die Reihe „ZAP-Workingpaper“. Hier werden in loser Folge Aufsätze, Literaturberichte, Empirische Sozialforschungen, Tool-Präsentationen u.a. der ZAP-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter zugänglich.

Kongress Taufbewusstsein und Leadership
Zuletzt ist auf einen Kongress hinzuweisen, der vom 15.-17.6.2015 in Bochum an der RUB stattfinden wird. Das ZAP kooperiert mit CrossingOver (www.crossingover.de), missio und KAMP. Es wird eine Lernplattform weltkirchlicher Art gebildet, die nähere Aufschlüsse darüber gibt, welche Führungskultur benötigt wird, um dezentrale Selbstorganisationsprozesse im lokalen Raum zu ermöglichen. Der große Kongress führt alle Kontinente sowie Theoretiker und Entscheider und säkulare wie kirchliche Diagnostiker zusammen. Das Programm des Kongresses findet sich hier. Alles Weitere unter www.co-kongress2015.de.

Stellenausschreibung
Aktuell schreibt das ZAP folgende zwei Stellen für eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in aus:
- Citypastoral in Deutschland: Konzeption und Evaluation, Ausschreibungstext unter http://www.stellenwerk-bochum.de/jobs-finden/hochschulinterne-angebote/details/anzeige/bo-2014-11-13-01.html
-
Berufung als Dimension von Kirchenentwicklung, Ausschreibungstext unter http://www.stellenwerk-bochum.de/jobs-finden/hochschulinterne-angebote/details/anzeige/bo-2014-12-02-02.html
[M. Sellmann, Bochum]

5. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz

Jahreskonferenz für Jugendseelsorge. Kontroverse Diskussion zur zeitgemäßen Glaubensbildung bei jungen Menschen.
Bei der Jahreskonferenz für Jugendseelsorge hat eine provokante These im Mittelpunkt der Diskussionen gestanden: „Die Chancen für eine zeitgemäße Glaubensbildung mit jungen Menschen waren noch nie so gut wie heute.“ Verantwortliche der katholischen Jugendarbeit aus ganz Deutschland stellten sich dieser Behauptung und diskutierten, ob und wie eine zeitgemäße Glaubensbildung mit und für junge Menschen möglich ist. Die einmal jährlich stattfindende Jahreskonferenz der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) hat in diesem Jahr vom 4.-7.11. im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen stattgefunden.
Über Religion zu sprechen ohne so genannte „pastorale Floskeln“ zu verwenden, sei eine Sprache, die Verantwortliche in der Jugendpastoral neu lernen müssten, so Prof. Dr. Matthias Sellmann, Professor für Pastoraltheologie an der Ruhr-Universität Bochum. Auf nur binnenkirchlich verständliche Sprache zu verzichten, könne man am besten beim nächsten Grillabend ausprobieren. Sellmann zeichnete ein Bild einer verständlichen, richtigen, wahren und authentischen Sprache, die unreligiös über Religion sprechen lässt.
Ganz praktisch ausprobieren konnten dies die Teilnehmenden in einer Werkstatt zum Poetry Slam, bei der sie einen Text erstellen sollten, der die gewohnheitsmäßig unerlässlichen Worte zum Thema Glauben nicht enthalten durfte. Es entstanden sehr persönliche Texte, überzeugend und ansprechend zugleich. Zudem gab es Werkstätten zu anderen jugendlichen Ausdrucksweisen wie Tape Art und YouTube.

WELTfairÄNDERER fordern Nachhaltigkeit in allen politischen Entscheidungen
Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet diskutierten und vernetzten sich am vergangenen Wochenende beim ersten WELTfairÄNDER-Kongress des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zum Thema Nachhaltigkeit in Mainz. Den inhaltlichen Auftakt bildete ein Impulsreferat von Lena Scheifgen und Theresa Späth vom Kinder- und Jugendprojekt „Plant for the planet“, das sich weltweit für den Kampf gegen Klimawandel engagiert und dafür eine Billion Bäume pflanzen will. Die beiden Jugendlichen sind Klimabotschafterinnen der Initiative und forderten das Publikum mit einem Vergleich heraus. „Wenn ein Affe wählen dürfte zwischen einer Banane jetzt oder sechs Bananen später, würde der Affe immer eine Banane jetzt wählen – und so denken leider auch viele Erwachsene“, kommentierte die 18-jährige Lena Scheifgen die vielen ergebnislosen Klimakonferenzen der letzten Jahre, die das Problem des Klimawandels immer mehr auf nachfolgende Generationen abschieben würden.
Ihre eigenen Ideen, Ansätze und Vision brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses in 13 verschiedenen Workshops ein. Sowohl ganz praktische Themen, wie aus übrig gebliebenen Lebensmittel ein 3-Gänge-Menü zu kochen oder alte Dinge durch Upcycling in etwas Neues zu verwandeln, als auch politische Diskussionen über Forderungen an Verantwortliche in Kirche, Politik und Wirtschaft oder Strategien zu Online-Campaigning für mehr Nachhaltigkeit bildeten die große Spanne der Themen ab.
Wie Politik, Wirtschaft und Kirche die Welt fairändern können, war Thema der Podiumsdiskussion am Samstagabend, durch die Anke Bruns vom WDR führte. Michael Wedell vom Handelskonzert Metro Group sah die Verantwortung vor allem bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern: „Wenn faire Produkte eingefordert werden, dann bieten wir diese auch an.“ Auch Ursula Groden-Kranich (MdB für die CDU) erinnerte an die Macht der Konsumierenden: „Die Frage ist, wo kaufen wir? Beim Biobauer oder beim Discounter? Es liegt an jedem einzelnen“. Die Politik mit dem Einkaufskorb reiche nicht aus, mahnte hingegen Richard Grünewald, der als nachhaltig wirtschaftender Winzer aus Worms vor allem die Dringlichkeit des Handelns betonte. „Wir können nicht noch 50 Jahre so weiter diskutieren“, erläuterte Grünewald. Die Auswirkungen des Klimawandels merke er jetzt schon bei seiner Arbeit. Weihbischof Thomas Maria Renz aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart lobte das Engagement gerade junger Menschen für nachhaltigen Konsum und eine verantwortungsvolle Lebensweise. „Die Jugendverbände sind in diesem Bereich den Erwachsenen Schritte voraus und haben Vorbildcharakter“, so Renz.
Für die Veranstalter vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend ergeben sich aus den Ergebnissen des Kongresses klare Ziele. „Die Diskussionen haben gezeigt, dass Nachhaltigkeit ein notwendiger Ansatz ist, der zukünftig zur Richtlinie aller politischen Entscheidungen werden muss“, erklärt Kongressleiterin Caroline Witting, die dem Vorstand des gastgebenden BDKJ-Diözesanverbands Mainz angehört. „Die Perspektive junger Menschen muss stärker in der Politik Gehör finden“, fordert BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner. „Kurzfristige wirtschaftliche Interessen dürfen nicht über den Zukunftschancen der jungen Generation stehen.“

6. Frei geben – Blog
Ein neuer Blog lädt zum pastoraltheologischen Diskurs insbesondere um die „pastorale d’engendrement“ ein

Dieser Blog lädt ein, etwas aufzuspüren und zu befördern,
was katholische Christinnen und Christen in Frankreich eine
„pastorale d’engendrement – zeugende Pastoral“
genannt haben.

Sie sprechen von „zeugen“, weil sie entdeckt haben:
Wie das Leben kann auch Glauben
nur gezeugt werden.

Wie das geschieht?
Indem eine Frau, ein Mann
in der Begegnung mit anderen
die schöpferische Kraft des Evangeliums
ins Zentrum rückt und
frei gibt.
www.frei-geben.de
[R. Feiter, Münster]

7.
Tagungsankündigungen

Schulen in konfessioneller Trägerschaft

Workshop im Rahmen des Exzellenzclusters Religion und Politik an der WWU Münster
11./12. Dezember 2014, Münster
Zu einem Workshop zum Thema „Schulen in konfessioneller Trägerschaft“ vom 11. bis 12. Dezember 2014 laden Prof. Dr. Judith Könemann, Professur für Religionspädagogik und Bildungsforschung und Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Institut für Christliche Sozialwissenschaften sowie Denise Motzigkeit M. Ed., Exzellenzcluster Religion und Politik herzlich ein. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Katholischen als einem zentralen Anliegen von Bildung und Erziehung in Schulen in konfessioneller Trägerschaft. Nähere Informationen unter http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fb2/c-systematischetheologie/christlichesozialwissenschaften/workshopschulen.pdf.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Wirksame Öffentlichkeitsarbeit in der sozialen Arbeit
Seminar vom 24. – 26. März 2015 im Caritas-Tagungszentrum in Freiburg
Mitarbeiter/-innen in sozialen Diensten und Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, neben ihren anderen Aufgaben für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort sinnvolle und leistbare Maßnahmen zu entwickeln. Was heißt Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit für soziale Anliegen und Angebote? Wen wollen wir mit unseren Maßnahmen erreichen? Muss man immer viel Geld in die Hand nehmen, um wirkungsvoll zu sein?
In diesem Seminar wird an solchen und ähnlichen Fragen und möglichen Antworten gearbeitet.
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten der Caritas und anderer sozialer Dienstleister, die u.a. mit Marketing beschäftigt sind - ohne dass sie eine spezielle Qualifikation in diesem Bereich haben.
Die Ausschreibung und das Anmeldeformular zu diesem Seminar finden Sie unter diesem
link.

IWM-Jahrestagung 2015 in Kooperation mit Misereor
Mission: Sustainability – Theologie und Kirche als Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung
25.–27. März 2015 Sankt Georgen, Frankfurt am Main
Fünfzig Jahre nach ihrer Verabschiedung hat die Pastoralkonstitution Gaudium et Spes in ihrer Neubestimmung des Verhältnisses von Kirche und Welt und in ihren Richtungsweisungen nicht an „Radikalität“ verloren. Wenn die Kirche darin vor die anspruchsvolle Aufgabe gestellt wird, sich den Menschen angesichts ihrer „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ immer wieder neu zuzuwenden und ihnen ihre Dienste anzubieten, muss sie stets wachsam bleiben, um die „Zeichen der Zeit“ erkennen zu können.
Umso mehr erstaunt es, dass die Kirche bislang eher zurückhaltend und zögerlich mit globalen Heraus­for­derungen wie Klimawandel, Ressourcenkonflikte, Migrationsströme etc. umgegangen ist, welche die Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts existentiell betreffen. Lösungsansätze, die dem Leitbild der Nachhaltigkeit bzw. der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet sind, werden hauptsächlich von Akteuren säkularer Herkunft entwickelt und beworben. Obwohl zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten bestehen, wird die Nachhaltigkeitsdebatte im kirchlichen Bereich bislang nicht zum zentralen Thema gemacht.
Dabei könnte die Kirche aufgrund ihrer Qualitäten wesentliche Impulse für eine nachhaltige Weltentwicklung und Transformation unserer Gesellschaft leisten: Sie ist ein global vernetzter und lokal verwurzelter Akteur, der über eine große Anhängerschaft verfügt; sie bezieht sich auf existentielle Sinnstrukturen, die motivationale Impulse für eine praktizierte Nachhaltigkeit bieten.
Die Gelegenheit für eine konstruktive Einflussnahme auf weltpolitische Weichenstellungen ist gerade im Jahr 2015 günstig: Im September wollen die Vereinten Nationen eine Post-2015-Agenda verabschieden, deren Bestandteil die Vereinbarung verbindlicher globaler Nachhaltigkeitsziele (sustainable development goals, SDGs) ist.
Vor diesem Hintergrund wird auf der IWM-Jahrestagung 2015 der Frage nachgegangen, was ein christlich-theologischer Beitrag zur globalen und lokalen nachhaltigen Entwicklung sein könnte? Worin besteht das Besondere im Selbstverständnis eines Christen, das Besondere im Verständnis zu seiner Umwelt und zu seinem Mitmenschen, aus dem ein Auftrag zur aktiven Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung resultieren könnte?
Weitere Informationen finden Sie hier.

8. Stellenausschreibung

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (50%), Universität Freiburg
In der FRIAS Nachwuchsforschergruppe „Globale Transformationen des Katholizismus“ sind zwei Promotionsstellen für Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter (50% TV-L 13, Eintrittstermin: 01.02.2015) zu besetzen. Die Nachwuchsforschergruppe unter der Leitung von JProf. Dr. Bernhard Spielberg (FRIAS und Theologische Fakultät, AB Pastoraltheologie) untersucht mit Blick auf drei exemplarische Transformationsprozesse die Folgen der veränderten religiösen Weltkarte für das Selbstverständnis und die Praxis der katholischen Kirche. Die Stellen sind zunächst auf 36 Monate befristet. Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 12. Januar 2014.
Nähere Informationen finden Sie hier.

9. Publikationen

Stefan Knobloch, Lebenszeichen. Für eine Wiederentdeckung der Sakramente, Ostfildern 2014, 144 Seiten, ISBN 978-3-7867-3019-4, 14,99 €.
Die Sakramente haben bis vor wenigen Jahrzehnten die bedeutsamen Lebenswenden geprägt. Heute sind sie – wenn sie überhaupt gefeiert werden – oft nur noch schöne Dekoration. Auf der Suche nach Gründen wird schnell die These der Entchristlichung angeführt. Aber ist damit wirklich schon alles erklärt? Für Stefan Knobloch ist der entscheidende Punkt nicht das Desinteresse der Menschen, sondern die Art und Weise, wie die Sakramente vermittelt werden. Er plädiert für ein neues Verständnis der Sakramente, das von den Bedürfnissen, Erfahrungen und Sehnsüchten der Menschen ausgeht und diese ernst nimmt. Denn nur so können Sakramente wieder zu Lebenszeichen werden – Zeichen der Gegenwart Gottes in der Welt.

Patrik C. Höring (Hrsg.), Gott entdecken – Gott bezeugen. Firmkatechese heute, Freiburg i. Brsg. 2014, 192 Seiten, ISBN 9783451311796, 16,99 €.
Das Buch gibt Einblicke in die Theologie und Praxis von Firmkatechese und Firmfeier. Es liefert aktuelle Situationsbeschreibungen und theologische Grundlagen. Es bietet Hintergründe und Impulse für die Arbeit mit Jugendlichen sowie mit Katechetinnen und Katecheten. Neue Konzepte werden kritisch beleuchtet, zeitgemäße Elemente und Arbeitsformen vorgestellt - eine gelungene Suche nach einer neuen Firmpastoral.

Patrik C. Höring/Bernd Lutz (Hrsg.), Christwerden in einer multireligiösen Gesellschaft. Initiation – Katechumenat – Gemeinde, Ostfildern 2014, 128 Seiten, ISBN 9783786730316 16,99 €.
Die volkskirchliche Selbstverständlichkeit der Säuglingstaufe schwindet. Gleichzeitig wird die Zahl derer, die im Erwachsenenalter ihren Weg zum Glauben und zur Taufe finden, immer größer. Dies rückt die Erwachsenenkatechese zunehmend in den Fokus christlicher Gemeinden. Damit einher geht die Frage, wie diese Gemeinden aussehen müssen, wenn sie initiationsfähige, einladende und inspirierende Gemeinden sein wollen. Das vorliegende Buch nimmt diese Herausforderungen in den Blick und beleuchtet aus theologischer, religionswissenschaftlicher und praktischer Perspektive die vielfältigen Wege des Christwerdens sowie die ekklesiologischen Prämissen lebensnaher Gemeinden.

Valentin Dessoy, Gundo Lames, Martin Lätzel und Christian Hennecke (Hrsg.), Kirchenentwicklung. Ansätze – Konzepte – Praxis – Perspektiven (
Gesellschaft und Kirche – Wandel gestalten 4), Trier 2014, 683 Seiten, 39,90 €.
In sieben Kapiteln geben namhafte Autoren/innen aus der katholischen und der evangelischen Kirche einen umfassenden Überblick darüber, wie Prozesse der Kirchenentwicklung weltweit, insbesondere aber im deutschsprachigen Raum gestaltet werden, welche Konzepte zum Tragen kommen, welche Instrumente und Methoden angewendet werden. Im Resümee werden Konvergenzen sichtbar gemacht, sowohl, was die inhaltliche Zielperspektive (das Zielfoto) als auch die Prozessgestaltung (den Fahrplan) angeht. Erkennbar werden übergreifende Perspektiven und Prinzipien einer nachhaltigen Kirchenentwicklung.


Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info(at)pastoraltheologie(dot)de


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Kontakt:
Dr. Tobias Kläden, Beauftragter für Homepage und Newsletter
der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.

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