Newsletter www.pastoraltheologie.de 3/2015

Inhalt

1. In eigener Sache: Wechsel in der Newsletter-Redaktion
2. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz
3. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
4. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)
5. Neues aus dem Zentrum für Angewandte Pastoralforschung (ZAP)
6. Tagungsbericht: „Teil oder Fremdkörper? Die Positionierung der Kirchen in postkommunistischen Gesellschaften“, Gniezno, 17.-20. September 2015
7. Tagungsbericht: Fachsymposium „Religion und Migration. Aktuelle Herausforderungen in Wissenschaft und Politik“, Wien, 24./25. September 2015
8. Fünf Euro für einen ganzen Tag. Bundesweiter Aktionstag des SKM gegen Armut und Ausgrenzung
9. Neuer Online-Feuilleton „feinschwarz.net“
10. Tagungsankündigungen
11. Stellenausschreibungen
12. Publikationen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,

dieser Newsletter möchte Sie wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Konferenz-Homepage möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Tobias Kläden
Beauftragter der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de


1. In eigener Sache: Wechsel in der Newsletter-Redaktion

Der vorliegende Newsletter ist der letzte, der von Tobias Kläden (Erfurt) redigiert worden ist. Ab Oktober wechselt die Zuständigkeit für die Redaktion von Konferenz-Newsletter und -Homepage zu Teresa Schweighofer (Tübingen). Auch sie wird unter der Adresse
info(at)pastoraltheologie(dot)de erreichbar sein.

2. Informationen des Vorsitzenden der Konferenz

Mitgliederversammlung
Aufgrund der beträchtlichen Kosten für PThI, Newsletter und weiterer Serviceleistungen hat die Mitgliederversammlung den Beitrag für unsere Konferenz erhöht auf 100 € für ProfessorInnen, 50 € für Mitglieder des Mittelbaus sowie 25 € für Studierende und Mitglieder in prekären Arbeitsverhältnissen. Die Beiträge werden bei der nächsten Abbuchung für 2016 angepasst. Weitere Spenden sind herzlich willkommen.
Die Kollekte während des Gottesdienstes erbrachte € 525, die einem Projekt der Flüchtlingshilfe im Bistum Limburg (Kath. Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt in Eitelborn) zugute kamen. Die Flüchtlingshilfe im Bistum Limburg kann auch weiterhin unter folgender Kontoverbindung unterstützt werden:
Verwendungszweck: Konto 26 450 00 - Partnerschaft mit Flüchtlingen für eine Willkommenskultur im Bistum Limburg
Caritasverband für die Diözese Limburg e.V.
Kreissparkasse Limburg
IBAN: DE84 5115 0018 0000 0005 05

Personelle Veränderungen im Beirat
Teresa Schweighofer (Tübingen) übernimmt die Verantwortung für Newsletter und Homepage. Dr. Klaus Ritter ist der neue Vertreter des Deutschen Caritasverbandes. Für den Mittelbau sind neben Teresa Schweighofer Judith Klaiber (Wien) und Dr. Jan Loffeld (Münster) neu im Beirat.

Tagungen
Nochmals weisen ich auf das gemeinsame Symposion mit der KAMP und der Forschergruppe zur Seelsorgestudie hin (Ausschreibung
hier). Es liegen schon mehr als 40 Anmeldungen vor.
Das Symposion der PThK und des POST-Netzwerk zum Thema Jugend in Europa. Religiosität Jugendlicher im Kontext von Beheimatung, Eventkultur und Migration findet voraussichtlich vom 12. bis 15. September 2016 und voraussichtlich in Zagreb statt. Nähere Informationen folgen.


Personalia
Dr. Wolfgang Beck übernimmt zum Wintersemester 2015/16 eine Juniorprofessur für Pastoraltheologie und Homiletik an der PTH Sankt Georgen in Frankfurt a.M.
[Richard Hartmann, Fulda]

3. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Pastorale Innovationen
in Kooperation mit dem Bonifatiuswerk erstellt die KAMP derzeit eine internetbasierte Plattform zur Kommunikation über gelungene (missionarische) Seelsorgeprojekte. Das Projekt ist ein Ergebnis der Open-Space-Tagung im Herbst 2013 in Kloster Himmelspforten. Der Online-Gang ist für Herbst/Winter 2015 geplant.

Regionale Fachtage „Glaubenszeugnis und neuer Atheismus“
Welche Strukturen gibt es im organisierten Atheismus? Welche Vorwürfe und Argumente erheben Laizisten und Atheisten gegen Religion, Glaube und Kirche? Was ist die Breitenwirkung solcher Attacken und Anfragen, mit denen letztlich auch die einzelnen Gläubigen und die kirchlichen Mitarbeiter konfrontiert sind? Und wie lässt sich vor diesen Herausforderungen dennoch begründet und einladend von Gott sprechen?
Diese Fragen will ein kompakter Fachtag gemeinsam mit pastoralen Praktikern und sonstigen Interessierten erarbeiten und besprechen. Er findet in Kooperation von KAMP und kirchlichen Akademien an verschiedenen Orten statt:
in Magdeburg (17.9.), Nürnberg (22.10.) und Mühlheim/Ruhr (24.2.2016).
Hier findet sich das Programm der Fachtage.

Fachtag „Große Pastorale Räume“ am 10.11.2015 in Frankfurt, Haus am Dom
Die KAMP hat in der Vergangenheit neun ausgewählte große pastorale Räume / Seelsorgeeinheiten ausgewählt und mit einem leitfadengestützten Interview jeweils 5 Funktionsträger befragt. Als Ergebnisse dieser (nicht repräsentativen) Pilotstudie wurden Hypothesen gebildet und in einem pastoral-theologischen und pastoral-praktischen Horizont interpretiert. Dieser Text wird in der ersten Jahreshälfte 2015 in der Reihe KAMP kompakt erscheinen.
Die KAMP veranstaltet einen Fachtag, der die Ergebnisse der Studie einem größeren Fachpublikum vorstellt. Bernhard Spielberg wird einen Kommentar aus pastoraltheologischer Sicht geben. Am Nachmittag schließen sich Repliken aus vier Bistümern an, die die Ergebnisse der Studie mit den eigenen Erfahrungen in der Neuorientierung der Pastoral spiegelt. In einer Workshop-Phase werden einzelne Aspekte der Thematik vertieft.
Hier finden sich weitere Informationen zum Fachtag.

Tagung
„Missio inter gentes – Ein Missionsparadigma für das 21. Jahrhundert?“
8. bis 10. März 2016 in Frankfurt/St. Georgen

Das Institut für Weltkirche und Mission (IWM) und die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) veranstalten im kommenden Jahr eine Tagung zum Thema „Missio inter gentes“. Die Teilnehmer und die Teilnehmerinnen der Tagung machen sich auf die Suche nach einem zeitgemäßen Missionsverständnis und lassen sich dabei von dem asiatischen Theologen und Religionswissenschaftler Jonathan Y. Tan inspirieren. Vor dem Hintergrund der Minderheitenerfahrung der christlichen Kirchen in Asien identifiziert Tan ein neues Missionsparadigma „inter gentes“, welches durch das kooperative Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionen gekennzeichnet ist. Prägend ist die Vorstellung der „interreligiösen Gastfreundschaft“, bei der eine affektive Komponente eine wesentliche Rolle spielt.
Nach einer systematischen Reflexion dieses Konzeptes wenden wir uns der Frage zu, inwieweit sich das neue Paradigma auf andere weltkirchliche Kontexte, insbesondere auf unseren eigenen Kontext übertragen lässt. Rahmen dafür gewährt eine intensive Arbeit in praxis-orientierten Foren. Hier erschließen Impulsgeber aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen „theologische Orte“ für eine missionarische Kirche, die sich aus dem Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus gewinnen lassen: Urbanisierung und Stadtkulturen (EG 71–75), Volksfrömmigkeit (EG 122–126), Armut und Marginalisierung (EG 186–216) sowie Geschlechterrolle und Familien (EG 66–67; 171; 205; 212).
Hier findet sich das Programm der Tagung.

Fachtagung „Postmoderne Rituale als Herausforderung für die kirchliche Kasualpraxis“

20./21. April 2016 Bildungshaus St. Ursula, Erfurt
Auf vielfältige Weise kristallisiert sich in der gesellschaftlichen und religiösen Wahrnehmung die Frage nach säkularen Ritualen der Postmoderne heraus, vor allem im Blick darauf, welche Chancen und spirituellen Herausforderungen sich von dort für die kirchliche Pastoral stellen. Wie kann es durch derartige Wechselwirkungen zu einer produktiven Herausforderung und damit zur Neuartikulation des Eigenen kommen?
Referenten:
- Dr. Gernot Meier, Karlsruhe: Postmoderne Rituale in der kulturwissenschaftlichen Ritualforschung
- Markus Grünling, Freier Theologe, Mannheim
- Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Erfurt: Herausforderung postmoderner Rituale für die kirchliche Ritual- und Kasualpraxis
Hier findet sich das Programm der Tagung.

Save the Date: Fachtag „Neue Räume in der Stadt. Christliche Lebensformen im urbanen Kontext“
Dieser Fachtag stellt die Erfahrungen und Wünsche verschiedener Personengruppen im Kontext der Städte vor und versucht, angesichts der Herausforderungen und kreativer Projekte pastorale Handlungsoptionen zu generieren. Er wird von der KAMP gemeinsam mit dem forum Hochschule und Kirche (FHoK), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, Bereich Junge Erwachsene (afj) und dem Haus am Dom am 16.6.2016 in Frankfurt/Main stattfinden.

Aus dem Bereich Internetseelsorge
- Ende 2014 löste sich die „Arbeitsgemeinschaft christliche Onlineberatung“ (ACO) auf, in der unter anderem das Bistum Würzburg, die bayerischen EFL-Beratungsstellen und die badische Landeskirche gemeinsam Onlineberatung bzw. beratende Onlineseelsorge angeboten hatten, als Verein auf. Das Bistum Würzburg wird sich mit seinen haupt- und ehrenamtlichen Internetseelsorger/innen (die derzeit übergangsweise unter webseelsorge.de zu erreichen sind) voraussichtlich zum Jahresende 2015 dem Angebot auf internetseelsorge.de anschließen, das bisher von den Bistümern Freiburg, Mainz und Aachen getragen ist.
- Seit Januar 2015 bietet das Bistum Rottenburg-Stuttgart auf internetseelsorge.de im Bereich „Impulse“ geistliche Begleitung online an. Acht ausgebildete geistliche Begleiterinnen und Begleiter stehen bereit, mit Interessierten für eine Zeit von bis zu sechs Monaten deren Lebens- und Glaubensweg gemeinsam im Mailwechsel zu reflektieren.
- Die KAMP arbeitet mit Unterstützung einer Gruppe von Interessierten an einem Konzept für eine online-Plattform zur Glaubensinformation mit einem dialogischen, zeugnishaften Charakter.


euangel (
www.euangel.de)
Heft 1/2015: Begabung und Leitung (im April erschienen)
Heft 2/2015: Ökumene und Mission (im Juli erschienen)
Heft 3/2015: Liturgie zwischen Tradition und Experiment (erscheint im Dezember)
Der
KAMP-Newsletter informiert über den genauen Erscheinungstermin.
[Tobias Kläden, Erfurt]

4. Informationen aus der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)

Deutschsprachige Hymne zum Weltjugendtag 2016 vorgestellt
Die Originalversion der Weltjugendtagshymne wurde vom polnischen Musiker Jakub Blycharz für den kommenden XXXI. Weltjugendtag in Krakau 2016 komponiert. Die Bischofskonferenzen der verschiedenen Länder wurden vom polnischen Organisationskomitee mit der Aufgabe betraut, jeweilige landessprachliche Fassungen zu erstellen. Die afj nahm dies zum Anlass, einen Wettbewerb zur Erstellung einer deutschsprachigen Textfassung auszuschreiben, bei welchem aus vielen Einsendungen aus Österreich und Deutschland die Version des LIVEWORSHIP Kollektivs gewählt wurde. Die Hymne lehnt sich thematisch eng an das Motto des WJT 2016 „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden (Mt 5,7)“ an und greift diese fünfte Seligpreisung direkt im Chorus auf. Die Strophen sollen die Pilgerinnen und Pilger mit auf einen inneren Pilgerweg nehmen.
Weitere Infos sowie die Audiodatei gibt es hier: http://www.wjt.de/wjt-in-krakau/offizielle-hymne.

Forum Jugendpastoral und Jahreskonferenz Jugendseelsorge
Anfang November findet auf Einladung der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz das „Forum Jugendpastoral“ statt, zu dem sich über 120 Engagierte aus allen Feldern der Jugendpastoral angemeldet haben. Im Anschluss daran tagt die Jahreskonferenz Jugendseelsorge. Für beide Veranstaltungen ist keine Anmeldung mehr möglich.
Wir freuen uns auf fruchtbare Diskussionen und werden auf www.afj.de berichten.

Botschaft von Papst Franziskus zum XXXI. Weltjugendtag veröffentlicht
Papst Franziskus erläutert in seiner Botschaft zum Weltjugendtag zunächst das Wesen der Barmherzigkeit vom biblischen Wortgebrauch im Alten und Neuen Testament her. In Christus, in seinem Leiden am Kreuz und seiner Auferstehung, wird uns die göttliche Barmherzigkeit unüberbietbar offenbar. Papst Franziskus ist jedoch nicht nur Theologe, sondern führt auch ein persönliches Lebenszeugnis an, wie er Gottes Barmherzigkeit als Jugendlicher im Beichtstuhl erfahren hat. Gerade dieses persönliche Zeugnis, verbunden mit dem Zeugnis des jungen Pier Giorgio Frassati, bildet eine Brücke von der je persönlichen Begegnung mit Christus hin zur Liebe zum Nächsten. Sogleich wird der heilige Vater auch konkret und fordert jeden Jugendlichen auf ab Januar in jedem Monat ganz praktisch ein geistliches oder leibliches Werk der Barmherzigkeit einzuüben. Gerade diese Aufforderung sollte ein entscheidender Baustein unserer WJT-Vorbereitungen werden. Er schließt mit einem Ausblick auf Krakau und einer ermutigenden und kräftigen Einladung: „Liebe junge Freunde, der Barmherzige Jesus, der auf dem vom Volk Gottes im ihm geweihten Heiligtum in Krakau verehrten Bild dargestellt ist, erwartet euch. Er verlässt sich auf euch und rechnet mit euch! Er hat jedem und jeder von euch so viele wichtige Dinge zu sagen… Habt keine Angst, seine von unendlicher Liebe zu euch erfüllten Augen anzuschauen; …“.
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/messages/youth/documents/papa-francesco_20150815_messaggio-giovani_2016.html

Einführungskurs für Jugendseelsorger/-innen und Geistliche Verbandsleitungen Grundmodul II und III
Im Frühjahr 2016 stehen die nächsten beiden Grundmodule für den „Einführungskurs Jugendseelsorge“ an, für die wir jetzt schon um Anmeldung bitten.

- Grundmodul II: Fit für Führung und Leitung (27. bis 29. Januar 2016 in Würzburg)
Für Teilnehmende mit pastoralen Kenntnissen, die Personalverantwortung haben bzw. sich auf eine Leitungsfunktion vorbereiten.
Themen: Die eigene berufliche Rolle reflektieren und weiterentwickeln | SWOT-Analyse meines Arbeitsbereiches: Klärung von Aufgaben, Erwartungen, Zielsetzungen, Prioritäten (Standortbestimmung) | Führungsaufgaben/-funktionen/-instrumente | im Team gemeinsam führen | Delegieren, C-Zonen-Modell, Entscheiden

- Grundmodul III: Jugendverbandsarbeit (7. bis 9. März 2016 in Frankfurt)
Für Teilnehmende ohne oder mit geringen Erfahrungen im BDKJ/in den katholischen Kinder- und Jugendverbänden.
Themen: Grundinformationen zur Jugendverbandsarbeit | Aufgabe und Rolle der Geistlichen Verbandsleitung | Einheit in Vielfalt: BDKJ und seine Mitgliedsverbände | Spiritualität in Jugendverbänden | Vernetzung in Kirche, Gesellschaft und Politik

Der Einführungskurs für Jugendseelsorger/-innen und Geistliche Verbandsleitungen wurde für das Jahr 2015 neu konzipiert. Der neue Kurs ist modular aufgebaut, die Kursdauer erstreckt sich über 1,5 Jahre und wird zertifiziert. Die Grundmodule sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorerfahrungen der Teilnehmenden zugeschnitten, so dass es sowohl Grundmodule für Teilnehmende ohne Erfahrungen in der Jugendpastoral als auch Grundmodule für Teilnehmende mit Vorerfahrungen gibt. Zusätzlich gibt es Wahlmodule für weitergehende Fragestellungen, wie z.B. den Umgang mit Personalverantwortung, Zielsetzungen für den eigenen Arbeitsbereich und deren Umsetzung.
Weitere Infos und Anmeldung unter www.kath-akademie.de.

Netzwerktreffen Junge Erwachsene | 26. - 28.10.2015, Kirchähr
Nach dem erfolgreichen Klausurtag im Juni dieses Jahres treffen sich die Referentinnen und Referenten der Jungen-Erwachsenen-Pastoral turnusgemäß zum Netzwerktreffen Junge Erwachsene. Neben der Vorstellung aktueller Projekt wird das Netzwerk mit den Ergebnissen des Klausurtages und den zuvor benannten Fragestellungen in den Fragebögen weiterarbeiten. Am zweiten Tag findet ein Fachgespräch mit Pascal Görtz, dem Chefredakteur von DRAN NEXT – dem Magazin zum Selberglauben – statt.
Weitere Infos: http://www.afj.de/images/Einladungsflyer_Netzwerktreffen.pdf.

Erscheinungstermin der Materialien des Ökumenischen Jugendkreuzweges 2016: 29. November 2015
Die Materialien zum Ökumenischen Jugendkreuzweg 2016 werden dieses Jahr schon zum 1. Advent erscheinen. Der Kreuzweg trägt den Titel „Wo bist Du“ und ist gestaltet rund um den Kreuzweg aus der Herz-Jesu-Kirche in München. Weitere Infos ab dem 1. Advent auf www.jugendkreuzweg-online.de.

Fachtagung "Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik: Herausforderungen für die katholische Bildungsarbeit" | 02.-03. Dezember 2015, Brüssel
Das Unglück von Lampedusa im Oktober 2013 sowie das jüngste Flüchtlingsdrama im April 2015 haben tief erschüttert. Papst Franziskus hat vor dem Europäischen Parlament klar gemacht, dass es nicht hinnehmbar ist, dass das Mittelmeer zum Massenfriedhof wird. Die Neuausrichtung der EU-Asylpolitik - unter anderem durch die Umsetzung der Migrationsagenda der EU-Kommission - sowie der derzeitige Zustrom von Flüchtlingen nach Europa, wie auch die Wiedereinführung von Grenzkontrollen, demonstrieren die Aktualität des Themas. Doch Welchen Beitrag und Unterstützung kann die katholische Jugend- und Erwachsenenbildung in die Flüchtlingsdebatte einbringen? Welche EU-Fördermöglichkeiten gibt es für die Integration der Flüchtlinge? Diese und andere Fragen sollen bei der Fachtagung des Europabüros für katholische Jugend- und Erwachsenenbildung am 2. und 3. Dezember 2015 am Sitz der Europäischen Bischofskonferenz - COMECE - in Brüssel mit europäischen Entscheidungsträgern - u.a. der Europaabgeordneten Birgit Sippel (SPD) und Matthias Oel, Referatsleiter für Asyl in der Generaldirektion Migration und Inneres in der EU-Kommission - diskutiert werden.
Weitere Infos im angehängten Flyer sowie auf www.cathyouthadult.org.

Fachtag „Willkommenskultur gestalten. Integration von jungen Flüchtlingen durch Bildung und Teilhabe“ | 9. Dezember 2015, Jugendhaus Düsseldorf
Wie kann die Katholische Jugendarbeit in all ihren Facetten dazu beitragen, dass Flüchtlinge langfristig in Deutschland Fuß fassen und zu vollwertigen Mitgliedern unserer Gesellschaft werden? Dieser Frage widmet sich am Mittwoch, den 9. Dezember 2015 eine Fachtagung unter dem Titel „Willkommenskultur gestalten. Integration von jungen Flüchtlingen durch Bildung und Teilhabe“. Zu der Veranstaltung laden die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj), die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke (AKSB), die BAG Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS), die BAG Kirche und Rechtsextremismus sowie der Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) gemeinsam in das Jugendhaus Düsseldorf ein.
Weitere Infos Mitte Oktober auf www.afj.de.

Save the date: Vorstellung der neuen Shell Jugendstudie am 14. Dezember 2015, Jugendhaus Düsseldorf
Am 13. Oktober wird die 17. Shell Jugendstudie der Presse vorgestellt. Anfang 2015 wurden mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen sowie ihrer Einstellung zu Politik befragt. Erstmals widmet sich die Shell Jugendstudie damit einer Generation, die ausschließlich im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen ist. Die 17. Shell Jugendstudie analysiert, wie junge Menschen heute ihren Platz in der Gesellschaft finden und was sie benötigen, um glücklich zu sein. Sie stellt dar, ob die Jugend weiterhin pragmatisch mit alltäglichen Herausforderungen umgeht und wie sie die Zukunft unserer Gesellschaft beurteilt. Auch auf die Frage, wie die Jugend das Weltgeschehen und die Rolle Deutschlands in der Welt beurteilt, liefert die Befragung eine Antwort.
Am 14. Dezember wollen wir gemeinsam mit dem BDKJ und der Katholischen Akademie für Jugendfragen die Ergebnisse der Studie vorstellen und konnten dafür Dr. Thomas Gensicke gewinnen. Er ist Mitglied im Team der Studie und dort für die Themen Werte und Lebenseinstellung sowie Religion und Kirche zuständig.
Weitere Infos zur Veranstaltung und Anmeldung ab Ende Oktober auf www.afj.de.

Fachtagung „Neue Räume in der Stadt. Christliche Lebensformen im urbanen Kontext“ | 16. Juni 2016, Haus am Dom Frankfurt
Die Fachtagung möchte nach dem Spezifikum von Pastoral in Städten fragen. Wir wollen konkret fragen: Wo findet man gelebtes Christ- oder Kirchesein in der Stadt? Was sind die Orte und Gegebenheiten, die wir vorfinden, und was braucht es, um Synergien zu bündeln? Wie kann Pastoral und christliche Gemeinschaft in Städten zukünftig aussehen?
Als ersten Zugang wollen wir (auf) die Erwartungen und Wünsche von Menschen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen hören. In Good-Practice-Präsentationen sollen mögliche Antworten und Ideen vermittelt und anschließend zur Diskussion gestellt werden. Abgerundet wird der Tag durch ein Podium mit Entscheiderinnen und Entscheidern der verschiedenen kirchlichen Ebenen, um Möglichkeiten zur Umsetzbarkeit der Ideen aufzuzeigen und erste Schritte der Realisierung zu vereinbaren.
Die Ausschreibung folgt Ende des Jahres. Ab dann wird auch eine Anmeldung möglich sein.
[Eileen Krauße, Düsseldorf]

5. Neues aus dem Zentrum für Angewandte Pastoralforschung (ZAP)


Das Neueste zur Kirche als Organisation: Save the date!
Das ZAP wird im Februar 2017 einen großen bundesweiten Kongress ausrichten. Der genaue Termin: 13./14.2.2017 in Bochum. Das Thema: „Perspektiven pastoraltheologischer Organisationsforschung“. In verschiedenen Key Notes, Panels und Podien geht es um neueste Forschungsstände innerhalb der verschiedenen Diskurse, in denen das ZAP gegenwärtig Projektergebnisse erarbeitet: z.B. der Lebensweltforschung, der Führungsentwicklung, der Medientechnologie, der Netzwerkforschung, der urbanen Architektur oder der Pädagogik lernender Organisationen. Adressiert werden WissenschaftlerInnen genauso wie PraktikerInnen und EntscheiderInnen. Merken Sie sich den Termin doch schon einmal vor!

Zwei neue ZAP-Workingpaper: Professionalitätsforschung und Führungsforschung
Demnächst erscheinen zwei neue Workingpaper aus den Projekten des ZAP.
In Arbeit ist erstens ein Literatur- und Studienbericht mit dem Titel: „Zur Entwicklung priesterlicher Rollenidentitäten und beruflicher Professionalität in der modernen Lebenskultur. Schlaglichter pastoralsoziologischer Studien im katholischen Bereich“, verfasst von Marius Stelzer. Die Überraschung: Es gab einmal ganze Dekaden, in denen pastoralsoziologische Empirie zur Professionalitätsforschung in Auftrag gegeben wurde, ganz ähnlich wie im Fall der aktuellen Seelsorgerstudie. Es ist interessant zu sehen, welche Themen in diesem Diskurs vor der Synode, in den 1970/80ern und später empirisch erfasst und analysiert wurden.
Ein zweites Paper stammt aus der „Arbeitsstelle für kirchliche Führungsforschung“. Das Team rund um Dr. Benedikt Jürgens hat alle deutschen (Erz-)Bistümer gebeten, Auskunft über die allerorts stattfindenden „Kurse für Leitende Pfarrer“ zu geben. Das Ganze wurde kategorisiert. Entstanden ist eine interessante Synopse: Wer wissen will, welche allgemeinen Linien der Führungskräfteentwicklung zu erkennen sind, bekommt hier einen guten und so erstmalig möglichen Einblick.
Die ZAP-Workingpaper finden Sie unter:
http://www.zap-bochum.de/ZAP/anbieten/workingpaper.php

Neues Projekt und neue Kollegin
Was motiviert eigentlich zum religiösen und kirchenbezogenen Engagement? Welche Motive greifen wirklich – und welche davon sind als spirituelle Motive beschreibbar? Kann die Tatsache, getauft zu sein, motivationale Ressourcen generieren? Oder spielt die Taufe für kirchenbezogenes Engagement gar keine besonders große Rolle? Was aber dann? Und kann man dann trotzdem pastoralplanerisch auf die Taufe als Ressource setzen? Solche Fragen bewegen uns in einem Kooperationsprojekt mit dem Erzbistum Paderborn, das ja sehr deutlich die diözesane Entwicklung über den Bezug zu Taufe und Berufung vorantreiben möchte. Nach einer soziologischen Feldphase mit 12 sehr bunten, tiefen und teilweise überraschenden strukturierten Interviews liegt nun Material vor, das theologisch durchdacht und dann planerisch ausgestaltet werden soll. Dies wird unsere neue Kollegin Kathrin Speckenheuer ab dem 1.11. übernehmen. Frau Speckenheuer ist erfahrene Gemeindereferentin mit sehr viel Einsatzerfahrung. Und: Sie lebt auch im Erzbistum Paderborn.

Neue Lebenswelttypologie entwickelt
Dr. Marius Stelzer vom ZAP und Dr. Marco Heyse vom Münsteraner Institut für Soziologie zeichnen verantwortlich für eine neu entwickelte integrative Typologie der Lebensführungen in der BRD. Sie ist nach dem Vorbild und in Kooperation mit dem open source tool von Prof. Gunnar Otte gearbeitet und erscheint am Jahresende. Hier ein Filmchen als Vorgucker:
www.youtube.com/watch?v=soKmMuzsOlY Und hier der soziologische Hintergrund: http://www.zap-bochum.de/ZAP/anbieten/lebensstilforschung.php

1-31.tv mit furioser Siegerehrung in der Kölner Lanxess-Arena
Ein echtes High-Light war der Abschluss des ersten Jahres unserer Medienmarke 1-31.tv. Wir konnten mit den Gewinnern eine ganze Woche SummerCamp machen, in denen neues Fimmaterial entstand. Die Krönung war die Siegerehrung vor 15.000 Zuschauern. Gänsehaut pur – hier nachzuerleben:
https://www.youtube.com/watch?v=6E07sBkKz8I Unter www.youtube.com/playlist?list=PL3hDQ6utJZeD80ouIkS3kHfxZsNqepVzA findet man die Gewinnerfilme; unter http://2015.1-31.tv/#ts_wettbewerb alles zum zweiten Jahr. Wir suchen youtuber, die sich zeigen! Hier auch die beiden Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=pF0q80Z2ENY&list=PL3hDQ6utJZeCE8ze0B0DZM6W0TQGemG-E&index=2 sowie https://www.youtube.com/watch?v=5STM87Vhsro&list=PL3hDQ6utJZeCE8ze0B0DZM6W0TQGemG-E&index=1
Unter
https://www.facebook.com/1.31.tv experimentieren wir mit einer professionell geführten facebook-Kampagne. Insgesamt eröffnet die Marke 1-31 neue Einsichten in die Wirkungsweise, -logik und –reichweite sozialer Medien, v.a. im Bewegtbildbereich. Eine unserer Forschungsfragen lautet: Wie geht Authentizität, wenn man sie medial inszeniert, tausendfach kommuniziert und mehrtausendfach kommentiert? Sie wird bearbeitet von Jan Kuhn, dem neuen Mitarbeiter bei 1-31.

WissHK gesucht! Stellenausschreibung
Das ZAP sucht eine WissHK. Bitte informieren Sie sich unter:
http://www.stellenwerk-bochum.de/jobs-finden/jobsuche/anzeige/bo-2015-09-17-05.html?tx_exinitjobexchange_pi1%5Bsubmit%5D=Suchen
[Matthias Sellmann, Bochum]

6. Tagungsbericht: „Teil oder Fremdkörper? Die Positionierung der Kirchen in postkommunistischen Gesellschaften“, Gniezno, 17.-20. September 2015

Das Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen veranstaltete gemeinsam mit der Theologischen Fakultät der Adam Mickiewicz Universität in Pozna
? seine Jahrestagung in Gniezno/Polen. In der historisch (die ehemalige Hauptstadt Polens) und kirchlich (der Sitz des polnischen Primas) bedeutsamen Stadt versammelten sich an die 30 Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechien und Ungarn und diskutierten die Verortung der Kirche in den Gesellschaften der verschiedenen Länder.
Zwei Beiträge führten in die Thematik ein: Andrzej Dragula, Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Szczecin, bot einen differenzierten Blick auf die Lage in Polen. Es gibt keine einheitliche Meinung mehr; eher verschiedene Modelle, die beschreiben, wie der Katholizismus in der heutigen Welt seinen Platz einnimmt. Dragula wies darauf hin, dass der Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft und den Menschen von heute in Polen oft mit Misstrauen gesehen wird. Er macht sich stark für einen Dialog auf Augenhöhe und eine nicht kirchliche Argumentation im Meinungsaustausch. Auch die Kirche müsse lernen, sich in dieser Welt zurechtzufinden, denn wir bekommen keine andere Welt.
Michal Opatrný, Assoc. Professor an der Theologischen Fakultät der Südböhmischen Universität in Budweis, brachte die Erfahrungen aus der Tschechischen Republik pointiert ein: „In den letzten 25 Jahren versuchten wir, eine Kirche mit polnisch-italienischer Spiritualität und einer österreichisch-deutschen Infrastruktur zu bauen, anstatt neue Modelle der Kirche für Andere zu entwickeln und so die eigenen Stärken zu nutzen.“ Opatrný sieht einen wichtigen pastoralen Auftrag im Wirken über die Grenzen der Kirche hinweg und im Dialog mit (überwiegend nichtglaubenden) Menschen des Landes.
In mehreren Referaten wurde auch die aktuelle europäische Flüchtlingskrise erwähnt. Maciej Ostrowski, Professor aus Kraków, betonte, dass es eine wichtige Aufgabe der Kirche von heute sei, sich an der Bewältigung dieser Krise gemeinsam mit dem Staat zu beteiligen. Dr. Claudia Kunz von der Deutschen Bischofskonferenz stellte den TeilnehmerInnen Gemeinsam Kirche sein. Wort der deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral vor, das für viele Teilnehmende inspirierend war. Das Symposium wurde abgerundet durch den Empfang bei Erzbischof Dr. Wojciech Polak, Primas von Polen, sowie die Besichtigung des berühmten Doms zu Gniezno.
Im September 2016 plant das Netzwerk eine gemeinsame Veranstaltung mit der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen.
[Petr Slouk, Klosterneuburg]

7. Tagungsbericht: Fachsymposium „Religion und Migration. Aktuelle Herausforderungen in Wissenschaft und Politik“, Wien, 24./25. September 2015

In Kooperation mit dem Institut für Praktische Theologie in Wien veranstaltete die Forschungsplattform „Religion an Transformation in Contemporary European Society“ (RaT) ein Fachsymposium unter der Überschrift „Religion und Migration.“ Eingeladen waren 26 Teilnehmer(innen) und zahlreiche Gäste der Fächer Theologie, Religionswissenschaft, Soziologie, Islamwissenschaften, Geographie, Sozialwissenschaft, Judaistik, Politikwissenschaft sowie Vertreter aus Kirche, Gesellschaft und Politik. Interdisziplinäre, politische und religiöse Perspektiven auf Migration kamen zu Sprache und wurden miteinander diskutiert.
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Abend des 25. September in des Sky-Lounge der Universität Wien. Kardinal Montenegro (Erzbischof von Agrigent und Lampedusa), Mag. Ulrike Lunacek (Die Grünen, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments), Dr. Heinz Faßmann (Vizerektor der Universität Wien) und Dr. David Reisenzein (Frontex) waren als Podiumsteilnehmer geladen. Herr Reisenzein musste leider aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation kurzfristig absagen. Moderiert wurde der Abend durch die ORF-Moderatorin und evangelische Theologin Dr. Renata Schmidtkunz.
Die Diskussion stand und dem Thema „ Human Dignity – Migration as a driving force for a more just and peaceful continent?“ Im Anschluss an die anregende Diskussion gab es bei einem Empfang die Möglichkeit zu persönlichem Austausch und Gespräch. Die Veröffentlichung der Ergebnisse bzw. der Beiträge der Referent(inn)en ist geplant.
[Frank G. C. Sauer, Wien]


8. Fünf Euro für einen ganzen Tag
Bundesweiter Aktionstag des SKM gegen Armut und Ausgrenzung

„Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“ – so lautet der Slogan der bundesweiten Kampagne des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e. V. Rund um den 17. Oktober 2015 führt der SKM mit seinen 120 Ortsvereinen in ganz Deutschland publikumswirksame Aktionen durch. Anlass ist von den Vereinten Nationen erklärte Welttag zur Überwindung der Armut. Zu den Veranstaltungen gehören Fachtage, Gottesdienste, Flashmobs, Bettelketten und Straßenzeitungen. Verteilt werden unter anderem rote Einkaufstaschen, die fünf Ein-Euro-Stücke zeigen und die Frage stellen: Kommst du damit einen Tag aus? – Nicht jeder kann sich deinen Einkauf leisten.
In einer Sendung im Domradio Köln am 7.10.2015 berichten Betroffene von ihren Erfahrungen. Fachleute des SKM sprechen über notwendige strukturelle Veränderungen. Unterstützt wird die SKM-Kampagne u. a. von Bischof Overbeck (Bistum Essen), Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Bischofskonferenz.
Armut ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Der SKM klärt mit seiner Kampagne „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“ darüber auf, wie schnell Menschen durch Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Sucht in ihrer Existenz bedroht sind. Er fordert Hilfe für die Betroffenen, Entscheidungen zur Überwindung der strukturellen Ursachen der Armut seitens der Politik und mehr Verständnis und Unterstützung von der Bevölkerung. Der SKM stellt Möglichkeiten vor, wie betroffene Menschen bereits jetzt in den Einrichtungen des SKM Beratung und Hilfe erhalten. Den Auftakt der SKM-Kampagne hat am 30. April 2015 eine Armutskonferenz in Köln gebildet.
Weitere Informationen zur Aktionswoche unter
www.skmev.de/kampagne.

9. Neuer Online-Feuilleton „feinschwarz.net“

Beginnend mit 1. Oktober gibt es im Internet ein neues Forum der theologischen Diskussion. Dieses Feuilleton reagiert auf die veränderten Lese- und Kommunikationsformen und möchte die klassische theologische Zeitschriftenlandschaft durch eine moderne Online-Publikationsform ergänzen. Und es reagiert darauf, dass sich seit längerer Zeit ein Trend beobachten lässt: Aussagen über Glaube, Spiritualität, Kirchen und Religionen werden oft von religiös uninformierten Journalisten oder aber von fundamentalistischen Scharfmachern an die Öffentlichkeit getragen. Beides schadet den Religionen und ihrem Ansehen sehr.
Theologinnen und Theologen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum möchten in dieser Situation einen neuen Weg beschreiten und sich online und frei zugänglich in einem theologischen Feuilleton zu Wort melden.
feinschwarz.net bietet ab Oktober 2015 theologische Diskussionen über Fragen unserer Zeit. feinschwarz.net sieht sich dem Selbstverständnis der Kirche, wie es in Gaudium et spes formuliert wurde, verpflichtet.
Das derzeitige Redaktionsteam besteht aus: Christian Bauer (Innsbruck), Daniel Bogner (Freiburg/CH), Rainer Bucher (Graz), Arnd Bünker (SPI/St. Gallen), Birgit Hoyer (Erlangen/Nürnberg), Helga Kohler-Spiegel (Feldkirch), Franziska Loretan-Saladin (Luzern), Johann Pock (Wien) und Michael Schüßler (Tübingen). Beiträge sind uns immer willkommen – vom Umfang her zwischen kurz (ca. 3.000 Zeichen) und lang (ca. 30.000 Zeichen).
[Johann Pock, Wien]

10. Tagungsankündigungen

Katakombenpakt erinnern und erneuern! Das „geheime“ Vermächtnis des II. Vatikanischen Konzils
11.-17. November 2015, Rom
im November jährt sich der sogenannte „Katakombenpakt“ zum 50. Mal. In diesem „Pakt“ verpflichteten sich kurz vor dem Ende des II. Vatikanischen Konzils, am 16. November 1965, zunächst 40 – später 500 – Konzilsbischöfe auf eine „dienende und arme Kirche“. Sie legten damit nicht nur den Grundstein für die Theologie der Befreiung, sondern realisierten auch eine bestimmte Weise des Kircheseins: eine Kirche, die sich konsequent auf die Seite der Unterdrückten und Marginalisierten stellt; eine Kirche, die sich einmischt und prophetisch für eine Welt einsteht, in der alle leben können. Papst Franziskus greift diese Traditionslinie konsequent auf und verleiht ihr damit aktuell neues Gewicht.
Zum 50. Jubiläum des Katakombenpaktes und Konzilsende (Dez.1965) wird es in Rom vom 11.-17. November unter dem Obertitel Katakombenpakt erinnern und erneuern! - Für eine prophetische Kirche im 21. Jahrhundert eine Versammlung verschiedener kirchlicher Reformgruppen geben. Referenten sind u.a. Erwin Kräutler, Luigi Betazzi (Unterzeichner des Katakombenpaktes), Marco Politi. Auch Jon Sobrino wird dabei sein und am 16. November einen Gedenkgottesdienst für seine an diesem Tag (1989) in El Salvador ermordeten Freunde zelebrieren.
Weitere Informationen auf dem Flyer zur Veranstaltung oder auf der Homepage
www.pro-konzil.de.

Praxis Partizipation. Voraussetzungen und Wege einer Kirche der Beteiligung
19. bis 21. November, Wiesbaden-Naurod
Eine Kirche, die von einigen Wenigen für Andere gemacht wird, verliert zunehmend an Kraft. Die Erschöpfung ist spürbar. Aber wie kann ein Kirchenverständnis, das auf der Erfahrung des Teilens, der Teilhabe an Jesus Christus und der Beteiligung aller aufbaut, vor Ort Gestalt gewinnen? Das diesjährige Symposium „Praxis Partizipation“ setzt nach den Symposien zu einer lokalen Kirchenentwicklung in Hildesheim (2008 und 2010) und Lingen (2012) das gemeinsame Suchen und Finden von Perspektiven fort, wie wir heute Kirche sein können. Die Frage, wie Beteiligung in einer Kirche der Zukunft theologisch inspirierend verstanden und praktisch gelebt werden kann, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Dem will sich dieser Kongress widmen in einer Weise, bei der das gemeinsame Hören auf das Wort Gottes, die Feier der Gegenwart Gottes, ein ganzheitlicher Ansatz und ein „über die Grenzen Schauen“ selbstverständlich dazugehören. Eingeladen sind hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte aus Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen sowie Verantwortliche für Pastoral und Kirchenentwicklung in den Bistümern und alle, die sich für das Anliegen einer lokalen Kirchenentwicklung interessieren.
Weitere Informationen finden Sie auf
www.kcg-net.de.

Von Wahrheiten und anderen Lügen. Systemische und theologische Impulse
Fachtagung vom 26./27. November 2015, Burkardushaus Würzburg
Die Begegnung von systemischem und theologischem Denken und Handeln steht im Mittelpunkt dieser Fachtagung, zu der die Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung (AKF) anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums einlädt. Die Theologie ist für Bildung und Pastoral eine selbstverständliche Bezugsgröße und eine Impulsgeberin. Systemisches Denken und Handeln hat sich seit vielen Jahren schon in vielfältigen Handlungsfeldern, beispielsweise in Beratungskontexten, als effektive Kompetenzerweiterung erwiesen. Vor diesem Hintergrund setzt die Fachtagung theologische und systemische Sichtweisen miteinander in Bezug. Die Begegnung von und die Auseinandersetzung mit systemischen und theologischen Positionen und Perspektiven soll zur eigenen Selbstvergewisserung als Handelnde_r in den jeweiligen Arbeitsfeldern beitragen. Theologische, systemische und die je eigenen Wirklichkeitskonstruktionen können sich gegenseitig bereichern, die „Landkarten“, mit denen kirchliche Mitarbeiter_innen sich in ihrem Handlungsfeld orientieren, können erweitert werden. Die Beschäftigung mit systemischen und theologischen Perspektiven kann so auch zur Klärung eigener Positionen und der eigenen Haltung beitragen. Die Fachtagung lädt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in ihren beruflichen Kontexten mit Familien zu tun haben, ein, sich anregen und herausfordern zu lassen.
Hier finden Sie das Programm der Tagung und das Anmeldeformular.

Religion. Wohlfahrtserbringung. Soziale Arbeit
26./27. November 2015, Alexander-von-Humboldt-Haus der Universität Münster
Die Einbindung religiöser Milieus in die Erbringung sozialstaatlicher Leistungen war und ist eines der charakteristischen Merkmale der Wohlfahrtserbringung in Deutschland. Vor allem die historisch aus unterschiedlichen Milieus erwachsenen und spitzenverbandlich etablierten christlichen Akteure sowie der Wohlfahrtsverband der Juden in Deutschland stellen wohlfahrtsstaatliche Akteure mit jeweils eigenem, religiös-weltanschaulichen Begründungsanspruch und sozialstaatlichen Rechten dar. Diese normativ-weltanschaulichen Perspektiven berühren sowohl sozialpolitische Gestaltungsvorstellungen als auch – und dies erscheint für die Soziale Arbeit von besonderer Bedeutung – Positionierungen zur sozialmoralischen Lebensführung ihrer Mitglieder. Von besonderer Relevanz für die Soziale Arbeit ist dies vor allem deshalb, weil die beiden christlichen Wohlfahrtsverbände sowohl als Anbieter sozialer Dienste als auch als Arbeitgeber im Kontext sozialer Dienste die größten Wohlfahrtserbringer darstellen. Daneben gestalten sie Räume für Formen ehrenamtlichen bzw. zivilgesellschaftlichen Engagements. Sie haben hierüber vielfältige Facetten sozialer Hilfen zusätzlich zu und jenseits von professionellen Angeboten etabliert.
Die Tagung „Religion. Wohlfahrtserbringung. Soziale Arbeit.“ möchte den Stand der Forschung systematisieren und mit einem interdisziplinären Zugang sozialpädagogische und sozialpolitische Perspektiven in einem Spannungsfeld von Säkularisierung der Wohlfahrtserbringung versus religiöser Pluralität Sozialer Dienste aufzeigen sowie weiteren Forschungsbedarf skizzieren.
Hier finden Sie das Programm der Tagung.

Internationaler Kongress: Das Konzil „eröffnen“. Theologie und Kirche unter dem Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils
6. bis 8. Dezember 2015, Katholische Akademie Bayern, München
Am 8. Dezember 1965 wurde das Zweite Vatikanische Konzil feierlich beendet. Noch 50 Jahre danach ist seine Rezeption alles andere als abgeschlossen. Allein schon deshalb, weil die Diskussion über die Hermeneutik des umfassenden Textcorpus nach wie vor in vollem Gange ist, die Frage der Verbindlichkeit dieses Pastoralkonzils noch immer kontrovers beantwortet und der so genannte Geist des Konzils oft divergent bestimmt wird. Nicht zuletzt haben die Konzilsväter selbst bestimmte Fragen, wie etwa nach dem Verhältnis von Universal- und Ortskirche oder der strukturellen Einbindung des Primats in eine communio-Ekklesiologie, ganz bewusst der nachkonziliaren Theologie überlassen und aufgegeben. Überdies sind seit dem Konzil politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische etc. Veränderungen und Prozesse eingetreten, welche das Konzil noch nicht im Blick haben konnte, die heute aber Theologie und Kirche herausfordern, die theologischen Grundlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils weiter auszuziehen und unter ihrem Anspruch nach zukunftsweisenden Antworten zu suchen. Der Kongress möchte sich diese Aufgabe stellen, unter Einbeziehung aller deutschsprachigen Theologinnen und Theologen aller Fachrichtungen. Das Konzil „eröffnen“ heißt: Die Hoffnung nicht aufgeben, einem kommenden Konzil zuarbeiten.
Weitere Informationen und das Programm des Kongresses finden Sie hier.

11. Mainzer Symposion „Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“:
Systemtheorie und Lernen
28./29. Januar 2016, Erbacher Hof, Mainz
Dem Lernen entgeht niemand: Vom Babyschwimmen über Kindergarten, Schule, Ausbildung und Studium, Fort- und Weiterbildung, im ersten, zweiten, dritten und vierten Lebensalter. Nicht umsonst wird unsere Gesellschaft als Wissensgesellschaft beschrieben und viele Untersuchungen zeigen, wie eng soziale Anerkennung an bestimmte Formen von Lernen im Sinne von „Bildungserfolg“ gekoppelt ist. Die Systemtheorie als Universaltheorie reflektiert „Lernen“ in einer – den vertrauten Vorstellungen – irritierenden Weise. Ihre Theoriebausteine wie wechselseitige Beobachtung, Kommunikation, Autopoiese, Selbstreferentialität, Erwartungsstruktur helfen dabei, das Phänomen „Lernen“ genauer zu untersuchen, wohl wissend, dass es sich bei einer Fassung dieses Begriffs „um Kunstgriffe von Beobachtern [handelt], mit denen Nichtbeobachtbares gedeutet und auf die emergente Ebene des Zwischensystemkontaktes überführt wird“ (Luhmann, N., Soziale Systeme, 159). Die Komplexität der Theorie aufzuschlüsseln, den Gewinn für personale und organisationale „Lehr- und Lernprozesse“ zu heben und sich selbst als lernendes System zu erfahren, das sind die Grundpfeiler unserer diesjährigen Tagung. Wie kaum ein zweiter steht unser Referent für dieses Thema: Prof. Dr. Rolf Arnold von der Technischen Universität Kaiserslautern, Experte für Erwachsenenbildung und Berufspädagogik.
Im Unterschied zu den Vorjahren findet die Tagung nicht im Dezember statt, sondern im darauffolgenden Januar!

Literaturhinweise:
• Arnold, R., Ich lerne, also bin ich. Eine systemisch-konstruktivistische Didaktik, Heidelberg 2007
• Arnold, R., Wie man lehrt, ohne zu belehren. 29 Regeln für eine kluge Lehre, Das LENA-Modell, Heidelberg 2012

Leitungsteam: Dr. Christoph Rüdesheim (TPI),
Prof. Dr. Richard Hartmann (Fulda),
Dr. Gundo Lames (BGV Trier),
Prof. Dr. Martin Lörsch (Trier)

Beginn: 28. Januar 2016, 11.00 Uhr (ab 10.30 Uhr Stehkaffee)
Ende: 29. Januar 2016, 16.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz
Kosten: 155 € für Unterkunft, Verpflegung und Honoraranteil

Informationen und Anmeldung: TPI Mainz
Große Weißgasse 15
55116 Mainz
Tel.: 06131 27088-0, Mail: info(at)tpi-mainz(dot)de

11. Stellenausschreibungen

Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut: Geschäftsführer/in des Bildungsrates der römisch-katholischen Kirche in der Deutschschweiz
Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) in St. Gallen sucht per Anfang 2016 oder nach Übereinkunft eine/n Geschäftsführer/in des Bildungsrates der römisch-katholischen Kirche in der Deutschschweiz (60%). Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 8. Oktober 2015.
Den Ausschreibungstext finden Sie hier.

Universität Salzburg: Universitätsprofessur für Pastoraltheologie
An der Paris Lodron-Universität Salzburg ist am Fachbereich Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät zum 1. Oktober 2016 die unbefristete Universitätsprofessur für Pastoraltheologie zu besetzen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 4. November 2015.
Den Ausschreibungstext finden Sie
hier.

Universität Erfurt: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in am Max-Weber-Kolleg
Am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt sind zum 1. Januar 2016 im Rahmen des Research Centre „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ (getragen vom Max-Weber-Kolleg zusammen mit dem Theologischen Forschungskolleg und dem Forschungszentrum Gotha) zwei auf drei Jahre befristete Teilzeitstellen im Umfang von 20 Wochenstunden zu besetzen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 10. November 2015.
Den Ausschreibungstext finden Sie hier.

12. Publikationen

Peter Kohlgraf, Nur eine dienende Kirche dient der Welt. Yves Congars Beitrag für eine glaubwürdige Kirche, Grünewald: Ostfildern 2015. 156 Seiten, € 20,00, ISBN 978-3-7867-3036-1.
Bereits vor 50 Jahren hat der Konzilstheologe Yves Congar seine Vision einer diakonischen, den Menschen zugewandten Gestalt von Kirche entwickelt. Manches davon ist in kirchliches Denken und Handeln eingegangen, anderes nach wie vor offen. Peter Kohlgraf stellt die zentralen Aussagen Congars dar und befragt sie auf ihre Relevanz für die Kirche und ihr Handeln im 21. Jahrhundert. So entsteht in der Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Herausforderungen das Bild einer Kirche, für die die Hinwendung zu den Armen und Schwachen nicht nur eine Frage gut organisierter Caritas ist, sondern Ausdruck ihres Wesens: Denn nur eine dienende und arme Kirche ist eine glaubwürdige Kirche.

Doris Nauer, Seelsorge. Sorge um die Seele. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Kohlhammer 2014. 416 Seiten, € 29,99, ISBN 9783170255920.
Professionelle SeelsorgerInnen sorgen sich per definitionem um die Seele ihrer Mitmenschen. Was aber bedeutet dies? In Rückbesinnung auf die biblische Sicht von Seele entwickelt Nauer ein für heutige Menschen glaubwürdiges Seelsorgeverständnis, das im christlichen Gottes- und Menschenbild verankert ist. Darauf aufbauend werden Konsequenzen für die seelsorgliche Alltagspraxis gezogen. So erhält ein ganzheitliches Konzept von Seelsorge Kontur, das den seelsorglichen Handlungsspielraum enorm vergrößert, aber auch Prioritätensetzungen für die eigene Person abverlangt.
Die dritte Auflage ist nicht nur inhaltlich vollständig überarbeitet, sondern auch erweitert um hochaktuelle neurowissenschaftliche Herausforderungen sowie Entwicklungstendenzen rund um Spiritual Care in ihrer Bedeutung für Seelsorge.

Doris Nauer, Spiritual Care statt Seelsorge? Stuttgart: Kohlhammer 2015. 240 Seiten, € 24,99, ISBN 9783170289055.
Das Thema Spiritual Care hat Konjunktur! Wovon aber ist die Rede? Während die einen von einem multidisziplinär angelegten Konzept ‚Spirituelle Begleitung‘ im palliativmedizinischen Kontext oder einem neuen Fachgebiet der Humanmedizin sprechen, denken andere an eine zeitgemäßere Variante von Klinikseelsorge. Um eine Klärung zu erreichen, wird zunächst die (inter)nationale Entstehungs- und Expansionsgeschichte nachgezeichnet. Nach der Darstellung des Theorie- und Praxisdesigns von Spiritual Care wird Raum für konstruktiv-kritische Anfragen eröffnet. Auf der Basis feststellbarer (In-)Kompatibilitäten zwischen Spiritual Care und Seelsorge bringt Nauer provokativ auf den Punkt, warum Spiritual Care für MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens, Seelsorger-Innen, Kirchen und verbandliche Caritas/Diakonie eine ernstzunehmende Herausforderung darstellt.

Ulrike Bechmann, Rainer Bucher, Rainer Krockauer, Johann Pock (Hg.), Abfall. Theologisch-kritische Reflexionen über Müll, Entsorgung und Verschwendung (Werkstatt Theologie - Praxisorientierte Studien und Diskurse 22), Berlin u.a.: LIT. 350 Seiten, € 29,90 EUR, ISBN 978-3-643-50547-7.
20 TheologInnen legen hier erstmals einen biblischen, religionswissenschaftlichen, pastoraltheologischen und sozialethischen Zugang zu einem Thema vor, das im wahrsten Sinne des Wortes „zum Himmel stinkt“ – dem Abfall. In den Blick genommen wird der alltägliche Müll als ökologisches Problem. Abfall und Müll sind aber auch ein sozialer Faktor, der Reiche und Arme voneinander trennt und gleichzeitig miteinander verbindet. Innerhalb einer Wegwerfkultur geht es dann um klimaethische Diskurse, um „Obsoleszenz“ und den Umgang mit dem Datenmüll, der über neue Medien produziert wird. Auf einer mehr metaphorischen Ebene wird dann der Irrelevanz von Kirche oder von Beratungsprozessen nachgespürt. Die Behandlung von tot geborenen Kindern als „menschlicher Müll“, der Umgang mit dem eigenen Seelenmüll, die Wahrnehmung der „Müll-Menschen“ werden weiter ebenso thematisiert, wie die baulichen Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus, die als Gerümpel herumstehen, und Anstoß zur Entsorgung oder zur kritischen Erinnerung sind.
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50547-7

 


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