Newsletter www.pastoraltheologie.de 3/2017

Newsletter Konferenz der Pastoraltheolog_innen 3/2017

Inhalt
1. Neuer Vorstand der Konferenz gewählt
2. Spots vom Kongress der deutschsprachigen PastoraltheologInnen
3. Herbert Haag-Preis an Andreas Knapp und Volker Hesse verliehen
4. Offener Brief an Papst Franziskus - PRO POPE FRANCIS
5. News aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
6. Symposium „Populismus als Symptom gesellschaftlich-politischer und kirchlicher Exklusion“
7. Aktuelle Publikationen
8. Terminkalender und Tagungen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Website,

 

Dieser Newsletter möchte Sie über Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. informieren. Weitere Hinweise und aktuelle Informationen finden Sie auch laufend auf unserer Website.

Gerne können Sie für unseren Leser_innenkreis interessante Nachrichten, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de. Der nächste Newsletter wird voraussichtlich Mitte Februar 2018 erscheinen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machen. Die Anmeldung für den Newsletter sowie das Ändern der eigenen Daten ist auf unserer Website möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Teresa Schweighofer

Beauftragte der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für Newsletter und Website

 

1. Neuer Vorstand der Konferenz gewählt

Bei der Mitgliederversammlung in Leitershofen wurde für weitere 2 Jahre Prof Dr. Richard Hartmann zum Vorsitzenden gewählt, Prof. Dr. Christian Bauer Innsbruck wurde Stellvertreter und wird in zwei Jahren Richard Hartmann nachfolgen. Prof. Dr. Katharina Karl Münster/Benediktbeuern wurde weiteres Vorstandmitglied. Die Schriftführung wird weiter von Dr. Thomas Böhm, die Geschäftsführung von Frau Edeltraud Kübler wahrgenommen.

[Richard Hartmann, Fulda]

2. Spots vom Kongress der deutschsprachigen PastoraltheologInnen

Im September tagte die Konferenz für PastoraltheologInnen in St. Paulus, Leitershofen unter dem Titel #OMG!1ELF!!: Oh mein Gott. Pastoraltheologie im Zeitalter digitaler Transformation mit über 70 Teilnehmenden aus der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Südtirol und Österreich.
Auf dieser Tagung haben die verschiedenen Zugänge, Präsentationsformen und auch Anfragen der Referierenden verdeutlicht, dass sich die akademische (Pastoral-)Theologie grundsätzlich noch auf wahrnehmender Spurensuche dessen befindet, was Digitalisierung bedeutet. Noch mehr Such-Prozess herrscht im reflektierenden Nachdenken vor, was Digitalisierung konkret für das Fach und wechselseitig auch für den pastoralen Alltag in kirchlichen Diensten bedeutet. Es ist deutlich geworden, dass die Frage nach einer Theologie der Digitalität (und: Theologie der Virtualität) inhaltlich interdisziplinär angefüllt werden muss, insbesondere der Diskurs um anthropologische Grunddimensionen die fundamental für digitalisierte Prozesse und deren Konsequenzen sind, da wir als Menschen eben immer schon verstrickt sind in plurale und komplexe Wirkungsmächte – eben auch digital.
Neben Vorträgen zu Identität in social media, Transhumanismus, Glaubenskommunikation, Medienkompetenz und dem Internet als ortlosen-Ort wurde sehr wohltuend die römische Sichtweise auf den Perspektivwechsel von Zentrum und  Peripherie aufgenommen. Dass die tiefschürfenden Veränderungen von Digitalisierung in den unterschiedlichsten Ebenen eine unbestrittene Tatsache ist, lässt sich im Zitat von Prälat Tighe konstituieren: "Digital is real." 

Als Konglumerat sind einige Feedbacks, Statements hier im Artikel auf Twitter-Länge zusammen getragen mit einer klaren Anfrage und Aufforderung zur Debatte an die Lesenden: was sind Inhalte, Prozesse, Formen, Kriterien einer Frage von theologisierter Digitalität oder digitalisierter Theologie?
Andrea Imbsweiler: Kommunikation im Netz bringt für die institutionelle Kirche unvermeidbar Kontrollverlust: Zeugnis und Agieren Einzelner gewinnen Bedeutung.
Jan Loffeld: Digitalisierung macht einen anderen Generationendialog möglich. Je jünger, desto inkulturierter: down-top. Ein schönes Beispiel für die "conversión pastoral"!
Wolfgang Beck: Eine "Kultur der Digitalität" zeigt gesellschaftliche Effekte von Algorithmizität, Referenzialität und neuen Sozialformen, in die sich Theologie vorzuwagen hat.
Richard Hartmann: Die social media sorgen mehr noch als die Aufklärung dafür, dass formale Autorität - auch in der Kirche - irrelevant wird.
Sonja Pohl: "Digital is real" und keine vorübergehende Erscheinung. Um teilzuhaben, muss auch Theologie in die Sprache einer digitalisierten Kultur übersetzt werden.
Sebastian Kießig: Die Digitalisierung wandelt das Leben des Menschen. Eine (Pastoral-)Theologie, die mit diesem Leben korrespondiert, steht somit vor großen Herausforderungen.
Andreas Büsch: Dank Social Media hat Kirche die historische Chance, wirklich zu einer communio zu werden - vorausgesetzt, sie lässt sich kritisch-optimistisch auf Digitalisierung mit ihren Implikationen ein und findet pragmatische Lösungen für den pastoralen Alltag.
Simone Birkel: Die Digitalisierung bietet tolle Chancen für die Pastoral, wichtig ist aber, dass die Technik für den Menschen da ist und nicht umgekehrt!

[Judith Klaiber, Wien]

 

3. Herbert Haag-Preis an Andreas Knapp und Volker Hesse verliehen

„Die Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche hat die Preisträger 2018 bestimmt. Sie legt mit ihrer Preisverleihung im kommenden März den Akzent auf die Freiheit des Wortes und steht ein für schöpferische Vitalität und frische Ausdruckskraft in Wort und Bild auch dort, wo es um Fragen der Religion geht.

Preisträger sind der Theatermann und Regisseur Volker Hesse (Zürich) sowie der Priester und Lyriker Andreas Knapp (Leipzig). Hesse vertritt die expressive Wucht, mit der heute Fragen an die Religionen gestellt und archaische Bilder noch in modernsten Lebensäußerungen sichtbar werden. Knapp steht für die verhalten-stille Lyrik, die den Geheimnissen des Lebens neue Worte leiht.“

Nähere Informationen finden Sie hier. [LINK]

[Arnd Bünker, St. Gallen]

4. Offener Brief an Papst Franziskus - PRO POPE FRANCIS

Tomas Halík (Prag) und Paul M. Zulehner (Wien) haben eine Unterstützungsinitiative für Papst Franziskus gestartet. Hier der Wortlaut ihres offenen Briefs:

„Hochgeschätzter Papst Franziskus!
Ihre Pastoralen Initiativen und deren theologische Begründung werden derzeit von einer Gruppe in der Kirche scharf attackiert.
Mit diesem öffentlichen Brief bringen wir zum Ausdruck, dass wir für ihre mutige und theologisch wohl begründete Amtsführung dankbar sind.
Es ist Ihnen in kurzer Zeit gelungen, die Pastoralkultur der katholischen Kirche von ihrem jesuanischen Ursprung her zu reformieren. Die verwundeten Menschen, die verwundete Natur gehen Ihnen zu Herzen. Sie sehen die Kirche an den Rändern des Lebens, als Feldlazarett. Ihr Anliegen ist jeder einzelne von Gott geliebte Mensch. Das letzte Wort im Umgang mit den Menschen soll nicht das Gesetz haben, sondern das Erbarmen. Gott und seine Barmherzigkeit prägen die Pastoralkultur, die Sie der Kirche zumuten. Sie träumen von einer „Kirche als Mutter und Hirtin“. Diesen Ihren Traum teilen wir.
Wir bitten Sie, von diesem eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen und sichern Ihnen unsere volle Unterstützung und unser stetes Gebet zu.
Die Unterzeichner“

Hier können auch Sie diesen Brief unterzeichnen.

 

5. News aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

a) Neuerscheinung: Klara Csiszar / Martin Hochholzer / Markus Luber / Hubertus Schönemann (Hg.), Mission 21. Das Evangelium in neuen Räumen erschließen (Weltkirche und Mission 8), Regensburg: Verlag Friedrich Pustet 2017, ISBN 978-3791729190, 212 Seiten, € 29,95.
Wie kann Kirche im 21. Jahrhundert missionarisch sein? Ausgehend von dieser Frage veranstalteten die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) und das Institut für Weltkirche und Mission (IWM), beide Einrichtungen der Deutschen Bischofskonferenz, im März 2016 gemeinsam die Tagung „Mission 21 – Das Evangelium in neuen Räumen erschließen“. Der zugehörige Tagungsband ist nun als Band 8 der Reihe „Weltkirche und Mission“ im Verlag Friedrich Pustet erschienen.
Wer das Evangelium in neuen Räumen erschließen will, sollte sich auch von ihnen inspirieren lassen. Mit durchgängig weltkirchlichem Blick werden daher in diesem Band Erfahrungen aus verschiedenen Kontinenten miteinander ins Gespräch gebracht. Ausgangspunkt ist das Missionsparadigma „missio inter gentes“ von Jonathan Y. Tan, das er vor dem Hintergrund der Minderheitserfahrung asiatischer Christen gewonnen hat: Evangelisierung nicht als Einbahnstraße, sondern als kommunikativer Lernweg zwischen Völkern, Kulturen und Religionen. Vor diesem Hintergrund entfalten Marie-Rose Blunschi Ackermann, Daniel Bugiel, Gemma Tulud Cruz, Klara A. Csiszar, Martin Hochholzer, Margit Eckholt, Stephanie Feder, Monika Kleck, Markus Luber, Rita Perintfalvi, James Ponniah, Hubertus Schönemann, Roman A. Siebenrock und Maria Widl Mission aus systematisch-theologischer und praktisch-theologischer Perspektive und bringen u. a. die Themenkomplexe Urbanisierung und Stadtkulturen, Volksfrömmigkeit, Armut und Marginalisierung, Geschlechterrollen und Familie zur Sprache.

b) Postmoderne Rituale als Herausforderung für die kirchliche Kasualpraxis – KAMP kompakt 5 erschienen
Das sich auf vielfältige Weise in der gesellschaftlichen und religiösen Wahrnehmung herauskristallisierende Phänomen säkularer Rituale der Postmoderne wirft grundsätzliche und praktische Fragen nach Chancen und Herausforderungen für die kirchliche Pastoral auf: Wie kann es durch derartige Wechselwirkungen zu einer produktiven Herausforderung und damit zur Neuartikulation des Eigenen kommen? Was kann gelernt werden, so dass die „alten Rituale“ so gefeiert werden, dass sie die Menschen heute erreichen, dass sie „passen“ und ihnen „etwas sagen“? Was bedeutet dies für das Kreieren „neuer Rituale?
Wie die Kirche auf diese Herausforderung reagieren kann, war Thema einer vom 20. bis 21. April 2016 in Erfurt durchgeführten Tagung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Titel „Postmoderne Rituale als Herausforderung für die kirchliche Kasualpraxis“. Der nun erschienene fünfte Band unserer Reihe KAMP kompakt nimmt die Beiträge der Tagung auf, führt angestoßene Impulse weiter und macht ihren Diskurs kirchlichen Verantwortlichen auf verschiedenen Ebenen und Interessierten zugänglich.
Der Band steht Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung. Die gedruckte Fassung ist kostenlos über die Arbeitsstelle erhältlich. Wenden Sie sich hierzu gerne an unser Sekretariat (Tel.: 0361/541491-0, E-Mail ). Bei größeren Sendungen bitten wir um die Erstattung der Portokosten. Auch die zuvor erschienenen Bände sind weiterhin als PDF (Downloadübersicht) verfügbar, zum Teil können auch noch Druckfassungen bezogen werden. 

c) „Gott“ oder:
Was war eigentlich die Frage?
Theologie nach dem Relevanzverlust ihres Gegenstandes
Tagung vom 24. bis 25. November 2017 in Erfurt
Die Frage nach Gott lässt sich, ob explizit oder implizit gestellt, kaum mehr als anthropologische Konstante und damit allgemein akzeptable Basis zur Begründung theologischer Arbeit, ihrer Rationalität und Relevanz sowie ihres Standorts an staatlichen Universitäten ansetzen. Wie kann angesichts der epochalen Verschiebung der Gottesfrage und Gottesthematik zu einem Teil- und Minderheitennarrativ Theologie betrieben werden? Welche Konsequenzen und Aufgaben ergeben sich für die universitäre Theologie angesichts des Phänomens, dass ihre Kernfrage, also die Frage nach Gott und seiner Bedeutung für den Menschen, fundamental anders oder gar nicht mehr gestellt wird?
Veranstaltungsflyer mit Tagungsprogramm zum Download

d) „Macht alle Völker zu meinen Jüngern!“ (Mt 28,19)
Christliche Missionsverständnisse im Gespräch

Studientag am 9. Dezember 2017 im Haus am Dom in Frankfurt/M.
Missionierungsbestrebungen christlicher Gruppen gegenüber Flüchtlingen verleihen der Diskussion neue Brisanz, was der biblische Missionsauftrag meint und wie er heute zu verstehen ist. Der Studientag geht deshalb dieser Frage nach, indem er katholische, evangelische und evangelikale Missionstheologien vorstellt und miteinander ins Gespräch bringt. Ergänzend wird anhand einer empirischen Studie gezeigt, welch unterschiedliche Vorstellungen allein Katholikinnen und Katholiken mit Mission verbinden. Schließlich gilt es zu klären, was diese Differenzen praktisch für das konfessionsübergreifende christliche Zeugnis und Wirken in der Welt bedeuten.
Flyer_Christliche Missionsverständnisse im Gespräch.pdf

e) euangel (www.euangel.de)
Heft 2/2017: Werkzeuge auf dem pastoralen Markt (im Juli erschienen)
Heft 3/2017: Identität (erscheint im Dezember)
Heft 1/2018: Ekklesiologie(n) (erscheint im April)

[Tobias Kläden, Erfurt]

 

6. Symposium „Populismus als Symptom gesellschaftlich-politischer und kirchlicher Exklusion“

Wer gestaltet Gesellschaft und Kirche, wer hat Einfluss und wer erfährt sich eher auf der Seite der Verlierer? Das sind Fragen, die sie etliche Menschen stellen. Es sind Fragen, bei denen die einen selbstbewusst und zufrieden ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und bewerten, und die anderen sich als abgehängt und vergessen erleben. Sie suchen „Alternativen“ und finden sie in „rechten“ und „linken“ Ausprägungen des Populismus.
Was sind die Ursachen, was die Folgen solcher Entwicklungen? Wir wollen u.a. mit einem ausgewiesenen Fachjournalisten und einem Systemtheoretiker auf die Phänomene schauen. Die systemtheoretische Einordnung, z. B. zwischen Inklusion und Exklusion, soll diese Phänomene bewerten helfen, um dann theologisch und politisch Zusammenhänge zu sehen und Perspektiven zu entwickeln. Theologisch steht u. a. die Frage nach der Praxis von Subsidiarität und Synodalität in den Veränderungsprozessen der Kirche im Raum, politisch nach einer Neubewertung von Demokratie und demokratischer Kultur sowie der eingeführten Beteiligungsformen.
Dabei interessiert auch das Phänomen der Selbstabschließung unter systemtheoretischen Gesichtspunkten. Was geschieht, wenn die Relevanz der Umwelten so stark eingeschränkt wahrgenommen wird, dass unpassend erscheinende Irritationen als „fake news“ klassifiziert und abgewertet werden?

Referenten: Prof. Dr. Peter Fuchs, Systemtheoretiker
Karl Prömpers, Journalist (ehemaliger Leiter der ZDF-Studios in New York und Wien), Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZDK)
Leitung: Dr. Christoph Rüdesheim, TPI Mainz, Prof. Dr. Richard Hartmann, Fulda, Prof. Dr. Martin Lörsch, Trier, Dr. Gundo Lames, Bischöfliches Generalvikariat Trier
Veranstalter: Theologisch-Pastorales Institut, Mainz www.tpi-mainz.de

Termin: 07. - 08. Dezember 2017 (Beginn: 07.12., 14.00 Uhr, Ende: 08.12., 16.00 Uhr)

Ort: 55116 Mainz, Tagungszentrum Erbacher Hof
Kosten: 190 € (Unterkunft und Verpflegung, Honorarbeitrag)
Anmeldung: info@tpi-mainz.de der telefonisch: 06131 27088-0 bis 03. November 2017

[Christoph Rüdesheim, Mainz]

 

7. Aktuelle Publikationen

Hödl, Hans-Gerald / Pock, Johann / Schweighofer, Teresa (Hg.): Christliche Rituale im Wandel. Schlaglichter aus theologischer und religionswissenschaftlicher Sicht, V&R 2017.

Rituale boomen. Doch die Kirchen haben ihr Monopol auf Rituale verloren. Der vorliegende Band identifiziert unterschiedliche Formen dieses rituellen Wandels und benennt Forschungsfelder bzw. –fragen: die Ritualdynamik wird am Beispiel der »Celestial Church« und einem evangelikalen Gottesdienst untersucht und ritualdynamische Prozesse werden anhand evangelischer und katholischer Trauungsrituale erforscht. Die Beiträge im dritten Abschnitt befassen sich mit der Entwicklung neuer Rituale und ritueller Elemente. Hierfür werden Erkenntnisse aus Familienkonstellationen für die Ritualpraxis oder die »religionshybride Festkultur« in den Blick genommen. Der Band schließt mit grundlegenden Beiträgen zur »rituellen Erfahrung« und zu Veränderungen in der rituell-liturgischen Landschaft.

 

Bethge, Daniela: Von der Logik der Not zur Logik der Fülle. Ehrenamt und Engagement aus christlicher Perspektive (= Glaube und Ethos 13), LIT 2017.

Ehrenamt und Engagement sind in aller Munde. Die Sozialwissenschaften machen auf Engagementpotentiale aufmerksam. Die Politik fördert und fordert das Engagement der Bürger. Die Kirchen und kirchlichen Organisationen sind ohne Engagement nicht denkbar. Ehrenamt und Engagement sind sozialwissenschaftliche Kategorien, welche theologisch bedacht und gefüllt werden müssen. Hier setzt die vorliegende Arbeit an. Herangezogen werden dazu aktuelle Diskussionen um den Strukturwandel der Kirche, die Wiederentdeckung der Laien und ihre Bedeutung als Christen für die Welt sowie Aspekte der Befreiungs- und Charismentheologie.

 

Klara Csiszar / Martin Hochholzer / Markus Luber / Hubertus Schönemann (Hg.), Mission 21. Das Evangelium in neuen Räumen erschließen (Weltkirche und Mission 8), Regensburg: Verlag Friedrich Pustet 2017.

Wie kann Kirche im 21. Jahrhundert missionarisch sein? Ausgehend von dieser Frage veranstalteten die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) und das Institut für Weltkirche und Mission (IWM), beide Einrichtungen der Deutschen Bischofskonferenz, im März 2016 gemeinsam die Tagung „Mission 21 – Das Evangelium in neuen Räumen erschließen“. Der zugehörige Tagungsband ist nun als Band 8 der Reihe „Weltkirche und Mission“ im Verlag Friedrich Pustet erschienen.

 

8. Terminkalender und Tagungen

24.-25.11.2017, Erfurt: Tagung „Gott“ oder: Was war eigentlich die Frage? Theologie nach dem Relevanzverlust ihres Gegenstandes

7.-8.12.2017, Mainz: Symposium „Populismus als Symptom gesellschaftlich-politischer und kirchlicher Exklusion“

9. 12. 2017, Frankfurt/M.: Studientag  „Macht alle Völker zu meinen Jüngern!“ (Mt 28,19) Christliche Missionsverständnisse im Gespräch

10.-12.9.2018, Darmstadt: Symposium der Konferenz der deutschsprachigen PastoraltheologInnen e.V. zu Fragen des Populismus

22.-27. 1.2019, Panama: Weltjugendtag

 

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info(at)pastoraltheologie(dot)de

 

 

Impressum

Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren VerfasserInnen verantwortlich.

Kontakt:
Teresa Schweighofer, Beauftragte für Newsletter und Website der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.