Newsletter www.pastoraltheologie.de 4/2016

Inhalt

1. Tagungsbericht zum Symposium in Sarajewo September 2016
2. Kongress der Konferenz der deutschsprachigen PastoraltheologInnen 2017 in Leitershofen
3. Neuer Vorstand beim PosT – Netzwerk der mittel-und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen
4. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
5. Neues aus dem Zentrum für Angewandte Pastoralforschung (ZAP)
6. Informationen aus dem Institut für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung (IbiP)
7. Methodenseminar: Theorie und Praxis der qualitativen Sozialforschung in der Theologie
8. Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch
9. International Congress of the European Society for Catholic Theology 2017
10. Publikationen
11. Terminkalender und Tagungen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Website,

 

dieser Newsletter möchte Sie über Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. informieren. Weitere Hinweise und aktuelle Informationen finden Sie auch auf unserer Website www.pastoraltheologie.de.

Gerne können Sie für unseren Leser_innenkreis interessante Nachrichten, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an info(at)pastoraltheologie(dot)de. Der nächste Newsletter wird voraussichtlich Anfang Januar 2017 erscheinen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machen. Die Anmeldung für den Newsletter sowie das Ändern der eigenen Daten ist auf unserer Website möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Teresa Schweighofer

Beauftragte der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für Newsletter und Website

 

 

1. Tagungsbericht zum Symposium in Sarajewo September 2016

Fast 60 Wissenschaftler aus 13 Nationen kamen zum gemeinsamen Symposion der mittel-ost-europäischen und deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen im September in der theologischen Fakultät und im Priesterseminar in Sarajevo zusammen. Das „Jerusalem des Balkans“ als multireligiöse Stadt der abrahamitischen Religionen begrüßte die Wissenschaftler am Bayram, dem Opferfest der Muslimen. Die Gastfreundschaft und Offenheit in Sarajevo, das noch unter den Folgen des Krieges 1992 – 1995 leidet war für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckend.
Der Dekan der Fakultät Prof. Dr. Darko Tomaševic und die Vorsitzenden der beiden Wissenschaftsgesellschaften Prof. Dr. Pero Aracic (Zagreb) und Prof. Dr. Richard Hartmann (Fulda) begrüßten die Teilnehmer_innen. Das letzte Symposion dieser Arbeitsgruppen – vor 3 ½ Jahren in Prag – war eher dem Kennenlernen gewidmet, nun komme es darauf an, an einem zentralen Thema gemeinsam zu arbeiten. Die Jugend prägt die Zukunft, ist jedoch von ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen und religiösen Kontexten geprägt. Es gelte, sie kennenzulernen und zu schauen, ob und wie ihre Stimme gehört werden und welche Ausprägungen in der Gestalt der Kirche für sie wichtig sind.
Herr & Speer, zwei Jugendaktivisten in Berlin gaben mit beeindruckenden Bildern ihrer „Europareise“ Einblicke in die Lebenswirklichkeit junger Menschen. Bedrängend ist, dass in vielen Nationen durch die prekären Arbeitsverhältnisse eine latente Perspektivlosigkeit die jungen Menschen bedränge, verbunden mit einem Misstrauen gegenüber den Wirkmöglichkeiten der Politik. Es sind eher Ausnahmesituationen, wie in der Ukraine, dass ein Aufbruch von der Jugend ausgehe. U. a. brachten sie ihre Initiative zur Sprache, dass die EU allen Jugendlichen zum 18. Geburtstag eine Interrail-Karte mit 1 Monat Geltung schenken solle, um das Kennenlernen zu fördern und eine Horizonterweiterung jenseits aller sozialer Grenzen zu ermöglichen.
Dr. Gergely Rosta (Münster) eröffnete dann den Reigen der wissenschaftlichen Vorträge. Er analysierte, unterfüttert mit vielfältigem Zahlenmaterial, v. a. der Wertestudie von 2007, Trends und Erklärungen aus einer religionssoziologischen Perspektive auf ganz Europa.
Was hier überblicksmäßig vorgestellt wurde, machten Einblick in die Säkularisierungkontexte der Niederlande (Prof. Dr. Johannes Först, Dr. Monique van Dijk) und Tschechien (Assoz.-Prof. Dr. Michal Opatrný mit Dr. Katerina Brichcínová). Monique van Dijk stellte eine Langzeit-Studie zur Entwicklung der Religiosität von Schülern vor, die die starke Entkirchlichung aufwies. Katerina Brichcínová berichtete von einem Projekt zur Schülerkirche in Budweis.
Anders sieht es in Polen aus. Prof Dr. habil. Kazimierz Swies, Kath. Universität in Lublin, gab einen Überblick über die dortigen Entwicklungen, in der doch noch 1/3 der Jugendlichen eine regelmäßige Kirchenbindung mit Gottesdienstfeier haben. Zwar werde auch hier ein Rückgang wahrgenommen, der jedoch regional sehr unterschiedlich sei. Unter anderem stelle sich die Frage, was im Rahmen der Firmung tatsächlich für die Jugendlichen geschehe. Diskutiert wurde auch, ob es sich um eine eher traditionell-rituelle Kirchenbindung handle oder die existentielle Bedeutung des Glaubens spürbar sei. Nach Swies sei eine Trennung der beiden Sichtweise nicht konstatierbar, vielmehr gehe es um ein deutliches Ineinander. Deutlich wurde, wie eng in Osteuropa der Zusammenhang zwischen Konfession und Ethnie sei. Religion und Nation zeigen identitätsbildende Zusammenhänge.
Prof. Joachim Theis, Universität Trier, stellte die aktuellen Jugendforschungen in Deutschland vor. Wichtig sei, eine genauere Differenzierung zwischen institutioneller Kirchenbindung, persönlicher Frömmigkeit und ethischer Implikationen der Religion. Kirchliche Tendenzen, die Bindungsprozesse der Jugendlichen einfach abzuwerten erschwerten die Kontaktnahme. P. Rudolf Osanger SDB (Wien) gab eindrucksvoll Einblicke in die Konzepte der Salesianischen Jugendpastoral. Die Trennung zwischen genuin religiöser und ganzheitlicher Pastoral wird deutlich zurückgewiesen. Die Freundschaft zu allen Jugendlichen, nicht nur den katholisch-kirchlichen, lebe von einer radikalen Zuwendung zu ihrer Wirklichkeit und ihren Sorgen. Evangelisierung zeige sich in dieser Nähe bei den Menschen, zuerst – mit Evangelii nuntiandi – im Zeugnis ohne Wort.
In einem festlichen Gottesdienst in der Seminarkirche begrüßte Kardinal Vinko Puljic die Versammlung. Er gab Einblicke in seine pastoralen Erfahrungen und betonte, wie wichtig es sei, dass Theologie und kirchliches Lehr- und Leitungsamt zusammenarbeiteten.
Ein abendlicher Stadtrundgang gab einen guten Eindruck vom Leben der Stadt.
Acht verschiedene Workshops gaben weitere Einblicke in das Themenfeld und seine unterschiedlichen Tendenzen und Strömungen. Die kroatische Mission (Fra Željko Bakovic OFM) in Wien versteht sich – erfolgreich – als Projekt, im Zusammenklang von kirchlicher Bindung und kroatischer Identität. P. Waldemar Los SJ (Karkau) und Dr. Krystian Piechaczek (Glivice) gaben Einblicke in die Bedeutung der Weltjugendtage und die konkrete Entfaltung und Vertiefung durch das Projekt MAGIS der Jesuiten. Frauen und Gewalt in Bosnien und Herzegowina war Thema von Dr. sc. Zilka Spahic-Šiljak (Sarajevo). Die polnische Jugendbewegung „Licht und Leben stellte Prof. Dr. habil. Maciej Ostrowski (Krakau) vor. Justyna Okolowicz und Maria Widl (Erfurt) schauten auf die aus den Weltjugendtagen gewachsene Night Fever-Bewegung, die eine deutlich offensive Mission betreibt und gleichzeitig klassische Frömmigkeitsformen aufnehme. Prof. Dr. Rudolf Svoboda (Budweis) aus der Theologischen Fakultät Budweis entfaltete, dass die Entscheidung der theologischen Fakultät auch andere Studiengänge (wie Freizeitpädagogik und Sozialarbeit) anzubieten für eine Weitung der Studierendenschaft weit über die Grenzen der Konfession hinaus sorgten und dadurch auch die Art des Theologietreibens verändere. Prof. Dr. Stanko Gerjolj (Ljubljana) gab Einblicke in die Jugendarbeit und ihr Grundbedingungen in Slowenien. Prof. Joachim Theis (Trier) und Prof. Dr. Richard Hartmann eröffneten das Gespräch zur Firmpastoral vor dem Hintergrund sehr verschiedener Theologien zu diesem Sakrament und unterschiedlicher Milieuausprägungen.
Am Abend führte der Pastoraltheologe Dr. Šimo Maršic in das von ihm geleitete Jugendzentrum Johannes Paul II. Alle Teilnehmer des Symposions waren tief Beeindruckt von diesem Zentrum, mit Kapelle, vielen Jugendräumen, Möglichkeiten für Sport und Musik. Mit mehr als 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird hier eine ausdifferenzierte Arbeit für alle Jugendlichen aufgebaut, die ausdrücklich den interreligiösen und versöhnenden Aspekt mit fördert.
Ass. Prof. Sr. Ana Thea Filipovic (Zagreb) ordnete die Erfahrungen pastoraltheologisch, bevor eine Podiumsrunde die Erträge sicherte.
Das Symposion war von einer hervorragenden Gesprächsatmosphäre geprägt. Die gegenseitige Wahrnehmung unterschiedlicher Theologie und unterschiedlicher gesellschaftlich-kirchlicher Bedingungen einerseits und die Bereitschaft darin voneinander zu lernen, prägte die Gespräche und ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einhellig zum Entschluss kommen, dass diese Gespräche fortgesetzt werden sollten.

[Richard Hartmann, Fulda]

 

 

2. Kongress der Konferenz der deutschsprachigen PastoraltheologInnen 11.-14.9.2017 in Leitershofen

Das Vorbereitungsteam (Judith Klaiber, Andrea Imbsweiler, Wolfgang Beck, Jan Loffeld und Richard Hartmann) arbeitet gerade am letzten Schliff des Programms für den kommenden Kongress. Inhaltlich wird es um Herausforderungen und Chancen der Pastoraltheologie angesichts von Digitalisierung, Virtualisierung und sozialen Medien gehen. In Kürze können Sie die näheren Informationen, das Programm sowie den Folder auf unserer Website abrufen.

Es wird auch diesmal wieder die Möglichkeit geben eigene Forschungsprojekte kurz vorzustellen und mit den Anwesenden zu diskutieren. Dazu wollen wir besonders Nachwuchswissenschafter_innen einladen, aber auch bereits etablierte Kolleg_innen sind herzlich willkommen ihre aktuellen Projekte zu präsentieren.

 

 

3. Neuer Vorstand beim PosT – Netzwerk der mittel-und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen

Die Generalversammlung des in Wien eingetragenen Vereines, der auf die Initiative von Prof. Paul Michael Zulehner zurückgeht, wählte am 14.9.2016 in Sarajevo bei seiner VIII. Generalversammlung den neuen Vorstand. Der emeritierte Pastoraltheologe aus Dakovo/Kroatien, Pero Aracic, übergab nach 9 Jahren die Leitung des Vereines an Mieczyslaw Polak, den neuen Obmann. Der stellvertretende Obmann Michal Opatrný übernahm die Aufgabe von Teresa Kowalczyk aus Gniezno/Polen. Die Geschäftsführung bleibt bei Petr Slouk/Wien.
Mieczyslcaw Polak, Jahrgang 1966, hat in Wien bei Paul M. Zulehner promoviert und lehrt Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät der Adam Mickiewicz Universität in Poznan. Michal Opatrný, Jahrgang 1978, promovierte im Fach Caritaswissenschaft in Linz und lehrt Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Südböhmischen Universität Ceské Budejovice.
„Die Erweiterung unseres Netzwerks um neue Kontakte wird uns in nächster Zeit beschäftigen,“ so der neue Obmann Polak. „Wir möchten die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern stärken, z.B. durch gemeinsame Lehrveranstaltungen über die Grenzen der einzelnen Länder hinweg und in internationaler wissenschaftlicher Publikationstätigkeit.“
Das PosT – Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen wurde 2004 in Prag gegründet, ist in Wien als Verein eingetragen und zählt heute 67 Mitglieder aus 11 Ländern. Das Netzwerk organisiert jährlich Fachsymposien, zuletzt gemeinsam mit der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen in Sarajevo (Jugend in Europa: Religiosität Jugendlicher im Kontext von Beheimatung, Eventkultur und Migration“, 12.-15.9.2016). Der Verein gibt die Fachzeitschrift „Pastoraltheologische Texte“ heraus.

[Petr Slouk, Wien]

 

 

4. Nachrichten aus der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP)

Arbeitshilfe „Gemeinsam Kirche sein“
Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat eine Arbeitshilfe „Gemeinsam Kirche sein. Impulse – Einsprüche – Ideen“ herausgegeben (Pressemeldung DBK). Die Broschüre, die ein Jahr nach dem Wort der deutschen Bischöfe „Gemeinsam Kirche sein – Wort der deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral“ erschienen ist, dokumentiert und erläutert Beispiele der pastoralen Erneuerung in den Bistümern. Eine Vielzahl von Autoren hat aus der pastoralen Praxis heraus Impulse, Einsprüche und Ideen beigesteuert, wie der durch „Gemeinsam Kirche sein“ angeregte Prozess der Neuorientierung der Pastoral vertieft werden kann. Einige dieser Beiträge wurden für die gedruckte Fassung der Arbeitshilfe ausgewählt. Eine Webpräsenz der Arbeitsstelle KAMP bietet zusätzliche erschließende Texte und Materialien, weitere Beiträge können eingesandt werden.

Studientag Traukirchen
Das Stadtdekanat Köln lädt gemeinsam mit der KAMP am 24.11.2016 zu einem Studientag über die Erfahrungen mit milieusensiblen Hochzeitskirchen ein: http://www.kamp-erfurt.de/de/archiv/nachrichtenarchiv/2016/05-traukirchen.html

Qualität in der Internetseelsorge
Seit der Konferenz der Internetseelsorge-Beauftragten im Jahr 2015 war der Text „Qualität in der Internetseelsorge“ in Arbeit, nun konnte er nach Einarbeitung der Diskussion der diesjährigen Konferenz von deren Teilnehmern per E-Mail-Votum verabschiedet werden. Er ist gedacht als Richtschnur für die konkrete Arbeit in der Internetseelsorge und als Verständigungs- und Gesprächsgrundlage mit den Verantwortlichen in den Diözesen und Institutionen sowie den Gremien und Einrichtungen auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz. Abzurufen ist er als PDF unter http://www.kamp-erfurt.de/level9_cms/download_user/Internetseelsorge/2016-09-21_Qualitaet_in_der_Internetseelsorge.pdf.

Fortbildung Internetseelsorge
Einen Fortbildungstag für Seelsorgerinnen und Seelsorger in der beratenden Internetseelsorge bietet die KAMP am 15.2.2017 im Frankfurt am Main an. Thema: „Umgang mit emotional instabilen Persönlichkeiten in der beratenden Internetseelsorge“, Referentin: Birgit Knatz.
Nähere Informationen demnächst unter http://www.kamp-erfurt.de/de/internet/veranstaltungen/eigene-veranstaltungen/fortbildungstag-beratende-internetseelsorge.html

euangel (www.euangel.de)
Heft 2/2016: Konfessionslosigkeit und religiöse Indifferenz (erschienen im September)
Heft 3/2016: Pastoral vor globalen Herausforderungen (erscheint im Dezember)
Heft 1/2017: Sprache (erscheint im April)
Der KAMP-Newsletter informiert über den genauen Erscheinungstermin.

[Tobias Kläden, Erfurt]

 

 

5. Neues aus dem Zentrum für Angewandte Pastoralforschung (ZAP)

Für eine Kirche, die Platz macht! Kompetenzen und Diskurse für eine raumgebende Pastoral
Nur noch mal kurz die Einladung zum Bochumer Kongress. Die Anmeldungen zu den neun Panels laufen an und es sieht, ähnlich wie im Juni 2015, nach einer guten weiten Beteiligung im ganzen deutschsprachigen Raum aus. Die Homepage: www.zap-kongress.de
Herzliche Einladung!

Neues Buch der Reihe „Angewandte Pastoralforschung“: „Wie lernt Kirche Partizipation“ (Elisa Kröger)
Elisa Kröger hat ihre Erfahrungen im ZAP-Projekt „Verantwortung teilen“ mit dem Bistum Aachen zu einem sehr lesenswerten Buch ausgebaut. Dieses ist jetzt verfügbar und bietet erstmal in dieser Form einen Einblick in die Frage, welche Lernarrangements dazu führen, dass Engagierte Leitungskompetenz erwerben können und wollen. Mit internationalen Erfahrungen (u.a. Poitiers, Südafrika), pastoraltheologischen Reflexionen, Erfahrungsberichten, einer empirischen Umfrage und mehr.
Elisa Kröger (Hg.): Wie lernt Kirche Partizipation? Theologische Reflexion und praktische Erfahrungen (ISBN 978-3-429-03979-0), Würzburg 2016, Broschur, 464 S., 42€.

SilentMOD: Der Dom hat blau gemacht

Ein einzigartiges Erlebnis waren die Tage vom 18.-20.8.2016. Der Kölner Dom öffnete seine Türen auch nachts und erzählte eine neue Story der drei Gottessucher Caspar, Melchior und Balthasar: Elektronik traf Gregorianik; Gotik traf Laser; Weihrauch traf Limette; König traf Roboter.
Man kann kaum erzählen, was da im Dom geschah – eventuell kann man die Witterung aufnehmen, wenn man Bilder sieht. Hier einige Videos und Bilderstrecken dazu:
www1.wdr.de/kultur/kunst/gamescom-silentmod-koeln-dom-100.html
https://vimeo.com/180785731
Ansonsten erhält man einen authentischen Eindruck, wenn man silentMOD in die Suchmaske für Video oder auf instagram eingibt.
50.000 Personen waren da, der Roncalli-Platz schwarz vor Leuten, die über 2 Stunden anstanden, warteten – und den Dom nach eigenen Aussagen gar nicht wieder verlassen wollten.
Für das ZAP eine ganz wichtige Lernerfahrung, die wir in Büchern und anderen Reflexionsformen nachhaltig sichern wollen: „Geh als Kirche einen Zentimeter auf moderne Kultur zu, so dass sie Dich und Deinen Respekt vor ihr in ihrer Ausdrucksform verstehen kann – und sie kommt Dir einen Meter entgegen.“
Ein Hörgenuss ist die CD mit den Beats des Abends von Blank&Jones.
Alle Infos zum Projekt auf: www.silentmod.de

1‘‘31‘-SummerCamp & dritte Runde
Nach gut zwei Jahren, ca. 200 eingereichten Filmen und über 1.000 beteiligten jungen Kreativen kann man davon sprechen, dass die Marke 1’31“ hervorragend auf dem Markt positioniert wurde und auch außerhalb der Kirche als Innovator wahrgenommen wird.
Nachdem wir unser Augenmerk im ersten Durchlauf vor allem auf Filmemacher im Bereich Kurzfilm gerichtet hatten, haben wir im zweiten Durchlauf das Alter der Zielgruppe leicht nach unten definiert, um die Nutzer der Videoplattform YouTube zu erreichen. Die gemeinsame Klammer, also unser Auftrag mit dem wir angetreten sind, ist jedoch geblieben: Die Qualität, die Wirksamkeit, die Attraktivität, die Verständlichkeit und die faktische Reichweite audiovisueller Glaubenskommunikation im deutschen Sprachraum signifikant zu steigern.
Auch in diesem Jahr wurden die Preisträger vor über 15.000 Jugendlichen im Rahmen der VideoDays 2016 (weltweit größtes YouTube Event) ausgezeichnet. Die Preisverleihung selbst war dabei von einem einwöchigen Summercamp in Köln eingerahmt, auf dem zusammen mit Experten aus der Filmbranche und den besten Talenten aus Wettbewerb und Workshops verschiedenste Kurzfilme und Webvideoformate realisiert wurden.
Die Quantität der abgedrehten Filme und unterschiedlichen Format konnte dabei im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert werden. So finden sich unter den zwölf (!) produzierten Web-Video Filmen Slam-Texte, das offizielle Videobegleitmaterial für den Ökumenischen Jugendkreuzweg, aber auch Punk-Musikvideos, verschiedenste Trailer und Tutorials.
Die beiden Durchgänge des Wettbewerbs zeigen: nicht nur wurde eine signifikante Gruppe von Talenten für Themen mit religiösem Bezug aktiviert, sondern durch die engagierte Begleitung in den Workshops hat sich ein äußerst ambitionierte Community von Nachwuchsfilmemachern und YouTubern gegründet, die weiter zusammen an Projekten arbeiten.
Mit einem starken Medien-Partner wie dem Jungen Angebot von ARD und ZDF (Projektname: Funk) können diese Potenziale in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.
Denn auch im dritten Durchlauf geht es weiter: Unter dem Motto #ungeschminkt sucht das ZAP junge Talente, die uns authentisch, echt und persönlich ihre Meinung zu Dingen, die sie bewegen, erzählen. Der Einsendeschluss für die Videos ist der 13.01.17, die Teilnehmer müssen zwischen 14 und 24 Jahren alt sein. Alle weiteren Infos und die Gewinner der letzten Jahre finden sich auf unserer Wettbewerbshomepage www.1-31.tv oder auf unserem YouTube Kanal.
10 Sekunden Welt: https://www.youtube.com/watch?v=oWX1l8UMxvo
Gestatten. Ich.:https://www.youtube.com/watch?v=ihj5GgqjaWg
1’31’’ Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=69BftF2RofA

ZAP-Tag der Kooperationsprojekte
Zum zweiten Mal lud das ZAP alle Projekt AG’s der Kooperationsprojekte nach Bochum ein, damit man exklusiven Zugang auch auf jene Projekteinsichten bekommt, in denen man gerade nicht kooperiert. Aus vielen Diözesen in ganz Deutschland bis hinunter nach Speyer und Rottenburg-Stuttgart und auch aus dem Netzwerk Citykirchenprojekte konnten wir Gäste begrüßen. In zehn Workshops kamen wir in den Dialog und haben ein weiteres Mal erfahren, wie befriedigend und effektiv es ist, wenn Praxis, Entscheidung und Forschung direkt zusammenarbeiten.
Das einzige, was wir das nächste Mal ändern sollten: bei 38 Grad im Schatten will niemand westfälischen Eintopf mit Mettwurst zu sich nehmen…

[Matthias Sellmann, Bochum]

 

 

6. Informationen aus dem Institut für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung (IbiP)

Bibelpastorales Forschungsprojekt startet
Das Institut für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung (IbiP) am Fachbereich Theologie der Katholischen Hochschule NRW (Abteilung Paderborn) verbindet exegetisch-hermeneutische und pastoraltheologische Forschung im Hinblick auf Reflexion, Evaluation und Begleitung pastoraler Prozesse und Akteure. Im Kontext der derzeitigen Neuorientierung und Neustrukturierung der Pastoral ist ein zunehmender Bedarf an biblisch begründeter Fundierung pastoraler Prozesse und biblisch motivierter Reflexion pastoralen Handelns erkennbar. Diesem Bedarf folgend, hat sich das IbiP zur Aufgabe gemacht, die verstärkte Rückfrage nach biblischen Leitlinien auf eine hermeneutisch reflektierte Basis zu stellen. In einem bibelpastoralen Forschungsprojekt wird daher die Entwicklung eines bibeltheologisch begründeten, methodischen Instrumentariums zur Reflexion pastoraler Prozesse und pastoraler Arbeit angezielt.
Weitere Informationen bei Prof’in Dr. Christiane Koch: c.koch(at)katho-nrw(dot)de

Studientag zur neuen Einheitsübersetzung
Nach zehnjähriger Vorarbeit erscheint im Frühjahr 2017 die revidierte katholische Einheitsübersetzung der Bibel. Der Abschluss dieses Projektes ist für die pastorale Praxis von großer Tragweite. Diese gewichtige Entwicklung soll in Paderborn mit einem Studientag am 24.11.2016 gewürdigt werden. Prof. Dr. Michael Theobald, der den Revisionsprozess wissenschaftlich begleitet hat, wird über Grundsätze, Entstehung und Ergebnisse referieren und exemplarisch erste Eindrücke zur neuen Einheitsübersetzung vermitteln. Darüber hinaus soll die exegetisch und theologisch grundlegende Frage des Übersetzens des biblischen Textes im Fokus stehen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei Prof’in Dr. Christiane Koch: c.koch(at)katho-nrw(dot)de

Symposium zu pastoralen Lehr-Lern-Prozessen
Pastoral will gelernt sein. Und zugleich: Wer im Sinn und Geist Jesu Christi und damit pastoral zu handeln versucht, macht in der Begegnung von Existenz und Evangelium immer neue Lernerfahrungen. Dieses Lernen aus der Praxis für die Praxis spielt in der Ausbildung von pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und ganz besonders in dem dezidiert praxisbezogenen Studium der Religionspädagogik – eine zentrale Rolle. Praktika sollen hier einen wichtigen Beitrag für die persönliche und berufliche Entwicklung der Studierenden leisten.
Doch die Erfahrung zeigt: Die reflektierte Verknüpfung der Praktikumserfahrungen mit den Studieninhalten fällt den Studierenden alles andere als leicht, Mentorinnen und Mentoren fragen oftmals nach ihrer spezifischen Rolle und ihrem konkreten Auftrag in der Begleitung, Ausbildungsleitungen suchen nicht zuletzt bei der Ausgestaltung und Auswertung von Praktika nach einer engeren Abstimmung zwischen Hochschule und potenziellem Arbeitgeber.
Wir laden dazu ein, diesen und weiteren Fragen im Zusammenhang mit den Praktika als einen markanten Ort pastoraler Lehr-Lern-Prozesse im wissenschaftlichen und kollegialen Austausch nachzugehen. Dazu findet in Paderborn am 26.1.2017 unter der Überschrift „Ganz schön praktisch! Praktika als Motor persönlicher und beruflicher Entwicklung?“ ein Symposium statt. Prof. Dr. Dr. Oliver Reis (Universität Paderborn) wird zur „Schlüsselfunktion von Praktika in der theologischen und pastoralen Kompetenzentwicklung“ referieren, Prof. Dr. Reinhard Feiter (Universität Münster) stellt die Frage „Wann ist Praxis pastoral und was lässt sich aus ihr für die Pastoral lernen?“. Am Vorabend sind insbesondere die Ausbildungsleitungen und MentorInnen der in Paderborn Studierenden eingeladen, sich zur (Neu-)Gestaltung und Begleitung der Praktika im Studiengang Religionspädagogik zu informieren und auszutauschen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei Prof. Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld: u.feeser-lichterfeld(at)katho-nrw(dot)de

[Ulrich Feeser-Lichterfeld, Paderborn]

 

 

7. Methodenseminar: Theorie und Praxis der qualitativen Sozialforschung in der Theologie

Empirische Methoden stellen gerade in der Praktischen Theologie eine wichtige Grundlage für die Forschung dar. Da eine Ausbildung in empirischer Methodik in der Theologie noch selten angeboten wird, soll mit diesem Seminar die Möglichkeit für das Erlernen der qualitativ-empirischen Methodik und für den forschungspraktischen Austausch untereinander geschaffen werden.
Das Seminar verbindet die Praxis des empirischen Forschens mit den theoretischen Grundlagen. Anhand von Narrativen Interviews und ihrer Analyse wird die Erhebung und Auswertung von Daten und die Theoriebildung geübt. Dadurch wird nicht nur eine grundlegende qualitativ-empirische Methode erlernt und auf ihre theoretischen Voraussetzungen reflektiert, vielmehr wird zugleich auch das genaue Hinhören auf das, was Menschen sagen, das Verstehen und die methodisch reflektierte Interpretation eingeübt, die für die Praxis der Seelsorge zentral sind.
Das Seminar ist praxisorientiert angelegt und wendet sich vor allem an jene, die eine empirisch fundierte Doktorarbeit oder Masterarbeit in der Theologie schreiben oder planen. Es ist findet an der Universität Luzern statt, ist aber auch als ein Angebot auch für Interessierte anderer Universitäten konzipiert.

Termine:
Fr. 3.3. 2017 10.15-12.00 (für Auswärtige fakultativ)
Fr. 17.3., 14.15-18.30 Uhr und Sa. 18.3. 9.00-14.00 Uhr
Fr. 19.5., 14.15-18.30 Uhr und Sa. 20.5., 9.00-14.00 Uhr
Bei Fragen inhaltlicher Art wenden Sie sich an Prof. Klein stephanie.klein(at)unilu(dot)ch
Bei organisatorischen Fragen berät sie Nadija Waibel nadja.waibel(at)unilu(dot)ch.
Weitere Informationen zum Ablauf und zur Organisation finden Sie hier.
Anmeldung erforderlich bis zum 17.2.2017 bei stephanie.klein(at)unilu(dot)ch

[Stephanie Klein, Luzern]

 

 

8. Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch

Was hat die Kirche von der Caritas - und umgekehrt. Symbiotische Organisationssysteme Kirche und Caritas? (Tagung in Mainz, 8./9. 12. 2016)

Ist Caritas ein kirchliches Subsystem oder ein eigenständiges, einem anderen gesellschaftlichen Funktionssystem zuzurechnendes Werk der Nächstenliebe? Welchen Leitunterscheidungen folgt Caritas im Unterschied zur Kirche? Wenn Caritas ein eigenes „System“ wäre, stünde ihr Kirche als mehr oder weniger relevante Umwelt zur Verfügung und umgekehrt.
Die sozialen Differenzierungen in arm/reich, Rand/Mitte, oben/unten, bemittelt/ohne Mittel, innen/ außen, zugehörig/ fremd… fordern seit jeher die kirchlichen Handlungsvollzüge der Leiturgia, der Martyria, der Diakonia und der Koinonia heraus. Sollen sie zwischen diesen binären Unterscheidungen vermitteln, haben sie dann aufgrund von Selbstverständnis und Auftrag für deren Auflösung sorgen? Das letztere führt oft in die offenbarungsgemäße Vorstellung vom „Neuen Himmel und einer neuen Erde“ und erscheint dem kirchlich Machbaren entzogen. Das erstere erscheint aus Sicht des Evangeliums eher harmlos.
Welche Perspektiven werden ansichtig, wenn man Caritas auf die interaktionale, kulturelle oder politische Ebene hin fokussiert und welche werden dann in Bezug auf Gesellschaft und Kirche ausgeblendet? Neben der Vermittlung bzw. der kirchlichen Verortung auf der Seite der Schwachen oder auf der Seite der Starken kann sich auch um eine stabilisierende Wirkung kirchlichen Handelns auf das Verhältnis von arm – reich, Rand – Mitte, ohne Mittel – bemittelt … einstellen. Oder versucht das Organisationssystem Kirche einfach das „System“ Caritas zu brauchen /gebrauchen für eigene und ausdrücklich differente Zwecke?
In der Tagung identifizieren und diskutieren wie die unterschiedlichen Kommunikationsmedien von Caritas und Kirche und stellen uns der Frage, worin sich die beiden Systeme(?) ergänzen bzw. sich widersprechen und nicht zueinanderfinden und dennoch oft als eins gedacht werden.
Nähere Informationen finden Sie hier.

[Christoph Rüdesheim, Mainz]

 

 

9. International Congress of the European Society for Catholic Theology 2017. “Philadelphia: Die Herausforderung der Geschwisterlichkeit“ – Call for Papers

Bis 1.2.2017 können noch Papers für den ET-Kongress 2017 eingereicht werden. Der Kongress findet vom 30.August bis 2. September in Straßburg statt. Nähere Informationen finden Sie auf der Website der ET.

 

 

10. Publikationen

Belok, Manfred / Loretan-Saladin, Franziska (Hg.): Zwischenmenschlich. Beziehungspastoral heute, Zürich 2016.
Die Lebenswirklichkeiten in unserer Gesellschaft sind vielfältiger als es die kirchenamtliche Lehre vorsieht. Die meisten Menschen in und außerhalb der Kirche akzeptieren die gelebte Vielfalt an Partnerschafts-, Ehe- und Familienformen.
Die Autorinnen und Autoren entwickelt deshalb eine theologisch begründete Beziehungspastoral und fragen: Wenn Beziehung als Prozess gesehen wird, welchen Einfluss hat dies auf das Verständnis des Ehesakraments? Darf es eine katholische «Theologie des Scheiterns und des Neuanfangs» auch in Beziehungsfragen geben? Ist jedes Beziehungsende immer auch ein Scheitern?
In der Beziehungspastoral geht es auch darum, wer letztendlich in der Kirche definiert, was theologisch gültig ist – allein das kirchliche Lehramt? Welchen Wert haben die im «sensus fidelium», der Kompetenz aller Glaubenden, bereitliegenden Erfahrungen in Partnerschafts-, Ehe- und Familienfragen? Wie ist im Ringen um theologische Orientierung damit verantwortbar umzugehen?
Das Buch der Arbeitsgemeinschaft Praktische Theologie Schweiz ist eine Argumentationshilfe für Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Menschen in ihren Beziehungsfragen begleiten.
Mit Beiträgen von François-Xavier Amherdt, Manfred Belok, Franziska Loretan-Saladin, Christoph Gellner, Monika Jakobs, Leo Karrer, Stephanie Klein, Salvatore Loiero, Urs Winter-Pfändler.

 

Ganz, Katharina: … da ich aber als Frauenzimmer in der katholischen Kirche keine Stimme habe und folglich so viel als todt bin … Kreativität aus Vulnerabilität am Beispiel der Ordensgründerin Antonia Werr (1813–1868), Würzburg 2016.
Antonia Werr (1813–1868) gründete 1855 die Kongregation der Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu im Kloster Oberzell bei Würzburg und setzte sich für strafentlassene Frauen ein. Indem sie marginalisierten Frauen zu neuen Anfängen verhalf und Rechtlosen eine Stimme gab, brachte sie ihre eigene Stimme in der von patriarchalen Strukturen geprägten Kirche zu Gehör.
Im solidarisch-praktischen Handeln, das sich von einer kenotischen Spiritualität der Verwundbarkeit leiten lässt, liegen auch Chancen für eine geschlechtersensible Pastoral in der Gegenwart. Menschen, die sich von den Wunden und Verwundungen ihrer Zeit berühren lassen, werden auch heute Wege finden, trotz struktureller Hindernisse kreativ zu werden und Impulse zu setzen für eine emanzipatorische pastorale Praxis.

 

Hillebrand, Bernd: Schön und passend? Grundlagen einer Pastoral der Zeichen der Zeit, Ostfildern 2016.
In der pastoralen Arbeit, aber auch angesichts der äußeren Erscheinung der Kirche fragen sich viele Menschen, ob diese Kirche noch zum Leben der Menschen passt oder ob sie nicht die Beziehung zur modernen Gesellschaft bereits verloren hat.
Bernd Hillebrand entwickelt im theoretischen Teil seiner Studie anhand des Begriffs der ästhetischen Passung die Kriteriologie für eine gelingende Glaubenskommunikation: Wenn man heute vom Glauben erzählt, muss er als »schön« und »passend« zum eigenen Leben erfahren werden. In einem praktisch ausgerichteten Teil bietet Bernd Hillebrand viele konkrete Beispiele und Ideen, die Lust machen, selbst zu experimentieren und so Glaube und Welt in eine neue Beziehung zu bringen.

 

Kröger, Elisa (Hg.): Wie lernt Kirche Partizipation? Theologische Reflexion und praktische Erfahrungen, Würzburg 2016.
„Wie lernt Kirche Partizipation?“ — Die Suche nach Antworten steht in fast allen deutschsprachigen Bistümern weit oben auf der Agenda. Die Frage, wie sich Kirche vor Ort entwickelt, wird insbesondere mit der Perspektive einer stärkeren Partizipation durch freiwillig Engagierte verbunden. Wo Antworten nicht darauf abzielen, nur die Lücken zu füllen, die durch fehlende Hauptamtliche aufklaffen, beginnt ein tiefgreifender Lernprozess auf Augenhöhe. Erst dann, wenn die Selbstorganisation von Christinnen und Christen an erster Stelle steht, wird Partizipation zu einer echten Entwicklungsperspektive für die Kirche. Die 27 Beiträge dieses Bandes beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Zusammenspiel von Partizipation und Bildung in der Kirchenentwicklung. Durch das Wechselspiel von Theorie und Praxis wird der Band zu einem Studier- und Erfahrungsbuch für alle, die sich von Lernwegen zu einer „partizipativen Kirchenentwicklung“ inspirieren lassen wollen.

 

11. Terminkalender und Tagungen

14.-15.November 2016, Campus Koblenz: „Pluralitätssensible Schulpastoral angesichts religiöser und kultureller Diversität“

 

1. Dezember 2016, Burkadushaus Würzburg: Fachtag für die katholische Jugendkirche

 

8.-9. Dezember 2016, Erbacher Hof Mainz: Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch - Was hat die Kirche von der Caritas - und umgekehrt. Symbiotische Organisationssysteme Kirche und Caritas?

 

12.-13. Dezember 2016, Universität Hamburg: Tagung Prophetische Predigt – parteiische Kirche? Positionalität und Öffentlichkeit homiletischer Lebensweltbezüge

 

13./14. Februar 2017, Bochum: bundesweiter Kongress „Für eine Kirche die Platz macht! Kompetenzen und Diskurse für eine raumgebende Pastoral“

 

30.8.-2.9.2017, Straßburg: International Congress of the European Society for Catholic Theology 2017. “Philadelphia: Die Herausforderung der Geschwisterlichkeit“

 

11.-14.September 2017, Leitershofen: Kongress der Konferenz der deutschsprachigen PastoraltheologInnen e.V.

 

 

Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info(at)pastoraltheologie(dot)de

 

 

Impressum

Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.

 

Kontakt:

Teresa Schweighofer, Beauftragte für Newsletter und Website der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.