Zeichen der Zeit – Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. vom 16. bis 19. September 2013 in Salzburg

Die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und -theologinnen hat sich bei ihrem alle zwei Jahre veranstalteten Kongress in Salzburg dem Terminus „Zeichen der Zeit“ gestellt. Der von Papst Johannes XXIII. eingeführte Begriff muss die Kirche zu einer neuen Haltung führen. Sie kann nur ihre Aufgabe wahrnehmen, wenn sie aufmerksam die gesellschaftliche Wirklichkeit und die Freude und Hoffnung, Trauer und Angst ihrer Zeitgenossen sieht und mit ihnen im Licht des Evangeliums deutet. Wie dies wissenschaftlich geschehen und welche Zeichen von den Pastoraltheologinnen und -theologen heute identifiziert wird, war im Eröffnungsvortrag von Dr. Jochen Ostheimer (München) und in Statements der ProfessorInnen Stefanie Klein (Luzern), Maria Widl (Erfurt), Christian Bauer (Innsbruck) und Hans-Joachim Sander (Salzburg) entwickelt worden. Die Teilnehmer, Wissenschaftler und Praktiker aus dem ganzen deutschsprachigen Bereich setzen in einem großen kommunikativen Prozess die Anfangsimpulse weiter.
Die Tagung in Österreich nahm ausdrücklich auch die Lage der Kirche in Österreich in Blick im Dialog mit dem österreichischen „Pastoralbischof“ Dr. Alois Schwarz (Gurk-Klagenfurt). Erzbischof Dr. Alois Kothgasser feierte mit den Kongressteilnehmern Eucharistie. In der Mitgliederversammlung standen Neuwahlen für die nächsten 4 Jahre an. Einstimmig wurden Prof. Dr. Richard Hartmann (Fulda, Vorsitzender), Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke (Osnabrück, Stellvertreterin), Dr. Thomas Böhm (Volkach, Schriftführer) wiedergewählt. Neu in den Vorstand wurde Prof. Dr. Johann Pock (Wien) gewählt. Auch die Redaktion der Online-Zeitschrift Pastoraltheologische Informationen (www.pthi.de) wurde neu berufen: Prof. Dr. Judith Könemann (Münster), Prof. Dr. Thomas Schlag (Zürich, Vertreter der evangelischen Kollegen), Dr. Maria Elisabeth Aigner (Graz) und Dr. Stefan Gärtner (Tilburg) übernahmen die Verantwortung.
Ausführlich diskutierten die Wissenschaftler die prekäre Situation in einigen Berufungsverfahren der Lehrstühle in Deutschland. In einer Zeit, in der die Kirche in einem gewaltigen Transformationsprozess stehe, ist es nicht verständlich, wenn die Lehrstühle in den Fakultäten abgewertet werden oder eine Engführung der Berufung nur für Priester durchgeführt werde.
Die Relevanz des Faches in seiner Pluralität und die kirchlichen Transformationsprozesse, die sich nicht zuletzt in der Veränderung der Ortskirche zeigt (Großpfarreien, Veränderung der Dienste und Ämter) sind Schwerpunkte für weiteres Arbeiten.
[R. Hartmann, Fulda]

Das Programm des Kongresses finden Sie hier. Die Beiträge des Kongresses sind in Band 34/1 (2014) der Pastoraltheologischen Informationen (www.pthi.de) dokumentiert.

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